es gibt kein jenseits

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Hallo magdalena,

du hast auch noch 2 Kinder verloren? Das wusste ich nicht. Dann hätte ich behutsamer gesprochen. Das ist natürlich ein ganz anderer Hintergrund, dann verstehe ich deine Reaktion jetzt besser. Ich dachte, wir diskutieren hier allgemein und nicht so persönlich. Ich bitte dich noch mal um verzweihung. :umarmen:
 
Hallo magdalena,

du hast auch noch 2 Kinder verloren? Das wusste ich nicht. Dann hätte ich behutsamer gesprochen. Das ist natürlich ein ganz anderer Hintergrund, dann verstehe ich deine Reaktion jetzt besser. Ich dachte, wir diskutieren hier allgemein und nicht so persönlich. Ich bitte dich noch mal um verzweihung. :umarmen:

du brauchst mich nicht um verzeihung zu bitten - verstehe das jetzt nicht als zurückweisung - bitte. :umarmen:
und wir diskutieren hier auch nur allgemein.

nur - es ist nicht möglich - und ich verstehe auch jeden, der es nicht kann -
es ist ganz einfach nicht möglich, alle untiefen des menschlichen lebens, seins und denkens zu durchschauen, wenn man man nicht durch alle untiefen hindurchgegangen ist und sie auch bewältigt hat -
ohne als opfer länger in der opferrolle zu verharren -
und - in welcher form auch immer zum täter zu werden.

diese kindheitserlebnisse waren natürlich prägend - sie haben bereits ein sehr natürliches verhältnis zum tod geschaffen -
ganz einfach, weil ich im tod auch die erlösung erkennen durfte - das loslassen.

ich erzähle das jetzt -
auch wenn ich damit vielleicht wieder reaktionen auslöse, die ich nicht auslösen will.
es beschreibt nur, wie natürlich man mit dem tod umgehen kann.

um die theatralik rauszunehmen, beschreibe ich jetzt nicht wie und wann mein 32 jähriger sohn ums leben gekommen ist.
fakt war -
ich wollte, dass er eingeäschert wird -
ich wollte, dass seine asche in meine verwahrung kommt.
die aschekapsel steht hier neben mir, während ich schreibe - aber sie könnte genau so gut auch wo anders stehen.
ich weiß nicht wie ich das ausdrücken soll - es hat keine bedeutung.

ich wollte nicht, dass irgend ein fremder zu seiner verabschiedung etwas sagt.
ich wollte sowieso nur die anwesenheit von vater und bruder, und hatte ihnen frei gestellt beizutragen was sie wollten.
ich hatte versucht mich darauf vorzubereiten eine 'schöne' trauerrede zu halten - aber alles was ich versucht hatte vorzubereiten ist in tränen erstickt.
also hab ich's ganz einfach auf mich zukommen lassen.
nur das gesangsbuch hatte ich mitgenommen - ich wollte ihm so gerne - 'es ist ein ros' entspungen' singen - das lied, das ich so oft gesungen hatte mit meinen kindern.
in der halle - angesichts des sarges - war auf einmal alles ganz anders.
ich konnte ganz frei und ohne tränen sprechen - nicht über ihn - mit ihm - so als wäre er noch am leben.
das lied habe ich in allen drei strophen durchgesungen -
dann noch das ohm und das yogamantra.
(hab ja keine tolle stimme - aber die akkustik des raumes war phänomenal).
der bruder hat auch was gesagt -
- es tut mir leid, dass ich dir im leben nicht vegeben konnte -
und hat ein musikstück abspielen lassen, dass vom verstorbenen selbst komponiert worden war.

so kann man auch umgehen mit dem tod.

loslassen....

im begreifen, dass der verstorbene weiterlebt.
mein sohn hat unendlich viel zum positiven hin verändert -
erst jetzt beginnen es allmählich auch andere zu begreifen -
und das gibt mir hoffnung.

er wusste, dass ich gelernt hatte mit dem tod umzugehen.....
 
Liebe Magdalena,
es ist interessant sich mit Dir auszutauschen und in Bereiche hinein zu gelangen, die dem Alltags-Bewusstsein fremd sind! Gerne würde ich noch tiefer gehen, und mit Dir und der Community im Unterbewusstsein graben :)
Ich schreibe hier im Forum als ein Wesen, das die Leichtigkeit des Seins angenommen hat und sich, wenn immer möglich, in wohltuenden Ebenen aufhält. Ich bin ein Beobachter und sehe einen kleinen Teil des Universums. Weitsichtiger werde ich durch Austausch und Einblick in "fremde" Blickwinkel. Daher bin ich sehr dankbar, dass Du hier in der Community so offen redest und so den Fluss des Lebens förderst
:danke:

das ist der große irrtum.
der verstand ist nicht vergänglich.

Menschen suchten schon immer nach Erkenntnis und Erklärung und so sind Religionen, später die Wissenschaften entstanden. Beide haben eines gemeinsam: "Sie sind aus unserem denkenden Verstand entstanden, sind mehr oder weniger logisch, wollen das Leben auf dem Planeten regeln und liefern Erklärungen zu Fragen die uns beschäftigen." Diese logische, berechnende Energie nenne ich gerne die männliche Energie.
Doch woher kommt dieses Denken und wie formen sich die unterschiedlichsten Formen von Verstand? Sind wir es die denken oder werden wir gedacht?
Meine Beobachtungen haben ergeben, dass wir gedacht werden. Wir können unsere Gedanken nicht regulieren, sie werden geregelt. Alles was in den Verstand eindringt, wurde irgendwoher aufgeschnappt, was die These von Magdalena stützt, dass Verstand (Gedanken) übertragen wird. Trotzdem ist er vergänglich, da immer mal wieder ein geniales Hirn auftaucht, etwas besseres denkt (gedacht wird) und erfindet. Dies ist der Grund, warum ich aufgehört habe, mich mit diesem denkenden, strengen, logischen ICH zu identifizieren, dass krampfhaft an Gedankenmuster festhalten muss. Ohne das Leben da draussen sind diese unsere Gedanken weder möglich noch sinnvoll! Hätte uns niemand gelehrt uns selbst zu versorgen, könnten wir nicht überleben. Hätte niemand das Internet erfunden, könnten wir diesen Austausch nicht pflegen oder Kurz: "Wir sind völlig verloren ohne die natürliche Führung des Lebens". Kann sich das Ganze Erdenleben ein menschlicher Verstand ausdenken?

Hier paar Beispiele, die mich zum Schluss kommen lassen, dass unser Verstand vergänglich ist. Zwar kann er Generationen überdauern, doch fällt mir nichts ein was das Gegenteil beweist, gerne lasse ich mich belehren oder meine Gedanken anregen:

  • Lange lehrte uns die Religion, dass Adam und Eva unsere Urahnen seien, doch dann kam die Wissenschaft mit der Urknall-Theorie, den Höhlenbewohnern, Dinos usw. Ein Gedankenkonstrukt das wir viele Jahre pflegten und hüteten, war plötzlich unsinnig geworden.
  • Im alten Testament war Schweinefleisch verboten - Logisch, denn es verdirbt schnell und damals gab es keinen Kühlschrank. Kluge Köpfe waren gut beraten, das Gebot zu beachten. - Klar, noch gibt es Religionen die an dem Verbot festhalten, vielleicht ist es auch gut so, denn sonst hätten wir zuwenig Schweine :)
  • Ein erhellender Gedanke aus einem genialen Verstand war die Erfindung der Glühbirne - demnächst wird sie verboten werden da energieverschwenderisch.
  • Lange Zeit waren die grossen Denker davon überzeugt, dass die Erde flach sei, ein eingemeisseltes Gesetz sozusagen. Heute hat man andere Erkenntnisse.
Diese Beispiele fallen mir spontan ein und lassen zum Schluss kommen, dass der Verstand vergänglich ist. Und er ist auch sehr beschränkt! Es liegt mir fern die Menschheit zu denunzieren, denn ich bin glücklich mich zu dieser Spezies zählen zu dürfen!
Vielleicht bin ich auf anderen Ebenen ein Engel, ein gefallener Engel, eine Fee oder ein Einhorn, wen interessierst? Vielleicht war ich in einem vergangenen leben der Kaiser von China oder ein armer Bettler, ich sah mich sogar als eine im Volk rufende: "Kreuziget Jesus" - Uninteressant! Fakt ist, ich bin hier auf der Erde - HIER und JETZT.
Den Fakten ins Auge zu sehen ist sehr aufbauend und angenehm. Zwar können wir Atomenergie nutzen, doch nicht verhindern, dass auch Bomben gebaut werden. Wir können uns schnell mit dem Flugzeug oder Auto von A nach B bewegen, jedoch nehmen wir in Kauf die Erde zu vergiften. Was immer wir tun, wir produzieren neben all den angenehmen Dingen, immer auch Dreck. Auch dies ist kein Angriff gegen die Menschheit, ich produziere fast täglich Dreck, paar Stunden nach dem Essen :)

Manchmal mache ich mir die Mühe und lese alte Briefe die ich mal formuliert habe und schon oft schmunzelte ich über meine intelligenten Erkenntnissen...Immer mal wieder revidiere ich diese. Heute schäme ich mich nicht mehr oder werde zornig wenn ich höre: "Dein Verstand ist völlig beschränkt". Denn es stimmt, niemand kann alle Möglichkeiten fertig denken...

Schon mal darüber nachgedacht, wozu wir den Verstand brauchen? Ist seine Aufgabe vielleicht die, uns das Leben auf der Erde zu ermöglichen? Wozu sind wir auf der Erde, hat das einen tiefen Sinn? Wozu auch! Können wir vielleicht einfach glücklich und dankbar über das Wunder des Lebens sein?

Ich freue mich schon über das, was kommen wird:
  • Spöttische, oberflächliche Kommentare
  • Echter Austausch
  • Humorvolle Beiträge
  • Wertvolle Lehren

Alles wird kommen, weil es gelebt werden will - machen wir das Beste daraus :)

Eins weiss ich mit Gewissheit: "Ohne die soziale, mitfühlende, liebende, weiblichen Herzenergie, ist der Verstand zum sterben verurteilt - umgekehrt übrigens auch". :zauberer1

Alles Liebe,
Eisu
 
sehr viele menschen erkennen die existenz des jenseits - in welcher form auch immer - als gesichert an, und bauen ihr weiterführendes denken auf dieser annahme auf.

hallo liebe magda!
ja, sicherheit.


ich habe früher die möglichkeit eines lebens nach dem tod - die seelenwanderung - die wiedergeburt - nicht ausgeschlossen.
der glaube an die möglichkeit hat wahrscheinlich sogar mein leben gerettet.
die angst, ich könnte wiedergeboren werden, und hier diesen ganzen leidensweg ein weiteres mal beschreiten müssen - möglicherweise sogar unter noch verschärfteren bedingungen, hat mich von einer kurzschlussreaktion abgehalten.

Deine Sicherheit

inzwischen baue ich mein denken auf der überzeugung auf, dass es kein jenseits gibt - dass die bildhaften vorstellungen uns vielmehr daran hindern den wahren wert unseres lebens zu erkennen - und damit den sinn auch im vollen umfang zu leben.

ja, magda-. wie du selbst sagst, ob oder ob nicht, hängt von deiner überzeugung ab. du verstehst intuitiv!

zum besseren verständnis schicke meine definition von leben voraus.

nach meinem erkennen lebt alles dadurch, dass es veränderung unterworfen ist, und damit auch verändert.
also alles was ist - selbst der stein.

er wird im laufe der zeit und der einflüsse zu sand zerrieben, der sich irgend wann einmal wieder zu stein verfestigt -
stein zwar - aber völlig neu in seiner zusammensetzung - jeder wiederum individuell in seiner zusammensetzung von anderen steinen unterschieden.
er wird auch reste von organismen einschließen - und so weiter und sofort.
nichts geht verloren - es transformiert nur und wird transformiert.

wir gehen davon aus, dass unser körper stirbt.
aber es stimmt so nicht.
gleichgültig welche bestattungsform wir wählen - unser körper wird umgewandelt und findet sich wieder in neuem, das entsteht.

auch unser geist stirbt nicht.
er hat sich selbst verändert im laufe des lebens - er wurde verändert durch einflüsse von außen - er hat veränderungen bewirkt.
er lebt weiter im bewusstsein von menschen, die uns gekannt haben - und so weiter und so fort.

ja magda, auch hier, lies mal den alten schinken, die metamorphosen von ovid, genau darum geht es.

was stirbt denn nun eigentlich?
jede sekunde ist tot. jede hunderstel sekunde ebenso. der augenblick ist der augenblick. so sagt der mensch, verweile doch du augenblick, du bist so schön. er verweilt aber nicht, und so ist das ganze leben tod, immer dar .

alles was stirbt ist der ich-bezug - das bewusstsein, dass diese manifestation von leben, in der ich mich gerade befinde - ich bin.
liebe marla, was bist du, was bin ich? ein bild, eine reaktion auf unsere umwelt. der ich-bezug stirbt wenn du im augenblick lebst, ohne vergangenheit, ohne zukunft. in diesem augenblick ein bild, aber im nächsten schon wieder ein anderes. es sei denn, man denkt in zeit (zukunft, vergangenheit)

unser problem liegt einzig und alleine darin unser ego loslassen zu lernen - im erkennen und begreifen, dass jede einzelne manifestation ihren auftrag erfüllt hat, wenn die zeit gekommen ist - im kontext des großen und ganzen.

mir gibt diese anschauung sehr viel mehr kraft mein leben weiterhin zu meistern und den sinn auch zu leben, als es jeder glaube an was auch immer könnte - und gekonnt hat -
früher.

es sprechen alle von der seele, die nicht stirbt - und genau so ist es auch.
die seele ist alles was nicht stirbt - die gesamtheit dessen, das sich verändert, verändert wird und veränderung bewirkt.

gesamtseele, erleuchtete wissen, was ich meine


wo bleibt da gott?
nun - das alles unterliegt ja gesetzmäßigkeiten, die ich erkennen kann.
wie sollte ich da nicht darauf vertrauen, dass es gut so ist, wie es ist -
wie also nicht in das vertrauen, das den gestzmäßigkeiten zu grunde liegt -
auch wenn ich nicht wissen kann, ob es einen anfang gibt und ein ende -
und auch nicht wissen kann was am anfang steht - und was am ende stehen wird -
so es denn einen anfang und ein ende gibt.

anfang und ende gibt es nur durch zeit, durch leben nicht in der gegenwart.
gott, personifzierte zeit, personifzierte sicherheit, ein zaun vor der angst vor dem leben.

lg klara
 
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zeit ist aber gegenwart : D

sonst wärst du neurologisch krank wenn du nicht mehr in der gegenwart leben würdest

oder sagen wir anders XD

es gibt keine zeit aber den gegenwärtigen moment, je mehr man diesen moment wahrnimmt umso besser kann man frei handeln
 
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