Ein auf einer kontrollierenden Instanz = Geld gebautes System. Ich gehe einen Schritt zurück und sehe mir an, was Geld macht und wer Geld macht und wozu diese kontrollierende Instanz überhaupt eingebaut wurde und ab wann das ausartete. Und die Vorgaben stammen von denjenigen, die am System profitieren.
Geld ist nur ein Tauschmittel, das den Wert einer Leistung repräsentiert. Tauschmittel in dieser Form hat es immer gegeben.
Die Menschen erfüllen von selbst ihre Rolle und das freiwillig, wenn sie sich von klein auf ihren Fähigkeiten widmen können, ohne dabei auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner zurechtgestutzt zu werden, wie es in der Schule geschieht, mit dem ständigen Fokus darauf, was sie FALSCH machen.
Das bezweifle ich. Wäre kein Druck da, würden Kinder gar nichts tun (was man ja in manchen genialen Erziehungsmethoden auch sieht). Das Kind hat kein Animo, in der Intesität und Geschwindigkeit zu lernen, wie das im Schulsystem notwendig ist, weil Spielen halt lustiger ist als etwas zu lernen, bei dem man als Kind nicht weiss, wozu man es braucht.
Sieh dir mal die Kinder in einer Klasse genau an an. Du wirst unter Garantie jede Begabung darin finden, nichts wird zuviel oder zu wenig sein. Du wirst Kinder finden, die darin gut sind Kontakte zu knüpfen und zu vermitteln, du wirst Kinder finden, die technisch begabt sind und welche die sprachenbegabt sind, andere sind wieder kreativ oder handwerklich. Alle Fähigkeiten kommen in einem perfekten Gleichgewicht zur Welt und das wird in künstliche Strukturen hineingepresst und später mit einem permanenten Zwang versehen, leisten zu MÜSSEN, ob das nun meinen ureigensten Fähigkeiten entspricht oder nicht.
Sie sind deshalb im Gleichgewicht, weil die Kinder die jeweiligen Eigenschaften über Prägung von ihren Eltern übernehmen. Würde man das System aber verändern, dann würde es instabil werden.
Millionen von Menschen haben mittlerweile das so ungefähr 150 Jahre bestehende Schulsystem passiert ... und es war eine Zeit des dauernden Aufschwunges. Alleine schon die Veränderungen der letzten 2-3 Jahrzehnte haben das Schulsystem destabilisiert und die Qualität der Absolventen und damit ihre Chancen im Leben und auf dem Markt gesenkt.
Wieso finden sich immer Leute, die sich freiwillig und ehrenamtlich dem Santitätsdienst anschließen, der Feuerwehr? Die Leute wollen doch gar nicht auf der faulen Haut liegen, sie wollen gemeinsam an einer Sache dran sein, die zur Verbesserung der Lebensumstände führt! Solange die Wirtschaft global agiert, mit seinem verdammenswerten Wachstumswahn, mit all seinen kranken Auswüchsen, solange besteht auch der Zwang. Und solange dieser besteht, werden sich Menschen verweigern.
Das sind aber mehr Themen die da dahinter sein. Natürlich auch soziale Aspekte, natürlich auch Interesse. Aber sehr wohl dann auch wirtschaftliche Interessen (Netzwerken, Berufsaussichten, ...).
Da würde eine Ablehnung der Globalisierung gar nichts ändern. Denn auch der Staat lokal muss schauen, dass die notwendige Exekutive da ist, die an den einzelnen Stellen benötigt wird. Kein Staat kann es sich leisten zuzulassen, dass manche - ggf. sogar systemerhaltende - Funktionen unbesetzt bleiben, weil niemand Lust drauf hat.
Gibt man die Wirtschaft der Region zurück, wird sie sich von selbst auf das benötigte einpendeln, es werden selbstständige Kreisläufe zwischen den Regionen entstehen, was wo gebraucht wird und der Zwang, ständigen Überschuss erwirtschaften zu müssen, der dann letztendlich im Müll landet, ist vorbei. Das gibt uns die Möglichkeit, jene Regionen mit der Grundversorgung auszustatten, die geologisch mit der Selbstversorgung im Nachteil sind. Die Infrastrukturen dazu sind da. Niemand muss gezwungen werden. Streicht man den Leistungszwang raus und setzt auf freiwillige Mitarbeit, dann werden die Ergebnisse von vornherein besser sein, denn jeder macht lieber etwa freiwillig, was er gut kann, als lässt sich zu irgendwas zwingen. Und diese ganze Ramschwirtschaft, die nur und ausschließlich zu Müll führt, wäre auch vorbei.
Bin ich völlig bei dir, mit einer Rückführung auf lokale Strukturen und kleine Strukturen rennst Du bei mir offene Türen ein. Nur: das wird nicht passieren, denn die Leute lieben den Billigschrott, sie wollen sich den Anschein des Reichtums geben, wollen alle durch das Marketing geweckten Bedürfnisse erfüllen. Und das geht ohne Billigmüll nicht. Daher wird letztendlich niemand drauf einsteigen.
Nicht ganz, aber ja, das ist einer der Faktoren. Wird dann in diversen Ausbildungen schön weitergeführt.
Ja, aber das liegt doch daran, wie wir selber unsere Kinder behandeln. Wie wir die Leute schulen, die unsere Kinder behandeln. Das ist kein systemisches sondern nur ein bildungstechnisches Problem.