Die Theorie vom Hass

Völlig klar - einer allein kann rumbrüllen, Dinge zerschlagen, Gewalt anwenden. Wenn ein anderer da mit reingezogen wird, nennt man das Notwehr, aber auch dazu gehört eine Entscheidung.

LGinti

Notwehr läuft eher instinktiv ab, oder? Zudem geht es da nicht um streit, sondern darum, das eigene leben oder das eines andern zu retten. Ich sehe da nur bei der notwehrhilfe (hilfe für einen andern) eine bewusste entscheidung.
Der beginn eines streites verläuft i.dr. einseitg, richtig. Dann braucht es ein 'streitwilliges' gegenüber, das mit einsteigt.
Oft wäre es sinnvoll, im vorfeld den wahren streitgrund erkennen zu können und die motive, die hinter dem eigenen 'streitwillen' stehen, um entscheiden zu können, ob sich hier was konstruktives oder destruktives anbahnt.
 
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Wenn ich mich recht entsinne, gibt es diesbezüglich aber eh ein "Gebot" das Liber AL nicht für andere auszulegen, geht möglicherweise auch gar nicht.

Too late know :D
Habe gerade online reingelesen, ich zitiere:"Jene, welche die Inhalte dieses Buches diskutieren, sollen von allen gemieden werden, wie Zentren der Pestilenz."

Najoar, jedenfall danke für Erläuterung und Buchtipps, fand ich sehr spannend und hilfreich.

Ich hab den Spruch so verstanden: Noch missverstehen Dummköpfe Liebe. Für sie gibt es Liebe und Liebe. Die Einen meinen sie ist eine Taube und die anderen meinen, eine Schlange.

In Wahrheit gibts nur Eine.

Würde es eventuell ähnlich sehen, aber das Zitat geht ja noch weiter.Dort heißt es dann:

„Rufet mich an unter meinen Sternen! Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen. Auch sollen die Narren die Liebe nicht verwechseln; denn es gibt Liebe und Liebe. Es gibt die Taube, und es gibt die Schlange. Wählet gut!“

Das impliziert doch eigentlich eine Entscheidung/Unterscheidung zwischen diesem und jenem, das hat mich ein wenig verwirrt. Zur Symbolik fällt mir auch einiges ein. Die Taube wurde mit Ischtar und Aphrodite assoziiert. Ist also ein Attribut dieser Gottheiten.Im Christentum dann eine Manifestation des heiligen Geistes, während die Schlange im religiösen christlichen Kontext eher dämonisiert wird und mit dem „Bösen“ assoziiert wird, wobei ich natürlich nicht davon ausgehe das Crowley das so gemeint hat. Die Schlange sehe ich als eine Verkörperung der Weisheit/Heilung und der Erweckung schöpferischer Kräfte/Kundalini, wie du auch schon angemerkt hast. Würde die Taube intuitiv mit allumfassender Liebe/Agape verbinden und die Schlange eher mit zielgerichteter und fokussierter Energie. Das Zitat befindet sich im ersten Abschnitt des Liber Al und bezieht sich demnach auf die Manifestation der Nuit, würde ich dann der Taube zuordnen. Im zweiten Abschnitt heisst es dann:

„Ich bin die Schlange, die Wissen & Entzücken und strahlende Pracht schenkt und die Herzen der Menschen mit Trunkenheit schürt“ (Liber Al 2/22)
 
Too late know :D
Habe gerade online reingelesen, ich zitiere:"Jene, welche die Inhalte dieses Buches diskutieren, sollen von allen gemieden werden, wie Zentren der Pestilenz."
He,he, der Mann verfügte eben über eine genügend große Portion Humor, um einen in meinen Augen wichtigen Hinweis, dermaßen zu verpacken.
Najoar, jedenfall danke für Erläuterung und Buchtipps, fand ich sehr spannend und hilfreich.
Freut mich.

... während die Schlange im religiösen christlichen Kontext eher dämonisiert wird und mit dem „Bösen“ assoziiert wird, wobei ich natürlich nicht davon ausgehe das Crowley das so gemeint hat.
Nein, bestimmt nicht, für AC haben einfach im "Neuen Aeon" die alten Formeln/Zuschreibung keine wirkliche Bedeutung mehr, weswegen neben Nuit ja auch Babalon einer der Haupt-Aspekte des "weiblich-Göttlichen" ist , die große Hure, die auf dem Tier der Offenbarung (und nein, nicht auschließlich ihm als Meister Therion
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) reitet. Diese Be-zeichnungen haben hier nix mehr mit den negativen christlichen Zu-Schreibungen gemein (außer, dass er sie wohl u.a. auch wegen seiner anhaltenden Rebellion gegen sein Elternhaus, etc. gewählt hat).
Hierbei dreht´s sich´s ja im Grunde um Repräsentationen von Binah und Chokma, bei denen ich weißgott nix in diesem Sinne "Negatives" finden kann.
„Ich bin die Schlange, die Wissen & Entzücken und strahlende Pracht schenkt und die Herzen der Menschen mit Trunkenheit schürt“ (Liber Al 2/22)
Hicks.....
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Im Duden wird es anders stehen, als es im magischen Kontext verstanden wird. Da ist sie das, was Tandava als Einheitserlebnis erfahren hat. Menschlich wäre die Sehnsucht danach. Sucht ist aber kontraproduktiv für den wahren Willen, welche diesen blind macht. Wobei Wille letztlich auch eine Begierdeform ist, aber der Wahl näher scheint.
Ach Crowley, seufz.
Sorry, habe missverständlichen Begriff verwendet für das was ich meinte. Ich meinte: nicht was ich unter der Aussage des Spruchs verstanden habe/begreife, sondern nur wie ich den Spruch übersetzt habe. Da gings mir noch gar nicht ums Verständnis, sondern um den Wortlaut/die Übersetzung an sich. Außer, ich habe den "Wortlaut" falsch übersetzt (?). M. E. n. ist der Spruch (in englisch) so änlich aufzufassen wie: "Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun (die Narren).

Und ja, in dem Sinne, wie ich es übersetzt UND verstanden habe, weist der Spruch darauf hin, dass Liebe ein Einheitserlebnis ist (worauf du mich auch hinweist). Obwohl da der Begriff "Union Mystika" von @Tandava mir besser passt, da er Etwas beinhaltet, Das nicht leicht beschreibbar ist und jeder anders "dahin" kommt.

Was ich indes hervorheben wollte war, dass es dieses entwederoder nicht wirklich gibt (auch wenn viele Menschen sozusagen, eher, die hier als Schlange definierte Liebe bevorzugen), indem man sagt, die Liebe/Einheitserfahrung sei die Taube. Deswegen auch mein Einwurf der Kundalini. Der Prozess (dass man die Union Mystika erfährt) kann m. E. n. rein geistig erfolgen in Folge von Meditation zb, oder Nahtoderfahrung, etc.. Er kann aber auch durch Erweckung der Kundalinikraft (Schlange die aufsteigt!) erfolgen und da ist es keine nur rein geistige Erfahrung.

Schlange und Taube sind nicht zu trennen/bedingen einander. Das ist mir wichtig auszusagen. Und es soll auch nicht nur die Taube angestrebt werden (und die Schlange außen vor gelassen werden). Wahre Einheitserfahrung ist für mich nur mit Beiden möglich.

Auf partnerschaftlicher Ebene würde ich das so definieren, das eine Liebes-Partnerschaft, welche auf Leidenschaft und anderen Materialismen beruhte, erhoben (transzendiert) wird auf eine höhere geistige Liebes-Ebene des Einsseins mit dem Partner (ohne die körperliche auszuschließen- da ist sie gleichzeitig mit der geistigen Liebesebene tantrische Erfahrung). Damit meine ich aber keine Symbiose der Partner, auch kein Abhängigkeitsverhältnis.

Mag auch sein, dass AC Schlange in dem Spruch einseitiger belegte als ich und somit vllt. nur eine begrenzte Definition, Dieser, zu seinem Spruch heranzieht. Zb. im Sinne von: Schlange= falsche Schlange, od. Verhaftung an die Materie, od., wie du sagst: Sucht. Für mich ist Schlange als Symbol sehr viel mehr, angefangen vom Ouroborus über die Mitgardschlange (die das schlafende Potential ist) über die UnterweltgötterInnen, den materiellen Aspekt der (ImmerWieder)Geburt und des Todes, des Werdens und Vergehens, des beinhalten des Lebensfunkens.....was ist das Anderes als die Liebe selbst, die sich hier auf einer anderen Ebene offenbart?
 
Da haben wir uns vielleicht ein wenig missverstanden, ich halte das, was ich in Ermangelung anderer Begrifflichkeit als "gewöhnliche" Liebe be-zeichnet habe weder für banal, noch für wenig erstrebenswert, Liebe ist immer ne feine Sache, wie ich finde, und dennoch, im Erleben gibt es da einfach er-hebliche "Unterschiede".
Nicht du. Ich habe den Eindruck von AC´s, dass er (AC) das dafür hält und das damit quasi aussagt.
In diese fiese Falle bin ich zuerst auch gestolpert, ich war jung und das war so überwältigend, dass ich das natürlich unbedingt wieder haben wollte, inklusive dieser gar nicht unüblichen messianischen Tendenz, diese ganz spezielle persönliche (im Grunde ja eher über-persönliche) Erfahrung als Maßstab für andere Menschen zu nehmen.
Da ich diesbezüglich nie einen Kontext von ähnlich Interessierten hatte,, der mich vielleicht hätte "anleiten" können, hab ich dann auch ein paar Jahre gebraucht, um die unsinnige Nutzlosigkeit dieses Begehrens zu begreifen.
Siehste, genau das meine ich. AC bringt Menschen auf die falsche Fährte. Er bringt Einen dazu, die eine Liebe anzustreben indem er stark polarisiert. Und wer möchte sich schon gern zu den Dummköpfen oder Narren zählen, der sich mit der "Thematik" auseinander setzt?
 
Würde es eventuell ähnlich sehen, aber das Zitat geht ja noch weiter.Dort heißt es dann:

„Rufet mich an unter meinen Sternen! Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen. Auch sollen die Narren die Liebe nicht verwechseln; denn es gibt Liebe und Liebe. Es gibt die Taube, und es gibt die Schlange. Wählet gut!“

Das impliziert doch eigentlich eine Entscheidung/Unterscheidung zwischen diesem und jenem, das hat mich ein wenig verwirrt. Zur Symbolik fällt mir auch einiges ein. Die Taube wurde mit Ischtar und Aphrodite assoziiert.
Die Schlange sehe ich als eine Verkörperung der Weisheit/Heilung und der Erweckung schöpferischer Kräfte/Kundalini, wie du auch schon angemerkt hast. Würde die Taube intuitiv mit allumfassender Liebe/Agape verbinden und die Schlange eher mit zielgerichteter und fokussierter Energie. Das Zitat befindet sich im ersten Abschnitt des Liber Al und bezieht sich demnach auf die Manifestation der Nuit, würde ich dann der Taube zuordnen.
Du verstehst genau was ich meine.
Im Christentum dann eine Manifestation des heiligen Geistes, während die Schlange im religiösen christlichen Kontext eher dämonisiert wird und mit dem „Bösen“ assoziiert wird, wobei ich natürlich nicht davon ausgehe das Crowley das so gemeint hat.
Ich glaube, dass AC vom christlichen Kontext sehr geprägt war und es doch in diesem Sinne meinte. Wobei nicht wirklich im christlichen Sinne als die Schlange=das Böse, sondern etwas abgschwächt als "Verhaftung an die Materie, die Leidenschaften und, wie @.:K9:. schrieb, Sucht und etc.....
„Ich bin die Schlange, die Wissen & Entzücken und strahlende Pracht schenkt und die Herzen der Menschen mit Trunkenheit schürt“ (Liber Al 2/22)
Danke! Sagt er ja selbst so aus, wie ich vermutete. Er hat ja auch nicht unrecht damit. Klar kann das trunken machen, wenn man nicht weiß, dass die Beiden Eins sind. Pole.
 
He,he, der Mann verfügte eben über eine genügend große Portion Humor, um einen in meinen Augen wichtigen Hinweis, dermaßen zu verpacken.

Freut mich.


Nein, bestimmt nicht, für AC haben einfach im "Neuen Aeon" die alten Formeln/Zuschreibung keine wirkliche Bedeutung mehr, weswegen neben Nuit ja auch Babalon einer der Haupt-Aspekte des "weiblich-Göttlichen" ist , die große Hure, die auf dem Tier der Offenbarung (und nein, nicht auschließlich ihm als Meister Therion
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) reitet. Diese Be-zeichnungen haben hier nix mehr mit den negativen christlichen Zu-Schreibungen gemein (außer, dass er sie wohl u.a. auch wegen seiner anhaltenden Rebellion gegen sein Elternhaus, etc. gewählt hat).
Hierbei dreht´s sich´s ja im Grunde um Repräsentationen von Binah und Chokma, bei denen ich weißgott nix in diesem Sinne "Negatives" finden kann.

Hicks.....
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Um das zu behirnen und die Erfahrung zu machen brauchts aber keinen AC und Liber Al. Und auch keinen Umweg über ....nuja, vllt. den einen Umweg doch.........:D
 
Sorry, habe missverständlichen Begriff verwendet für das was ich meinte. Ich meinte: nicht was ich unter der Aussage des Spruchs verstanden habe/begreife, sondern nur wie ich den Spruch übersetzt habe. Da gings mir noch gar nicht ums Verständnis, sondern um den Wortlaut/die Übersetzung an sich. Außer, ich habe den "Wortlaut" falsch übersetzt (?). M. E. n. ist der Spruch (in englisch) so änlich aufzufassen wie: "Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun (die Narren).

Und ja, in dem Sinne, wie ich es übersetzt UND verstanden habe, weist der Spruch darauf hin, dass Liebe ein Einheitserlebnis ist (worauf du mich auch hinweist). Obwohl da der Begriff "Union Mystika" von @Tandava mir besser passt, da er Etwas beinhaltet, Das nicht leicht beschreibbar ist und jeder anders "dahin" kommt.

Was ich indes hervorheben wollte war, dass es dieses entwederoder nicht wirklich gibt (auch wenn viele Menschen sozusagen, eher, die hier als Schlange definierte Liebe bevorzugen), indem man sagt, die Liebe/Einheitserfahrung sei die Taube. Deswegen auch mein Einwurf der Kundalini. Der Prozess (dass man die Union Mystika erfährt) kann m. E. n. rein geistig erfolgen in Folge von Meditation zb, oder Nahtoderfahrung, etc.. Er kann aber auch durch Erweckung der Kundalinikraft (Schlange die aufsteigt!) erfolgen und da ist es keine nur rein geistige Erfahrung.

Schlange und Taube sind nicht zu trennen/bedingen einander. Das ist mir wichtig auszusagen. Und es soll auch nicht nur die Taube angestrebt werden (und die Schlange außen vor gelassen werden). Wahre Einheitserfahrung ist für mich nur mit Beiden möglich.

Auf partnerschaftlicher Ebene würde ich das so definieren, das eine Liebes-Partnerschaft, welche auf Leidenschaft und anderen Materialismen beruhte, erhoben (transzendiert) wird auf eine höhere geistige Liebes-Ebene des Einsseins mit dem Partner (ohne die körperliche auszuschließen- da ist sie gleichzeitig mit der geistigen Liebesebene tantrische Erfahrung). Damit meine ich aber keine Symbiose der Partner, auch kein Abhängigkeitsverhältnis.

Mag auch sein, dass AC Schlange in dem Spruch einseitiger belegte als ich und somit vllt. nur eine begrenzte Definition, Dieser, zu seinem Spruch heranzieht. Zb. im Sinne von: Schlange= falsche Schlange, od. Verhaftung an die Materie, od., wie du sagst: Sucht. Für mich ist Schlange als Symbol sehr viel mehr, angefangen vom Ouroborus über die Mitgardschlange (die das schlafende Potential ist) über die UnterweltgötterInnen, den materiellen Aspekt der (ImmerWieder)Geburt und des Todes, des Werdens und Vergehens, des beinhalten des Lebensfunkens.....was ist das Anderes als die Liebe selbst, die sich hier auf einer anderen Ebene offenbart?
Ich sehe es weitgehend ähnlich , habe aber für mich passendere Vokabeln im Vajrayana gefunden. Irgendwo hakt es bei Crowley, bzw. findet sich für mich nicht die höchste Ebene wiedergegeben , was evtl. gar nicht sein Anspruch war. Ich wollte Schlange und Taube eigentlich keine Wertung unterziehen, gehe aber davon aus, das es Crowleys Sache durchaus war und bzgl. Magie der Akt eben im Gerichtetsein , in der Kanalisierung der Schlange stattfindet, ob nun als Kundalini oder konkret. Von 'oben' betrachtet gibt es das Entwederoder nicht, ja.
 
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Notwehr läuft eher instinktiv ab, oder?
Ja würde ich auch sagen - einer der ältesten Reflexe lebender Wesen - Flucht oder Kampf in lebensbedrohenden Situationen.

Ich sehe da nur bei der notwehrhilfe (hilfe für einen andern) eine bewusste entscheidung.
Das schon, ja - aber es gibt ja die Möglichkeit der Flucht oder des Kampfes. Nur das Zweite ist der Streit. Und ob sich einer eher für Flucht oder Kampf entscheidet wird geprägt. Und es ist eine Frage der eigenen inneren Tiefen und wie bewusst mir z.B. eigene Trigger sind.

Oft wäre es sinnvoll, im vorfeld den wahren streitgrund erkennen zu können und die motive, die hinter dem eigenen 'streitwillen' stehen, um entscheiden zu können, ob sich hier was konstruktives oder destruktives anbahnt.
Ganz genau - kenne ich meine Trigger, dann kann ich im Vorfeld schon die richtigen Entscheidungen treffen und das passende tun oder ansprechen und mich in der gewünschten Weise verhalten.

LGInti
 
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