Eine Seele wird nicht befreit, eine Seele ist nicht gefangen...

wir uns selbst vielleicht nich so viel.

Wenn du jetzt mal 1 Jahr zurückblickst.
Hat sich da wirklich nichts verändert?

Aus deiner Sicht magst du ja durchaus recht haben.
Nur tue ich mir schwer, inzwischen die Position, in der das glaubhaft funktionieren mag, einzunehmen.

Wie bringt man sich dazu an etwas zu glauben an das man eben nicht mehr glaubt? Man kann so tun als ob, mitspielen. Wird aber nicht dasselbe sein.
 
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Aus deiner Sicht magst du ja durchaus recht haben.
Nur tue ich mir schwer, inzwischen die Position, in der das glaubhaft funktionieren mag, einzunehmen.

Wie bringt man sich dazu an etwas zu glauben an das man eben nicht mehr glaubt? Man kann so tun als ob, mitspielen. Wird aber nicht dasselbe sein.

Es ist gut, Illusionen zu verlieren. Nachdem man etwas aufgegeben hat, an das man sich bisher gehalten hat und es sich als unstabil, bzw. unwahr heraus gestellt hat, sitzt man erst mal in einem Loch.
Denn der alte Halt ist weg und ein neuer noch nicht da. Scheiß Zustand.

Trotzdem gut, denn besser Lügen loslassen, als sich was vormachen.
Und wichtig ist auch, nichts zu glauben.
Das einzige, was einen begeistern soll, ist Wissen. Sicher sein im Empfinden und im Denken. Alles andere taugt nichts.
Ich würde dich gern ermutigen: such weiter. Es gibt die Sicherheit, aber du musst es selbst heraus finden wollen, egal, was wer anderes sagt.
Du musst das wollen, was dir wichtig ist.
 
@Constantin:

Für mich nicht unrelevante Frage(n):

Deinem Ansatz nach werden wir von Schwingungen, Informationen letzlich ferngesteuert. Können uns denen also beuge, nachgeben oder im Zuwiderhandelnsfall mit Repressionen in Form von Leid, Schmerz, notfalls Krankheit zu einer Richtungskorrektur gezwungen, gedrängt werden, was letzlich, egal wie man es dreht und wendet, meiner Ansicht nach auf eine Art Bestrafungssystem hinausläuft, das in der Art wohl als Erziehungssystem Kindern gegenüber einen Aufschrei der Empörung auslösen würde. Das angeblich ebenfalls zu unserem Besten, wovon aber anscheinend wenig bemerkbar ist.

Womit sich mir erstens die Frage nach der Menschlichkeit dieses Systems, Prinzips stellt, auf mich wirkt das in aller Konsequenz eher unglaublich herzlos und brutal, wohl schon eher unmenschlich, als sonst was.

Andererseits ebenso die Frage danach, gibt, gäbe es in diesem Kontext überhaupt so etwas wie göttliche Gnade, göttliche Vergebung, göttliche Erlösung?

Oder müssen wir quasi Auge um Auge, Zahn um Zahn alles ganz alleine selbst ausbaden? Bis uns eben unser "wahres Selbst" oder was auch immer das sein mag, völlig bewusst wäre?

Ich mag ja über diese einseitige göttliche Liebe durchaus wettern, eben weil sie mir in dem Übermaß, in dem sie hier mitunter als das ultimative Allheilmittel präsentiert wird, überproportioniert vorkommt. Geht also wohl eher um sowas wie die Dosierung, die Balance.

Wenn ich aber nun deinen Ansatz unter die Lupe nehme, finde ich davon erstmal im Gegensatz dazu gar nichts. Dafür eine, jede Individualität und eigene Wahl limitierende kollektive Zwangsvergatterung, der wir uns eben fügen können oder die Folgen einer Missachtung zu spüren bekommen. Was für Gott, was für Göttlichkeit wäre das, die dermaßen rigide und rücksichtslos agiert? Uns keine Wahl lässt und uns für die falsche Wahl auch noch andauernd "zu unserem Besten" bestraft? Kommt mir eher wie ein Fall für den Psychiater vor, diese Art von Göttlichkeit, sorry. Das könnte man auch durchaus als Art von Sadismus auslegen. Lassen wir die dummen Menschlein eben anrennen und sehen zu was sie tun. Was wir ihnen allerdings vorenthalten sind die Informationen, die für die Lösung der Probleme nötig wären. Womit sie sich wieder und wieder verlaufen müssen, somit auch Leiden und Schmerz erleben. Jede Menge. Na toll!

Vielleicht verstehe ich's ja völlig falsch. Dann bitte ich um Aufklärung.

Ebenso gibt es dabei eine weitere Problematik: Wenn nun jemand dennoch zu sich findet, so werden alle anderen wohl so ziemlich alles tun um ihn da raus zu bringen und ihn wieder so wie sie selbst sind, umzudrehen. Womit entweder er daran leidet oder, so er sich dagegen wehrt, andere. Ebenso werden sich die Anderen gegen denjenigen und seine Erkentnisse, Sichtweise zur Wehr setzen. Was wieder Konflikte erzeugt. Bleibt also die Wahl, leide ich an mir selbst, oder an den anderen. Oder möglicherweise auch beides. Gäbe es noch eine andere? Ich sehe erstmal keine.

Was soll das also unter'm Strich bringen?
Ist ja ok, wenn's für dich so passt, dein Weg ist. Nur, warum soll, muss, müsste er das für alle anderen auch sein? Da wird's mitunter seltsam zwanghaft, will mir scheinen. Verstehe ich auch nicht so wirklich.
 
Wer täte das nicht?
Kennst du wen?
Ich nicht.

ja ich kenne Menschen die sich selbst und ihren Nächsten bewußt verletzen.
Und ich kenne Menschen die sich selbst und ihren Nächsten unbewußt verletzen.

Gute Frage. Anscheinend niemand. Zumindest scheint sie selten jemand tragen zu wollen.

ja anscheinend.

Vielleicht will ich das ja gar nicht. Weder das eine noch das andere.

ja vielleicht.

Was habe ich davon, was der andere? Wenn ich den auf etwas hinweise oder es versuche wird er sagen ich irre mich. Wenn ich es nicht tue, kann ich ihm auf seinem Trip zusehen. Und mitunter mitleiden. Bringt das was? Wem? Mir selbst, dem anderen? Nö! ich kann mich höchstens opfern, dann hat vielleicht der andere was davon, ich aber auch nichts. Außer wieder mal Leid, Schmerzen.

Siehst du dich Selbst weißt du was zu tun ist.
Siehst du deinen Nächsten weißt du was zu tun ist.
Die Frage was habe ich davon, was der Andere wird nicht gestellt.

Ich kann also nichts tun, nichts bewirken, nichts verändern. Dann muss ich es wohl auch erst gar nicht mitbekommen. Wozu denn?

Siehst du dich Selbst weißt du was du Selbst bewirken kannst, was du bewirkst.
Siehst du deinen Nächsten weißt du was dieser Selbst bewirken kann und was dieser Selbst bewirkt.

*g Seyla
 
Nur will ich genau daran so nicht glauben oder das akzeptieren. Denn dann wäre das alles hier eine Art riesengroßes Gefängnis. Wie sonst sollte jemand das denn dann anders sehen?

wie ist es dann?

Du darfst systemgetreu "richtig" funktionieren oder du wirst "bestraft". Duch die Folgen, Konsequenzen deines Tuns.

welches System meinst du?

Ich will nunmal nicht "funktionieren". Was anscheinend ohenhin mein große Thema zu sein scheint. Über den Schatten kann ich nicht springen. Dann wäre nichts mehr von mir übrig. Das ist mein "ich bin". Genau dieses nein. Viel mehr habe ich ja ohnehin nicht mehr. Das ist noch übrig. Nur, das loszulassen, geht nicht. kann ich nicht, sorry!

was wenn ich dir sage, du funktionierst genau so wie es dein Selbst will.
Über dich Selbst springen würde nicht funktionieren, das weißt du. Zu dir Selbst Nein sagen, zu deinem Nächsten Nein sagen, wäre eine Möglichkeit wenn du auch wirklich ein Nein empfindest. Zu dir Selbst Ja sagen, zu deinem Nächsten Ja sagen, wäre eine Möglichkeit wenn du auch wirklich ein Ja empfindest.
Empfindest du ein Nein von deinem Selbst und hörst dich Ja sagen, funktionierst du.
Empfindest du ein Ja von deinem Selbst und hörst dich Nein sagen, funktionierst du.

Darin sehe ich keinen Sinn.

OK

*g Seyla
 
Zitat Faydit. Was soll das also unter'm Strich bringen?
Ist ja ok, wenn's für dich so passt, dein Weg ist. Nur, warum soll, muss, müsste er das für alle anderen auch sein? Da wird's mitunter seltsam zwanghaft, will mir scheinen. Verstehe ich auch nicht so wirklich.



Annerkennen, sich fügen, Demut


....du wirst so lange bei dem Versuch zu fliegen auf die Nase fallen, bist du in Demut anerkennst, dass du zum Gehen geschaffen wurdest.

"Gottes Gesetz" durchschauen und sich hinein fügen, erst dann passt das Profil in den Rahmen- ist Stimmigkeit hergestellt und Glück kann geschehen.

Und dennoch ist persönliches Glück, getrennt von der Gemeinschaft, nur ein Abbild von Glück, nichts großes, nur eine Spur, denn es muss der Schmerz aus dem Mitgefühl für das Leid des anderen verdrängt werden und diese Verdrängung der Wahrheit nimmt sehr viel Energie in Anspruch!
 
Zitat von Constantin
Ohne Eigenefahrung keine Sicherheit.
Sicherheit und Schutz ist Bewußtwerdung von sich Selbst.

Keine Sicherheit und Schutz worüber?

über das unbewusste Selbst?

Kontrolle über sich Selbst gibt keine Sicherheit und Schutz von sich Selbst.

nicht worüber, sondern durch was?

Wenn du sehen kannst deinem Nächsten sein Selbst, heißt was er denkt und empfindet, weißt du bevor er seine Gedanken und Emotionen in die Tat umsetzt, was geschehen wird.
Das heißt für dich du bist dir vollkommen bewußt deines Nächsten.
Es heißt du bist NICHT mehr beeinflussbar-manipulierbar.

Bewußtwerdung von sich Selbst heißt dir ist vollkommen bewußt geworden wozu dein Bewußtsein wirklich fähig ist. Dieses Bewußtwerden heißt, du lebst dieses Bewußtsein.
Es heißt nicht, du weißt-(bist dir bewußt) wozu es fähig ist, aber du lebst es nicht.

*g Seyla
 
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