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Eine Seele - Zwei Seiten?

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von AlecVentrue, 20. Januar 2021.

  1. AlecVentrue

    AlecVentrue Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Februar 2018
    Beiträge:
    221
    Ort:
    Vienna
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    Eine sehr gute Freundin sagte mir einmal: Du hast zwar Licht in dir, aber deine dunkle Seite ist extrem stark in deiner Seele!
    Ah ja, so und was soll ich darunter nun verstehen, dass ich das Böse bin, das da etwas in mir ist, das nicht sein soll?
    Ich weiß von mir aus, dass ich Liebe empfinden kann, Tiere liebe, das Leben schätze, anderen sehr wohl gerne helfe und dennoch kann in mir etwas dunkles od. Böses schlummern, wieso und woher kommt so etwas?
    Und..., kann man sein eigenes dunkles Ich kennen lernen oder erkennen?
    Danke
    Lg
     
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  2. **Mina**

    **Mina** Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2018
    Beiträge:
    1.797
    Da wirst Du vermutlich - je nach Lehren / Glauben / Erfahrungen - völlig unterschiedliche Erklärungen bekommen.

    Meine hier ist diese: Alles hat 2 Seiten und es ist völlig normal, dass in jedem Menschen zwei Pole existieren. Durch irgendwelche inneren Umstände (Unzufriedenheit, Zorn, Schmerz, gesundheitliche Probleme, Karma, etc.) kann es passieren, dass die dunkle Seite zu groß wird. Manche Lehren sehen die "dunkle" Seite nicht unbedingt per se als böse an (solange sie nicht wirklich schädlich wirkt), sondern als treibende Kraft hier auf der Erde, die sozusagen mit der "hellen" Kraft um Vormacht ringt, man selber aber den Kräften nicht völlig ausgeliefert ist. Man kann sich durch Meditation, uneigennütziger Liebe, Hilfe, etc. der "hellen" Kraft zuwenden, oder, indem man der "dunklen" Kraft widersteht. Wenn Du zB meditieren willst, um das Dunkle loszuwerden, Du dann aber spontan entschließt, lieber eine Tafel Schokolade zu essen, könnte man das bereits als "dunkle Kraft, die von spiritueller Erfahrung trennt" betrachten (wobei auch das mMn komplexer sein kann, aber ich will damit nur erklären, was man als diese Kraft bezeichnen könnte).
    Und wenn man nach der Psychoanalyse geht, dann wären wohl die "Triebe" die "dunkle Seite", die man beherrschen sollte.
    Man kann das "dunkle Ich" also mMn sowohl durch Psychologische Methoden und Selbstrelfexion als auch durch spirituelle Methoden, zB Meditation, Buße (Christentum), Kunst (zB Malen, Schreiben) und/oder Astralreisen, kennenlernen. Gerade wenn es um das Erkennen der dunklen Seite geht, sollte man meiner Meinung nach auf jeden Fall in der "hellen" Seite gefestigt sein bzw. seriöse (!!!) Lehrer persönlich kennen, die einen zur Not auffangen können (Es gibt genug Scharlatane, die das Leid bzw. die "dunkle Seite" aber auch die "helle Seite" anderer angeblich zum Aufladen ihrer eigenen spirituellen Energie verwenden. Und manchmal ist es einfach "nur" Narzissmus gepaart mit Machtgefühlen und der Vorliebe, andere Menschen psychisch abhängig zu machen - und das sehr oft, ohne dass man selbst es gleich bemerkt (daher sind solche Menschen leider recht erfolgreich, wenn auch sicher nicht mit der Verringerung ihrer eigenen "dunklen Seite" ;) ). Und das ist mMn das Schwierige daran.
    Die dunkle Seite bedeutet also nicht automatisch, dass wir alle potenzielle Serienmörder wären ;) (wobei Menschen in außergewöhnlichen Situationen zu vielen wirklich bösen Taten fähig sind, siehe Milgram-Experiment. Wie man das umgehen kann? Mit Selbstreflexion und bei Bedarf mit bestimmten Methoden.
    Es scheint so zu sein, dass man manchmal auch "dunkle" Dinge aus vorigen Generationen übernimmt, für die man selbst gar nichts kann. Manche können das offenbar anhand der Aura erkennen (aber Achtung, auch hier gibt es sehr viele Scharlatane).

    Dazu gibt es eine schöne Geschichte (indianische Weisheit), die meine Shiatsu Praktikerin mir einmal erzählt hat:
    Ein Indianer sitzt mit seinem Sohn am Lagerfeuer und der Sohn fragt: "Papa, warum gibt es so viel Leid, Angst und Zorn in der Welt?"
    Der Indianer antwortet: "Es ist wie mit dem Lagerfeuer: Um uns die Dunkelheit, und doch wird sie von den Flammen verdrängt. Auch in unserer Seele gibt es Hell und Dunkel; zwei Wölfe, die einen immerwährenden Kampf führen: Der schwarze Wolf kämpft für Ärger, Zorn, Angst, Neid, Unzufriedenheit. Der weiße Wolf kämpft für Liebe, Sanftmut, Mitgefühl, Hoffnung und Zufriedenheit."
    Der Junge sieht den Alten groß an und fragt: "Welcher Wolf wird gewinnen?"
    Der Vater lächelt und antwortet: "Der, den du nährst ..."

    Im Gegensatz zu manchen Auslegungen der Geschichte würde ich aber auch den schwarzen Wolf nicht völlig verurteilen. Wenn man um sein Überleben kämpfen will, geht es nicht immer völlig gewaltfrei (alleine das Abschneiden und Essen einer Pflanze ist bereits "Gewalt"; und wenn mich nachts jemand heimsucht, werde ich ihn womöglich mit einer gesunden Portion Zorn eher los als mi Sanftmut - dann kommt es eben darauf an, dass die Wölfe nicht gegeneinander, sondern miteinander agieren. Im Kampf (wird ähnlich auch in der Psychotherapie gelehrt) wäre wohl "Wut" eine positive Kraft, Angst jedoch hinderlich. Da könnte der weiße Wolf zB mit Hoffnung (und einer gewissen Sanftmut, um aus Verteidigung keinen Angriff werden zu lassen) zur Hilfe eilen.

    Also lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube, die meisten "Normalsterblichen", die sich nicht völlig aus der Welt ausklinken und sich nur noch von Fallobst ernähren, haben eine Art "dunkle Seite" in sich. Weil meiner Meinung nach ein gesundes (!) Maß an Wut und Angst zum Selbsterhaltungstrieb zählen kann.

    Liebe Grüße
    Mina
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Januar 2021
  3. Conscious Player

    Conscious Player Mitglied

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    Beiträge:
    44
    Alles, was du tust, entspricht einer Seite. Da ich dich nicht Kenne, ist es Schwerzusagen, was du für das Negative so machst.
    Aber beide Seiten sind immer allgegenwärtig und das Negative ist einfacher zu erreichen als das Positive, was nicht heißen soll es ist besser.

    Als Fernfrage, was bleibt euch mehr im Kopf gute Erinnerungen oder eher schlechte?

    Liebe und Licht
     
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  4. **Mina**

    **Mina** Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    1.797
    Also mir eher die guten (zum Glück).
    Wobei das Gehirn Erinnerungen ja manchmal verfälscht. Sowohl ins Positive als auch ins Negative (ist in manchen Therapien mitunter recht heikel, wenn plötzlich Negativerlebnisse "erinnert" werden, die nie da waren).
     
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  5. AlternateReality

    AlternateReality Aktives Mitglied

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    Da möchte ich den Weisen Philosphen Forest Gimp zitieren, der gesagt haben soll: "Böse ist, wer Böses tut"

    Böse Gedanken hat sicher jeder mal, deswegen hätte ich noch keine Schuldgefühle...oder Bedenken und wenn die Freundin das Dunkle sieht in dir, ist das Wohl weil sie es ebenso trägt...Resonanz..


    Cheerio, A.R.
     
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  6. EngelChristian

    EngelChristian Sehr aktives Mitglied

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    Anteilig in dir befindet sich negative und positive Energie. Sie setzt sich anteilmäßig zusammen aus Gedanken, Worten und Taten aus der jetzigen Inkarnation, aber auch aus vorherigen Inkarnationen und Jenseitsaufenthalten. Natürlich kann eine Weiterentwicklung stattgefunden haben, aber man nimmt Unverarbeitetes und Ungesühntes immer weiter mit, bis es aufgelöst ist.
     
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  7. Maryem

    Maryem Sehr aktives Mitglied

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    2.765

    Das hat Forrest Gump aber nicht gesagt, sondern: "Dumm ist, wer Dummes tut." Anyway, das Zitat sagt bei genauer Betrachtung nichts über das Böse aus, sondern lediglich über das eigene Moralempfinden.
     
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  8. AlternateReality

    AlternateReality Aktives Mitglied

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    Dummheiten sind konditionierbar...das ist dann schon wieder böse :) (Little Albert Experiment & Co)
    Heute gibt es eine Ethikkommision, die solche psych. Experimente verhindert.
    Das ist aber alles nichts gegen die freie Bühne da draussen und das Fehlen akadem. Intelligenz ist nicht immer mit Dummheit gleichzusetzen.

     
  9. AlecVentrue

    AlecVentrue Aktives Mitglied

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    Tja, wie soll ich das beschreiben, bei mir ist es, ich weiß nicht woher, aber bei mir ist es eher Jähzorn, dass ich sofort irgendwie in die Luft gehe, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es will.
    Da heißt es im bekanntesten Gebet, "Dein Wille geschieht!", äh, ich sehe das anders, Menschen sind keine Marionetten irgend eines Oberguru´s , Freier Wille, egal worum es geht, Wir müssten doch eigentlich die sein, die ihren Weg selber bestimmen.
    Beispiel, Jemand kommt auf einem Gleis, weil er da zufällig lang läuft an eine Weiche, rechts erkennt er einen Weg, auf dem angenommen die Traumfrau steht, an dem Gleis das in die andere Richtung führt, herrscht Chaos, also ein Weg der nur durch Leid führt.
    Wieso sollte DER den Weg des Leides gehen, wenn er doch rechts das Paradies hätte mit 2 Schritten, versteht ihr was ich meine. Also ich würde sofort zu dem hübschen Mädchen gehen, sprich, Ich bestimme doch Anfang bis Ende wo ich lang laufen will! Nicht das Schicksal oder irgendwelche Mächte, die wir nicht verstehen!
    Lg
     
  10. AlternateReality

    AlternateReality Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Konungariket Sverige
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    Vielleicht lenken immernoch die Nornen unser menschliches Schicksal. Das hübsche Mädchen könnte sich als dein schlimmster Albtraum entlarven, nach eine gewissen Zeit und hinter dem vermeintlichen Chaos geht die Sonne auf.

    Auf den zweiten Blick sind Dinge nicht immer so, wie sie beim ersten Blick noch ausgesehen haben. Mit solchen Einschätzungen wäre ich sehr vorsichtig bzw. vorrauschauender als hundert Meter Zuggleis.

    Cheerio, A.R.
     
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