DDR

Und ich kenne keinen der sich in der DDR totgeschuftet hat, da ist man während der Arbeitszeit zum Frisör zb. :D

Dazu fällt mir eine Geschichte ein und die ist KEIN Witz! :D

Mein Mann hatte nach der Wende beruflich in Thüringen zu tun. Da wurde im Niemandsland ein neues Werk aus dem Boden gestampft mit Schichtbetrieb (wir verkauften eine Maschine dorthin) und der Werkmeister meinte damals, er hätte große Probleme mit den Mitarbeitern, weil die nicht gewohnt waren, 8 Std. am Stück durchzuarbeiten, weil meist nach ein paar Stunden irgendein Material ausging und man erst auf Nachschub warten musste....:D
 
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Dazu fällt mir eine Geschichte ein und die ist KEIN Witz! :D

Mein Mann hatte nach der Wende beruflich in Thüringen zu tun. Da wurde im Niemandsland ein neues Werk aus dem Boden gestampft mit Schichtbetrieb (wir verkauften eine Maschine dorthin) und der Werkmeister meinte damals, er hätte große Probleme mit den Mitarbeitern, weil die nicht gewohnt waren, 8 Std. am Stück durchzuarbeiten, weil meist nach ein paar Stunden irgendein Material ausging und man erst auf Nachschub warten musste....:D

Wir haben immer gewitzelt, dass die Arbeit wie eine Olympische Disziplin ist, Anwesenheit ist alles. :D

Und meine Miete in Berlin, eine zwei Zimmerwohnung war 21 Mark im Monat.
 
Wir haben immer gewitzelt, dass die Arbeit wie eine Olympische Disziplin ist, Anwesenheit ist alles. :D

Und meine Miete in Berlin, eine zwei Zimmerwohnung war 21 Mark im Monat.
Nach der Wende waren andere anwesend, die deine Wohnung gekauft, restauriert und teuer vermietet haben. Ein ungebrochener Trend, der bis heute anhält. Echt witzig.
 
Wir haben immer gewitzelt, dass die Arbeit wie eine Olympische Disziplin ist, Anwesenheit ist alles. :D

Und meine Miete in Berlin, eine zwei Zimmerwohnung war 21 Mark im Monat.

Haha....ja, man muss sich einfach arrangieren mit den Verhältnissen. :D
Mit der DDR hatten wir vor der Wende nichts zu tun, wohl aber mit Ungarn.
Da waren wir oft und gern. Mein Mann war dort beruflich sehr oft und so entstanden auch private Freundschaften und wir machten auch manchmal Kurzurlaube dort.
In Privatwohnungen unterhielten wir uns über Politisches nur mit laut aufgedrehter Musik (Wände haben Ohren, sagten sie immer), wohnen durften wir nur in einem einzigen Hotel, wo alle Westler untergebracht waren und natürlich wurden wir auf Schritt und Tritt beobachtet....
Das Gefühl, über die Grenze zu fahren und überall die Wachtürme zu sehen, war zwar schon immer ein sehr beklemmendes und irgendwie war ich immer erleichtert, wenn wir ohne Probleme wieder rauskamen.

Aber die Menschen waren so gastfreundlich und liebenswürdig. Sie hatten selber nicht viel, aber wir fuhren immer voll beladen mit Wein und Salami und Köstlichkeiten nach Hause :D. Im Gegenzug brachten wir ihnen oft Medikamente mit, die drüben nicht zu bekommen waren.....
 
Dem DDR Bürger war nicht bewusst, was Kapitalismus wirklich bedeutet, jetzt weiß er es.
Ja, ist gut, wenn man über sich selbst lachen kann. Nur so kann man zeigen, dass man gereift ist und sich weiter entwickelt hat.
Dennoch, etwas makaber ist es schon, wenn man bedenkt, dass du quasi für diese Investoren deinen Platz geräumt hast... es sei denn, du hattest 100.000 zum Investement. Dann bist du natürlich eh der lachende Gewinner.
 
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Bei wem soll jetzt hier eigentlich eine Nostalgie zu Grunde liegen?
Ich hatte hier keinen gelesen, der hier das politische System DDR zurück haben will und die DDR über den Klee lobte

Mein Eindruck ist da aber ganz anders. Ich verstehe, wenn jemand das Beste aus seiner Situation macht, aber der Haupttenor ist schon unerträglich nostalgisch. Mein Ex war auch Ossi, er war da weitaus nüchterner im Rückblick.
 
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