Ein gesunder Staat...

  • Ersteller Ersteller Kinnaree
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Weil man mir mein Eigentum wegnimmt, mit dem Vorwand es für mein Wohlbefinden und das der anderen einzusetzen.
also erstens wird dir nicht dein ganzes eigentum weggenommen sondern nur ein gewisser prozentsatz, und es ist auch kein vorwand es für dein und anderer wohlbefinden einzusetzen sondern - abzüglich der mittel, die in sümpfen verschwinden - tatsächlich für das wohlbefinden -
sprich gemeinschaftseinrichtungen, soziales und den ganzen verwaltungsapparat - der fraglos eine schlankheitskur braucht.
mich machst du langsam aber sicher auch ein wenig ratlos.
geht es dir nur darum nicht zu teilen?
oder geht es dir doch um visionen?:dontknow:
 
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Mir kommt grad eine Idee.

Kann es sein, dass du "Staat" als irgendetwas Fremdes von da draußen erlebst, Nussschale? Ich erlebe "Staat" als Summe aller, die drin leben... wie einen großen Organismus.

Deshalb seh ich es durchaus auch so, dass jeder Einzelne etwas dran verändern dürfen darf.
 
von ändern lassen rede ich nicht.
ich spreche davon, dass sich menschen weiterentwickeln (können).
du nicht?

Hm ... also in den letzten 200.000 Jahren hat sich der Mensch nicht wirklich weiterentwickelt (was die angesprochenen Facetten betrifft) ... da schaut die Prognose für die nächsten paar 1000 Jahre ziemlich schlecht aus. Insbesondere da es sich dabei ja um Überlebensinstinke des Menschen handelt, d.h. ein "Aberziehen" in jeglicher Form kontraproduktiv wäre.
 
Ich erhebe Einspruch. Gewalt löst in Wirklichkeit keine anstehenden Probleme und schafft dazu noch neue.

Das stimmt mal grundsätzlich so einfach nicht. Denn wenn ich einen Gegner umbringe, dann ist er keine Gefahr mehr für mich. Einfacher militäriischer Grundsatz, der ebenso in jedem Selbstverteidigungskurs für Frauen unterrichtet wird (möglichst schnell kampfunfähig machen).
Und wenn es um Ideologien geht, dann spielen Opfer sowieso keine Rolle. Durch Gewalt hat die katholische Kirche ihre weltweite Vorreiterrolle errungen, durch Gewalt hat sich das römische Reich über nahezu ganz Süd- und Mitteleuropa und Nordafrika ausgedehnt. Genauso wie das römische Reich dann wieder durch Gewalt zerstört wurde, als es selber schwach geworden ist und politische Fehler gemacht hat. Heute sehen wir den gleichen Kampf im Islam zwischen Sunna und Schia, der ebenfalls mit Gewalt um die Macht ausgetragen wird.
Andere Kämpfe waren weitgehend sinnvoll, ob es nun die französische Revolution war (eine Basis für das heutige weitgehend demokratische Europa), oder die Verteidigung Europas gegen die Türken (Erhalt des christlichen Erbes Europas).

Aber heute werden bewaffnete Konflikte sowieso möglichst nicht mehr ausgetragen, ausser um Staaten zu schwächen und in Abhängigkeiten zu bringen. Der Krieg findet heute in der Wirtschaft statt, und nicht mehr auf dem Schlachtfeld.

Deshalb unter anderem bin ich grundsätzlich mit der Idee eines Staatenbundes sehr einverstanden. Über das WIE der Organisation ist zu diskutieren, aber eine Staatenverbindung, die so unselige Schlachten wie die von Verdun, die hier schon erwähnt wurde heute, verhindert, ist zu begrüßen.

Ein Staatenbund ist schon eine gute Idee. Das Problem ist, dass in der Geschichte Staatenbünde genauso wenig gehalten haben und letztendlich ebenfalls in Konflikten geendet haben. Egal ob es sich dabei um die griechischen, arabischen oder europäischen Staatenbünde gehandelt hat.
 
dann ist es aber kein Recht, sondern ein zustand. Es ist schlicht die Laune des Stärkeren. Wenn du das mit "Recht" in Verbindung bringst, machst du nicht mehr daraus - du fügst nur unnötig etwas hinzu.

Oh, dieser stehende Begriff hat sogar Sinn. Denn der Stärkere definiert letztendlich was Recht oder Unrecht ist, wie wie das gerade bei unserem "Weltpolizisten" USA erleben.

doch, klar habe ich das definiert. Ich habe Besitz und jemand nimmt mir etwas weg = Diebstahl! Was derjenige damit macht interessiert mich nicht, da ich selbst wenn ich es wüsste nicht meine Erlaubnis gegeben hätte.

Aber Du hast Das System so wie es ist akzeptiert, sonst wärest Du nicht hier in diesem Land. Nachdem Du dich strikt weigerst auszuziehen, muss dieser auch so schlechte Staat dir doch Vorteile bieten, die dir ein Auswandern nicht bieten würde (ausser Du bist masochistisch veranlagt).

ich habe "die Notwendigkeit nicht bestritten" (was immer du genau darunter verstehst), weil die Konsequenz Freiheitsentzug wäre. Es ist daher für mich eine rein rationale Abwägung ins Gefängnis zu gehen, oder meine Steuern zu zahlen und meinen staatsbürgerlichen "Pflichten" nachzukommen.

Gut, du lässt es also erzwingen, weil Du kein Verhältnis zu den Menschen in deiner Umgebung hast. Sehe ich das richtig? Eigentlich würdest Du lieber separat für alles jemanden beauftragen, für dein Wasser, für deinen Kanal, für deinen Strom, dein Essen, deine Verkehrsmittel ... um alles das würdest Du dich gerne selber kümmern?
D.h. Du würdest dich 100% deiner Zeit damit beschäftigen, für jedes irgendwas das Du brauchst irgendjemanden zu beauftragen? Wann arbeitest Du dann? Wann hast Du dann Freizeit?

Natürlich gibt es Schwache. Und es gibt auch Hilfsbereitschaft.

Genau das nimmt ja der Sozialstaat vorweg - dass es für die Schwachen kein Almosen ist (auf die sie jahrhundertelang in Europa angewiesen waren), sondern eine Leistung auf die sie Anspruch haben.


jetzt mal ehrlich, leute: meint ihr allen Ernstes "du kannst doch gehen" sei ein Argument in Bezug auf das, was ich hier geschrieben habe?

Ja. Das Einzige. Denn es wird sich nichts verändern, zumindest nicht in deinem Sinn. Dazu ist Mensch schon viel zu bequem geworden. Wir schaffen es heute nicht mal, auf unsere eigenen Arbeitsplätze zu schauen ... und da denkst Du, irgendwer würde sich mit Details wie Stromerzeugung und Verkehrsmitteln auseinandersetzen?
 
Ich sagte im Bundespräsidenten-Thema, ein gesunder Staat ermöglicht in meinen Augen allen seinen Bürgern, ihre Talente zu leben.

Es muss keine Utopie bleiben, ein Staatsgefüge so zu organisieren, dass die zur Verfügung stehenden Mittel so sinnvoll wie möglich eingesetzt werden. Um so tatsächlich das GemeinWOHL im Auge zu behalten.

Ich weiß, dass ich eine Traumtänzerin bin, immer wieder. Aber in diesem Fall halte ich mich für realistisch.

Wollte ich nur mal gesagt haben.

alle eltern halten ihr kind für ein wunderkind und hätten talent für dies&jenes.
und viele leute auch... also, ich wäre eine verdammt gute designerin gewesen... :p

nja steuergelder muss sinnvoler genutzt werden, als jedermanns hobby zu bezahlen :rolleyes:

es würde viel zu viel kosten, nicht nur du willst ja an das geld ran.. viele wollen das, (fast)alle und wie willst du das finanzieren?
noch mehr steuer...? was für einen grund? um jedemanns hobby zu bezahlen...?
also ich würde nicht noch mehr steuer zahlen wollen, als ich sowieso tue und dann noch nachbars hobby mitzubezahlen?
boar, manche leute haben echt zuviele freie zeit :confused:
 
für ein Gesundheitssystem in dem die Ärztinnen alle Augenringe bis zu den Knien haben? für ein Schulsystem, das meinen Kindern die Gedanken zurecht biegt? für ein Verwaltungssystem das an Scharlatanerie, Ineffizienz und Vetternwirtschaft nicht mehr zu überbieten ist?

Auch ich sehe und anerkenne das Wesen der Gemeinschaft. Aber einer Gemeinschaft, die auf Freiwilligkeit beruht. All das was der Staat aufzwängt, lässt sich auch privat schaffen und das konstengünstiger und effizienter und mit der Möglichkeit den anbieter zu wechseln.

Wieso konnte jemand meinen Opa für einen Hungerlohn in den Krieg schicken und zwingen andere Menschen zu ermorden? Wieso kommt das Jugenamt, wenn sich in Deutschland Eltern weigern ihre Kinder in die Schule zu schicken? Wieso nimmt man mir mein Eigentum weg, für ein Gesundheitssystem von dem ich mich nicht heilen lassen möchte? etc.
bin zwar auch nicht zufrieden mit der (zwangs)krankenkasse -
aber private versicherungen für alle wäre zum nachteil chronisch kranker, alter und menschen, die auf pflege angewiesen sind.
private versicherungen müssen gewinnorientiert arbeiten, würden von alten und kranken sehr viel höhere beiträge verlangen als von jungen und gesunden -
wie die privaten zusatzversicherungen, die es ja gibt.

das schulsystem gehört reformiert - in Ö wird das angegangen - hoffentlich diesmal effektiver als bislang - die ideen sind vorhanden.

korruption habe ich auch schon angesprochen -
da kann aber nur an der menschlichen entwicklung gearbeitet werden - jeder beginnend bei sich selbst, denn macht verführt jeden.

dass krieg und damit das einziehen von soldaten abgeschafft gehört - nanona - keine frage -
stichwort menschliche weiterentwicklung und nicht unbedingt abhängig vom einzelstaat - zum kriegführen gehören mindestens zwei.

schulpflicht gehört zu den ganz wenigen zwängen für die ich bin, solange es menschen gibt, die bildung für ihre kinder nicht als so wichtig empfinden.
du kannst deine kinder in eine privatschule schicken -
die staatliche unterstützung von privatschulen gibt es in DE (glaube ich gehört zu haben) und ist in Ö angedacht.
 
Hm ... also in den letzten 200.000 Jahren hat sich der Mensch nicht wirklich weiterentwickelt (was die angesprochenen Facetten betrifft) ... da schaut die Prognose für die nächsten paar 1000 Jahre ziemlich schlecht aus. Insbesondere da es sich dabei ja um Überlebensinstinke des Menschen handelt, d.h. ein "Aberziehen" in jeglicher Form kontraproduktiv wäre.
ich bin nicht so pessimistisch.
leider fokusieren sich viele menschen so sehr auf das negative, dass sie positive entwicklungen nicht erkennen können.
die positiven entwicklungen sind natürlich auch nicht so spektakulär und gehen nur sehr langsam voran, weil evolution nun mal nicht von heute auf morgen passiert und du sehr richtig die überlebnsinstinkte ansprichst.
entwicklung wird aber immer mehr in richtung konstruktive lösungen gehen, weil allmählich immer mehr menschen begreifen, dass gewalt gewalt sät und in wirklichkeit dem überlebensinstinkt daher höchst unzuträglich.
 
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