Der große Unterschied - "typisch" Mann/Frau?

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Ich hätte die Puppe weggenommen, oder einen Tobsuchtsanfall bekommen. :D
Ich erinnere mich, dass meine Mutter mich öfters ermahnt hat doch diplomatischer zu sein. Aber als Kind und in jungen Jahren waren subtile Methoden gar nicht so meins.
Vielleicht liegt das daran, dass mein linker Ringfinger länger ist, als mein Zeigefinger oder aber auch daran, dass mein Vater Choleriker war und ich von ihm diesen Charakterzug geerbt hab?
Jedenfalls hat es lange gedauert bis ich nicht mehr sofort von 0 auf 100 war, aber mit zunehmender Reife und durch die ruhige und ausgleichende Art meines Ehemanns ist es mir gelungen :cool:
Überhaupt habe ich letztens erst gelesen, dass jeder Mensch (Männer und Frauen) sich im Laufe ihres Lebens derart verändern, dass z.B. 70 jährige ihr eigenes 17 jähriges Ich, nicht mehr mögen würden.
Also, ich denke nix ist fix! Wär ja auch schlimm.
Natürlich hat Erziehung und auch vorgelebte Rollen, sowie auch vererbte Anlagen Einfluß auf die Entwicklung jedes Menschen. Hier kann das typisch weibl./männl. gerade durch falsche und kranke Rollenbilder beeinträchtigt werden oder sogar bis zur unkenntlichkeit verkümmern. Auch psychotische Ausformungen sind nicht grad selten. Teilweise recht gut analysiert das C.G. Jung in seinem Aufsatz: Animus und Anima.

Mit mir hätten sie als Vierjährige ein Problem. Ich habe mich zu der Zeit nie gestritten und das wäre für mein empfindsames mitfühlendes Gemüt unmöglich gewesen. Gewalt war für mich zu der Zeit etwas Schreckliches. Ich hätte mich entweder zurückgezogen oder wäre kooperationsbereit. Das bedeutet: ich hätte aus einem starken inneren mitfühlenden Antrieb geteilt.
 
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Nun, mir fallen da nur zwei ein, die große Mutter und der große Vater.
Der Rest ist kulturelle Zuweisung.
Wir hatten bis zum Beginn der aktiv umgesetzten Emanzipation die Mutter als Nährerin und Versorgerin geradezu überstrapaziert und die entsprechenden Attribute gesellschaftlich zugewiesen.

Nährend, fürsorglich, sanft, leise, bescheiden usw. waren weibliche Eigenschaften, die bei Frauen gerne gesehen wurden.

Was als unweiblich galt, waren Eigenschaften wie Durchsetzungswille, mentale Stärke, Weisheit, Klugheit, Kampfbereitschaft usw. dabei sind das keine unweiblichen Eigenschaften. Im Gegenteil.

Gesellschaftlich wurde propagiert, dass eine Frau, die nicht mütterlich, fürsorglich und bescheiden war, ja irgendwie falsch sein musste. Unpassende oder unerwünschte Verhaltensweisen wurden sozial (oder konkret über Verbote) geahndet.

Ich habe z.B. kein Problem mit meiner eigenen Fürsorglichkeit, das ist ein kleiner Teil, der zu mir gehört, und den Menschen vorbehalten ist, die ich liebe. Ob sich männliche Fürsorglichkeit wirklich so sehr davon unterscheidet? Ich glaube nicht. Es zeigt sich nur kulturell und erziehungsbedingt anders.

Wenn Männer eher auf die Jagd gehen, weil ein Clan das schick findet, wir er wahrscheinlich eher den Braten anschleppen und sie ihn so zubereiten, das er genießbar ist. Läuft es im Clan gleichberechtigt, wird es egal sein, wer jagd und wer kocht. Wo wäre da typisch männlich und typisch weiblich? Da löst sich doch in Wohlgefallen auf.

Typisch männlich oder weiblich würde ich höchstens als Beobachtung und Wahrscheinlichkeit erfassen. Frauen haben meist lange Haare, Männer kurze. Ist bei uns so. Daraus kann man durchaus sagen, es ist typisch weiblich lange Haare zu haben und typisch männlich, einen Kurzhaarschnitt zu tragen.

Nur ausgehebelt ist das spätestens, wenn man auf ein Metalkonzert geht. Dann sind lange Haare plötzlich typisch männlich.
 
Nun, mir fallen da nur zwei ein, die große Mutter und der große Vater.
Der Rest ist kulturelle Zuweisung.
Nun gut, man kann dann weiter fragen:

Was macht die "große Mutter" aus? Das Prinzip?
Was den "großen Vater"?
Hier sind schon eine Menge Prinzipien (und Eigenschaften) in jeweils jedem Archetyp (Mutter, Vater) drin enthalten, die für alle gelten, nachdem "die große Mutter und der große Vater" für alle gelten.

2)
ist das Männliche und Weibliche nicht nur durch diese beiden Prinzipien (Mutter, Vater) festzumachen.
Wir hätten bei Weiblich da noch die Jungfrau und die Alte Weise, die Kriegerin, die Hagazussa, die Magierin, die weiblichen Unterwelts und Todesaspekte.....

Beim Männlichen: der Junge, der Vater, der Wilde Mann, der Liebende, der alte Weise, der König, der Krieger, der Magier, der männliche Unterwelts und Todes Aspekt.........
 
Nenne mal ein Beispiel und dann achte darauf, wie Du dabei subvokalisierst, wenn Du das Zitierte liest.
Hier:
Das ist keine sachliche Antwort. Abgesehen davon habe ich von dir auch nur Blabla gelesen und nix was griffig ist. Womit man tatsächlich argumentieren könnte. Da ist nur ganz viel Glauben deinerseits. Und aufgrund deines Glaubens (re)agierst Du dann.
Im Grunde tust du hier im Thread seit Anbeginn nichts Anderes als genau Das (BlaBLaBla), was du hier einem anderen User vorwirfst, der kritisierte, dass du nicht verstanden hast, worum es in diesem Thread eigentlich gehen sollte.


Ich lese mir jeden Beitrag auf den ich antworte, ein paar mal durch in verschiedenen Weisen und unter verschiedenen Aspekten. Ich achte darauf.
Und noch so einiges mehr.
Ich sage dir: 90% der Wahrnehmung passiert in dir und weiß Du weißt, ich bin eine Frau, färbt es sich entsprechend. Und den passenden Tonfall wählst du aus. Denn zu hören ist hier tatsächlich nichts.
Nein, mit dir hat es eine andere Bewandtnis und hat nicht primär damit zu tun, dass du eine Frau bist.
 
Tod. Er war ursprünglich alleine dem Weiblichen zugeordnet.

Will sagen: die Zuschreibungen bzw. - ordnungen was weiblich und was männlich sei, geschieht aus den gesellschaftlichen Umgebungsbedingungen heraus und kann erheblich variieren.

Man findet nur wenige auf die biologischen Unterschiede zurückzuführenden eindeutigen Zuschreibungen. Frauen gebären. Männer zeugen. Nähren tun beide. Fürsorge zeigen beide. Und so weiter und so fort.

Das "Wie" und das "typisch" sind dynamische Zuschreibungen, die sich immer wieder einmal verändern, je nach gesellschaftlichen Glaubensvorstellungen. Und da gibt es auch keine uralten Schriften, die die "Wahrheit verkünden", auch die Kabbala nicht, sondern es gibt uralte Schriften, die sich an diesen Zuschreibungen versucht haben, um ein System zu finden, dass den Menschen die Welt erklären soll.

Der eigentliche Sinn dahinter ist: Sicherheit im Chaos. Den Zufall und das Schicksal zu kontrollieren - zumindest in der Theorie.
 
Männer und Frauen, die das nicht im Griff haben, reagieren da gleich (auch wenn die Stimmlage eine andere ist, hat das nichts zur Sache), denn wenn sie kreischen, ist das die verletzte Anima, (beide Kreischen ja, nur jeder in einer anderen Stimmlage). Eine gesunde Anima ist knallhart und ruhig.
Ich kann nicht kreischen, konnte ich schon als Kind nicht. Es gibt Männer, die können höher und durchdringender kreischen als ich. Aber ich habe auch ein lautes Stimmorgan, wenn ich das denn möchte. Ich spreche tendenziell leise, habe ich mir mittlerweile angewöhnt. Aber wenn es sein muss, dann werde ich laut und baue auf den Überraschungseffekt. Dank Stimmbildung ändert sich die Tonhöhe nicht oder nur kaum. Dann gucken die Leutz auch ganz schön blöd aus der Wäsche.

Künstliches übernehmen von männlichen Eigenschaften (tiefe Stimme, Kleidung, andere Eigenschaften) trägt nicht dazu bei, als Frau ernstgenommen zu werden, sondern ist Unterordnung.
Sehe ich auch so. Es ist das Übernehmen männlicher Attitüden (oder besser gesagt: was gesellschaftlich dafür gehalten wird), um mitreden zu können/dürfen. Es ist Anpassung und keine authentisches Sein. Wenn die Gedankengänge dahin gehen, wie man sich präsentieren muss, um anerkannt und als gleichwertig eingestuft werden, ist man bereits fremdbestimmt. Anpassung um jeden Preis, nur der Macht willen kann nicht die Antwort sein.

Akzeptanz der Individualität in all seinen Facetten und das Entkoppeln der angeborenen Talente und Fähigkeiten/Wahl des Lebensmodells von Bewertungen in Form z.B. unterschiedlicher Bezahlung. Das wäre wahre Gleichberechtigung; nicht auf Basis der erzwungenen Gleichmacherei, die dem ständigen Ver-Gleich und Bewertung noch Vorschub leistet.
 
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Im Umkehrschluss bedeutet es, einer Frau zu verunmöglichen an der erheblich verbesserten Lebensqualität teil zu haben? Sie hat zu Verzichten für Mann und Kinder?

Was hat sich an der Lebensqualität für die Frauen wirklich verbessert, das man nicht auch in anderer Form vielleicht besser hätte erreichen können?
 
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