Ein gesunder Staat...

  • Ersteller Ersteller Kinnaree
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Jede Gruppe definiert ihre Regeln. Wenn dir diese Regeln nicht gefallen, dann musst Du die Gruppe verlassen. Oder die gruppe zwingt dich dazu, ihre Regeln einzuhalten. Das ist ganz einfach.

Trifft dann zu, wenn ich mich aus freien Stücken dazu entschlossen habe Teil dieser Gruppe zu sein und ihre Annehmlichkeiten undUnannehmlichkeiten freiwillig mittrage.

Und wer sagt dir, dass deine Ideen dazu andere Ergebnisse bringen, und nicht noch schlechtere?

Die "Ergebnisse" anderer interessieren mich nicht, wie auch? Und wie gesagt, jeder hätte in einer auf voluntarismus begründeten Gesellschaft das Recht einen Staat zu gründen und so zu leben, wie wir das jetzt tun - es würde nur kein vernünftiger Mensch tun. Wer liefert sich schon freiwillig auf Lebzeiten dem Willen eines jeden anderen aus (vorausgesetzt es handle sich um eine Demokratie)?

Du schuldest deinen Ahnen sehr viel, nämlich dein ganzes Leben. Denn ohne sie würde es dich nicht geben. Ohne sie würde es den Staat den Du so sehr ablehnst nicht geben.

"verdanken" ist das eine und auch hier gibt es keinen Zwang. Das andere ist "Schuld" und die kann es nur geben, wenn zuvor ein Vertrag geschlossen wurde.

Du unterliegts keinem "Gesetz der Bürokraten", sondern jenen Gesetzen die die Gemeinschaft des Staatsbürger bzw. deren Vertreter für gut und richtig befinden.
Und wiederum die Konsequenz ... wenn es dir nicht gefällt kannst Du ja hingehen wo es dir besser gefällt.

Mir ist klar wie das System funktioniert. Dich ständig zu wiederholen macht es mühsam für mich, mich nicht zu wiederholen. Und ja, man kann sich das sicherlich schön reden, wie es die Staatsintellektuellen seit vielen tausenden von Jahren machen, es ändert aber nichts daran, dass ich auch in einer Demokratie der Gewalt der Masse ausgesetzt bin, der ich nicht zugestimmt habe über mich zu verfügen.

Wieso sollte ich den Räubern Platz machen?

Es kann keine Freiwilligkeit innerhalb eines Staates geben. Wenn sich ein Staat zu Maßnahmen entschließt, dann müssen die auch durchgezogen werden. Oder würde dir eine Straße gefallen, die ein Fleckerlteppich ist ... ein paar Leute haben ihre Steuern dafür bezahlt, und an anderen Stellen klafft halt ein Sandloch weil derjenige seinen Anteil an den gemeinschaftlichen Ausgaben nicht leisten will, weil er sich irgendwie "gezwungen" fühlt.

ja, deshalb bin ich auch gegen den Staat...

dein Straßenbeispiel verstehe ich nicht.

Politiker, eine Führung gibt es immer. Sogar ein kleiner Stamm hat einen Häuptling, der Recht spricht und Entscheidungen für den Stamm trifft. In den meisten Fällen gemeinsam mit einem Ältestenrat der die verdientestens und weisesten Menschen für Entscheidungen befragt. Und die Fortsetzung dieser Tradition ist die parlamentarische Demokratie.

Raubmord gab es auch "schon immer". Ich verstehe dieses "traditioinalistische Argument" nicht, wenn es überhaupt eins sein soll. Welche Rechtfertigung bietet die Vergangenheit für gegenwärtiges Unrecht?

Natürlich muss der Staat die Möglichkeit haben, seine Entscheidungen auch durchzusetzen. Denn nicht alle Entscheidungen die innerhalb eines Staates zu treffen sind, sind populär, sind nur angenehm für das Volk. Daher müssen Entscheidungen - und sei es bei einzelnen Personen die sich dagegen verwehren - im Interesse des Gesamtvolkes durchgesetzt werden.
Dass diese Entscheidungsbefugnis auch missbraucht wird - unbestritten. Aber hier liegt es am Volk, sich dagegen zu wehren. Und nachdem es das meistens nicht tut, werden die Entscheidungen halt so akzeptiert wie sie sind. Und damit wird es auch wiederum zu einer Entscheidung des Volkes - wenn auch manchmal aus reiner Faulheit.

Sie werden denk ich akzeptiert, weil die Alternative der Freiheitsentzug oder der Galgen wäre...Staat=Ordnung durch Gewalt. nichts anderes.

Nun, schauen wir doch einmal in die USA. Dort genießen die privaten Räumlichkeiten einen besonderen Schutz, der sich aus der Geschichte der USA ergibt. Trotzdem muss der Staat aber immer wieder gegen diesen Schutz verstoßen bzw. Meschnaismen anwenden die diesen Schutz aufheben, weil es Menschen gibt die diesen Schutz missbrauchen, z.B. mir Marihuana-Plantagen.

Der Staat verbeitet dir gar nichts ... sondern das Staatsvolk, in dessen Interesse und mit dessen Billigung die Regeln des Zusammenlebens = Gesetze erlassen wurden.

ich bin für den freien Drogenmarkt, insofern tangiert mich das jetzt nicht sonderlich. Mich hat niemand zu schützen, wenn ich das nicht will!

und mir hat auch dein Volk nichts zu verbieten...es wird wie gesagt redundant.

:LOL:, na gut, über den Begriff "Intelligenz" kann man diskutieren. Nein, das System hat sich so entwickelt, weil sich die Häuptlingswürde halt immer mehr zentralisiert hat, bis hin zu einer zentralen Regierung.

aha. Ich bin dem Häuptling wohl zu Dank verpflichtet...

Na ja, das müsste man wahrscheinlich ins Detail gehen. Schaut man sich so in der Welt um, dann gibt's die unterschiedlichsten Regierungsformen. Alle arbeiten mehr oder weniger stark mit medialer Beeinflussing. Aber nur ... letzetndlich geht es darum, wie es dem einzelnen Menschen in einem Staat geht ... und da ist es nahezu egal, welche Regierungsform dieser Staat hat ... sondern es geht lediglich darum was die Wertschöpfung des Volkes ist, und wer sich an dieser Wertschöpfung bereichert.
Und da haben wir in D-A zugegeben weiltweit so ziemlich die dümmsten Politiker die man finden kann, die alle unsere Wertschöpfung an das Ausland verkaufen.

Wem geht es darum? mir jedenfalls nicht.

Eben nicht - und ich frage mich, wieso Du das als Zwänge erlebst. Als Zwang kannst Du es ja nur dann erleben, wenn Du keinen Sinn in diesen Maßnahmen siehst. D.h. es stellt sich natürlich die Frage, wo es konkret deine Interessen berührt, so "geknechtet" zu sein. Denn die meisten Menschen wollen diese Freiheiten gar nicht haben, sondern freuen sich, dass es Regeln gibt die sie schützen - auch gegen zu sehr egozentrische Leute, die nur ihre eigenen Interessen sehen.

Mir nimmt man monatlich/jährlich mein eigentum weg. Lass ich das nicht zu, kommt die Staatsgewalt und entzieht mir meine Freiheit. Dass ich nicht in Gefängis lebe ist reine Interessensabwägung, nicht desto weniger ist es aber Zwang.

Du unterstellst mir schon wieder ich würde Regellosigkeit befürworten! das Gegenteil ist der Fall.

Du gibt dir einen sehr asozialen Anstrich, wenn Du deine Leistungen an gemeinsamen Ausgaben des Staates nicht erbringen willst. Wenn Du die Leustungen die der Staat für dich erbringt und bereits erbracht hat nicht anerkennen kannst oder willst. Du erkennst nicht einmal die Leistungen deiner eigenen Ahnen und deines eigenen Volkes an ... es geht eigentlich nur um dich, und das was Du willst.
Aber hast Du dich schon einmal gefragt, was eigentlich all die Menschen rund um dich herum wollen könnten?

Wenn mir Robin Hood mein Geld wegnimmt und sagt er gibt es den Armen, ist es dennoch Diebstahl, oder nicht?

Der Rest ist fascho-kommunistisches Geschwätz...mir fallen keine beschönigenden Worte ein, sry. Ahnen, Volk, Gemeinschaft...pfff
 
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Die biologischen Erzeuger vielleicht. Meine Ahnen sind ein anderes Kaliber.

Hier sind die Ahnen natürlich im weitesten Sinne zu sehen, d.h. letztendlich in Erweiterung bis auf die antiken europäischen Völker.

Ich bin nun mal zufällig hier geboren (hab nicht drum gebeten) und das war's dann schon auch.

Hm ... aus esoterischer Sicht gibt es diesen "Zufall" ja nicht, es ist dir zugefallen. Und das hat ja auch seinen Grund.

Meine Erzeuger kamen oft mit dem Argument "alles für Dich, damit Du's mal besser hast". Makulatur ist das, reine Rechtfertigung der eigenen Wünsche resp. deren Verwirklichung. Als Gegenleistung wurde nämlich verlangt, daß ich mich nach Gusto formen lasse wie Knetmasse, so'n kleiner Stammhalter und Vorzeige-Dok (manchmal kam ich mir vorgeführt wie ein Tanzbär vor) und was der dummen Sprüche mehr sind. Hat nicht funktioniert, ich bin eben ich, geformt durch Dinge, die sich dem Verständnis meiner Erzeuger völlig entziehen. Fazit: Knatsch und letztlich Bruch durch mich: Ich lasse mich nicht zu einem braven, frömmelnden Spießbürger formen (schau mal auf meine Signatur: Das lebe ich!) Da seien die Spirits vor! ;)

Nun, das wäre ja nicht ungewöhnlich. Wie auch in der Tiewelt konzentrieren sind ja sehr viele Menschen serh auf ihre Jungen, und sehen sie als ihren Lebensinhalt, für den sie alles tun und dem sie jeden Weg ebnen möchten. Aber natürlich können sie das nur nach ihren eigenen Werten. Nur ... Du hast ja auch genau das von ihnen mitbekommen ... dass Du dich auch aus diesen Werten herauslösen darfst und deinen eigenen Weg gehen kannst. Also dürften sie es ja doch nicht so schlecht gemacht haben.
Dass die manche Sachen vielleicht unangenehm waren ... ja, unbestritten, hat jeder. Weil halt Regeln der Gesellschaft und des Umgangs miteinander halt oft nicht so ganz einsichtig für ein Kind sind. Oft nicht einmal tatsächlich sinnvoll ....

Daher gehört für mich zu einem gesunden Staat auch die Anerkennung ausgeprägten Individualismus. Die Formung gleichgeschalteter Ameisen (der sogenannte Mainstream) gehört für mich nicht dazu.

Also gerade in Mitteleuropa würde ich sagen, dass das Leben von Individualismus sowieso möglich ist. Unsere Gesellschaft kann es auf Grund ihrer Größe sogar tolerieren, dass einzelne Indivduen nichts zur Gesellschaft beitragen und tatsächlich unproduktiv sind. Dass der Staat ein Minimum an Beitrag und Kooperation sowie die Einhaltung der bestehenden Regeln erwartet sollte an sich ja kein Problem sein.
 
Das tust Du ja auch über deine Steuern. Jedes andere System würde mehr kosten, als es an Einkünften bringen würde. Oder würdest Du gerne die 2,50 für deinen Straßenanteil vor deinem Haus einzeln bezahlen, oder die 20 Euro monatlich für die Stützung der Bundesbahn?
Was willst Du jetzt eigentlich? Keine Steuern zahlen? Keine Vorschriften haben? Einfach tun was dir Spaß macht ohne Konsequenzen?

nein? die staatlichen Leistungen gehorchen nicht dem freien Markt...

jedes andere System würde mehr kosten? erzähl bitte!

wieso sollte das einzeln bezahlt werden? es könnte andere gewinnorientierte Firmen geben, die die Bezahlung dieser Beiträge einfach übernimmt.

deine Fragen zum Schluss verstehe ich nicht. Ernst gemeint, oder rhetorische Kniffe?
 
warum sprichst du so um den heißen Brei herum, erzähle doch in welchen Bereichen du dir was vorstellst? Wie es funktionieren kann etc. ?

wieso spreche ich um den heißen Brei herum?
Deutlicher als zu sagen, ich will keine Zwänge, denen ich nicht freiwillig zugestimmt habe, kann ich nicht werden.
Das bedeutet aber nicht, dass ich für mich keine Sozialversicherungen, Pensions-, Kranken-, etc-Versicherung abschließen würde.
 
Trifft dann zu, wenn ich mich aus freien Stücken dazu entschlossen habe Teil dieser Gruppe zu sein und ihre Annehmlichkeiten undUnannehmlichkeiten freiwillig mittrage.

Nun, das tust Du ja. Du könntest gehen und dich einer anderen Gemeinschaft anschließen, tust das aber nicht, aus deinen ganz persönlichen Gründen. Also akzeptierst Du damit auch implizit die Regeln der Gemeinschaft der Du angeschlossen bist.
Und nein, wenn Du Teil einer Gruppe bist, dann gibt es keine Freiwilligkeit mehr (oder nurmehr in Grenzen). Denn Du gehst dorthin, wohin sich die Gruppe bewegt.

Die "Ergebnisse" anderer interessieren mich nicht, wie auch? Und wie gesagt, jeder hätte in einer auf voluntarismus begründeten Gesellschaft das Recht einen Staat zu gründen und so zu leben, wie wir das jetzt tun - es würde nur kein vernünftiger Mensch tun. Wer liefert sich schon freiwillig auf Lebzeiten dem Willen eines jeden anderen aus (vorausgesetzt es handle sich um eine Demokratie)?

Na ja, das heisst Du möchtest aus reiner Ignoranz das Rad neu erfinden ... steht dir natürlich zu, nur wirst Du dann auch verstehen, dass da die meisten Menschen nicht mitwollen. Denn die gleichen Fehler die bereits gemacht und aus denen gelernt wurde nochmal zu machen ... netter Versuch, aber halt ziemlich widersinnig.

Du könntest sogar einen Staat gründen. Haben einige Leute ja schon versucht (meistens um Steuern zu sparen). Aber dann darfst Du dich natürlich auch nicht wundern, wenn der Franzi von nebenan daher kommt und dich platt macht.
Ein Staatsgebilde bietet dem einzelnen Menschen Sicherheit ... und das ist eine der wichtigsten Facetten die ein Staat erfüllen muss.

"verdanken" ist das eine und auch hier gibt es keinen Zwang. Das andere ist "Schuld" und die kann es nur geben, wenn zuvor ein Vertrag geschlossen wurde.

Nein, denn auch wenn jemand etwas freiweillig für dich tut, stehst Du in dessen Schuld und musst die aufgewendete Energie ausgleichen. Tust Du das nicht - aus welchem Grund auch immer, meistens aus Rebellion gegen die Werte der Eltern -, dann ensteht genau das, was Du hier gerade kommunizierst.

Mir ist klar wie das System funktioniert. Dich ständig zu wiederholen macht es mühsam für mich, mich nicht zu wiederholen. Und ja, man kann sich das sicherlich schön reden, wie es die Staatsintellektuellen seit vielen tausenden von Jahren machen, es ändert aber nichts daran, dass ich auch in einer Demokratie der Gewalt der Masse ausgesetzt bin, der ich nicht zugestimmt habe über mich zu verfügen.

Ist schon klar. Aber manchen der Mitleser ist das vielleicht nicht bewusst.

Wieso sollte ich den Räubern Platz machen?

Weil der Stärkere immer gewinnt ... Du wirst gar nicht gefragt ;).

Raubmord gab es auch "schon immer". Ich verstehe dieses "traditioinalistische Argument" nicht, wenn es überhaupt eins sein soll. Welche Rechtfertigung bietet die Vergangenheit für gegenwärtiges Unrecht?

Sie werden denk ich akzeptiert, weil die Alternative der Freiheitsentzug oder der Galgen wäre...Staat=Ordnung durch Gewalt. nichts anderes.

Richtig, der Staat wendet Gewalt an um die durch das Volk festgelegte Ordnung zu erhalten, wenn das notwendig sein sollte. Was würdest Du daheim tun, wenn jemand unbelehrbar auf deinen Teppich pinkelt?

ich bin für den freien Drogenmarkt, insofern tangiert mich das jetzt nicht sonderlich. Mich hat niemand zu schützen, wenn ich das nicht will!

Nun, auch hier hat der Staat eben beschlossen, dass das bei uns nicht erlaubt ist. Wie gesagt, da sind wir wieder bei der Gruppenmitgliedschaft ... wenn Du nicht geschützt werden willst dann musst Du die Gruppe und ihren Regelbereich verlassen.

und mir hat auch dein Volk nichts zu verbieten...es wird wie gesagt redundant.

Und genau das nennt sich asozial ... wenn nur die eigene Sichtweise ohne Rücksicht auf andere Menschen, auf die Gruppe in der ich lebe, gilt.

aha. Ich bin dem Häuptling wohl zu Dank verpflichtet...

Nun, immerhin nimmt er dir ziemlich viel Arbeit ab, die Du sonst alleine machen müsstest.

Mir nimmt man monatlich/jährlich mein eigentum weg. Lass ich das nicht zu, kommt die Staatsgewalt und entzieht mir meine Freiheit. Dass ich nicht in Gefängis lebe ist reine Interessensabwägung, nicht desto weniger ist es aber Zwang.

Welches Eigentum nimmt man dir weg? Meinst Du die Steuern? Die bezahlst Du für Leistungen, die dir vom Staat dafür zur Verfügung gestellt werden.

Du unterstellst mir schon wieder ich würde Regellosigkeit befürworten! das Gegenteil ist der Fall.

Nun, sich interessieren ja die Regeln der Gemeinschaft, des Volkes nicht. Also welche Regeln ausser deinen eigenen würdest Du dann bevorzugen?

Wenn mir Robin Hood mein Geld wegnimmt und sagt er gibt es den Armen, ist es dennoch Diebstahl, oder nicht?

Vordergründig ist das ganz klar Diebstahl. Nur, letztendlich kannst Du dir aussuchen, ob Du regelmäßig einen Teil deines Geldes an arme Menschen abgibst (Sozialstaat), oder ob irgendwann einmal ein armer Mensch der keinen anderen Ausweg mehr sieht kommt und dir die Birne einschlägt. Welche der beiden Varianten ist dir lieber?
 
wieso spreche ich um den heißen Brei herum?
Deutlicher als zu sagen, ich will keine Zwänge, denen ich nicht freiwillig zugestimmt habe, kann ich nicht werden.

Genau das ist um den heißen Brei herumreden ... wenn Du's so gut weisst wie es besser geht, dann sag' doch mal ... und nicht in Gemeinplätzen "Ich bin gegen alles und will nur frei sein", sondern ganz klar wie es funktionieren soll.

Das bedeutet aber nicht, dass ich für mich keine Sozialversicherungen, Pensions-, Kranken-, etc-Versicherung abschließen würde.

Na, dann solltest Du vielleicht nach Amerika gehen. Da bist Du zwangsweise nur sehr gering mit Sozialstaat belastet und musst alles selber finanzieren. Dort musst Du dann halt wegen jedem Spitalstag bei deiner Versicherung ansuchen ob Du eh darfst, kriegst Behandlungen von der Versicherung nur bezahlt wenn sie billig genug sind, dass die Versicherung noch ausreichend Gewinn macht.
Wenn das dein Traum ist .. ab in die USA ... nur bete halt auch, dass Du immer genug verdienst, dass Du dir dann deine Gesundheitskosten auch leisten kannst ... denn dort ist dann nur die Armenversorgung für dich da, wenn Du dir deine Gesundheitskosten nicht mehr leisten kannst.
 
nein? die staatlichen Leistungen gehorchen nicht dem freien Markt...

Das ist richtig, die staatlichen Leistungen werden nach ihrer Notwendigkeit und dem zur Verfügung stehenden Budget verteilt, um möglichst niemanden durch den Rost fallen zu lassen.

jedes andere System würde mehr kosten? erzähl bitte!

Jedes andere als ein Steuersystem, das dem Staat einen Topf verschafft aus dem Kosten gedeckt werden würde in jedem Fall mehr kosten, da dann die einzelnen Beträge auch noch eingetrieben udn administriert werden müssten.

wieso sollte das einzeln bezahlt werden? es könnte andere gewinnorientierte Firmen geben, die die Bezahlung dieser Beiträge einfach übernimmt.

Und was soll genau an einer gewinnorientierten Firma (Preis = Kosten + Gewinn) billiger sein als bei staatlicher Vergabe (Preis = Kosten). Das musst Du mir jetzt genau erklären.

deine Fragen zum Schluss verstehe ich nicht. Ernst gemeint, oder rhetorische Kniffe?

Nein, völlig ernst gemeint. Weil mir nicht klar ist, was Du tatsächlich willst. Im Moment klingt's entweder nach unendlicher Egozentrik oder irgendeiner obskuren Ideologie (NEOS?) ohne irgendeinen praktisch verwertbaren Hintergrund.
 
Wenn es deine Strategie sein sollte mich durch endlos-wiederholungen aus der Diskussion zu drängen, scheinst du zumindest darin Meter zu machen!
ich will noch einmal darauf eingehen, aber dann werde ich es langsam sein lassen.

Nun, das tust Du ja. Du könntest gehen und dich einer anderen Gemeinschaft anschließen, tust das aber nicht, aus deinen ganz persönlichen Gründen. Also akzeptierst Du damit auch implizit die Regeln der Gemeinschaft der Du angeschlossen bist.
Und nein, wenn Du Teil einer Gruppe bist, dann gibt es keine Freiwilligkeit mehr (oder nurmehr in Grenzen). Denn Du gehst dorthin, wohin sich die Gruppe bewegt.

Weil ich mich beuge, bin ich nicht freiwillig hier. Wo hast du diskutieren gelernt? Das grenzt doch an Kauderwelsch...

Na ja, das heisst Du möchtest aus reiner Ignoranz das Rad neu erfinden ... steht dir natürlich zu, nur wirst Du dann auch verstehen, dass da die meisten Menschen nicht mitwollen. Denn die gleichen Fehler die bereits gemacht und aus denen gelernt wurde nochmal zu machen ... netter Versuch, aber halt ziemlich widersinnig.

Wieso Ignoranz? Bin ich ignorant, wenn ich die wenigen Jahre, die ich am Leben bin keinem Zwang und Gewalt unterworfen sein möchte?

Was andere Menschen wollen, interessiert mich nicht. ich argumentiere, wie ich es für richtig halte und ob ich jemanden damit anspreche oder nicht ist mir einerlei.

Dass staaten aus Fehlern lernen, find ich ja fast schon süß...

Du könntest sogar einen Staat gründen. Haben einige Leute ja schon versucht (meistens um Steuern zu sparen). Aber dann darfst Du dich natürlich auch nicht wundern, wenn der Franzi von nebenan daher kommt und dich platt macht.
Ein Staatsgebilde bietet dem einzelnen Menschen Sicherheit ... und das ist eine der wichtigsten Facetten die ein Staat erfüllen muss.

Ich brauche keinen Staat gründen, weil ich ja ein bin. Jeder Mensch wäre sein eigener Staat, was seiner Aufhebung entspräche. Der franzi von neben an mag kommen, aber nur weil ich mich keinem staatlichen Zwang ausliefere, bedeutet das nicht, dass ich mich nicht verteidigen würde. Ich würde eben ein Unternehmen bezahlen, mir meinen Schutz zu gewährleisten.

ich will auch nochmals darauf hinweisen, bevor du mir noch 10 vorschlägst auszuwandern, dass ich nicht irre bin und mir ist bewusst, dass ich von einer Utopie spreche. Aber man kann Akzente setzen, man kann Bewusstsein schaffen und man kann die Maschinerie der Freiheit in Gang bringen.

Nein, denn auch wenn jemand etwas freiweillig für dich tut, stehst Du in dessen Schuld und musst die aufgewendete Energie ausgleichen. Tust Du das nicht - aus welchem Grund auch immer, meistens aus Rebellion gegen die Werte der Eltern -, dann ensteht genau das, was Du hier gerade kommunizierst.

ohje.

Weil der Stärkere immer gewinnt ... Du wirst gar nicht gefragt ;).

interessante Lebensphilosophie. Ich warte also einfach bis meine Bewegung stärker ist als deine und hab dann alles Recht der Welt. Deine "argumentative Überlegenheit" gründet also auf nichts anderem als der Anzahl deiner Mitstreiter - Nicht dass mich das überraschen würde, das war klar. Nur dass du das so offen sagst, ist beängstigend.

Richtig, der Staat wendet Gewalt an um die durch das Volk festgelegte Ordnung zu erhalten, wenn das notwendig sein sollte. Was würdest Du daheim tun, wenn jemand unbelehrbar auf deinen Teppich pinkelt?

ich würde vielleicht die Polizei rufen, aber dich wohl eher selbst verjagen.
Und bevor du mir jetzt die Nase zeigst und sagst: "aber die Polizei ist staatlich" (ich würde es dir zutrauen), lass dir gesagt sein: die Polizei kann auch ganz einfach ein privates Sicherheitsunternehmen sein, dessen Dienste ich in anspruch nehme.

Nun, auch hier hat der Staat eben beschlossen, dass das bei uns nicht erlaubt ist. Wie gesagt, da sind wir wieder bei der Gruppenmitgliedschaft ... wenn Du nicht geschützt werden willst dann musst Du die Gruppe und ihren Regelbereich verlassen.

nein, ich muss nichts verlassen. Es ist meine Entscheidung, ob ich fliehe, oder Widerstand leiste.

Und genau das nennt sich asozial ... wenn nur die eigene Sichtweise ohne Rücksicht auf andere Menschen, auf die Gruppe in der ich lebe, gilt.

Wieso sollte ich auf Menschen, die ich nicht kenne, die mir nichts bedeuten, die es für mich um genau zu sein gar nicht gibt rücksicht nehmen, wenn ich mir davon kein Wohlbefinden und keine Begünstigungen für mich und meine angehörigen erwarten kann? ich lebe doch nicht für andere.

Nun, immerhin nimmt er dir ziemlich viel Arbeit ab, die Du sonst alleine machen müsstest.
Nichts wofür ich nicht auch jemanden bezahlen könnte, der die Arbeit effizienter und kostengünstiger verrichtet und dessen Engagement ich jederzeit beenden könnte.


Welches Eigentum nimmt man dir weg? Meinst Du die Steuern? Die bezahlst Du für Leistungen, die dir vom Staat dafür zur Verfügung gestellt werden.

Ist mir doch egal was robin Hood mit meinem Geld anstellt. Geklaut ist geklaut.

Nun, sich interessieren ja die Regeln der Gemeinschaft, des Volkes nicht. Also welche Regeln ausser deinen eigenen würdest Du dann bevorzugen?

die Gesetze der Natur, die Gesetze des Marktes und die Regeln denen ich freiwillig zugestimmt habe!

Vordergründig ist das ganz klar Diebstahl. Nur, letztendlich kannst Du dir aussuchen, ob Du regelmäßig einen Teil deines Geldes an arme Menschen abgibst (Sozialstaat), oder ob irgendwann einmal ein armer Mensch der keinen anderen Ausweg mehr sieht kommt und dir die Birne einschlägt. Welche der beiden Varianten ist dir lieber?

Tatsächlich schließt das der staat auch nicht aus und ich habe nirgends behauptet mich nicht schützen zu wollen. ich will mir diesen Schutz nur selbst aussuchen und nach Konditionen mit denen ich einverstanden bin.
 
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In eine Gesellschaft wird man immer hineingeboren und wenn es nur die Familie ist. Ich glaube auch, dass man als Säugling und Kind als eigentum seiner Eltern betrachtet werden kann mit dem Hinweis, dass es Schritt für Schritt diese eigentumsrechte auf sich vereinigt und irgendwann die Wahl hat zuhause zu bleiben, oder "wegzulaufen".
Und den Vertrag schließe ich mit anderen Individuen oder Unternehmen etc. ab - so wie bei jedem anderen Kaufvertrag auch. Ich schließe meine Sozialversicherung vertraglich, meine Stromrechnung, und das Unternehmen, das in einem Rechtsstreit tätig werden soll, etc. Dafür brauch ich keinen Staat, es geht schneller und effizienter und niemand schriebt mir vor wie ich zu leben habe, abgesehen vom begrenzten Angebot auf dem freien Markt und der Natur, die mir ihre Grenzen setzt.
Aber wie soll das denn bei einem Rechtsstreit aussehen, wer sanktioniert und wie? Wer macht Gesetze, die für alle gelten?
 
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