Die Reflexionen, Gedanken und Zitate, die mich inspirieren.

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Ja, klar. Die selbstbestimmte Logik ist nicht da. Aber sie operiert. :LOL:
Sie existiert nicht als Gegenstand, aber ihr Wirken zeigt sich in der Art, wie das Konzept des Fundamentalen gedacht wird.

Das Fundamentale ist eine Annahme dieser Logik. Deswegen tanzt man im Dialog mit ihr ewig im Kreise.
Weil das Fundamentale selbst nur eine Annahme innerhalb dieser selbstbestimmten Logik ist, führt jeder Versuch, es direkt zu fassen, zwangsläufig zu einem ewigen Kreis im Dialog.
 
Das ist der Punkt: Jede Versuchung, das Fundamentale als „Ding“ oder Gegenstand zu fassen, läuft auf eine Verdinglichung hinaus. Nāgārjuna warnt davor, weil es dann wieder in die Dualität von Sein und Nichtsein, Vorhanden und Abwesend fällt – und genau diese Begriffe greifen hier nicht.
Ja, siehe hier:

Der „Urteilsvierkant“ als theoretisches Modell bezieht in seiner Grundstruktur sowohl den Satz vom Widerspruch als auch den Satz vom ausgeschlossenen Dritten mit ein:


  1. Etwas ist (so)
  2. Etwas ist nicht (so)
  3. Etwas ist sowohl (so) als auch nicht (so)
  4. Etwas ist weder (so) noch nicht (so)
Was bleibt dann übrig? Ha?
 
Aber ein Symbol kann man nur als Hinweis sehen, nicht mehr. Ein Hinweis auf das Nichterfahrbare – und darin liegt wiederum die Gefahr.
Ein Symbol verweist nur auf das, was nicht erfahrbar ist. Die Gefahr liegt darin, dass man versucht, es wie ein direktes Objekt zu greifen, obwohl es per Definition jenseits von Vorhandensein und Abwesenheit liegt.
 
Sie existiert nicht als Gegenstand, aber ihr Wirken zeigt sich in der Art, wie das Konzept des Fundamentalen gedacht wird.
Es wird gedacht.

Weil das Fundamentale selbst nur eine Annahme innerhalb dieser selbstbestimmten Logik ist, führt jeder Versuch, es direkt zu fassen, zwangsläufig zu einem ewigen Kreis im Dialog.
Die Annahme eines Fundamentalen ist doch schon bestimmt logisch gedacht.
Dass es ein "Direktes" zu erfassen geben müßte, ist Teil dieses Denkens.
Du denkst hier ein selbst bestimmtes logisches Gedachtes und dass dieses Gedachte fundamental sei ausserhalb dieses Gedachten.
 
Ein Symbol verweist nur auf das, was nicht erfahrbar ist. Die Gefahr liegt darin, dass man versucht, es wie ein direktes Objekt zu greifen, obwohl es per Definition jenseits von Vorhandensein und Abwesenheit liegt.
Na ja, Kant mit seinem „Ding an sich“ passt hier sehr gut – wenn da nicht noch der ganze L. Wittgenstein dazu käme…
 
Ja, siehe hier:


Was bleibt dann übrig? Ha?
Wenn wir alle vier Möglichkeiten des Urteilsvierkants durchspielen, bleibt für das Fundamentale selbst kein konventioneller Status mehr übrig – es entzieht sich jeder kategorialen Zuordnung. Es ist weder „so“ noch „nicht so“, weder gleichzeitig noch ausgeschlossen. Genau deshalb kann man es nicht greifen oder verdinglichen; es zeigt sich nur indirekt in der Bewegung der Erscheinungen.
 
Na ja, Kant mit seinem „Ding an sich“ passt hier sehr gut – wenn da nicht noch der ganze L. Wittgenstein dazu käme…
Kant betont das „Ding an sich“ gerade als das, was wir nicht direkt erfahren können, sondern nur durch seine Erscheinungen. Wittgenstein ergänzt das insofern, dass Sprache immer nur auf das verweisen kann, was sich zeigen lässt, und nie das Unzeigbare selbst erfasst. In beiden Fällen bleibt die direkte Erfahrung des Fundamentalen ausgeschlossen – wir können ihm nur indirekt begegnen, durch die Struktur und Bewegung dessen, was erscheint.
 
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