Es gibt berechtigte Kritik am Gesundheitswesen, an schlechter Forschung (Publication-Bias etc.) und am Verhalten einzelner Ärzte. Soweit richtig.
Kritik an der Medizin wird hier im Forum aber meist dann laut, wenn "alternative heilmethoden" kritisiert werden. Warum? Werden damit die "alternativen Heilmethoden" wirksamer - ja werden sie damit überhaupt wirksam? Macht das diverse Behauptungen, auf denen diese "alternativen" Methoden beruhen wahr? Nein. Derartige Kritik ist da nur ein reines ablenkungsmanöver a la:
"Alternative Heilmethoden wirken nicht."
"Wie kannst Du es wagen, die Medizin ist ja nicht perfekt."
Man könnte auch umgekehrt fragen: Macht es das, was Ärzte im Namen der Schulmedizin tun, evidenzbasierter, wenn Esoteriker kritisiert werden?
Kritik an der Medizin wird dann laut, wenn man den Eindruck hat, die Esoterikkritiker würden einseitig die Esoterik kritisieren, die Schulmedizin als beinahe perfekt darstellen und dabei emotional nicht davon betroffen sein, wenn Ärzte mindestens so schlimme Fehler machen. Wenn ein Kritiker hingegen klar zu erkennen gibt, dass ihn Fehler von Medizinern genauso stark emotional berühren wie die Fehler von Esoterikern, die er kritisiert, ist alles ok.
Daneben kommt es aber auch vor, dass im Gesundheitsbereich einzelne User indirekt oder direkt von der Medizin abraten. Und damit meine ich nicht nur User, die sich auf Hamer berufen.
Wie bereits angedeutet, zieht der Gesundheitsbereich vermutlich Leute an, welche mit der Schulmedizin schlechte Erfahrungen machten und/oder sich ein Nutzen der Alternativmedizin erhoffen. Doch solche Personen, welche das Abraten von der
evidenzbasierten Medizin nicht ok finden, zeigten dies auch schon im Hamer-Thread sehr deutlich... Im Thread, den du gerade angabst (
https://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=4470010#post4470010) empfahl Anevay übrigens, den Arzt zu fragen...
http://de.wikipedia.org/wiki/SchulmedizinWie wäre es denn dann einfach "Medizin" oder gar "evidnezbasierte Medizin" zu sagen?
Willst du das, was Schulmediziner tun, mit "evidenzbasiert" gleichsetzen?
Was schätzt du, wieviel Prozent des ärztlichen Handelns tatsächlich evidenzbasiert ist?