Sex ist auch eine Sache der Profitsteigerung. Doch warum spielt sich so viel Lust um ihn herum ab? Sex ist knapp, denn der sexuell Umworbene sagt alsbald: „Das ist deine Krise, die nehme ich dir nicht mehr länger ab.“ So wie sich ihm da nämlich ständig jemand anbiedert, das ist das, was ihn anwidert.
Und da es nun Mode geworden ist dem andern seine Krise nicht mehr kostenlos abzunehmen, deswegen hat der, der Sex will allen Grund sich zu schämen, und der Preis, der zur Anstandsüberwindung und Toleranz vom Umworbenen eingefordert wird, soll nur (in rechnerischer Weise) die sexuelle Gier eines süchtig Vernarrten bezähmen. Die Rechnung, wie viel Zahlungsmittel ihm nach dieser Nummer noch bleiben, die soll seine Suchtaktivität lähmen.
Ja, hält die Frau, an die er sich gebunden hat, ihn erst einmal für einen Vernarrten, so fordert sie von ihm viel Komfort ein, und er kann, unter dem Motto: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, ewig darauf warten.
Registrierst du ein Verlangen, so wirst du Vergeltung empfangen, denn nach deiner Schwäche (in der du mit dir selbst nichts weißt anzufangen) tut niemand verlangen, was soll er auch damit anfangen. Ja die Vergeltung hält die Welt in Schwung, immer im Wechselspiel zwischen depressiven Abschwung und aufstrebender Vergeltung.
Den Menschen treibt eine erregende Angst herum, denn herrscht erst einmal die geistige Entwicklung (= das wörtliche Begreifen seiner selbst) und nicht mehr das Hin und Her der Polarität, dann ist es nämlich für die, durch Entzug entstandene, Sucht zu spät.
Polarität? Es herrscht immer das Gegenteil bzw. das Gegenteil versucht, mit den unglaublichsten Mitten des Trickreichtums, die Macht zu gewinnen, und diesen Prozess nennt man dann Intelligenz (alle andern, die anders denken, die spinnen), doch zumeist führt sie nur bis zur Alzheimer hin, ja diese Krankheit ist für so manchen ein echter Intelligenzgewinn, unter dem Motto: „So ist das Leben, mehr ist nicht drin.“
Ja Entzug zeugt Sucht, denn der, dem etwas entzogen wird, der bleibt darauf konzentriert und ergreift nicht die Flucht.
Polarität ist die Sucht sich einem andern zu entziehen, um nicht zur Einheit zu werden, denn die Einheit wäre Gott, in die sich der Mensch durch zunehmendes Wissen integriert. Der Mensch hat Angst, dass er sein Hin und Her verliert.
Ja ich sage dir, wer will schon etwas wissen, als polares Gewohnheitstier?
Wenn einige Menschen es mit ausreizendem Entzug probieren, dann können die andern schon mal, des dabei verlangten Anstands wegen, den Verstand verlieren.
Mangel an Anstand und Mangel an guten Ton ist es, wenn ein Mann, trotzdem, dass er nicht so recht weiß was er sagen soll, eine Frau seines Interesses ungeschickt anspricht. In diesem Fall merkt sie nämlich sofort, dass ihn niemand geschickt hat und reagiert abweisend, wenn nicht sogar vereisend (sind lässige Männer in gewisser Art schnell vergreisend), denn schließlich weiß sie, dass es sehr schicklich ist, wenn er sich jetzt gleich wieder verpisst. Ja er ist nun der von ihr ins Licht Geschickte, für den es sinnlos war, dass er sie jemals erblickte.
Nein, solch Lotteriespiel ist nicht mein Ziel, denn die größte Ziehung und der allergrößte Gewinn endet immer im Entzug, ganz unter dem abweisenden Motto: „Nun ist’s aber genug!“
Einer kann den andern nicht mehr ansprechen, denn er fürchtet die daraufhin folgenden Gebrechen, das ist auch nur logisch, denn jeder tut sich ja davon etwas versprechen.
Er wird von ihr glänzend manipuliert, damit er mehr ihre inneren Werte sieht und sich nicht mehr so sehr auf ihr Eingemachtes konzentriert.
Warum? Weil sie nicht so gern etwas von dem verliert, worauf er sich ständig (über seinen Ständer), um Vergebung bittend, vergeblich konzentriert.
Sie weiß und kennt sein manipulierstangenweise hervorgebrachtes Verlangen, weswegen sie keine unnötigen Worte darüber verliert.
Sie stopft ihm sein Maul, sodass er es hält und sich auf etwas anderes konzentriert, und natürlich, damit über ihn regiert, was sie in sich zusammenkonzentriert.
Ihre Liebe geht erst durch die Küche der appetitlichen Gerüche und dann durch seinen Magen, wodurch irgendwann einmal seine sämtlichen Kreisläufe versagen.
Glaubt mir nicht, denn das ist keine Pflicht.
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beziehungsWEISE