DDR

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ich habe manchmal den Eindruck das viele, die in der DDR lebten ihr eigenes land nicht kannten,

habe zwar nicht in der DDR gelebt, und maße mir daher eine objektivere Meinung an ;),
und zwar darüber, dass Menschen ob hierzulande (D) oder anderswo (wo es der Fall ist)
sehr daran glauben, sie wüssten schon Bescheid, was in einem anderen Land los war oder ist,
einfach weil sie die 'Mythen' darüber gelesen haben und sich daraus ein Bild kreierten,
welches sie nicht mehr in Frage stellen (können), weil sonst ihr Weltbild zusammenbricht
und sie sich neu und anders orientieren müssten, und das alleine, weil damit
nicht an die kollektive Meinung anknüpfen können

eine Diskussion hilft da auch nicht wirklich, nicht mal eine Reise oder kurzer Aufenthalt,
weil auch da durch die ideologische Brille betrachtet und interpretiert wird

meistens

sich die Freiheit zu nehmen, eine abweichende Meinung zu haben, können
nur Menschen mit guter Bildung oder die, die ganz einfach sind und sich auch sonst
wenig um die Politkorrektheit scheren, weil sie es eher mit Menschen
und Lebensumständen haben
 
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Du verstehst nicht
Du redusierst nur auf das eine
Die DDR war ein Unrechtsstaat
Da sind wir uns ja einig
Das unterstreiche ich ja auch
Daneben gab es eben auch eine andere DDR
Warum willst du es nicht anerkennen?

Niemand hat hier nur auf das eine reduziert. Du glaubst das immer nur.
 
Die Frage ist, wie "man" ""Gerechtigkeit"" für sich versteht.

Die Fesseln sind die Selben, nur die farben davon sind anders.
Wer das verkennt, weiss über Politik nichts.
Es ist doch völlig irrelevant, wie der Einzelne Gerechtigkeit individuell für sich versteht.
Der Westen war immer ein Rechtsstaat, die DDR war ein Unrechtsstaat, der Menschen eingesperrt hat, wenn sie gegen die staatlich verordnete Ideologie öffentlich aufbegehrten und im schlimmsten Fall wurden Menschen erschossen, wenn sie flüchten wollten. Es gab einen staatlich legitimierten Schießbefehl. Das muss man sich mal vor Augen führen....
Natürlich kann man auch in einem Rechtsstaat Fesseln spüren, doch kein Vergleich mit den Fesseln der DDR.
Ich verstehe allerdings was @JimmyVoice meint, wenn er erzählt, dass die Menschen dort es sich auch schön gemacht haben. Das glaube ich auch, denn es gab einen Unterschied zwischen dem Staatssystem und den Menschen, die sich ihr Leben ja auch irgendwie lebenswert gestalten wollten. Und man darf nicht vergessen, dass es letztlich die Menschen der DDR waren, die in diesem Unrechtssystem nicht mehr mitspielen wollten und es zu Fall brachten.
Wenn jetzt wieder so eine gewisse Ostalgie ausbricht, dann darf man aber m.E. nicht das Unrecht ausblenden.
 
die DDR wird so lange, wie sich Menschen an die DDR erinnern können, Thema sein.
Für die Jüngeren ist sie Geschichte.
selber kann ich gut nachvollziehen, daß Menschen sagen, sie haben es sich in der DDR schön gemacht usw.. Es ist wahrscheinlich Teil ihrer Kindheit, Jugend, ihr Leben dort gewesen. Und wenn es ihnen gut ging, ist es auch ihre Heimat gewesen. Sie sind geprägt von klein auf an das System. Die DDR wird mM immer ein Teil bleiben in ihrem Leben, solange sie leben. Genauso wie es Menschen gibt, die in dem System gelitten haben, bis heute traumatisiert sind durch Gefängnis, Folter usw. Es ist alles Vergangenheit, Geschichte, das Thema ist durch. Und die ehemaligen DDR- Bürger werden das ihr Leben lang mit sich rumtragen, das Gute und das Schlechte.

es ist immer schwer über ein System zu sprechen, darüber zu urteilen, wenn man es selber nur als Außenstehender mitbekommen hat, darin nicht gelebt hat. Und wie ich, weder Verwandte noch Bekannte "drüben" hatte, also praktisch gar nichts mitbekommen hat, außer was man so im Fernsehen gesehen oder in der Zeitung gelesen hat.
 
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Viele die in der DDR geblieben waren, sind doch nicht geblieben weil die DDR, genauer das System, so toll und super war.
Wenn man sagt, man konnte in der DDR auch gut leben und als Antwort bekommt: "Warum sind denn so viele gegangen"
Dann ist es viel zu kurz gedacht und impliziert nur, das die die geblieben das System so toll fanden, was eben keine richtige Schlussfolgerung ist.
Auch hier gilt eigentlich bei vielen
Man ist nicht wegen der DDR sondern trotz DDR geblieben.
Sich eingerichtetet zu haben heisst eben nicht mit allem einverstanden gewesen zu sein. Freunde, Bekannte, Heimat kann nicht einfach jeder so zurücklassen und in einem fremden Land von vorne anzufangen, kann auch nicht jeder.

Letztendlich haben eben nicht Die die die DDR verlassen hatten etwas geändert, verändert, sondern die Dagebliebenen.

Veränderungen erschafft man von Innen und nicht von Aussen
 
Von Montag bis Donnerstag dieser Woche bin ich nun auf einer Art Erinnerungsreise in Erfurt und in Weimar gewesen.

Und konnte vielerlei Eindrücke sammeln.
 
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Du verstehst offenbar nur nicht meinen Vergleich. Beides waren Unrechtsregime wo Meinungsfreiheit nichts galt.



Im Gegensatz zu den wohl meisten hier habe ich zu Zeiten der DDR einiges gelesen von Schriftstellern innerhalb der DDR und auch von geflüchteten Schriftstellern.
Im übrigen kann man etwas auch beurteilen, ohne es selbst erlebt zu haben - oder darf ich jetzt nicht mehr schreiben "Krebs macht Aua" nur weil ich es selbst glücklicherweise nicht erlebt habe?
Natürlich
Nur ist die Beurteilung nicht wirklich umfassend, sondern es fliesst auch eigene Subjektivität mit rein
 
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