Die Reflexionen, Gedanken und Zitate, die mich inspirieren.

Der „egolose Beobachter“ ist nicht eine zusätzliche Entität, sondern die notwendige Bedingung, die es erlaubt, dass das Vorhandene überhaupt wahrgenommen werden kann. Alles andere – Masken, Kulissen, Zustände – reflektiert sich nur in ihm, ohne dass er selbst ein Teil der Veränderung wird.
Ich denke, am Ende ist er nicht mehr auffindbar. Er kann sich selbst nicht definieren, sozusagen, weder durch noch dank dieser Bedingungen.
 
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Ich denke, am Ende ist er nicht mehr auffindbar. Er kann sich selbst nicht definieren, sozusagen, weder durch noch dank dieser Bedingungen.
Genau – gerade weil er sich selbst nicht als feste Entität definieren kann, offenbart sich seine Natur: keine Substanz, kein Kern, nur das ununterbrochene Fließen von Ursachen und Wirkungen. Das, was wir „Ich“ nennen, ist lediglich ein temporärer Knotenpunkt im Prozess, nicht mehr und nicht weniger.
 
Hallo Elfman,

das Bild vom „egolosen Beobachter“ ist tatsächlich hilfreich, um den Kern dessen zu erfassen, worüber wir hier sprechen. Es geht nicht um ein bewusstes Ich, das alles registriert, sondern um die notwendige Voraussetzung, die es überhaupt ermöglicht, dass Veränderung wahrgenommen werden kann.

Alles, was wir als Erscheinungen erleben – Masken, Kulissen, selbst Schrödingers Katze – zeigt sich nur innerhalb dieses Rahmens. Ohne ein unveränderliches Fundament gäbe es keine Möglichkeit, Veränderung oder Potenzialität überhaupt zu erkennen. Der Beobachter ist daher nicht ein individuelles Wesen, sondern eher die latente Bedingung, aus der jedes Vorhandensein und jede Abwesenheit von Ereignissen hervorgeht.

Das bedeutet auch: Die Realität dessen, was wir wahrnehmen, hängt nicht davon ab, dass ein „Ich“ hinschaut. Sie zeigt sich immer als Relationen von Veränderungen. Aber die Erfahrbarkeit selbst setzt etwas voraus, das unveränderlich bleibt, sonst könnten keine Relationen bestehen. Dieses Unveränderliche ist weder Zeit noch Raum noch Objekt – es ist die Voraussetzung für alles, was in der Welt der Erscheinungen als „existierend“ erscheint.

In diesem Sinn ist jede Beobachtung, jeder mögliche Zustand, jede „Katzensuperposition“ nur eine Bewegung innerhalb der Erscheinungen. Der „egolose Beobachter“ ist nicht eine zusätzliche Entität, sondern die notwendige Bedingung, die es erlaubt, dass das Vorhandene überhaupt wahrgenommen werden kann. Alles andere – Masken, Kulissen, Zustände – reflektiert sich nur in ihm, ohne dass er selbst ein Teil der Veränderung wird.
Ja, mir gefällt dieser Gedanke auch – wenngleich dieser allein natürlich nicht wirklich meinen sterblich (makrokosmisch) menschlichen Alltag tatsächlich „positiv“/„negativ“ beeinflussend zu verändern vermag, denke ich.
 
@Pavel07
@Elfman

Ich muss mich jetzt fertig machen, mein Sohn heiratet heute. Ich verabschiede mich daher vorerst, würde aber gerne zu einem späteren Zeitpunkt mit euch weiterdiskutieren.

LG
Ha, ich erinnere, als ob es heute war, als mein Sohn geheiratet hatte.
Das Leben ist so kurz. Deswegen konzentriere ich mich an das wichtigste überhaupt.
Die Vergänglichkeit wahrzunehmen, aber nicht darüber spekulieren, es ist absolut andere Qualität der inneren unmittelbarer Erfahrung. Nicht vermittelbar. Qualia.
Was das Modell der biologischen Psychiatrie ausschaltet. Wie rein objektive Methode.
Darin sehe ich die Wurzeln wie der Indoktrination, so wie der Diktatur, als die Weise, anzupassen. Nicht rebellieren. Tja.. Pavlovs Hund. Die Ratte im Labirint. Spiele nicht mehr mit.
 
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