Ein gesunder Staat...

  • Ersteller Ersteller Kinnaree
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da muss ich jetzt auch sagen - ausnahmsweise sind wir mal einer meinung.
Das seh ich anders, magdalena. Für mich haben meine biologischen Ahnen wohl eine Bedeutung... Ich sage offen, meiner Urgroßmutter danke ich oft für den schlesischen Sturschädel, den ich geerbt hab...

Und den Ahnen im weiteren Sinn dank ich auch gelegentlich für die Schönheit unserer Stadt und unserer Kultur... Ich empfinde das als "Verpflichtung", die ohne Zwang von innen kommt.
 
Das seh ich anders, magdalena. Für mich haben meine biologischen Ahnen wohl eine Bedeutung... Ich sage offen, meiner Urgroßmutter danke ich oft für den schlesischen Sturschädel, den ich geerbt hab...

Und den Ahnen im weiteren Sinn dank ich auch gelegentlich für die Schönheit unserer Stadt und unserer Kultur... Ich empfinde das als "Verpflichtung", die ohne Zwang von innen kommt.

genau das ist doch der springende Punkt!
Ich sehe das ganz genauso wie du! Ich liebe meine Familie und bin ihnen zutiefst dankbar, dass sie so sind wie sie sind, aber so lässt sich doch niemals der Zwang rechtfertigen, der KingofLions vorschwebt, wenn er den gruppenzwang aus der Schuldigkeit gegenüber den ahnen legitimiert.

für mich haben meine ahnen also auch eine Bedeutung und ich habe auch eine Verpflichtung gegenüber diesen, aber doch bitte aus freien Stücken und aus keinem anderen Grund!
 
Deutlicher als zu sagen, ich will keine Zwänge, denen ich nicht freiwillig zugestimmt habe, kann ich nicht werden.
Das finde ich schade. Ich kann aus deinen Beiträgen nicht entnehmen, wie du dir ein Zusammenleben großer Menschenmengen nun wirklich so vorstellst, dass es allen damit gut geht.

Ich weiß, wogegen du bist, das wird deutlich. Aber ich kann nicht erkennen, wofür du stattdessen bist. Deine Alternative bleibt für mich unklar.
 
mir geht diese diskussion viel zu sehr ins detail.
fraglos braucht das menschliche zusammenleben ein gewisses ausmaß an regeln - und auf ein mindestmaß an zusammenleben sind wir alle angewiesen.

mir stellt sich eine andere frage.
wohin soll sich die menschheit entwickeln?
hin zu eigenverantwortlichkeit, mündigkeit, achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber, erkennen und entfalten der individuellen fähigkeiten und talente?
ich sage dazu ganz eindeutig ja, das wäre das ziel.
wie eine staatsform oder was auch immer dann aussehen könnte, wäre dann zu klären - bzw. würde sich unterwegs entwickeln.

wird diese entwicklung gefördert durch immer mehr entmündigung, zwang und regelmentierung?
ich sage - nein.
ganz im gegenteil.
exakt das geschieht aber derzeit.

da wir alle der staat sind, fragt sich wieso geht es immer mehr in richtung entmündigung?
möglicherweise, weil viele menschen tatsächlich so unmündig sind, dass sie die bevormundung brauchen?

ich sehe, dass wir uns in einer zeit befinden, die dringenst eines weiterentwicklungsschubes bedarf - solche schübe gab's in der geschichte der menschheit immer wieder.
dass immer mehr menschen psychisch krank werden ist ein sehr starkes indiz dafür (für mich jedenfalls), dass etwas gärt, das aber noch nicht exakt benannt werden kann.
aus dem unterbewusstsein kommt hoch - ich bin zutiefst unzufrieden und unglücklich - weiß aber nicht genau wieso. also schlage ich blind drauf los - oder versinke in depression.

die ursachen orte ich in tradierten denkmustern, die darauf warten kritisch hinterfragt und transformiert zu werden -
wie zum beisspiel -
schon angerissen -
bin ich irgendjemandem etwas schuldig dafür auf dieser welt zu sein -
darf dank einfordert werden?

wo ist anzusetzen?
ich denke in der keimzelle - in der familie.
nach wie vor erziehen wir unsere kinder.
wozu erziehen wir sie?
was heißt erziehen?
formen nach unseren (eltern)vorstellungen und wünschen?
auch wenn der sohn des schusters heute im allgemeinen nicht mehr zwangsläufig schuster werden muss, wird es wohl sehr selten eltern geben, die gewisse vorstellungen nicht im hinterkopf haben.
das verstellt aber den blick auf die eigentlichen individuellen talente, die jeder mensch mitbekommen hat.
ich persönlich bin auch der überzeugung, dass jeder mensch unschuldig geboren wird und erst durch erziehung und umwelt seine unschuld verliert -
das dürfte nicht allgemein so verstanden werden.
für mich sollte erziehung nicht erziehung sein sondern begleitung und förderung - grundsätzlich frei von allen gehegten vorurteilen -
und auch frei von den helfersyndromen und der überbefürsorgung.

nicht dass ich für diese unsägliche antiautoritäre erziehung plädieren würde - die ist ja nur reaktion auf die autortäre -
nein nein, kindern müssen grenzen gesetzt werden - nicht zuviele aber auch nicht zuwenige. sie brauchen den reibebaum um zu wachsen daran.....

ok ich hör' auf -
das ist ein unendlich weites feld....
 
Das finde ich schade. Ich kann aus deinen Beiträgen nicht entnehmen, wie du dir ein Zusammenleben großer Menschenmengen nun wirklich so vorstellst, dass es allen damit gut geht.

Ich weiß, wogegen du bist, das wird deutlich. Aber ich kann nicht erkennen, wofür du stattdessen bist. Deine Alternative bleibt für mich unklar.

das liegt vielleicht daran, dass ich mir das Zusammenleben großer Menschenmengen gar nicht vorstellen will und kann. sobald ich meine Vorstellungen machtvoll umsetze würde - und sei es nur mit einer demokratischen Stimme - würde ich gegen die Freiheit anderer handeln und das steht mir nicht zu. Ich sollte vielleicht auch nocheinmal betonen, dass es in meiner Philosophie jedem Menschen freisteht, sich einem staat zu unterwerfen, wenn er das wünscht. Ich glaube nur nicht, dass irgendjemand so blöd wäre seine individuelle Freiheit in einem maße abzutreten, wie das in gegenwärtigen Staaten der Fall ist und das auf lebenszeit.
Kurzum (auch wenn es hart klingt) das Zusammenleben anderer interessiert mich nicht und hat mich nicht zu interessieren (d.h. nicht dass ich ein Recht auf Information hätte. Manche Menschen interessieren mich ja wirklich...Künstler, Sportler, etc); ich glaube gleichzeitig aber auch nicht, dass sich eine Gesellschaft freiwillig dazu bereit erklären würde im chaos zu leben.
 
das liegt vielleicht daran, dass ich mir das Zusammenleben großer Menschenmengen gar nicht vorstellen will und kann. sobald ich meine Vorstellungen machtvoll umsetze würde - und sei es nur mit einer demokratischen Stimme - würde ich gegen die Freiheit anderer handeln und das steht mir nicht zu. Ich sollte vielleicht auch nocheinmal betonen, dass es in meiner Philosophie jedem Menschen freisteht, sich einem staat zu unterwerfen, wenn er das wünscht. Ich glaube nur nicht, dass irgendjemand so blöd wäre seine individuelle Freiheit in einem maße abzutreten, wie das in gegenwärtigen Staaten der Fall ist und das auf lebenszeit.
Kurzum (auch wenn es hart klingt) das Zusammenleben anderer interessiert mich nicht und hat mich nicht zu interessieren (d.h. nicht dass ich ein Recht auf Information hätte. Manche Menschen interessieren mich ja wirklich...Künstler, Sportler, etc); ich glaube gleichzeitig aber auch nicht, dass sich eine Gesellschaft freiwillig dazu bereit erklären würde im chaos zu leben.

ich sag das besser auch noch dazu: das Zusammenleben derjenigen interessiert mich nicht, die mich nichts angehen. ich habe viele Freunde und Bekannte, die mich sehr interessieren.
Und um das auch noch klarzustellen, wenn ich schreibe: "die mich nichts angehen" dann sind damit im weitesten sinne auch diejenigen ausgeschlossen, deren friedliches Leben, mein Wohlbefinden sichert. Das heißt ich persönlich wäre sehr um Frieden und damit gleichbedeutend um materielle Teilhabe dieser menschen bemüht, in welcher Form auch immer!
 
Das seh ich anders, magdalena. Für mich haben meine biologischen Ahnen wohl eine Bedeutung... Ich sage offen, meiner Urgroßmutter danke ich oft für den schlesischen Sturschädel, den ich geerbt hab...

Und den Ahnen im weiteren Sinn dank ich auch gelegentlich für die Schönheit unserer Stadt und unserer Kultur... Ich empfinde das als "Verpflichtung", die ohne Zwang von innen kommt.
ja, hast völlig recht.:)
ich hatte in eile geschrieben und daher vergessen dazuzusagen -
aber ich bin dankbar - aus mir selbst heraus - sogar für die vielen steine, die mir das leben auf den weg gelegt hat und legt -
denn für mich sind sie wertvoll auf dem weg der hinführt zum licht der erkenntnis -
ob ich sie nun erreichen werde oder nicht....
 
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Was andere Menschen wollen, interessiert mich nicht.
Genau das funktioniert aber nicht.

Lebe das bitte in Gedanken bis in die letzte Konsequenz aus. Was wäre das Resultat?

Auf Wiederschaun, lieber PC. Addio Wasserleitung. Baba Kanalisierung. Ciao elektrischer Strom.

In dem Moment, wo ich in einer noch so kleinen menschlichen Gemeinschaft lebe, habe ich mich freiwillig für die anderen zu interessieren... Was ja nicht heißt, immer einer Meinung mit ihnen sein zu müssen.

Kann es sein, dass bei dir die Barriere dort liegt, wo man draufkommt, dass Leben aus freiwilligem Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen besteht? Und dass es an mir selbst liegt, diesen freien Willen zum sozialen Zusammenleben zu entwickeln?
 
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