...fr mich ist manches unerklrlich....

ich habe mitgelesen:zauberer1 , aber nicht geschrieben, weil ich zu kraftlos war. Die letzten drei Tage haben es in sich gehabt.....irgendwas liegt schon wieder in der Luft. Ich bin wirklich die Ruhe in Person, aber in meinem "Außen" geht`s rund. Ich "stehe" da und schaue und staune und versuche nicht zu bewerten.....:weihna1
Mein Arbeitsplatz ist bühnenreif, ich hab`mir schon überlegt, Eintritt zu zahlen. Es ist ein Kommen und ein Gehen (was die Arbeiter betrifft). Das Gewehr von meinem Chef, mit dem er auf unschuldige Mäuse und Ungarn, die nach Sperrmüll suchen, zielt, habe ich versteckt. Mein Feedback (endlich, nach Jahren) ist super, weil ich einfach "Licht" in den Berufsalltag der Männer bringe (Maramba, aber das wissen sie nicht). Mein Partner war im Krankenhaus (stressbedingter Bluthochdruck) und da sind auch einige Punkte im anschließenden Gespräch gefallen, die mir nicht gefallen haben, die ich aber trotzdem nicht persönlich genommen habe.:zauberer1
Unsere jüngste hat so etwas wie Depressionen, weil sie Angst um ihren Papa hat, weil er womöglich wieder ins Krankenhaus kommt, wenn er sich aufregt, mein Haushalt funktioniert halbwegs, lässt aber in meinen Augen zu wünschen übrig, .... und dann denke ich mir: Nein, ich bin ein Mensch und keine Maschine. Ich kann und möchte nicht mehr geben, als ich zur Zeit gebe.
Ich entwickle gerade soetwas wie Galgenhumor, ich frage mich, was jetzt noch so daherkommt (ohne mir natürlich Katastrophen zu wünschen).
Je bewusster ich werde, desto aggressiver werden die anderen (mein Umfeld) - Menschen, die ich liebe. So, jetzt bräuchte ich einen Smilie, der den Kopf schüttelt!
Das ist schon komisch und ich betrachte das als kleine "Zwischenprüfung": Bleibt sie bei ihrem Weg oder doch nicht. Ist sie jetzt gefestigt oder doch nicht. Zwischenprüfung hin, Zwischenprüfung her, ich bleibe so, wie ich bin, weil ich 100prozentig weiß, dass mein Weg für mich richtig ist.

Viele liebe Grüße
Ingrid
 
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Ingrid schrieb:
Das ist schon komisch und ich betrachte das als kleine "Zwischenprüfung": Bleibt sie bei ihrem Weg oder doch nicht. Ist sie jetzt gefestigt oder doch nicht. Zwischenprüfung hin, Zwischenprüfung her, ich bleibe so, wie ich bin, weil ich 100prozentig weiß, dass mein Weg für mich richtig ist.

Hallo Ingrid!

Das Wort Zwischenprüfung hat mich stark angesprochen. Ja, ich glaube davon habe ich in den letzten Tagen reichlich. So viele alte Verhaltensmuster die letzten Tage, die kurz nochmal hochkommen und verarbeitet werden wollen. Manchmal frage ich mich, hört das nie auf? Aber was soll`s. Jeder hat so sein Säcklein zu tragen. Das werde ich wohl auch noch in den Griff bekommen.

Hat mich gefreut, mal wieder was von dir zu lesen. :)

Liebe Grüße
Nordluchs
 
Liebe Chira,
liebe Michi, Nordluchs und Ingrid,

ich habe mich an den PC gesetzt, um hier etwas zu schreiben - und jetzt habe ich eine geschlagene Stunde nur gelesen, hier im Thread ....

Also, liebe Nordluchs, ich glaube nicht, dass du irgend jemanden vergrämt
hast, mach dir deshalb bitte keine Sorgen. Ich denke auch, gerade wenn es
um so sensible Themen geht wie dieses hier, und vorallem um sensibilisierte
Gemütszustände wie derzeit bei Chira, dann ist es auch oft eine Frage der
Tagesverfassung, wie man etwas interpretiert.

Chira, du schreibst, dein Mann vermittelt dir mit seiner Nüchternheit das Gefühl, "du tickst nicht richtig". Ohne ihn zu kennen, das glaube ich nicht.
Da mein Ex-Mann genau so getrickt war, hat er mich mit seiner Bodenhaftung immer wieder in die Realität zurückgeholt, und das war gut so, sonst hätte
meine ausufernde Fantasie die ganze Familie verrückt gemacht. Ich meine,
wenn ich mich um zB eines der Kinder sorgte oder wenn ich vor einem Zahn-
arzttermin am Tag zuvor schon nicht mehr ansprechbar war .... Ich will nur
damit sagen, stell dir vor, dein Mann würde sich gedanklich auf genau der
gleichen Ebene mit den Dingen befassen wie du, ihr würdet einander gegenseitig hochschaukeln. Weißt du, was ich meine??

Was du da sagst über die "Schicksale" in deinem vorherigen und jetzigen
Haus - da allerdings kriege ich auch Gänsehaut. Aber ich kann mir denken,dass das nicht zu spezifisch mit den Selbstmorden zusammenhängt.
Sondern dass der Tod als solcher bei jedem von uns eine Ur-Angst auslöst. Und je näher in unserem Umfeld wir damit in Berührung kommen, desto mehr werden wir uns unserer eigenen Endlichkeit bewusst. Da der Tod zum Leben
gehört, entsteht die "negative Energie" nur durch unsere angst-besetzte Wahrnehmung. Du wärst eine Ausnahme, Chira, wenn diese Vorkommnisse
in deinen Häusern dich unberührt ließen. Und berühren können sie dich eigentlich nur deshalb, weil du davon weißt. Das ist kein Widerspruch, wenn
ich vorher geschrieben habe, dass man sich da energetisch involvieren kann.
Aber dazu gehört auch die Bereitschaft.
Hast du die?
Nachdem wir schon 8 Jahre in unserem Haus gewohnt haben, habe ich erfahren, dass die Vorbesitzerin darin gestorben war, und zwar genau in dem
Zimmer, welches unser Schlafzimmer war. Hätte ich das vorher gewusst,
hätte ich mir auch so meine Gänsehaut-Gedanken gemacht.

Das Schicksal meiner Vorgängerin in dieser Wohnung - und das Schicksal
deiner Schwester, Chira - es berührt mich deshalb so sehr, weil ich um ein Haar selbst in diesem Abgrund gelandet wäre. Ich kenne den Weg und wäre mehr als dankbar gewesen, wenn mich irgend jemand da weggeholt und zurück begleitet hätte.
So habe ich es ganz alleine (nein, mit Gott) geschafft. Aber es ist sehr selten, dass man ohne jegliche menschliche Hilfe die Kurve kriegt, wenn man so tief am Boden liegt.

Dass du das Thema mit deiner Schwester als Bürde empfindest, das kann ja
nicht anders sein. Deine Schwester ist freiwillig aus der Familie gegangen.
Wie auch immer, alles, was mit "Ausgrenzen" zu tun hat, das hat meist
weitreichende Folgen. Bitte,Chira, das nicht als Drohung oder in diese Richtung interpretieren, so ist das nicht gemeint. Aber wenn es gelingt, die
Ordnung wieder herzustellen, dann wird es auch dir insgesamt besser gehen.

Liebe Nordluchs,
deine Kindheitsgeschichte hat mir echt die Tränen in die Augen getrieben.
Dazu kann ich gar nichts mehr sagen. Es ist unter diesen Umständen ein
besonderes Glück, dass du heute eine zufriedenes Leben und eine harmonische Partnerschaft leben kannst.

Mir ist richtig ein Stein vom Herzen gefallen, als du auf das Hellinger-Zitat deine Ehe als so gelungen beschrieben hast. Im Ernst, das sind für mich
willkommene Anti-Thesen, denn, wie gesagt, die Hellinger-Aussage, dass
ein gutes Leben an die Mutterliebe geknüpft ist, die macht mir Angst.
Deswegen meine seit zwei Jahren verbissene Anstregungen, meine Mutter
bedingunglos lieben zu können. Das Thema hat was neurotisches für mich
mittlerweile.

Was dein Bruder betrifft, liebe Nordluchs - das ist so traurig. Und ich kann es
100% nachvollziehen, denn mein eigener Bruder hat sich ebenfalls aus der
Familie verabschiedet, lebt in Amerika, ich habe ihn schon 7 Jahre nicht
gehört oder gesehen, und es tut einfach weh.
Ich könnte mir, aufgrund deiner Geschichte, vorstellen, dass dein Bruder sehr wohl eine verdrängte Sehnsucht nach dir hat, aber gleichzeitig diffuse Ängste. Nachdem du weißt, wo er wohnt, hast du schon einmal in Erwägung
gezogen, den Kontakt intensiv zu forcieren?

Die Abwandlung des Hellinger-Zitats (Großmutterliebe ersetzt Mutterliebe), das macht zwar Sinn und ist so auch stimmig, führt aber die Original-Aussage ad absurdum (*aufatme*!!!!).

Liebe Ingrid,
ich hoffe, dir geht's bald besser in punkto Wiedererlangen deiner Kräfte.
Warum sind sie so geschwächt?

Gute Nacht und
liebe Grüße an euch alle,
auch an dich, Michi,:) ,

Daisy:escape:
ich glaub' ich hab' heute einen leichten Sonnenstich gekriegt, muss heia
 
liebe nordluchs,

ich hab mich jetzt zum pc gesetzt und wollte dir erklären, WARUM ich gestern so ernüchtert war,

DASS ich jetzt, denke ich, verstanden habe, was du gemeint hast,

DASS ich dadurch einen fehler in meinem handeln entdeckt habe, der wahrscheinlich der auslösende part ist für meine immer wiederholungsmuster ist.
ich erkläre das nachfolgend.

jetzt hab ich dann gerade dein posting gelesen,:liebe1: :liebe1: dass du dir so den kopf zermartert hast, es tut mir leid, das wollte ich nicht, aber vielleicht bringen wir aus solchen missverständnissen auch erkenntnisse hervor. ICH merke jedenfalls, dass ich generell oft schlagartig selektiere, und viel zu schnell auf diese selektion "reagiere". das ist der gegenpart von meinem früheren verhalten,
ich sollte mich anscheinend in der mitte zentrieren.


liebe daisy, ingrid, alle anderen,
es ist phänomenal, was momentan auf der bühne leben abgeht.... . wenn ich eure geschichten anhöre, dann bin ich mir immer mehr sicher, dass ein verwandlungsprozess von statten geht, dass wir wahrhaftig vieles aufzulösen haben, was seit generationen verdrängt wurde. diesen angelagerten schmutz wegzukratzen ist nicht leicht, und dann zu sehen, was darunterverborgen ist, ist ernüchternd, dies alles wieder hinzubekommen und die ohnmacht angesichts der erkenntnis, dass dies nicht ohne knochenarbeit funktioniert, noch viel mehr.
 
liebe nordluchs:

meine gedanken gestern:
in einem beispiel dargestellt.

angenommen, es würde ein mensch, der dieses damals noch relativ unbekannte PERMANENTE ohrensausen hat, aufgrund dessen, dass ihn die bevölkerung nicht ernst nimmt (.....und er eigentlich aufgehört hat, darüber reden zu wollen.....),
erst DANN zum arzt gehen, wo dieses ohrensausen unerträglich wird.
er erzählt, erzählt, fühlt sich endlich verstanden (..so wie ich mich hier verstanden fühlte....), dann kommt die niederschmetternde „diagnose“: „Sie machen sich zu viele gedanken“.

.....der arzt MUSS nicht helfen können, er kann ja noch nicht, es ist ja alles noch relativ unerforscht, es gibt kein patentrezept, aber alleine dieses gefühl „ich glaube ihnen“ würde schon ein stück weit helfen, und ein „suchen wir nach einer ursache“ würde dem anderen das gefühl geben, alles leichter tragen zu können. „da ist jemand, wo ich mich hinwenden kann“.

ich fühlte das forum als einen ort, wo ich mich hinwenden kann, gerade dann, wenn ein alltägliches „beispiel“ reinflattert..... . in einer therapie schaut man sich, denke ich, auch alltagssituationen an. über dieses alltagssituationen bekommt man dann klarheit über die „programmierung“. bei mir geht es um dieses „etwas ins leben rufen“, wenn man sich gedanklich auseinandersetzt. bei der therma war das oft, es war auffallend (sogar meinem mann ist das aufgefallen). „therme“ hat uns schon viel geld gekostet,
alle 3 – 4 monate reparatur, nur in der zeit nichts gewesen, wo wir nicht darüber sprachen und wo ich mich mit dem selbstmord auseinandersetzten, dann rede ich nach zwei jahren zum ersten mal davon, in DER stunde defekt, meine ansicht, dass im keller = der selbstmordstelle, alles bereinigt ist, wurde verworfen. dann reden wir hier darüber, was symbolisiert „wasser, therme“. hängt es vielleicht gar nicht mit dem haus zusammen, mit dem selbstmord, hängt es mit dem partner zusammen, oder mit mir selber?? dann gehe ich raus, in eine andere umgebung, zu einer anderen stelle „wasser“. und GENAU DA passiert das selbe. bei einem durchlauferhitzer, der sonst immer geht. für mich die erkenntnis: ist das die bestätigung, das alles wirklich nur AN MIR SELBER liegt, - wenn mir "therme" auch draußen präsentiert wird???

also, DAS war für mich gar keine kleinigkeit,

und genau DA wurde ich konfrontiert damit, dass ich jedes kleinste detail zerpflücke (nicht vorher schon bei schutzengelanhänger oder dgl.,wo es wirklich eine kleinigkeit war und ich mich reinsteigerte...... . ).
da dachte ich, brauch ich gar nicht weiterzureden..... .

nur ist mir dann bewusst geworden, dass ich nicht erwarten kann, dass jeder die zusammenhänge klar erkennt. die KENNE nur ich, sonst KANN sie keiner kennen, selbst wenn ich alles erzähle.
so wie man das elementare erlebnis geburt niemals durch beschreibung alleine kennen kann.
ich dachte nur, hier im forum sind leute, die können annähernd nachvollziehen, was ich erlebe, weil sequenzen davon hat ja jeder schon wahrgenommen.
und dann die ernüchterung: selbst hier kommt nicht rüber, was ich mein.
....
so war gestern der erste tenor in mir....
 
... dein beispiel „programmierung“: ich finde es gut dargestellt. auf den ersten blick - vor meinem posting gestern - konnte ich es nicht so richtig reinlassen.
.
aber seit heute morgen weiß ich – glaube ich – was du meinst. durch ein praktisches beispiel aus dem realen leben.

ich habe vor etwa einer woche gelesen, wenn kinder ein aufmerksamkeitsdefizit haben, dann wirkt sich das so aus, dass sie entweder aggressiv werden oder weinerlich werden (bei kleineren kindern). nun, seither fällt mir auf, dass mein sohn weinerlich IST. ich denke, er hat das erst, seit ich mir dachte, er hat es NICHT. ich dachte, wieder diese übliche verschreigeschichte. seit ich eben das gelesen habe und mir dachte: er ist nicht so, hat er das. ich habe es ins leben eingeladen.... . blablabla,.....
dabei ist es gar nicht so.
das hat mir dein beispiel gezeigt.
er hatte dieses weinerliche sicher schon irgendwann vorher zum ersten mal, er hat es vielleicht die ganze zeit.... ich weiß es nur nicht, weil es mir nicht in erinnerung ist. der computer prüfte damals zum ersten mal. mein auf gelassenheit programmiertes [/B]gefühl sagt: keine sorge, alle kinder sind mal weinerlich. in der weiteren folge nehme ich dieses weinerliche nicht mehr wahr, weil im computer gespeichert ist: keine sorge.
indem ich nachfolgend lese, es könnte mit einer störung zu tun haben, programmiere ich
mein gehirn diesbezüglich sofort anders. beim nächsten mal findet das gehirn im „speicher“ diese neuprogrammierung. „besorgniserregend“. wo ich vorher kein augenmerk drauflegte, und ich eine solche situation gar nicht wahrnahm (weil ja im speicher stand: nicht besorgniserregend) ist die situation JETZT anders. und fällt zum ersten mal auf. so denke ich: seit ich DAVON gelesen habe, und mir dachte, MEINER HAT DAS NICHT, hat er es....
hab ich es richtig verstanden??

gestern beim erstmaligen lesen deines computerbeispiels ist mir etwas aufgefallen. du hast ja geschrieben in die richtung, ich soll nicht so viel denken. dann steht im beispiel etwas von: der computer prüft: schon bei der ERSTEN situation. diese situation soll einem ja etwas sagen.
ich dachte mir dann, eigentlich prüfe ICH nicht bei der ersten situation, ich denke mir erst dann etwas, WENN etwas öfter vorkommt, DANN denke ich bewusst nach! also, von wegen: zu viel denken!! ich denke mir ja nicht überall gleich etwas!!!

und DA ist mir etwas klargeworden! ich bin deshalb auch so empfindlich wegen: „du denkst zu viel“, weil ich IN mir eigentlich weiß, dass ich sehr, sehr gelassen bin bei vielem und erst dann nachdenke, wenn ich das schlechte ergebnis habe. somit denke ich: fehlurteil von eurer seite, ich denke ja nicht viel nach.... . erst wenn es sein muss. DA wurde mir der fehler in meinem system bewusst:
ich denke nie etwas beim ersten mal, bin viel zu gelassen (gewesen).
ich sollte gleich denken, dann erspare ich mir unendlich viel!!!!!
....
so wie mein mann einfach bei der badewanne rumschraubte... früher wäre ich genauso gewesen. hätte er mitgedacht, dann hätte er denken können, dass der siffon sich löst. jetzt bekomm ich zwei wochen ein lärmendes entfeuchtungsgerät rein,. weitere kaputte fliesen, etc.... . so war ich früher auch, seit kurzem STÖRT es mich.
... so schraubte ich in meinem leben unbedacht herum. nirgendwo hat mich was auf anhieb gestört! JETZT hab ich die rechnung vor mir, mein ganzes leben funktioniert MÜHSAM (...meine tochter die schlechteste in der klasse etc.... .,)

der gedanke während dieses threads betreffend mann/badewanne: warum hat mich seine gelassenheit diesbezüglich gestört?? warum fällt mir etwas negativ auf, das ich vorher positiv gesehen habe?? die begründung IN SICH:
weil in diesem plötzlich STÖREN eine „aufforderung“ beinhaltet ist, MICH selber zu ändern.
meine gelassenheit aufzugeben, GLEICH denken!!! er spiegelt mir etwas von meinem verhalten, dass die saat meiner jetzigen ernte (=chaos in alle richtungen) ist.
ich hab das erst seit deinem beispiel begriffen!!

aufs beispiel sohn umgemünzt: hätte ich mir beim zerren des sohnes GLEICH etwas gedacht,dann wäre mir viel früher aufgefallen, dass da was nicht stimmt. so hab ich es wahrscheinlich bagatellisiert, und wer weiß, WIE lange habe ich schon übersehen, dass ihm was fehlt!
und so dachte ich immer: ich verschreie alles. es ist ein wink, sofort zu denken!!!
mein aufforderungscharakter war immer nur der: pass auf, WAS du denkst.
denke in positiver formulierung. und ich war erstaunt, dass ich in positiver formulierung dachte, und bekam dennoch das unerwünschte!!
weil die botschaft heißt: denke gleich!! GLEICH denken, dann muss man die folgen nicht mit unermesslichen gedankeninvestitionen ausmerzen.

muss noch überprüfen, ob diese durch dich gewonnene erkenntnis überall anzuwenden ist..... vielen dank dafür

chira
 
liebe daisy,

du hast geschrieben, jede noch so schlimme pflichterfüllung in deinem alten leben fühlte sich nicht so schlimm an, wie diese freiheit jetzt.
ist diese freiheit selbst gewählt? konntest du dich innerlich auf diese freiheit"vorbereiten? dir wäre es bald ebenso ergangen wie meiner schwester??
krass!! magst du davon erzählen? wie könnte es meiner schwester ergehen, wenn du es von dir ableitest?? was hast du gefühlt???:liebe1:
....


du fragtest mich, was das schwierigste wäre beim bleiben/gehen im zusammenhang mit meiner ehe.

beim gehen ist die schwierigkeit der gedanke, dass ich eine freiheit haben könnte, die mir dann nicht gefällt - so wie du deine freiheit jetzt - denke ich - siehst. ich könnte draufkommen, dass mein altes leben gut war. wie fühlt sich deine neue freiheit an? bist du draufgekommen, dass dein altes leben besser war als du dachtest??

beim bleiben ist die schwierigkeit, dass ich denke, ich bin gefangen in einer freiheit, die mir nicht gefällt. diese freiheit, die ich habe, ist für mich ein ausdruck von gleichgültigkeit.

ich bin auf der suche nach nicht-gleichgültigkeit.

wenn mein mann mich auch mag, er tut nichts dafür, dass es mir gut geht.

mein innerer anstoß gleich, meine selbstzweifel: wo tu ich etwas, dass es IHM gut geht?? kann ich es rechtfertigen, nichts zu tun??

dieses verharren, dieses akzeptieren, kostete kraft genug. ich konnte nichts zusätzlich geben, weil ich die energie, die ich aus der "göttlichen quelle" (sonst hatte auch ich nichts) schöpfen konnte, für mich brauchte. und für meine kinder. ist das "ausrede" genug??

... so bekam ich aúch von ihm nichts retour, weil ich selber nichts gab. somit hab ich wírklich lediglich DIE mission erfüllt, dass er mich an seiner seite wusste, so als angenehmes gefühl, als sicherer hafen... . weil ich nichts weiter gab, glaubte er auch selber, sich nicht bemühen zu müssen.
für mich stellt dies aber in summe ein ungleichgewicht dar, weil ich viel kummer hatte durch, aber keinen ausgleich bekam ("ich brauch ja doch eh nichts!!!").

so war ich immer irgendwie in der opfer-abwarterolle, sah aber nicht die eigenverantwortung...
wenn ich das eben auf diese neue erkenntnis: "niemals genau hingesehen" beziehe:
die ganze schwierige vergangenheit mit meinem mann - sie war nicht sehr schlimm, aber mühsam - ist eben die ernte des "nicht-genau-hinsehens".
ich habe ihn mir SCHON ausgesucht, das ist ganz klar = um andere missstände zu verdecken. dennoch, ich hätte vielleicht etwas anders lösen können. viel weniger mühevoll. vielleicht mit einem partner, der auf MICH eingeht, auf MEINE probleme. so war ich immer nur ausgerichtet auf die eskapaden meines mannes/meiner partner. gute ablenkung!!!

so erlebte ich jetzt wahrscheinlich jahrelang wirklich unzählige ermahnungen in bezug darauf, gleich zu beginn GENAU hinzuschauen. und hab sie nicht begriffen.

ich wollte vermeiden, wieder einen mann mit gleichem muster zu ergattern. und dachte, es reicht ein gutes elternhaus. so hat sich mein muster bestätigt: "ich bekomm immer das, was ich vermeiden möchte".
hätte ich aber genau hingeschaut - und das wurde mir erst heute bewusst - hätte ich vieles abwenden können:


ich erfuhr ziemlich zu beginn, dass seine ex-freundin heroinsüchtig ist.
ich merkte, dass er oftmals ohne körperliche anstrengung in schweiß gebadet war.... .
ich sah nicht genau hin. ich sah nicht, dass er jede woche in die apotheke fährt, um seine methadon-dosis zu holen. ich glaubte ihm, alles was er erzählte.
tolle eltern = sohn keine schwierigkeiten.
wozu genau hinsehen??? das leben ist ja so locker:) .....

mit DIESER art hab ich mich schon in sooo viele situationen reinmanövriert. alles leicht genommen, dann mit ausgebadet....
ich bin mir ziemlich sicher, hätte ich bei meinem mann von beginn GENAU hingeschaut, hätte ich mich distanzieren können. so war es dann zu spät. ich war schon zu sehr gefangen.

mit dem herz z.b., da schau ich ja auch nicht wirklich hin. "werde schon nicht gleich sterben" so mein innerer bagatellisier-tenor. es reicht hier wohl nicht, die äußeren umstände nur zu betrachten, ich muss wohl was tun.
ich hätte gleich zu beginn hinschauen sollen, dann wäre nicht alles so fortgeschritten (bekomm dieses herzrasen jetzt auch ohne "vorherigen" schrecken schon...).
....
so kann man es auf vieles beziehen.
z.b. die geschichte mit den schienen: hätte ich gleich genau hingeschaut´= haus an der westbahnstrecke, 180 züge am tag,
dann hätte ich jetzt eine andere lebensqualität.

durch nordluchs beispiel wurde mir klar, dass ein "gleich alles genau betrachten" in meinem leben UNBEDINGT erforderlich ist.
ich war immer viiiiiieeeeeel zu gelassen im allem und dann musste ich mich befassen, rauszukommen. wie mühsam!!

lg chira
 
Daisy schrieb:
Also, liebe Nordluchs, ich glaube nicht, dass du irgend jemanden vergrämt
hast, mach dir deshalb bitte keine Sorgen. Ich denke auch, gerade wenn es
um so sensible Themen geht wie dieses hier, und vorallem um sensibilisierte
Gemütszustände wie derzeit bei Chira, dann ist es auch oft eine Frage der
Tagesverfassung, wie man etwas interpretiert.

Liebe Daisy!

Danke für deine lieben Worte. Ja. Das stimmt. Das kann ich gut nachvollziehen. Es gibt wirklich Tage, da missversteht man einfach alles. Das kenne ich. Solche Tage habe ich auch. Aber sie hat es ja denn doch nochmal gelesen und verstanden. Darüber freue ich mich riesig. :banane:

Liebe Grüße
Nordluchs
 
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Liebe Chira!

Es freut mich echt riesig, dass du es verstanden hast. Mir fällt echt ein Stein vom Herzen. :banane:

Aber ich bin so. Immer schon gewesen. Ich habe die Angewohnheit, das Übel an der Wurzel zu packen und dann rauszuziehen. Ich bringe die Sache auf einen Punkt und erzähle sie so, wie ICH sie verstehe, ohne daran zu denken, dass der Andere es missverstehen könnte, denn jeder denkt ja anders und jeder fasst die Worte anders auf. Das vergesse ich leider immer wieder.

Es ist einfacher, wenn man denjenigen vor sich hat. Wenn dann etwas nicht richtig rüber kommt, kann man es korrigieren, anders rüberbringen. :)

Liebe Grüße
Nordluchs
 
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