@Constantin:
Für mich nicht unrelevante Frage

:
Deinem Ansatz nach werden wir von Schwingungen, Informationen letzlich ferngesteuert. Können uns denen also beuge, nachgeben oder im Zuwiderhandelnsfall mit Repressionen in Form von Leid, Schmerz, notfalls Krankheit zu einer Richtungskorrektur gezwungen, gedrängt werden, was letzlich, egal wie man es dreht und wendet, meiner Ansicht nach auf eine Art Bestrafungssystem hinausläuft, das in der Art wohl als Erziehungssystem Kindern gegenüber einen Aufschrei der Empörung auslösen würde. Das angeblich ebenfalls zu unserem Besten, wovon aber anscheinend wenig bemerkbar ist.
Womit sich mir erstens die Frage nach der Menschlichkeit dieses Systems, Prinzips stellt, auf mich wirkt das in aller Konsequenz eher unglaublich herzlos und brutal, wohl schon eher unmenschlich, als sonst was.
Andererseits ebenso die Frage danach, gibt, gäbe es in diesem Kontext überhaupt so etwas wie göttliche Gnade, göttliche Vergebung, göttliche Erlösung?
Oder müssen wir quasi Auge um Auge, Zahn um Zahn alles ganz alleine selbst ausbaden? Bis uns eben unser "wahres Selbst" oder was auch immer das sein mag, völlig bewusst wäre?
Ich mag ja über diese einseitige göttliche Liebe durchaus wettern, eben weil sie mir in dem Übermaß, in dem sie hier mitunter als das ultimative Allheilmittel präsentiert wird, überproportioniert vorkommt. Geht also wohl eher um sowas wie die Dosierung, die Balance.
Wenn ich aber nun deinen Ansatz unter die Lupe nehme, finde ich davon erstmal im Gegensatz dazu gar nichts. Dafür eine, jede Individualität und eigene Wahl limitierende kollektive Zwangsvergatterung, der wir uns eben fügen können oder die Folgen einer Missachtung zu spüren bekommen. Was für Gott, was für Göttlichkeit wäre das, die dermaßen rigide und rücksichtslos agiert? Uns keine Wahl lässt und uns für die falsche Wahl auch noch andauernd "zu unserem Besten" bestraft? Kommt mir eher wie ein Fall für den Psychiater vor, diese Art von Göttlichkeit, sorry. Das könnte man auch durchaus als Art von Sadismus auslegen. Lassen wir die dummen Menschlein eben anrennen und sehen zu was sie tun. Was wir ihnen allerdings vorenthalten sind die Informationen, die für die Lösung der Probleme nötig wären. Womit sie sich wieder und wieder verlaufen müssen, somit auch Leiden und Schmerz erleben. Jede Menge. Na toll!
Vielleicht verstehe ich's ja völlig falsch. Dann bitte ich um Aufklärung.
Ebenso gibt es dabei eine weitere Problematik: Wenn nun jemand dennoch zu sich findet, so werden alle anderen wohl so ziemlich alles tun um ihn da raus zu bringen und ihn wieder so wie sie selbst sind, umzudrehen. Womit entweder er daran leidet oder, so er sich dagegen wehrt, andere. Ebenso werden sich die Anderen gegen denjenigen und seine Erkentnisse, Sichtweise zur Wehr setzen. Was wieder Konflikte erzeugt. Bleibt also die Wahl, leide ich an mir selbst, oder an den anderen. Oder möglicherweise auch beides. Gäbe es noch eine andere? Ich sehe erstmal keine.
Was soll das also unter'm Strich bringen?
Ist ja ok, wenn's für dich so passt, dein Weg ist. Nur, warum soll, muss, müsste er das für alle anderen auch sein? Da wird's mitunter seltsam zwanghaft, will mir scheinen. Verstehe ich auch nicht so wirklich.