Mir tut es oft im Herzen weh, wenn ich lese, was hier geschrieben wird. Denn das, was geschrieben wird, stammt aus den Gedanken von Menschen, die einer satten Wohlstandsgesellschaft (ja, auch noch in einer sich anbahnenden Krise) angehören, die sich in ihrer Freizeit damit beschäftigen, auf welchem Entwicklungsstufenmodell sie sich befinden.
Das ist ja auch gut und richtig, denn als Einzelperson kann man eh nix global ändern, sondern nur vor der eigenen Haustür kehren. Ein wünschenswerter Anfang. Mir fällt es nur schwer, all die Menschen auszugrenzen, die nicht in der himmlischen Lage sind, sich spirituell aus Hunger und Not zu befreien, deren Familien immer und immer wieder Verluste von geliebten Menschen beklagen müssen, weil wieder jemand Opfer von Gewalt (welcher Art auch immer - niederer oder höherer) geworden ist. Haben die wohl alle ihre Angsplaneten an gleicher Stelle?
Was mir aufstösst und wehtut ist die Selbsterhöhung, die ich aus manchen Beiträgen rauslese. In wahrer Not, der man machtlos ausgeliefert ist, bringt die nämlich einen Scheiss. Insofern zweifle ich den ganzen Entwicklungsstufenkram an. Nicht generell. Aber ich sage, dass es wurscht ist, wie hoch man schon geklettert ist, wenn es hart auf hart kommt. Vielleicht gab es ein paar verrückte Mönche, die eingemauert Salzlauge geschlürft haben...Wem's Spaß macht. Eigentlich ist das eher krank und ziemlich degenerativ.