K
Kinnaree
Guest
So also, der Tag verschwindet in die Nacht, und Kinny hat Zeit für sich selber und unsere Fragen hier.
Zu nah dran - auch im Guten. - Das ist mir in den letzten Tagen erst in die Augen gesprungen. Wenn meine Mutter zum Beispiel jemandem - unter anderem auch mir
- etwas Gutes tun wollte, und das hat sie ja getan - dann war es immer, wirklich immer, des Guten zuviel. Und ich hab diese Verahltensweise übernommen, seh ich jetzt. Da gabs einmal eine Situation, wo jemand (frisch geflüchtet aus dem damaligen Ostblock, in unserer Umgebung) ein bißchen Starthilfe für eine Wohnung brauchte. Gebeten wurde um ein bissl Kindergewand und ein paar Handtücher und so... angekarrt hat meine Mutter mit mir im Schlepptau praktisch eine komplette Wohnungseinrichtung - und hat das dann über Monate fortgesetzt - ununterbrochen ist sie bei denen mit irgendeiner Wohltat auf der Matte gestanden.
Und hat sich anschließend gewundert, warum die denn nicht ununterbrochen hochbeglückt waren (ich mein vielleicht wollten sich die die Wohnung NICHT nach dem Stilempfinden meiner Mutter einrichten
) - und war bitterbös über die Undankbarkeit (grins, die hatten ja schon lang um gar nix mehr gebeten).
Und in meinen Partnerschaften - auch in den schönen Momenten war es immer wieder so, daß entweder ich für den anderen gedacht hab (ohne zu fragen, was wünscht du dir denn) - oder umgekehrt der andere mich mit was zwangsbeglückt hat. Und die Liebeserklärungen immer einen Tick zu schmalzich...
Und selbst in den wirklich schönen Momenten der *Freundschaft* hat die Distanz gefehlt... bis in die allerhintersten Winkel der Seele hinter jemandem nach sein, ist einfach zu viel. Auch der allerbeste Freund muß nicht über alles Bescheid wissen sollen
- und auch hier: die Wortwahl, in der mitgeteilt wurde, wie sehr man sich gegenseitig schätzt und mag und guttut (grins das Wort ist für einige Zeit out bei mir) - war immer einen Tick zu übertrieben... beiderseits. Wenn ich das heute les, denk ich mir oh du lieber Himmel Courts-Mahler läßt grüßen... zum betreffenden Zeitpunkt war ich aber hochbeglückt weil ichs mit echter Zuneigung verwechselt habe... verstehst du, was ich mein? 
Also - aus heutiger Sicht war ich in jeder Richtung einfach ohne jedes gesunde Augenmaß für Distanz unterwegs.
Zu nah dran - auch im Guten. - Das ist mir in den letzten Tagen erst in die Augen gesprungen. Wenn meine Mutter zum Beispiel jemandem - unter anderem auch mir
Und hat sich anschließend gewundert, warum die denn nicht ununterbrochen hochbeglückt waren (ich mein vielleicht wollten sich die die Wohnung NICHT nach dem Stilempfinden meiner Mutter einrichten
Und in meinen Partnerschaften - auch in den schönen Momenten war es immer wieder so, daß entweder ich für den anderen gedacht hab (ohne zu fragen, was wünscht du dir denn) - oder umgekehrt der andere mich mit was zwangsbeglückt hat. Und die Liebeserklärungen immer einen Tick zu schmalzich...
Und selbst in den wirklich schönen Momenten der *Freundschaft* hat die Distanz gefehlt... bis in die allerhintersten Winkel der Seele hinter jemandem nach sein, ist einfach zu viel. Auch der allerbeste Freund muß nicht über alles Bescheid wissen sollen
Also - aus heutiger Sicht war ich in jeder Richtung einfach ohne jedes gesunde Augenmaß für Distanz unterwegs.