Muss leider nochmal kurz off-topic gehen.
Venus3 schrieb:
Da habe ich mir auch überlegt, siehst du, hättest du kein Aquarium,
dann kämst du jetzt nicht in so eine Bedrängnis was du machen sollst.
Venus3 schrieb:
da ein Haustier nicht "natürlich" ist.
Du übersiehst dabei etwas Venus.
Haustiere können einem sehr viel geben, sind Freunde, Helfer, manchmal auch Partnerersatz (oftmals bei alten Menschen) und können auch wieder Freude ins Leben bringen.
Hunde zwingen dich mit ihnen vor die Tür zu gehen, wo man vielleicht auf der anderen Seite faul und träge daheim bliebe, gerade bei Sauwetter.
Und vieles weitere mehr, dass jetzt aber viel zu weit ab vom eigentlichen Thema gehen würde.
Off-topic Ende
Dass Tiere gequält und ausgenutzt werden, steht ja völlig außer Frage. Wer dies verneint, der müsste was am Glöckchen haben.
Und das Elend in Mastbetrieben ist auch völlig unbestritten. Ich durfte mich davon überzeugen, als ich mal im Hühner KZ ne zeitlang gearbeitet habe, weil ich das Geld zum Leben brauchte.
Es war dunkel, stickig, laut, dreckig, und hat bestialisch gestunken. Ich habe Handschuhe bekommen, um die toten Hühner aus den Käfigen herauszufischen, damit die noch lebenden Artgenossen nicht die ganze Zeit auf den Leichen ihrer Zellengenossen stehen müssen.
Von den Milben, Mäusen und auch Ratten, die in einem solchen Stall auf dem Futter herumlaufen, oder den Hühnern, die sich irgendwie befreien konnten und nun ihr armseliges Leben unten in der Grube auf den Fäkalien ihrer Artgenossen und teilweise auch deren Kadaver fristen, möchte ich dabei gar nicht näher drauf eingehen. Das mal miterlebt zu haben, bleibt einem unvergessen im Gedächtnis.
Dennoch esse ich auch heute noch Eier.
Und um ehrlich zu sein, ich sehe auch keinen Grund darin, auf solche Lebensmittel vollkommen zu verzichten.
Schau dir die Bandbreite an Lebensmitteln an, worin alleine Eier oder auch Anteile davon enthalten sind. Um den Markt ausreichend damit zu bestücken, wird es wohl kaum andere Möglichkeiten außer Massentierhaltung geben können, denn es geht um wesentlich mehr, als nur das geliebte Frühstücksei, um mal bei dem Beispiel der Hühner zu bleiben. Das lässt sich auch beliebig auf anderes Mastvieh übertragen.
Die Frage ist dabei allerdings, müssen Tiere derart gehalten werden, oder gibt es nicht Alternativen, auf die man zum Wohle des Tieres zurückgreifen könnte. Das fände ich persönlich einen wesentlich sinnigeren Weg, als die strikte Verneinung von tierischen Produkten, denen man sich letztlich nunmal nicht gänzlich entziehen kann.
Dein Gedankengang, liebe Venus, mag dich ehren und im Ansatz auch völlig richtig sein.
Dennoch hilft es nichts mit Gewehren auf Spatzen zu schießen oder wild um sich zu schlagen. Es kommt auch immer darauf an, wie man eine Botschaft vermittelt um Gehör und Aufmerksamkeit zu erhalten, im Sinne von einem bewussteren Umgang mit unseren Lebensmitteln und der Herstellung und Verarbeitung selbiger.