Ein gesunder Staat...

  • Ersteller Ersteller Kinnaree
  • Erstellt am Erstellt am
Diskussionen kosten Zeit, und wenn abzusehen ist, dass es sowieso keinen Konsens geben wird ist Gewalt die effizienteste Lösung (siehe diverse Kriege).
Ich erhebe Einspruch. Gewalt löst in Wirklichkeit keine anstehenden Probleme und schafft dazu noch neue.

Deshalb unter anderem bin ich grundsätzlich mit der Idee eines Staatenbundes sehr einverstanden. Über das WIE der Organisation ist zu diskutieren, aber eine Staatenverbindung, die so unselige Schlachten wie die von Verdun, die hier schon erwähnt wurde heute, verhindert, ist zu begrüßen.
 
Werbung:
Das Recht des Stärkeren heisst so, weil sich der Stärkere jedes Recht nehmen kann :cool:.

dann ist es aber kein Recht, sondern ein zustand. Es ist schlicht die Laune des Stärkeren. Wenn du das mit "Recht" in Verbindung bringst, machst du nicht mehr daraus - du fügst nur unnötig etwas hinzu.

Nun, augeraubt vom bösen Staat fühlst dich ja nur Du. Bisher hast Du aber noch nicht wirklich definiert, wo Du eigentlich ausgeraubt wirst bzw. warum Du dich ausgeraubt fühlst. Denn alles was dir der Staat wegnimmt dient ja zu deinem oder dem Wohl deiner Mitbürger (dem Wohl deiner Gruppe). D.h. man kann zwar über die Art und Weise diskutieren wie das erfolgt, und welchem Zweck diese Mittel dienen sollen (dies Diskussion gibt's ja eh laufend). Aber die grundsäztliche Notwendigkeit zum Staat beizutragen hast Du ja auch nicht bestritten, wenn ich mich recht erinnere.

doch, klar habe ich das definiert. Ich habe Besitz und jemand nimmt mir etwas weg = Diebstahl! Was derjenige damit macht interessiert mich nicht, da ich selbst wenn ich es wüsste nicht meine Erlaubnis gegeben hätte.

ich habe "die Notwendigkeit nicht bestritten" (was immer du genau darunter verstehst), weil die Konsequenz Freiheitsentzug wäre. Es ist daher für mich eine rein rationale Abwägung ins Gefängnis zu gehen, oder meine Steuern zu zahlen und meinen staatsbürgerlichen "Pflichten" nachzukommen.

Na ja, das ist halt eben eine sehr egozentrische Einstellung. Klar, dass sich jeder selbst der Nächste ist. Aber es gibt eben in einer Gesellschaft auch Schwache oder Leute die ganz einfach Pech gehabt haben, und die sich dann ebenfalls auf die Sicherheit dieser Gesellschaft verlassen können.

Und nochmal, nachdem Du anscheinend aus deinem Kreis nicht rauskommst ... es zwingt dich keiner zu bleiben. Also ist unser Staat sehr gut ... denn Du kannst jederzeit gehen.

Natürlich gibt es Schwache. Und es gibt auch Hilfsbereitschaft.

jetzt mal ehrlich, leute: meint ihr allen Ernstes "du kannst doch gehen" sei ein Argument in Bezug auf das, was ich hier geschrieben habe?
 
Abgesehen davon sehe ich keinen Grund zu gehen, solange ich von so etwas ähnlichem wie Meinungsfreiheit Gebrauch machen darf. Ich will niemandem etwas Böses und bin tolerant gegenüber der Gegenwart und d.h. den Menschen, die in dieser leben.
Also jetzt solltest du mein Gesicht sehen :( das ist jetzt ein einziges Fragezeichen.

Ich krieg nicht heraus, warum du dauernd von Räubern und Zwang sprichst - und es dir andererseits aber offenbar eh gut geht.
 
Ich erhebe Einspruch. Gewalt löst in Wirklichkeit keine anstehenden Probleme und schafft dazu noch neue.

Deshalb unter anderem bin ich grundsätzlich mit der Idee eines Staatenbundes sehr einverstanden. Über das WIE der Organisation ist zu diskutieren, aber eine Staatenverbindung, die so unselige Schlachten wie die von Verdun, die hier schon erwähnt wurde heute, verhindert, ist zu begrüßen.

was das mit dem Staatenbund zu tun hat, verstehe ich zwar nicht, aber auch ich bin anti-war und non-interventionist.
 
doch, klar habe ich das definiert. Ich habe Besitz und jemand nimmt mir etwas weg = Diebstahl! Was derjenige damit macht interessiert mich nicht, da ich selbst wenn ich es wüsste nicht meine Erlaubnis gegeben hätte.
Aber Nussschale, das ist das Wesen einer Gemein(sam)schaft, dass es Bereiche gibt, die gemeinsam für alle zu verwalten sind - und jeder leistet einen Beitrag dazu. Egal ob das eine WG ist oder eine Weltstadt oder ein ganzer Staat.

Wenn du das allen Ernstes als Beraubung erlebst, kann ich es echt nicht verstehen.
 
Also jetzt solltest du mein Gesicht sehen :( das ist jetzt ein einziges Fragezeichen.

Ich krieg nicht heraus, warum du dauernd von Räubern und Zwang sprichst - und es dir andererseits aber offenbar eh gut geht.

Weil man mir mein Eigentum wegnimmt, mit dem Vorwand es für mein Wohlbefinden und das der anderen einzusetzen. Weigere ich mich, hinterziehe ich Steuern und werde weggesperrt.
Ich würde nicht sagen, dass es mir schlecht geht, nein. Aber dafür kriegt der Staat von mir keinen Orden. Im Gegenteil, es geht mir nicht schlecht, obwohl der staat mich drangsaliert.
 
hm - dann wären unsere lande menschenleer.:LOL:
Wieso? Jeder Bürger eines Landes fügt sich, d.h.zahlt Steuern, hält sich an Vorschriften und Regeln.

Zitat @PaulaM

diese Definition macht aus uns allen entweder Knechte/Mägde oder Eremiten/ Flüchtlinge.
Kein Spielraum für Ideen, für Visionen, für Optionen...wir leben unter dem Motto: fressen oder gefressen werden.
Ja - letztlich sind wir Knechte, mit Privilegien - nur merken wirs meistens nicht, weil wir eine scheinbare Freiheit haben.
Frei ist man doch immer dann, wenn man die Gittern und Mauern nicht sieht?
Und die eigentliche Freiheit, ist eh die des Geistes, alles andere ist nur erforderliche Anpassung an Gegebenheiten.
 
Aber Nussschale, das ist das Wesen einer Gemein(sam)schaft, dass es Bereiche gibt, die gemeinsam für alle zu verwalten sind - und jeder leistet einen Beitrag dazu. Egal ob das eine WG ist oder eine Weltstadt oder ein ganzer Staat.

Wenn du das allen Ernstes als Beraubung erlebst, kann ich es echt nicht verstehen.

für ein Gesundheitssystem in dem die Ärztinnen alle Augenringe bis zu den Knien haben? für ein Schulsystem, das meinen Kindern die Gedanken zurecht biegt? für ein Verwaltungssystem das an Scharlatanerie, Ineffizienz und Vetternwirtschaft nicht mehr zu überbieten ist?

Auch ich sehe und anerkenne das Wesen der Gemeinschaft. Aber einer Gemeinschaft, die auf Freiwilligkeit beruht. All das was der Staat aufzwängt, lässt sich auch privat schaffen und das konstengünstiger und effizienter und mit der Möglichkeit den anbieter zu wechseln.

Wieso konnte jemand meinen Opa für einen Hungerlohn in den Krieg schicken und zwingen andere Menschen zu ermorden? Wieso kommt das Jugenamt, wenn sich in Deutschland Eltern weigern ihre Kinder in die Schule zu schicken? Wieso nimmt man mir mein Eigentum weg, für ein Gesundheitssystem von dem ich mich nicht heilen lassen möchte? etc.
 
Werbung:
Also da bleibt mir jetzt nur noch die Vermutung, dass du etwas Grundlegendes in Bezug auf Gemeinschaftsleben nicht verstehen und/oder akzeptieren willst.

nein, so will ich nicht verstanden werden. Möglicherweise habe ich etwas Grundlegendes in Bezug auf Staaten nicht verstanden, die über mein Leben verfügen, obwohl ich dem nie zugestimmt habe.
Aber ich glaube ich habe sehr wohl verstanden worum es in einer Gemeinschaft geht.
 
Zurück
Oben