Liebe Magdalena,
es ist interessant sich mit Dir auszutauschen und in Bereiche hinein zu gelangen, die dem Alltags-Bewusstsein fremd sind! Gerne würde ich noch tiefer gehen, und mit Dir und der Community im Unterbewusstsein graben 
Ich schreibe hier im Forum als ein Wesen, das die Leichtigkeit des Seins angenommen hat und sich, wenn immer möglich, in wohltuenden Ebenen aufhält. Ich bin ein Beobachter und sehe einen kleinen Teil des Universums. Weitsichtiger werde ich durch Austausch und Einblick in "fremde" Blickwinkel. Daher bin ich sehr dankbar, dass Du hier in der Community so offen redest und so den Fluss des Lebens förderst
lieber eisu,
also erst mal danke für die freundliche anerkennung meiner bemühungen.

für mich selbst ist der austausch ebenfalls ein lernprozess - denn ohne austausch ist doch wohl jeder bewusstwerdungsprozess eine bloße nabelbeschau und muss zwangsläufig im hamsterrad des eigenen denkens hängen bleiben.
Sind wir es die denken oder werden wir gedacht?
Meine Beobachtungen haben ergeben, dass wir gedacht werden. Wir können unsere Gedanken nicht regulieren, sie werden geregelt. Alles was in den Verstand eindringt, wurde irgendwoher aufgeschnappt, was die These von Magdalena stützt, dass
Verstand (Gedanken)
übertragen wird. Trotzdem ist er vergänglich, da immer mal wieder ein geniales Hirn auftaucht, etwas besseres denkt (gedacht wird) und erfindet. Dies ist der Grund, warum ich aufgehört habe, mich mit diesem
denkenden, strengen, logischen
ICH zu identifizieren, dass krampfhaft an Gedankenmuster festhalten muss. Ohne das Leben da draussen sind diese unsere Gedanken weder möglich noch sinnvoll! Hätte uns niemand gelehrt uns selbst zu versorgen, könnten wir nicht überleben. Hätte niemand das Internet erfunden, könnten wir diesen Austausch nicht pflegen oder Kurz: "Wir sind völlig verloren ohne die natürliche Führung des Lebens". Kann sich das Ganze Erdenleben ein menschlicher Verstand ausdenken?
Hier paar Beispiele, die mich zum Schluss kommen lassen, dass unser Verstand vergänglich ist. Zwar kann er Generationen überdauern, doch fällt mir nichts ein was das Gegenteil beweist, gerne lasse ich mich belehren oder meine Gedanken anregen:
- Lange lehrte uns die Religion, dass Adam und Eva unsere Urahnen seien, doch dann kam die Wissenschaft mit der Urknall-Theorie, den Höhlenbewohnern, Dinos usw. Ein Gedankenkonstrukt das wir viele Jahre pflegten und hüteten, war plötzlich unsinnig geworden.
- Im alten Testament war Schweinefleisch verboten - Logisch, denn es verdirbt schnell und damals gab es keinen Kühlschrank. Kluge Köpfe waren gut beraten, das Gebot zu beachten. - Klar, noch gibt es Religionen die an dem Verbot festhalten, vielleicht ist es auch gut so, denn sonst hätten wir zuwenig Schweine

- Ein erhellender Gedanke aus einem genialen Verstand war die Erfindung der Glühbirne - demnächst wird sie verboten werden da energieverschwenderisch.
- Lange Zeit waren die grossen Denker davon überzeugt, dass die Erde flach sei, ein eingemeisseltes Gesetz sozusagen. Heute hat man andere Erkenntnisse.
Diese Beispiele fallen mir spontan ein und lassen zum Schluss kommen, dass der Verstand vergänglich ist. ..
ich denke, dass wir sowohl gedacht sind, als auch selbst denken.
anders rum - ich denke, dass wir so gedacht sind, dass wir lernen selbst zu denken - aber es ist eben ein entwicklungsprozess, der noch nicht abgeschlossen ist.
das denken lernen hat ja nicht mit dem menschen angefangen - es ist doch wohl ein allmählicher prozess - wir haben nur eine künstliche zäsur eingezogen - definieren, soweit ich weiß, den verstand darüber, dass mensch begonnen hat die ersten primitiven werkzeuge herzustellen.
aber auch bei höher entwickelten tieren lässt sich verstand bis zu einem gewissen grad schon feststellen -
übrigens auch gefühle.
natürlich stirbt das gehirn eines menschen, wenn er stirbt -
aber nicht das was er gedacht hat -
denn es bereichert ja bewusstsein und unterbewusstsein der nachfolgenden generationen.
die evolution zeigt doch ganz deutlich auf, dass neues stetig auf altem aufbaut.
deshalb, weil erkenntnisse verworfen werden -
deshalb, weil z.b. die glühbirne jetzt abgelöst werden soll - so wie die glühbirne die öl- und gaslampen abgelöst hat -
kann doch nicht daraus geschlossen werden, dass eine entwicklung unnütz war.
sie war zeitgemäß - dem erkenntnisstand entsprechend - mosaikstein - oder besser ziegel, auf den ein weiterer ziegel gelegt werden kann, beim bau des hauses.
die 'genialen' hirne, sind ganz einfach menschen, die entwicklungsschübe auslösen - menschen, die aus welchem grund auch immer, etwas kreativer denken können, als ihre zeitgenossen -
vordenker eben -
auf deren erkennnissen dann wiederum vordenker nächster generationen aufbauen.
auch wenn sich herausstellt, dass ein vordenker geirrt hat - seine erkenntnisse widerlegt werden -
ganz so stimmt es nicht - es ist an allem etwas wahres dran - es wird nur neu definiert, angesichts neuer erkenntnisse.
immerhin haben die menschen, die geglaubt haben, die erde wäre eine scheibe, doch schon mal begriffen gehabt, dass es überhaupt eine erde gibt - nur die form war ihnen noch unklar.
kolumbus, z.b., hatte zwar begriffen, dass die erde eine kugel ist - aber er hat sie für sehr viel kleiner gehalten -
und dass sie auch nicht wirklich absolute kugelform hat, wurde dann noch später herausgefunden -
und so weiter und so fort.
kennst du das nicht auch von deinen eigenen denk - und entwicklungsprozessen?
also mir geht es jedenfalls so -
ich halte einen gedanken für absolut richtig - das thema abgeschlossen - wende mich neuen themen zu.
irgend wann kommt das abgeschlossen geglaubte thema wieder auf mich zu - wird neu aufgerollt, und erfährt wieder veränderung - bereicherung durch andere inzwischen gewonnene erkenntnisse -
erkenntnisse, die aber wiederum aufgebaut haben, auf erkenntnissen, die schon für abgeschlossen gehalten wurden.....