Ein gesunder Staat...

  • Ersteller Ersteller Kinnaree
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naja, gesetze werden von menschen gemacht und können auch revidiert werden.
ich persönlich denke, dass es sehr viel weniger rechtsbrecher gäbe, wenn die verleihung der staatsbürgerschaft ein beidseits freiwilliger akt wäre.
so mancher jugendliche würde vielleicht doch lieber den geraden weg wählen, als den krummen, wenn er nur angesichts seiner individuellen leistung in einer gemeinschaft als vollwertiges mitglied anerkannt wird, wenn er eben sein persönlich bestes gibt.
klar ist natürlich, dass eine solche neuregelung eine weltweite sein müsste - vorläufig natürlich eine utopie.
tja, aber es sind nun mal die visionen, die letztlich weiterentwicklungen anstoßen (können).

Ach geh', schau' mal die ganzen Ausländer an, die noch keine Staatsbürgerschaft haben, und schau' wie gross die Zahl der Rechtsbrecher dort ist. Rechtsbruch hat mit einer Staatsbürgerschaft überhaupt nichts zu tun, sondern mit Werten.

Es macht eigentlich - ausser aus philosophischen Gründen - keinen Sinn, staatenlos zu sein. Denn letztendlich lebe ich immer (soferne ich mir nicht meine eigene Insel leisten kann) innerhalb der Grenzen einer Gemeinschaft und muss mich an deren Regeln halten. Ich kann aber innerhalb dieser Gemeinschaft nicht beeinflussen, habe keinen oder nur geringen Zugang zu den solidarischen Leistungen dieser Gemeinschaft. Also eigentlich hat die Staatenlosigkeit nur Nachteile.
 
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Also ich habe auch auf meiner Geburtsurkunde noch Stempelmarken für den Austritt. Hat sich das mittlerweile geändert?
tjo, auf der homepage meiner gemeinde hab' ich ein formular gefunden -
aus der kirche austreten - ausgefüllt und abgeschickt.
sicherheitshalber gespeichert - von der kirche nie mehr was gehört.
 
was fantasierst du? das habe ich nirgends geschrieben. Ich will für Leistungen bezahlen und zwar dem markt entsprechend. Nicht dem DaumenXPi-Gutdünken der Herrschaftsklasse und ihrer Bürokraten!

Das tust Du ja auch über deine Steuern. Jedes andere System würde mehr kosten, als es an Einkünften bringen würde. Oder würdest Du gerne die 2,50 für deinen Straßenanteil vor deinem Haus einzeln bezahlen, oder die 20 Euro monatlich für die Stützung der Bundesbahn?
Was willst Du jetzt eigentlich? Keine Steuern zahlen? Keine Vorschriften haben? Einfach tun was dir Spaß macht ohne Konsequenzen?
 
Du schuldest deinen Ahnen sehr viel, nämlich dein ganzes Leben. Denn ohne sie würde es dich nicht geben. Ohne sie würde es den Staat den Du so sehr ablehnst nicht geben.
ich hab' jetzt ehrlich gesagt nicht alles gelesen - bin in eile.
aber dieses 'schulden' ist mir aufgestoßen.
das ist eine kirchliche lehrmeinung, die darauf abzielt ihre schäfchen bei der stange zu halten.
ich kann dankbar sein für mein leben - aber ich schulde niemandem etwas.
das ist genau die unfreiheit, die angesprochen wird.
 
Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, aber trotzdem:
Ich schulde meinen "Ahnen" (die biologischen haben für mich keine Bedeutung, daher die "") nichts und schon gar nicht bin ich ihnen zur Dankbarkeit verpflichtet.
da muss ich jetzt auch sagen - ausnahmsweise sind wir mal einer meinung.
 
Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, aber trotzdem:
Ich schulde meinen "Ahnen" (die biologischen haben für mich keine Bedeutung, daher die "") nichts und schon gar nicht bin ich ihnen zur Dankbarkeit verpflichtet.

Ohne deine Ahnen würde es dich gar nicht geben. Du würdest nicht der sein, der Du bist.
Unsere Ahnen haben aber auch diese, unsere Welt, unseren Staat aufgebaut.

Ist das für dich kein Grund dankbar zu sein? Dass Du heute in einem demokratischen System leben darfst (egal wie man dazu stehen mag), dass es uns gut geht, dass wir hohe soziale Standards haben? Das ist ja nicht aus dem Nichts entstanden, sondern das haben alles unsere Vorfahren gemacht.
 
ich hab' jetzt ehrlich gesagt nicht alles gelesen - bin in eile.
aber dieses 'schulden' ist mir aufgestoßen.
das ist eine kirchliche lehrmeinung, die darauf abzielt ihre schäfchen bei der stange zu halten.
ich kann dankbar sein für mein leben - aber ich schulde niemandem etwas.
das ist genau die unfreiheit, die angesprochen wird.

Es ging ja eigentlcih auch nur um die Dankbarkeit dafür ... und nicht darum Schulden zu haben. Da bin ich bei dir ... Schulden wären kontraproduktiv.
 
Ohne deine Ahnen würde es dich gar nicht geben. Du würdest nicht der sein, der Du bist.
Unsere Ahnen haben aber auch diese, unsere Welt, unseren Staat aufgebaut.
Die biologischen Erzeuger vielleicht. Meine Ahnen sind ein anderes Kaliber.

Ist das für dich kein Grund dankbar zu sein? Dass Du heute in einem demokratischen System leben darfst (egal wie man dazu stehen mag), dass es uns gut geht, dass wir hohe soziale Standards haben? Das ist ja nicht aus dem Nichts entstanden, sondern das haben alles unsere Vorfahren gemacht.
Ich bin nun mal zufällig hier geboren (hab nicht drum gebeten) und das war's dann schon auch.
Meine Erzeuger kamen oft mit dem Argument "alles für Dich, damit Du's mal besser hast". Makulatur ist das, reine Rechtfertigung der eigenen Wünsche resp. deren Verwirklichung. Als Gegenleistung wurde nämlich verlangt, daß ich mich nach Gusto formen lasse wie Knetmasse, so'n kleiner Stammhalter und Vorzeige-Dok (manchmal kam ich mir vorgeführt wie ein Tanzbär vor) und was der dummen Sprüche mehr sind. Hat nicht funktioniert, ich bin eben ich, geformt durch Dinge, die sich dem Verständnis meiner Erzeuger völlig entziehen. Fazit: Knatsch und letztlich Bruch durch mich: Ich lasse mich nicht zu einem braven, frömmelnden Spießbürger formen (schau mal auf meine Signatur: Das lebe ich!) Da seien die Spirits vor! ;)

Daher gehört für mich zu einem gesunden Staat auch die Anerkennung ausgeprägten Individualismus. Die Formung gleichgeschalteter Ameisen (der sogenannte Mainstream) gehört für mich nicht dazu.
 
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