Ja, weil die Wut immer intensiver wird. (...)
(...)
Und nein, ich will damit nicht sagen diese Dynamik sei kein Problem. Aber auch da muss man m.A.n. auf Ursachen schauen und die Frage stellen ob es hilfreich ist immer noch mehr Menschen an den Rand zu drängen.
Ich verstehe diese Frage nicht im Kontext desden, was Du vorher geschrieben hast. Bisher hast Du geschrieben, dass die besorgten Bürger ja nicht wirklich rechts seien, aber mangels anderer politischer Heimat rechts und rechtsextrem wählen... und trotzdem natürlich klar von den Extremen zu differenzieren seien. Jetzt hier schreibst Du, dass die Bürger an den rechten Rand gedrängt werden und dadurch extrem werden. Eine Differenzierung des Ergebnisses wäre damit nicht mehr vonnöten. Was denn nun? Sind die besorgten Bürger weoterhin nicht wirköich rechts und fühlen sich - wie Du und ich - von Menschen angeekelt, die ertrunkene Kinder feiern, oder werden sie doch zu diesen Menschen?
Das Gefühl der Demütigung ist dabei sehr wesentlich und es entsteht ja auf viele Arten, etwa wirtschaftlich. Menschen die trotz Job noch staatliche Hilfe beziehen müssen können kaum zufrieden sein und werden ganz sicher wütend, wenn sehr viel Geld für Flüchtlinge ausgegeben wird. Ich will das nicht verteidigen, aber es ist einfach ein Fakt. Ich weiß auch von einem Fall in Österreich, wo ein Freund einer Freundin seine Wohnung räumen musste weil der Eigentümer alle Wohnungen des Hause für Flüchtlinge frei machen wollte - das brachte ihm einfach mehr Geld. Auch so erzeugt man Wut, auch so wird Rechtsruck erzeugt.
Klar. Und ich habe nie HarzIV oder andere Svhwächen in unserem Sozialsystem verteidigt.
Und 2015, die Politik der "offenen Grenzen" - da sind so viele Menschen einfach nach Deutschland gekommen von denen niemand wirklich weiß wer die sind
Und DAS, dass einige unregistriert durchschlüpfen konnten u.ä. habe ich auch damals kritisiert.
und medial wurde das oft genug regelrecht gefeiert. Wenn damals sagte "da kommen doch v.a. junge Männer!" wurde das medial vermeintlich "debunked"
Nein, nicht die Feststellung, dass es hauptsächluch jubnge Männer seien, wurde kritisiert, sondern die Schlzssfolgerungen, die daraus gezogen wurden.
Zum Beispiel hier:
Dass es sich zu großen Teilen um junge Männer handelt, wir nicht bestritten.
Wenn man also tatsächlich auf Ursachen schauen will, dann sollte man sich nicht nur an political Correctness halten sondern tatsächlich hinschauen. Das heißt ja nicht das gleich die gesamte Politik alles nach rechts verschieben muss, dass man Politik für Rechte machen sollte. Aber es muss einfach auch auf die Bevölkerung geachtet werden, es muss auf Fairness geachtet werden. Es darf nicht komplett überfordernd werden, was es m.A.n. aber schon ist.
In einerm Szenario, wie Du es Dir wünschen würdest: Wie wäre vorgegangen worden? Wie hättest Du den Rechtsruck verhindert? Und auch wichtig: Wieviele Flüchtlinge wären dabei aufgenommen worden? Wie wäte mit ihnen umgegangen worden?
Es geht doch gar nicht um "zugestehen". Wenn Du nicht willst dass das mehr werden dann solltest Du Dich fragen wie es dazu kommt das Menschen von Mitte oder "gemäßigt rechts" zu diesem Extrem kommen.
(...) Aber besonders auf ein wirklich bedeutendes Thema hat die Politik wahnsinnig viel Einfluss und das ist Bildung. Und dieses Thema wurde und wird so dermaßen vernachlässigt. Die Schulen in vielen Großstädten sind in einem so schlechten Zustand das Deutschland sich schämen sollte. Und es stimmt eben nicht mehr dass es da gleiche Chancen gibt. Kinder aus sozial schwächere Familien haben bedeutend weniger Chancen. (...)
Da rennst Du bei mir offene Türen ein. Die sehr mangelhafte Bildungs- und Wissenschaftspolitik kritisiere ich schon seit Jahren.
Und nur mal nebenbei: So wie Du erwartest das andere dieses rechte Extrem nicht übersehen könntest Du Dich ja auch mal um das Extrem auf der anderen Seite kümmern (...)
Tue ich. Ich begrüße legale harte Maßnahmen, organisierter und unorganisierter Kriminalität entgegenzuwirken. Ich bin FÜR eine personelle Stärkung der Polizei und Gerichte - denn aktuell sind sie schon arg überarbeitet.
Für "Ehrenmorde" oder Genitalverstümmelung bei kleinen Mädchen und Frauen habe ich auch NULL Toleranz. Ebensowenig für Terrorismus.
Ich habe mich auch nie a priori gegen eine Abschiebung straffälliger Ausländer gesprochen. Da bin ich nämlich dafür, wenn es Tat und Schuld angemessen ist - wenn also ihre Tat ein gewisses Strafmaß übersteigt. Also Forderungen, die es diesbezüglich schon gab a la: "Eine Tafel Schokolade geklaut muss zur soforzigen Ausweisung führen!!!" unterstütze ich damit dann nicht.
Das sind alles Dinge, die mir bekannt sind und auch in meinen Überlegungen und Wünschen Beachtung finden.
Ja, natürlich. Viele sogenannte alternative Medien entwerfen Parallelwelten. Das ändert aber nichts daran dass die etablierten Medien einen wahnsinnig schlechten Job gemacht haben.
Letzteres ist unwidersprochen, aber nicht mein Punkt. Diese Parallelwelten werden nämlich oft als eben Ersatz für den Mainstream genommen. DAS verstehe ich nicht. Wenn ich die Qualität eines Mediums - berechtigterweise - bemängel, wähle ich doch nichts schlechteres als Ersatz.
JUnd hier geht es mir ganz sicher nicht um meine eigene Meinung. Ich bin nur einfach erstens für Meinungsfreiheit und dafür dass auch jede Meinung ein Recht auf Repräsentation hat - gerade um Extreme zu verhindern, denn die wachsen im Dunkeln.
Ich bin auch für Meinungsfreiheit. Das Recht auf freie Meinungsäußerung bedeutet aber nunmal auch, dass der Widerspruch auch frei ist. Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden (Rosa Luxenburg) Das Zitat werte ich allerdings nicht als Aufrum zum alles stehen lassen, sondern eben dafür, die eigenen Ansichten zu äußern und zu vertreten und dabei die gleichen Rechte der Gegenseite zu achten.
Was die besorgten Bürger betrifft: Das stimmt doch so nicht. Das stimmt ja nicht mal für die AfD obwohl die ja schon wesentlich extremer ist als sie es unter Lucke oder Petry war. Da gibt es ja keinen Mangel an Konflikten zwischen den eher Gemäßigten und der Höcke-Fraktion. Und man darf annehmen dass das unter deren Wählern ähnlich ist.
Ja, von diesen Konflikten bekommt man aber nucht viel mit, was auch klar ist. Die Partei will einig nach außen auftreten. Und die Gemäßigten verlassen jetzt immer mehr das Boot. Das fing mit Lucke an - damals galt Petry ja nach als die Hardlinerin...
Ich weiß ja nicht was er erlebt hat und selbst wenn, dann könnte ich es sicherlich nicht komplett auf mich und wie ich wäre umsetzen. Ich kann nur sagen dass ich mich so nicht behandeln lasse, egal was jemand erlebt hat. Ich lasse mir doch nicht immer wieder solche Vorwürfe machen ohne dem deutlich zu widersprechen!
Natürlich sollst Fu widersprechen, wenn Du anderer Meinung bist oder Dich unfair behandelt fühlst. Mein Punkt ust, dass
@Shimon1938 als Zeitzeuge und Überlebender zumindest bei mir einen gewissen Bonus hat, dass ich gut verstehen kann, dass die Themen Shoa Antisemitismus und Rassismus ihm sehr dehr nahe gehen.
Den Film habe ich vor etwa einem Jahr gesehen und das Tagebuch der Anne Frank haben wir in der Schule gelesen. Ich weiß nicht genau warum Du mich das fragst (...)
Ich frage, weil das mMn ein gutes und bedrückendes Bild der Zeit liefert. Der Pianist hat überlebt, weil Menschen ihn versteckt haben - u.a. auch vor anderen Menschen, die ihn ohne mit der Wimper zu zucken ausgeluefert hätten. Die Familie Frank musste sich in ihrem Versteck still verhalten über Tag.
Diese Bedrohung der Vesteckten und der Verstecker - die setzten ja auch ihr Leben aufs Spiel - kommt in dem besagten Film und im Tagebuch gut rüber.
Und diese Bedrohung geht in der Diskussion, wieviele Deutsche/Europäer denn nun gewusst haben, was passiert, verloren. Vor allem, wenn es um den Unterschied "Mehrheit" vs. "Viele aber nicht Mehrheit" o.ä. geht.
@McCoy hat da gut die Gefühle beschrieben, die auch much überkommen, wenn ich Dokus darüber sehe. Und die erkennt man in dem, was Du schreibst, nicht. Und ich glaube, dass das die Ursache der Kritik ist, der Du Dich ausgesetzt fühlst. Das Thema kann - und darf mMn auch nicht - ohne Emotion behandelt werden.
Wie viele kennst Du denn die Angst/Abscheu vor Dir haben und in jenes Extrem laufen oder sich darüber freuen das Menschen im Meer ertrinken?
Leute, die Angst oder Abscheu vor mir gaben: Alle, die mich als "linksgrün versifften Gutmenschen" titulieren - explizit oder nur implizit gedanklich. Leute, die much fragen: "Willst Du, dass unsere Frauen alle vergewaltigt werden?", wenn ich äußere, dass ich die Aufnahme von Flüchtlingen gutheiße (was übrigens auch ein äußerst unfaires Vorgehen in einem Gespräch ist - da Du Unfairnus Dir ggü. bemängelt hast) u.ä.
Menschen, die ertrinkende Kinder feiern, sind mir weder real noch hier im Forum offen begegnet. Dass es sie gibt, ist aber leider gut belegt. Und andere Menschen rennen sehenden Auges in ihre Richtung...