Für mehr Ehrlichkeit im Alltag

Babyyy

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7. Februar 2025
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Ich bin keine Super-Mum, keine Super-Wife und führe keine Super-Ehe mit einem Super-Mann.

Ich komme täglich an meine Grenzen und verhalte mich im Mutter-Sein oft genug so, dass mich Twitter dafür kreuzigen würde. Nach über 11 Jahren Beziehung und fast 10 Jahren Ehe weiß ich, wie ich meinen Mann mit weniger als 10 Worten zum Explodieren bringe und ich mach das auch. Er macht das umgekehrt übrigens auch.

Wir haben seit ca. 2 Jahren Probleme, finden aber langsam in unsere alte Form zurück. Wir haben eine sehr spezielle Beziehungsdynamik, die sich verändert hat aber in der wir beide langsam wieder unseren Platz finden. Unser Anspruch derzeit ist einfach: derzeitigen Standard halten, Hauptsache nicht wieder schlechter.

Und dann kommt man im Social Media zu den ganzen Supermums mit Bilderbuchehen und Traummännern. Ich glaube nicht, dass die tatsächliche Realität ist aber das hier ist das Internet und hier kann jeder sein wie er will.

Ich denke, wir sind absoluter Durchschnitt. Einfach ein Paar, das sich schon ewig kennt, das in der Elternschaft Fehler ohne Ende macht aber trotzdem sein Bestes gibt, das sich verloren hat und wieder finden will und einfach irgendwie versucht, das alles irgendwie hinzukriegen ohne noch größeren Schaden zu nehmen oder zu verursachen.
 
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Und dann kommt man im Social Media zu den ganzen Supermums mit Bilderbuchehen und Traummännern. Ich glaube nicht, dass die tatsächliche Realität ist aber das hier ist das Internet und hier kann jeder sein wie er will.

Es ist schlicht Gift. Das zu wissen ist schon etwas. Es nicht an sich heran zu lassen, das andere, das, was emotional und kognitiv wirklich fordert.
 
Es ist schlicht Gift. Das zu wissen ist schon etwas. Es nicht an sich heran zu lassen, das andere, das, was emotional und kognitiv wirklich fordert.
Mir hat geholfen, mir meine Umwelt anzusehen. Da gibt es einfach mehr Menschen die kämpfen und ihr Bestes geben als Menschen in einer Eierkuchenwelt.
Natürlich kann es diese auch geben aber ich behaupte mal, das ist nicht der Durchschnitt.
 
Mehr Ehrlichkeit?
Am Anfang der Mutterschaft gab es Tage/Wochen, da hatte ich keine saubere Jogginghose mehr. Ich bin mit dem Waschen nicht hinterher gekommen und hab ja sowieso nichts anderes mehr als Jogginghosen getragen.

Das Overtouch hat mich fertig gemacht. Die ganze Zeit den Körper teilen müssen und nicht wissen was noch mir gehört und was alles dem Kind, hat mich echt an meine Grenzen gebracht. Das war auch die Zeit, in der ich aufgehört habe mit meinem Mann zu schlafen. Ich war so voll von Nähe, dass ich Berührungen einfach nicht mehr ertragen habe.

Ich habe die Geburt eingeleitet, hatte einen Kaiserschnitt und nicht gestillt. Für all das gibt es gute und nachvollziehbare Gründe. Ich habe aber aufgehört mich dafür zu rechtfertigen.
 
Was hält dich davon ab soziale Netzwerke nicht mehr zu nutzen?
Du weißt, es schadet dir, du weißt es ist nicht echt - trotzdem konsumierst du es und lässt dich davon runterziehen.

Such dir mal ein paar Influencer raus und recherchiere mal was abseits von den sozialen Medien bei denen abgeht. Wie viele davon haben Beziehungsprobleme, wie viele haben Probleme mit dem Finanzamt oder andere rechtliche Probleme. Da sind wir weit weg von einer heilen Welt. Selbst stellen die es natürlich nicht ins Netz und wenn dann nur wenn es ihnen (vermeintlich( etwas bringt.
Von dem darf man sich nicht täuschen lassen, das ist aus meiner Sicht nichts, was man nachahmen oder nachlaufen sollte.
 
Was hält dich davon ab soziale Netzwerke nicht mehr zu nutzen?
Du weißt, es schadet dir, du weißt es ist nicht echt - trotzdem konsumierst du es und lässt dich davon runterziehen.

Such dir mal ein paar Influencer raus und recherchiere mal was abseits von den sozialen Medien bei denen abgeht. Wie viele davon haben Beziehungsprobleme, wie viele haben Probleme mit dem Finanzamt oder andere rechtliche Probleme. Da sind wir weit weg von einer heilen Welt. Selbst stellen die es natürlich nicht ins Netz und wenn dann nur wenn es ihnen (vermeintlich( etwas bringt.
Von dem darf man sich nicht täuschen lassen, das ist aus meiner Sicht nichts, was man nachahmen oder nachlaufen sollte.
Ich lass mich davon schon lange nicht mehr runter ziehen und ich weiß, dass das eine Scheinwelt ist.

Deswegen bin ich ja für mehr Ehrlichkeit im Alltag. Damit man sieht, dass das echte Leben und die echte Welt nichts mit dieser Scheinwelt zu tun haben.

Weißt du, wie viele Menschen ich getroffen habe, die gesagt haben, sie würden sich wünschen wenn mehr offen kommuniziert wird, was Mutterschaft und Ehe wirklich ist, wie es uns wirklich geht? Genau das tu ich. Ich spreche Dinge aus meiner Welt und meiner Sicht an. Soweit es geht vollkommen ungeschönt.
 
Ich bin keine Super-Mum, keine Super-Wife und führe keine Super-Ehe mit einem Super-Mann.

Ich komme täglich an meine Grenzen und verhalte mich im Mutter-Sein oft genug so, dass mich Twitter dafür kreuzigen würde. Nach über 11 Jahren Beziehung und fast 10 Jahren Ehe weiß ich, wie ich meinen Mann mit weniger als 10 Worten zum Explodieren bringe und ich mach das auch. Er macht das umgekehrt übrigens auch.

Wir haben seit ca. 2 Jahren Probleme, finden aber langsam in unsere alte Form zurück. Wir haben eine sehr spezielle Beziehungsdynamik, die sich verändert hat aber in der wir beide langsam wieder unseren Platz finden. Unser Anspruch derzeit ist einfach: derzeitigen Standard halten, Hauptsache nicht wieder schlechter.

Und dann kommt man im Social Media zu den ganzen Supermums mit Bilderbuchehen und Traummännern. Ich glaube nicht, dass die tatsächliche Realität ist aber das hier ist das Internet und hier kann jeder sein wie er will.

Ich denke, wir sind absoluter Durchschnitt. Einfach ein Paar, das sich schon ewig kennt, das in der Elternschaft Fehler ohne Ende macht aber trotzdem sein Bestes gibt, das sich verloren hat und wieder finden will und einfach irgendwie versucht, das alles irgendwie hinzukriegen ohne noch größeren Schaden zu nehmen oder zu verursachen.

Liebst du deinen Mann noch?
Sei einfach ehrlich zu dir selber.
Nicht hier im Forum sondern nur für dich selbst.

Irgendwie alles hinkriegen ist für niemanden hilfreich und beglückend.
 
Ich lass mich davon schon lange nicht mehr runter ziehen und ich weiß, dass das eine Scheinwelt ist.

Deswegen bin ich ja für mehr Ehrlichkeit im Alltag. Damit man sieht, dass das echte Leben und die echte Welt nichts mit dieser Scheinwelt zu tun haben.

Weißt du, wie viele Menschen ich getroffen habe, die gesagt haben, sie würden sich wünschen wenn mehr offen kommuniziert wird, was Mutterschaft und Ehe wirklich ist, wie es uns wirklich geht? Genau das tu ich. Ich spreche Dinge aus meiner Welt und meiner Sicht an. Soweit es geht vollkommen ungeschönt.
Ich habe diesbezüglich schon das eine oder andere ungeschönt geschildert.
Z.b. dass ich mir einige Male während meiner 28 Jahre dauernden Ehe dachte: " geh ich oder bleibe ich?"

Und dass ich mit 30 (ich habe sehr jung geheiratet) sicher nicht mehr geheiratet hätte und möglicherweise auch keine Kinder bekommen hätte.

Aber es kam eben anders.
Die Ehe ist ein ständiges Abwägen. Ein aufeinander Zugehen und wieder Entfernen.
Und immer wieder legen einem Ereignisse Prüfungen auf, auf die man nicht vorbereitet ist.
Wie Krankheit, berufliche und/oder finanzielle Katastrophen, Probleme und Sorgen mit Kindern.....

Das kann eine Ehe stärken, aber auch zerstören.
 
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Man muss sich auch mal fragen was man von einer ehe erwartet.
Vielleicht sind ja hier schon die Erwartung vollkommen überzogen - eben auch auf Grund der falschen Darstellungen aus den sozialen Medien. Man erwartet von der Ehe etwas, was sie so nie und nimmer halten kann. Diesen Standards wird dann niemand gerecht werden. Das liegt dann aber nicht unbedingt nur am Partner/der Partnerin.
 
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