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Die Rechte Antifaschistische DDR

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von JimmyVoice, 9. September 2019.

  1. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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  2. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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    Man sagt ja, wie im Großen, so im Kleinen
    Weiterführend dazu:

    Die Bedeutung des offiziellen Antizionismus im Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I
    Schändungen jüdischer Friedhöfe hat es in der DDR, wo Antifaschismus angeblich zur Staatsräson gehörte, nachweislich gegeben. Und das bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In der Regel wurden diese Taten als "Dummejungenstreiche" von offizieller Seite in der DDR abgetan. In Ihrem Beitrag, der aus zwei Teilen besteht, arbeitet Monika Schmidt den Antisemitismus durch Friedhofsschändungen in der DDR auf.
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    „Wenn wir […] jedoch auf die vergangenen zwei Jahre seit dem Zusammenbruch des Naziregimes zurückblicken, so erfüllt uns das, was sich in den letzten Monaten wieder abspielt, mit großer Besorgnis und tiefster Trauer. […] Inzwischen werden wieder Friedhofsschändungen am laufenden Band gemeldet, […] 44 Friedhofsschändungen in den verschiedensten Gegenden Deutschlands“, resümierte Leon Löwenkopf, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und Mitbegründer und Präsidiumsmitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), in seiner Rede Anfang 1948 auf der 2. Hauptkonferenz der VVN die ersten Nachkriegsjahre. „Die Millionen plötzlicher Auch-Demokraten und Auch-Antifaschisten, die gestern noch für Hitler durch dick und dünn gingen und morgen wieder gehen werden, haben lediglich ihr Mäntelchen gewendet. […] Es ist daher unsere heiligste Pflicht, schonungslos den kranken Kern aufzudecken und immer wieder zu warnen.“[1] Diffamiert als „zionistischer Agent“, wurde Löwenkopf am 21. Januar 1953 aus der VVN ausgeschlossen, nachdem er wegen der zugespitzten antijüdischen Repressionen aus der DDR geflohen war.[2] Als 1947 eine Welle antisemitischer Ausschreitungen ganz Deutschland erfasste, waren es vor allem die Repräsentanten der nach Kriegsende wieder gegründeten jüdischen Gemeinden, die das Aufleben des Antisemitismus anprangerten. Auch als Mitglieder der VVN erfüllten gerade die jüdischen Überlebenden diese Aufgabe.
    Weiterlesen:
    http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/284311/die-bedeutung-des-offiziellen-antizionismus-im-umgang-mit-juedischen-friedhoefen-und-friedhofsschaendungen-teil-i
    Teil Zwei findet ihr dann weiter unten
     
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  3. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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    Braune Wurzeln?
    Thesen zu den Erfolgen des Rechtspopulismus im Osten
    Bei den jüngsten Landtagswahlen erhielt die rechtspopulistische AfD Stimmanteile zwischen 23,5 Prozent in Brandenburg und 27,5 Prozent in Sachsen, darunter ein beträchtlicher Zuwachs durch bisherige Nichtwähler. Ganz neu sind solche Ergebnisse von Rechtspopulisten in Deutschlands Osten nicht. Auch andere Rechtsaußen-Parteien konnten dort nach der Wiedervereinigung bereits überproportional Erfolge erzielen - auffallenderweise häufig dort, wo früher auch Hitlers NSDAP viele Stimmen holte. Dazu Thesen von Christian Booß.
    Auszüge:
    Ich selbst führte 1995 im Auftrag der Redaktion „Klartext“ des Ostdeutschen Rundfunks Berlin Brandenburg (ORB) im Zuge einer Reportagereise durch Ostbrandenburg Interviews mit jungen, rechtsextremen Skinheads, aus denen sich deutliche Indizien ergaben, dass Einstellungen der Großelterngeneration, verstärkt durch Vertriebenen-Erfahrungen bei Kriegsende im Familiendiskurs stark auf die Enkel „abgefärbt“ hatten.[16]

    Schon damals wiesen wir darauf hin, dass in der Region des heutigen Brandenburg Ende der Weimarer Republik, abgesehen von einigen sozialdemokratisch geprägten Arbeiterzentren, die Parteien rechts der Mitte schon 1932 sehr erfolgreich waren. Nimmt man die Spur wieder auf, zeigt sich, dass regionale Schwerpunkte der AfD-Wahlerfolge wie in Südost-Brandenburg, dem Erzgebirge oder in Ostsachsen auffällig mit damaligen Erfolgen der NSDAP bzw. der Harzburger Front aus NSDAP, DNVP und nationalistischen Kampfverbänden korrelieren, die Anfang 1933 an die Macht kam. Dies zeigen besonders deutlich die Sommerwahlen vom Juni 1932, die Hitler nach der Weltwirtschaftskrise auf dem Weg zur „Machtergreifung“ einen erdrutschartigen Erfolg brachten.[17]

    Sogar im vorgeblich „roten“ Sachsen“, erzielte die NSDAP damals 41,3 Prozent der Stimmen. Die NS-Bewegung war in diesem bevölkerungsstarken Land sogar erfolgreicher als in der NS-Hochburg Franken.[18] Schon früh war Sachsen eines der „wichtigsten regionalen Zentren“ [19]der noch jungen NS-Bewegung, beim Versuch sich von Bayern her auf das Reich auszudehnen. Zu fragen ist daher, ob die politischen Mentalitäten aus der Zeit vor 1933, in freilich deutlich modifizierter Form, bis heute weiter wirken.

    Vor der deutsch-deutschen Wiedervereinigung galt das Interesse der altbundesrepublikanischen Geschichtswissenschaft lange vor allem Wähler-Hochburgen der nationalsozialistischen Bewegung in Schleswig-Holstein, Teilen von Niedersachsen und Franken. Der Blick galt nicht so sehr den östlich der Elbe- und Harzlinie gelegenen Regionen, obwohl von den fünf Ländern, in denen die NSDAP schon vor 1933 an der Regierung beteiligt war, drei im heutigen Ostdeutschland lagen: Anhalt, Mecklenburg-Strelitz und der „Mustergau“ Thüringen.[20]


    Das wahre Ausmaß des Rechtsrucks gegen Ende der Weimarer Republik wird im damaligen Mitteldeutschland zudem erst deutlich, wenn man den Fokus auch auf den wichtigsten Bündnispartner in der Harzburger Front legt, die im Westen nur relativ schwach vertreten war.[21] Dagegen konnte die Deutsch-Nationale Volkspartei (DNVP) in der Mitte und im Osten des Deutschen Reiches stark punkten. Die Partei war gegen Ende der Weimarer Republik durch ihre völkischen, antidemokratischen, antimarxistischen und antisemitischen Positionen so weit nach rechts gerückt, dass sie wie die NSDAP zur extremen Rechten zu zählen ist. Mit einer eher als Honoratiorenpartei agierenden DNVP und der militanteren, jüngeren und „moderneren“ NSDAP gewann die Rechte 1932 fast überall im heutigen Ostdeutschland.
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    Vollständiger Artikel:
    http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/296068/braune-wurzeln
     
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  4. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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    SED
    Die große Mutter der kleinen Nazis
    Am 8. Mai feiert die Linkspartei wieder die „antifaschistische“ DDR. Selbst DDR-Gegner glauben die Mär vom Antifaschismus. In Wahrheit machten viele Nazi-Verbrecher in der SED Karriere.

    Von FOCUS-Korrespondent Armin Fuhrer, Berlin

    Erich Mielke war entsetzt. Das Buch, das vor ihm auf dem Schreibtisch lag, war höchstes Gefahrengut. Mehr als 200 Namen waren darin aufgelistet – Namen von Politikern, Wissenschaftlern, Ärzten, Künstlern, Schriftstellern und anderen wichtigen Funktionsträgern aus dem Arbeiter- und Bauernstaat. Sie alle hatten zwei Eigenschaften gemeinsam: Sie hatten nicht nur in der DDR Karriere gemacht, sondern zuvor auch bei den Nationalsozialisten.

    Die Fakten stimmten, daran gab es keinen Zweifel. Mielke wusste: Wenn diese Erkenntnisse an die Öffentlichkeit gelangten, war es vorbei mit der Selbstanpreisung der DDR als „antifaschistischer Staat“ und der propagandistischen Anklage, die Bundesrepublik sei der Zufluchtsort aller Ex-Nazis....
    http://www.fas-schoenberg.com/13august/sed-nazis-in-der-ddr.html
     
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  5. Tommy

    Tommy Sehr aktives Mitglied

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    Hammer-Beitrag. Dieses Erklärungsmuster kommt durchaus in Betracht bei der Frage, warum gerade der Osten anfällig für rechte/rechtsextreme Ideologie ist. Als einer der gewichtigen Faktoren. Ein anderer gewichtiger Faktor sind m.E. die dezidiert autoritären Strukturen, in denen die Menschen sozialisiert wurden. Das wird auch noch ein paar Generationen weitergegeben werden, so schnell kommen wir aus der Nummer *Neue Bundesländer=rechtsaffin* nicht raus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2019
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  6. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
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    Hmm, mein Opa musste wegen seiner Parteizugehörigkeit Strafarbeit bei Wismut leisten und Uran fördern.

    Ist ja eigentlich logisch, daß die Massen die damals Hitler zugejubelt haben nicht von heute auf morgen anders denken. Das wird in Ost wie West gleich gewesen sein. Übrigens wird die AFD auch im Westen stärker.
    Aber es stimmt natürlich, daß gerade in Sachsen die NSDAP großen Zulauf hatte. Ich habe mich auch schon gefragt wieso das so war und ist. Meiner Meinung nach könnte das mit der nahen Grenze zu Osteuropa zusammenhängen. Die Dörfer Nähe der tschechischen Grenze haben die meisten AFD Wähler und Neonazis. Ebenso Usedom.

    Meine Großeltern und fast die Hälfte der Verwandtschaft waren Flüchtlinge aus Ostpreußen und Schlesien. Aber sie sind alle SPD Wähler und meine Großeltern sogar überzeugte Kommunisten.
     
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  7. LalDed

    LalDed Sehr aktives Mitglied

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    Gaia
    Danke für diesen Beitrag!! Der ist grossartig und beantwortet wichtige Fragen!! (y)
     
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  8. Tommy

    Tommy Sehr aktives Mitglied

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    Es ist dem einen oder anderen DDR-Bewohner schon aufgefallen, dass die FDJ mit ihrer Fahnenschwenkerei, ihrer ideologisch-indoktrinären Ausrichtung als staatstragende Jugendorganisation, ihren nächtlichen Fackelzügen, ihren Uniformen und ihren semi-militärischen Übungen der HJ wie ein Ei dem anderen glich.

    Nur Blauhemden statt Braunhemden.
     
  9. Etrazeba

    Etrazeba Guest

    Im "Westen" gab es dafür dann die "Pfadfinder".
    Derer "Gruender" Mr. Baden Powell war ein durch und durch faschistischer, rassistischer und homophober Typ.
    Wird nur immer so ungern genannt :rolleyes:

    Ost wie West war der selbe Käse, was Miliz-Gruppen betrifft.
     
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  10. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

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