mir geht diese diskussion viel zu sehr ins detail.
fraglos braucht das menschliche zusammenleben ein gewisses ausmaß an regeln - und auf ein mindestmaß an zusammenleben sind wir alle angewiesen.
mir stellt sich eine andere frage.
wohin soll sich die menschheit entwickeln?
hin zu eigenverantwortlichkeit, mündigkeit, achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber, erkennen und entfalten der individuellen fähigkeiten und talente?
ich sage dazu ganz eindeutig ja, das wäre das ziel.
wie eine staatsform oder was auch immer dann aussehen könnte, wäre dann zu klären - bzw. würde sich unterwegs entwickeln.
wird diese entwicklung gefördert durch immer mehr entmündigung, zwang und regelmentierung?
ich sage - nein.
ganz im gegenteil.
exakt das geschieht aber derzeit.
da wir alle der staat sind, fragt sich wieso geht es immer mehr in richtung entmündigung?
möglicherweise, weil viele menschen tatsächlich so unmündig sind, dass sie die bevormundung brauchen?
ich sehe, dass wir uns in einer zeit befinden, die dringenst eines weiterentwicklungsschubes bedarf - solche schübe gab's in der geschichte der menschheit immer wieder.
dass immer mehr menschen psychisch krank werden ist ein sehr starkes indiz dafür (für mich jedenfalls), dass etwas gärt, das aber noch nicht exakt benannt werden kann.
aus dem unterbewusstsein kommt hoch - ich bin zutiefst unzufrieden und unglücklich - weiß aber nicht genau wieso. also schlage ich blind drauf los - oder versinke in depression.
die ursachen orte ich in tradierten denkmustern, die darauf warten kritisch hinterfragt und transformiert zu werden -
wie zum beisspiel -
schon angerissen -
bin ich irgendjemandem etwas schuldig dafür auf dieser welt zu sein -
darf dank einfordert werden?
wo ist anzusetzen?
ich denke in der keimzelle - in der familie.
nach wie vor erziehen wir unsere kinder.
wozu erziehen wir sie?
was heißt erziehen?
formen nach unseren (eltern)vorstellungen und wünschen?
auch wenn der sohn des schusters heute im allgemeinen nicht mehr zwangsläufig schuster werden muss, wird es wohl sehr selten eltern geben, die gewisse vorstellungen nicht im hinterkopf haben.
das verstellt aber den blick auf die eigentlichen individuellen talente, die jeder mensch mitbekommen hat.
ich persönlich bin auch der überzeugung, dass jeder mensch unschuldig geboren wird und erst durch erziehung und umwelt seine unschuld verliert -
das dürfte nicht allgemein so verstanden werden.
für mich sollte erziehung nicht erziehung sein sondern begleitung und förderung - grundsätzlich frei von allen gehegten vorurteilen -
und auch frei von den helfersyndromen und der überbefürsorgung.
nicht dass ich für diese unsägliche antiautoritäre erziehung plädieren würde - die ist ja nur reaktion auf die autortäre -
nein nein, kindern müssen grenzen gesetzt werden - nicht zuviele aber auch nicht zuwenige. sie brauchen den reibebaum um zu wachsen daran.....
ok ich hör' auf -
das ist ein unendlich weites feld....