Der Kurs in Wundern..Umschulung des Denkens.

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Die Welten von Not, Terror, Gewalt und Hunger waren lange Zeit weit weg von uns.

Jetzt sind sie in unsere Welt hineingekommen und bitten hier um Hilfe. Ist dieser Kurs
denn auch für Menschen geeignet, die in der Vergangenheit schwerst traumatisiert
wurden und soll man ihnen jetzt sagen - das exististiert gar nicht, was du da erlebt
hast und wodrunter deine Seele gerade wie verrückt leidet?

Ist dieser Kurs im Wundern denn dann auch wirklich alltagstauglich für Jedermann?

Welche Meinung über Jesus käme dann auf, wenn er Derjenige sein soll, der diesem
Kurs den heiligen Geist eingehaucht haben soll und da in voller Lebendigkeit
dahinterstehen soll?
 
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Wer hat mir denn die Fähigkeit gegeben zu sehen, zu denken und zu fühlen ....also ich
selbst war es ganz sicher es nicht. Und wurde es mir nur gegeben, damit ich es für
nicht real erkläre und mühsam verdränge?

Hat Jesus Christus sich selbst auch vertan - als er zum Vater sprach - wenn es möglich
ist, Vater, lass bitte den Kelch an mir vorüber gehen - es gab in dem Moment in seinem
damaligen Hier und Jetzt an Ort und Stelle ja keinen Kelch, der ihm gereicht wurde -
und wenn es die Vergangenheit nicht gibt und gab - gab es auch kein Wissen von einem
Kelch und einem Auftrag, den es für ihn zu erfüllen galt.

Ich kann akzeptieren, dass es einen Kurs im Wundern gibt, der von Menschen in die
Welt gesetzt wurde und bekannt gemacht wurde und an dem ganz real auch etwas
verdient wurde. Und alle Menschen sind fehlbar in ihren Urteilen und Meinungen -
allen fehlt der Gesamtüberblick auf das grosse Ganze.

Aber dass Jesus Christus und der Heilige Geist hier der Inititator sein soll und dahinter
stehen soll - das glaube ich für mich persönlich ganz sicher nicht.
 
....oder es Jemandem sage, der gerade im Gestern, was es nicht gibt seinen Angehörigen
durch einen Terroranschlag verloren hat....

...oder es eine jungen Frau sage, die in der Vergangenheit, die es nicht gibt, zur Zwangsprosti-
tution eingesperrt wurde und gerade im Hier und Jetzt auf ihre nächste Folter wartet...

Oder einem Menschen der gestern seinen Job verloren hat - in einem gestern, dass es
nicht gibt - aber trotzdem für ein Heute ohne Geld sorgt.....

Welchen Eindruck von der Herrlichkeit des Geistes und dem Moment des Jetzt hätten
diese Menschen ?

Gerade an diese Menschen ist es ja adressiert.
Menschen die sich im Kummer vergraben und nur noch diese eine Sicht in die Vergangenheit haben.

Klar ist es schwer, so einen Verlust zu erleiden, keine Frage.

Auf der anderen Seite, diese Trauernden haben zwei Möglichkeiten:
  • jahrelang trauern und sich verschliessen, weil ändern können sie es ja nicht
  • oder doch noch die schönen Seiten des Lebens wahrnehmen

Klar, eine angemessene Trauerzeit ist verständlich und natürlich.

Ich spreche von Menschen die da gar nicht mehr raus kommen.
 
Gerade an diese Menschen ist es ja adressiert.
Menschen die sich im Kummer vergraben und nur noch diese eine Sicht in die Vergangenheit haben.

Klar ist es schwer, so einen Verlust zu erleiden, keine Frage.

Auf der anderen Seite, diese Trauernden haben zwei Möglichkeiten:
  • jahrelang trauern und sich verschliessen, weil ändern können sie es ja nicht
  • oder doch noch die schönen Seiten des Lebens wahrnehmen

Klar, eine angemessene Trauerzeit ist verständlich und natürlich.

Ich spreche von Menschen die da gar nicht mehr raus kommen.

Ich weiss was du meinst , SoulCat - aber kennst du auch jemanden schwer Trauma-
sierten, dem du damit sofort kommen würdest?

Klar, eine angemessene Trauerzeit ist verständlich und natürlich.
...wer entscheidet das was angemessen ist .....?
 
Ich spreche von Menschen die da gar nicht mehr raus kommen.

und meinst du, dass alle da wieder rauskommen durch verdrängen - eine Vielzahl dieser
Menschen, die Schlimmes erlebt haben lebt jetzt unter uns und das Verdrängung ungute
Auswirkungen haben können - ist doch bekannt - wo soll man hin mit seiner Not der
Gefühle, die einen jede Nacht einholen....da ist ein - das ist nicht real - doch keine Antwort
dadrauf....
 
Es gibt hier kein entweder oder - kein "entweder ist der Kurs gut oder schlecht"

Das Potential der Verdrängung ist ein möglicher negativer Aspekt. Aber selbst in der Psychotherapie wird damit gearbeitet. Verhaltenstherapie ist eine Therapie, wo ich neue Verhaltensweisen lernen soll, ohne dass die Blockaden vorher entfernt werden. Das neue Verhalten wird einfach über das bisherige Sein drübergestülpt. Das kann in einem Umfeld hilfreich sein, in dem es keine starken Einbrüche gibt, aber immer mal kommt im Leben auch mal eine schwere Zeit, wo solche alten Geschichten wieder an die Oberfläche kommen, wenn sie nicht tiefgreifend bearbeitet wurden.

Aber dieser Kurs in Wundern wie ich ihn sehe, dient dazu, Menschen überhaupt erst mal an Fragen heranzuführen, mit denen sich diese Menschen noch nie auseinandergesetzt hatten. Sich bewusst zu machen, dass es Unterschiede gibt in dem, wie ich mich innerlich beschäftige. Dass es einen Unterschied macht, ob ich von Vergangenem getrieben werde oder von Hoffnungen auf die Zukunft gezogen werde und wie sich solches auf mein HierundJetzt auswirkt.

Wenn ich mich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beschäftige dann beschäftige ich mich mit dem Lauf der Zeit. HierundJetzt zu erleben ist aber keine Beschäftigung mit der Zeit, das zu erkennen ist wesentlich.

Im HierundJetzt zu sein, bedeutet wahres Leben zu erleben, denn nur im HierundJetzt bin ich lebendig. Die meisten Meditationsformen haben diesen Aspekt in ihrem Programm, ohne ihn explizit als solchen hervorzuheben. Entweder soll man sich beim Meditieren mit dem Atem (vor allem bei Yogatechniken) beschäftigen, oder aber auch auf einen geraden Rücken achten (vor allem beim Zen) oder sogar auf den Herzschlag zu achten, oder auf die entstehenden Schmerzen in Verbindung mit wegatmen etc. All dies dient dazu im HierundJetzt zu sein, denn die Wahrnehmung des Körpers kann nur im HierundJetzt passieren.

LGInti
 
Ich weiss was du meinst , SoulCat - aber kennst du auch jemanden schwer Trauma-
sierten, dem du damit sofort kommen würdest?
Natürlich würde ich darauf hinweisen, dass es möglicherweise hilfreich ist, sich wieder auf die gegenwart zu fokussieren.

Und ich weiß natürlich, dass es in den meisten Fällen nicht verstanden wird oder nicht aufgenommen werden kann.



...wer entscheidet das was angemessen ist .....?

Gute Frage ...[/QUOTE][/QUOTE]
 
und meinst du, dass alle da wieder rauskommen durch verdrängen - eine Vielzahl dieser
Menschen, die Schlimmes erlebt haben lebt jetzt unter uns und das Verdrängung ungute
Auswirkungen haben können - ist doch bekannt - wo soll man hin mit seiner Not der
Gefühle, die einen jede Nacht einholen....da ist ein - das ist nicht real - doch keine Antwort
dadrauf....
Wenn Menschen sich in ihrem inneren Gefängnis eingeschlossen haben, dann dringt man kaum noch durch.

Und doch werde ich es immer wieder versuchen. :)
 
Die "erwartende Befehlshaltung" -> Schluss mit Kummer, du hast jetzt fröhlich zu sein - ist sowas von verkehrt, es gibt fast nichts Schlimmeres, das gefährlicher ist als ein solches Ansinnen.

Wenn wer in ein "Loch" fällt kommt er wieder raus, wenn er wieder bekommt, was er verloren hat. Es gibt der Beispiele zu Hauf, da muss man keine Kommandozentrale in einer Gedankenphilosophie installieren. Ob es "Hiob" in der Bibel ist oder "Nostradamus" in der Historie, selbst dort sind beispielhafte Reaktivierungen zu erfahren.

Von sich auf einen akut Leidenden zu schießen ist so mächtig kontraproduktiv
->
(Ich leide, weil ich sehe, dass jemand leidet und will mir nicht eingestehen, dass in Wirklichkeit ich schlimmer leide als der Jenige, der die tatsächlichen Empfindungen hat, während meine nur in Gedanken projizieren)
->

So sieht das Muster jener aus, die mit dem Knopf das Leid anderer ausknipsen wollen. (Das ist keine Hilfe, kein Verständnis, keine Lösung sondern Egoismus pur)
 
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ich werde den menschen -
zum beispiel -
der verantwortlich ist für den tod meines kindes, mit absoluter sicherheit nicht lieben -
das wäre abstrus.
und ich werde auch nicht vergessen oder verdrängen was geschehen ist.
aber ich kann - wenn ich es kann -
für mich - und zwar ausschließlich für mich -
dahin kommen negative resentiments loszulassen -
aus meiner erfahrung heraus, dass es mir damit besser geht -
auch aus dem verinnerlichen heraus, dass ich die vergangenheit nicht ungeschehen machen kann.
aber das ist ein prozess, den kein buch mich lehren kann.

positive affirmationen mögen ganz schön und nett sein für menschen, die vor eine solche herausforderung nie gestellt wurden.
wenn diese affirmationen dann auch noch wie eine monstranz vor sich hergetragen werden -
der selbstbeweihräucherung dienen -
zur allgemeingültigkeit erklärt werden -
in der erwartungshaltung belohnt zu werden dafür -
mit dauerhafter gesundheit, himmelreich hüben wie drüben etc. -
dann wird das ganze - für mich - höchst fragwürdig.
 
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