Die Bibel verstehen!

Die Hubkraft der vier Elemente bedeutet die alchimische Verwandlung des Niederen in ein höher Geistiges.
Auf den Menschen bezogen, werden von ihm alle vier Elementarstufen durchlaufen, denn das biblische "Herrschen" verleiht ihm das vierte Element des Feuers, wodurch er sich über die dritte Stufe der Luft hinaus, die dem Tierischen entspricht, in ein Höheres verwandeln und so das "Tier" in ihm, das als Synonym für die Leidenschaften steht, nach und nach in langen Prozessen überwinden kann. - Dies ist, was das biblische "Herrschen" bedeutet.

Es besteht eine moderne Uminterpretierung des biblischen "Herrschens" als Ausdruck eines egozentrischen, diktatorischen und willkürlichen Denkens und Handelns, welche aber auf neueren Zeitgeistern basiert. Auch die Bibel berichtet von späteren bedeutenden und noch zu besprechenden Einflüssen wie beispielsweise der "Sündenfall" oder der "Turmbau zu Babel", weshalb spätere Einflüsse nicht auf etwas übertragen werden dürfen, was vor ihnen geschehen ist.
Auch wenn man von solchen späteren Ereignissen bewusst nichts weiß, so verlangt ein angemessener Umgang mit alten Schriften die Vorsicht des Vorbehalts. Ein Vorbehalt ist ja schon allein im Alltagsleben wichtig, um Vorurteile zu vermeiden. Wie häufig rutschen wir doch durch ein vorschnelles Beurteilen in Vorurteile hinein und tun anderen Unrecht? - Der Alltag wird so zum Lehrmeister des Bibelstudiums.
 
Werbung:
Es besteht eine moderne Uminterpretierung des biblischen "Herrschens" als Ausdruck eines egozentrischen, diktatorischen und willkürlichen Denkens und Handelns, welche aber auf neueren Zeitgeistern basiert. Auch die Bibel berichtet von späteren bedeutenden und noch zu besprechenden Einflüssen wie beispielsweise der "Sündenfall" oder der "Turmbau zu Babel", weshalb spätere Einflüsse nicht auf etwas übertragen werden dürfen, was vor ihnen geschehen ist.
Auch wenn man von solchen späteren Ereignissen bewusst nichts weiß, so verlangt ein angemessener Umgang mit alten Schriften die Vorsicht des Vorbehalts. Ein Vorbehalt ist ja schon allein im Alltagsleben wichtig, um Vorurteile zu vermeiden. Wie häufig rutschen wir doch durch ein vorschnelles Beurteilen in Vorurteile hinein und tun anderen Unrecht? - Der Alltag wird so zum Lehrmeister des Bibelstudiums.

Das gleichberechtigte Nebeneinander der chemischen Elemente steht den alchimischen entgegen, die in sich eine hierarchische Höherentwicklung bzw. Hubkraft tragen. Die chemischen Elemente bilden auf diese Weise geometrisch eine Waagerechte, während die alchimischen eine Senkrechte erfüllen. Die chemischen Elemente verbleiben damit auf der Ebene des Irdischen, doch die alchimischen entheben sich ihr.
 
Das gleichberechtigte Nebeneinander der chemischen Elemente steht den alchimischen entgegen, die in sich eine hierarchische Höherentwicklung bzw. Hubkraft tragen. Die chemischen Elemente bilden auf diese Weise geometrisch eine Waagerechte, während die alchimischen eine Senkrechte erfüllen. Die chemischen Elemente verbleiben damit auf der Ebene des Irdischen, doch die alchimischen entheben sich ihr.

In den üblichen Bibelübersetzungen wird der erste Satz der Genesis damit übersetzt, dass Gott am Anfang Himmel und Erde erschaffen hätte. Diese Übersetzung ist irreführend, weil mit ihr bestimmte Assoziationen verknüpft werden. So stellt man sich das biblische Erschaffen der "Erde" häufig als ein durch das mächtige Wort Gottes sofort Fertiges vor oder etwa so, wie die Entstehung der Erde in Geo-Reportagen dargestellt wird. In Sachen "Himmel" wird sich ebenso etwas Fertiges vorgestellt und das Gott im Himmel wohne.
Wird aber jener Vorstellung Neutralität entgegengehalten, entstehen ganz wie von selbst Fragen: Wo hat er denn vorher gewohnt? War er etwa obdachlos?
Es ist notwendig, Assoziationen mit Neutralität zu begegnen, um ihre mögliche Irreführung durch sie zu erkennen. Durch den Sinn der Senkrechte entsteht nicht ein fertiges Bild von "Himmel" und "Erde", sondern lediglich ein gewaltiges Oben und Unten, weshalb die günstigere Übersetzung wäre: "Am Anfang erschuf Gott ein gewaltiges Oben und Unten," wobei die Senkrechte eine vermittelnde Funktion erfüllt, wie auch der Stängel einer Pflanze zwischen der irdisch bezogenen Wurzel und der sich zum Himmel streckenden Blüte vermittelt.
 
Lieber Solis,

wo meinst Du wäre im Universum oben und unten? In der Genesis wird auch nichts darüber geschrieben, wo Gott war, als er Himmel und Erde erschuf. Im Himmel kann er zu diesem Zeitpunkt nicht gewesen sein, denn der war ja noch nicht existent. Erst ab 1. Buch Moses 24[7] wird mit Gott ein Bezug zum Himmel hergestellt.

Wie man im ersten Kapitel der Genesis lesen kann, war der Himmel und die Erde auch nicht etwas Fertiges, denn es wird in diesem Kapitel ja ausführlich über deren Ausgestaltung berichtet. Ich glaube auch, dass deine Interpretation der Schöpfung nicht geeignet gewesen wäre, um die Menschen zu erreichen. Menschen wollen Geschichten hören, um ein Teil von diesen werden zu können.


Merlin
 
Lieber Solis,

wo meinst Du wäre im Universum oben und unten? In der Genesis wird auch nichts darüber geschrieben, wo Gott war, als er Himmel und Erde erschuf. Im Himmel kann er zu diesem Zeitpunkt nicht gewesen sein, denn der war ja noch nicht existent. Erst ab 1. Buch Moses 24[7] wird mit Gott ein Bezug zum Himmel hergestellt.

Wie man im ersten Kapitel der Genesis lesen kann, war der Himmel und die Erde auch nicht etwas Fertiges, denn es wird in diesem Kapitel ja ausführlich über deren Ausgestaltung berichtet. Ich glaube auch, dass deine Interpretation der Schöpfung nicht geeignet gewesen wäre, um die Menschen zu erreichen. Menschen wollen Geschichten hören, um ein Teil von diesen werden zu können.


Merlin




Wenn es oben und unten wäre, wäre das Universum endlich. Was ist dann hinter den Grenzen des Universums?
 
In den üblichen Bibelübersetzungen wird der erste Satz der Genesis damit übersetzt, dass Gott am Anfang Himmel und Erde erschaffen hätte. Diese Übersetzung ist irreführend, weil mit ihr bestimmte Assoziationen verknüpft werden. So stellt man sich das biblische Erschaffen der "Erde" häufig als ein durch das mächtige Wort Gottes sofort Fertiges vor oder etwa so, wie die Entstehung der Erde in Geo-Reportagen dargestellt wird. In Sachen "Himmel" wird sich ebenso etwas Fertiges vorgestellt und das Gott im Himmel wohne.
Wird aber jener Vorstellung Neutralität entgegengehalten, entstehen ganz wie von selbst Fragen: Wo hat er denn vorher gewohnt? War er etwa obdachlos?
Es ist notwendig, Assoziationen mit Neutralität zu begegnen, um ihre mögliche Irreführung durch sie zu erkennen. Durch den Sinn der Senkrechte entsteht nicht ein fertiges Bild von "Himmel" und "Erde", sondern lediglich ein gewaltiges Oben und Unten, weshalb die günstigere Übersetzung wäre: "Am Anfang erschuf Gott ein gewaltiges Oben und Unten," wobei die Senkrechte eine vermittelnde Funktion erfüllt, wie auch der Stängel einer Pflanze zwischen der irdisch bezogenen Wurzel und der sich zum Himmel streckenden Blüte vermittelt.

Der Mensch entsteht als Embryo zuerst in der Kreisform der weiblichen Eizelle, bis er durch schier unendlich viele Umbildungsprozesse als aufrecht gehender Mensch, als Homo sapiens, sich elegant in die Senkrechte stellt und sich der Schwerkraft durch seinen Willen als Ausdruck seines herrschenden Feuers endlos entgegenstellt. Im Willen fühlt der Mensch das Zentrum seines Wesens.

Wird das biblische "Herrschen" statisch gesehen, entsteht keine Lebendigkeit, sondern ein Totes, wie es in der Theologie, die wiederum an der Denkweise des Mechanischen orientiert ist, üblich ist.
Das "Herrschen" findet nach den bisherigen Ausarbeitungen seine Synonyme in dem alchimischen Element Feuer und nun auch im menschlichen Willen. Diese drei Begriffe, das "Herrschen", das "Feuer" und der "Wille", sind also gleichbedeutend.
 
Hallo Solis,
der Mensch möchte glauben, dass der Wille das Zentrum seines Wesens sei: Ein Irrtum, denn der Wille ist nur das Wenige, was wir von unserem Wesen an der Oberfläche wahrnehmen können.

"Ein Floh sitzt auf dem Hund und glaubt ihn zu besitzen."

Merlin
 
Der Mensch entsteht als Embryo zuerst in der Kreisform der weiblichen Eizelle, bis er durch schier unendlich viele Umbildungsprozesse als aufrecht gehender Mensch, als Homo sapiens, sich elegant in die Senkrechte stellt und sich der Schwerkraft durch seinen Willen als Ausdruck seines herrschenden Feuers endlos entgegenstellt. Im Willen fühlt der Mensch das Zentrum seines Wesens.

Wird das biblische "Herrschen" statisch gesehen, entsteht keine Lebendigkeit, sondern ein Totes, wie es in der Theologie, die wiederum an der Denkweise des Mechanischen orientiert ist, üblich ist.
Das "Herrschen" findet nach den bisherigen Ausarbeitungen seine Synonyme in dem alchimischen Element Feuer und nun auch im menschlichen Willen. Diese drei Begriffe, das "Herrschen", das "Feuer" und der "Wille", sind also gleichbedeutend.

Der Wille, der sich der Schwerkraft immer wieder erneut entgegenstellt und die menschliche Gestalt in die Aufrichte bringt, braucht auch innerlich eine Entwicklung. Das Kleinkind empfindet noch nicht das Besondere der Senkrechte. Es macht ihm wenig Mühe, Bilder anzuschauen, die schräg oder auf dem Kopf stehen. Erst mit sieben Jahren kommt dem Kind die Senkrechte zum Bewusstsein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
In den üblichen Bibelübersetzungen wird der erste Satz der Genesis damit übersetzt, dass Gott am Anfang Himmel und Erde erschaffen hätte. Diese Übersetzung ist irreführend, weil mit ihr bestimmte Assoziationen verknüpft werden. So stellt man sich das biblische Erschaffen der "Erde" häufig als ein durch das mächtige Wort Gottes sofort Fertiges vor oder etwa so, wie die Entstehung der Erde in Geo-Reportagen dargestellt wird. In Sachen "Himmel" wird sich ebenso etwas Fertiges vorgestellt und das Gott im Himmel wohne.
Wird aber jener Vorstellung Neutralität entgegengehalten, entstehen ganz wie von selbst Fragen: Wo hat er denn vorher gewohnt? War er etwa obdachlos?
Es ist notwendig, Assoziationen mit Neutralität zu begegnen, um ihre mögliche Irreführung durch sie zu erkennen. Durch den Sinn der Senkrechte entsteht nicht ein fertiges Bild von "Himmel" und "Erde", sondern lediglich ein gewaltiges Oben und Unten, weshalb die günstigere Übersetzung wäre: "Am Anfang erschuf Gott ein gewaltiges Oben und Unten," wobei die Senkrechte eine vermittelnde Funktion erfüllt, wie auch der Stängel einer Pflanze zwischen der irdisch bezogenen Wurzel und der sich zum Himmel streckenden Blüte vermittelt.

Es heißt übersetzt: Im Anfang.
Am Anfang gibt es dort nicht. Und das hat seinen Grund.
 
Werbung:
Zurück
Oben