Solche vorübergehenden Illusionen wie Bücher und Farben sind nicht nur für mich da, sondern für alle, die mit bestimmten Filtern (z.B. den Sinnen) das elektromagnetische Spektrum anwenden. Wir alle benutzen es für kommunikative Zwecke. Das Buch, das jemand geschrieben hat, ist etwas, mit dem sich der Autor kommunikativ zum Ausdruck bringt. Und Farben sind etwas, die das Unterscheidungsvermögen noch präziser machen. Das Umsetzen von Kommunikation ist der einzige Zweck des Spektrums. Und da ist nur dieses Spektrum, zumindest für uns Menschen, Tiere, Pflanzen und ähnliche Kreaturen, die einen biologischen Körper benutzen, um sich damit kommunikativ zum Ausdruck bringen zu können. Mehr haben wir nicht zur Verfügung. Und bislang haben wir nur einen Bruchteil des Spektrums und seiner Anwendungsmöglichkeiten entdeckt, obwohl sich bereits dieser Bruchteil für uns als eine komplette und vollständige Welt darstellt.
So etwas gibt es nicht wirklich, weil zu jeder Kommunikation zwei von einander unterscheidbare Aufmerksamkeitsstandpunkte benötigt werden. Untersucht und analysiert man die sogenannten Selbstgespräche sehr genau, wird man feststellen, dass man sich dabei einen illusionären Gesprächspartner erschafft, den man zusätzlich als sich selbst empfindet. Erst dann hat man etwas, auf das man beim Kommunizieren seine Aufmerksamkeit beziehen kann und es zu einem scheinbaren Gespräch mit sich selbst kommt. Meist werden solche "zusätzlichen Geprächspartner" erschaffen, um eine Situation von einer anderen Seite aus zu betrachten, auf die man seinen Fokus noch gar nicht gerichtet hatte. Dieser imaginäre Partner empfiehlt einem: "Versuch´s doch mal so herum", als ob man das nicht selbst tun könnte. Solche Gespräche können durchaus eine Hilfe sein, um Probleme zu lösen oder Sachverhalte zu verstehen. Andere Leute bezeichnen diesen Vorgang einfach nur als Nachdenken.
Es gibt sie für mich nur vorübergehend während ihrer Wirkungsdauer. Ein ”Du“ ist eigentlich ein ”Ich“, nur von einem anderem Aufmerksamkeitsstandpunkt aus betrachtet. Und ein ”Ich“ ist ein notwendiges Hilfsmittel, um damit bei der Umsetzung von Kommunikation etwas zu haben, worauf man Aufmerksamkeit beziehen kann. Kommunikation ist immer ein Bezugsverhältnis. Ob es sich um das Schreiben eines Buches, das Betrachten der Farben von Erdbeeren oder was auch immer handelt.
achso... man sagt, er habe magische Kräfte" der olle Amarok![]()
wie interpretierst Du denn den oben zitierten Text?