Demos gegen Einschränkungen der Grundrechte

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Ich kenne nur sehr wenige Leute in Deutschland, die von den Maßnahmen nicht irgendwie genervt sind. Und das kann ich auch durchaus verstehen. Keine klare Linie für Schulen und Kindergärten, Berufsgruppen, die um ihre Existenz bangen etc. zehren an den Nerven bzw. lassen diese bei einigen blank liegen. Das geht mir hier in Schweden mit seinem vergleichsweise sehr lockeren Umgang nicht viel anders. Ich bin auch genervt. Ich bin arbeitsuchend, und das erweist soch gerade auch Corona-bedingt als schwieriger. Und ich würde auch gerne mal wieder ins Kino gehen oder im Restaurant essen anstelle nur das Take-Away-Angebot in Anspruch zu nehmen. Es ist alles nicht einfach.

Das ist in der Tat nervig. Und das heute so morgen wieder anders und übermorgen kippt es das Gericht geht mir persönlich ziemlich auf den Sender.
Obendrein von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen.

Wenn von Schweden die Rede ist, liest sich das ja meist so schön easy peasy. Entspannte gechillte Leute, ach ja bisschen Corona ist da auch.
Der große Vorteil in Schweden ist wohl, dass die Leute in Schweden halt Schweden und nicht Deutsche sind. In Deutschland ist man mit ein paar Hygieneregeln schon grenzenlos überfordert und schreit Diktatur, Diktatur. *gg*

Und viele Leute wünschen sich in solchen Situationen einen Sündenbock - jemandem, dem sie die Schuld für die Lage in die Schuhe schieben können. Dass hier die "Schuld" beim Virus bzw. der Pandemie liegt und NICHT bei den Maßnahmen zur Eindämmung - dass die Eindämmung sogar u.U. dafür sorgen könnte, dass die Lage nicht noch viel schlimmer wird - wird ignoriert oder sonstwie negiert, denn das Virsu ist kein guter Sündenbock, und das bildet auch kein so schönes leicht verdauliches Narrativ wie die gängigen Verschwörungsmythen.
Bis zu einem gewissen Grad kann ich das auch nachvollziehen und auch akzeptieren.

Bin ich ganz bei dir.

Die Linie zur Geschmacklosigkeit wird aber deutlich überschritten, wenn eben diese Situation und die Maßnahmen mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt werden. Wenn also auf Demos Judensterne mit der Aufschrift "ungeimpft" o.ä. getragen werden. Ein Jude zu sein hat die betroffenen Menschen damals von den Nazis erhebliche Repressalien bis hin zur Ermordung eingebracht. Das alles droht Impfgegnern und anderen Verschwörungsmythos-Anhängern nicht. Dass sie dennoch diesen Vergleich heranziehen, zeigt nur, dass sie sich eine künstliche Opferrolle suchen, um sich dann darin zu suhlen - auch das ergibt immer eine schönes leicht verdauliches und sich selbst künstlich erhöhendes Narrativ. Und mit dieser künstlichen und falschen Opferrolle wollen sie dann die Diktatur der eigenen Meinung durchboxen. DAS ist einfach nur ekelhaft.
Absolut.
Auf der Bühne in glaube Simmern war das, habe den Artikel gerade nicht vorliegen, zeigte der Arzt Rolf Kron jüngst auf der Bühne von Querdenken den Hitlergruß. Das wird jetzt auch ein juristisches Nachspiel für ihn haben.

Oder der HNO Arzt Bodo Schiffmann, mit seinen wahnhaften Umsturzphantastereien die er vor Publikum vorträgt, wenn er nicht gerade wieder ein paar tote Maskenkinder erfindet.

Die Liste ließe sich beliebig weiterführen, weil es so unendlich viele Beispiele gibt und man sich nur noch an den Kopf packen kann, was da aktuell von statten geht.

Diesen thread nutze ich daher auch, um auf diese Umtriebe hinzuweisen bzw. aufzuzeigen.
 
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Wir erleben in dieser Zeit live, wie es im letzten Jahrhundert zu dunklen Zeiten führte, so war der Anfang... Nur war es kein Virus was regierungsgegnern das Futter bot.

Tja die Frage ist hier wie man damit umgeht, die Menschen damals machen den Fehler weg zu sehen und es zu ignorieren, bis es zu spät war..

Und wir nun ich ja befürchte es läuft aufs selbe hinaus, ja wir schreiben drüber, heißen es nicht gut, schütteln den Kopf, aber was bedeutet dies schon, ich denke das auch vor 90 Jahren die Menschen nicht alles toll fanden und sich unterhielten, aber wegsahen..

Ich halte es für wichtig darüber zu schreiben, aufmerksam zu machen.
Ob sich den Protesten jemand anschließt, muss jeder für sich selber entscheiden.
Ebenso, welchen Menschen man sich bei Protesten anschließen mag.

Künstler die die Tage demonstriert haben und diesen Protest kann ich sowas nachvollziehen, haben sich von Querdenken bereits auch schon auf der vorherigen Demo expliziet distanziert.
 
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