Hier ein Beispiel:
Wenn ich darüber nachdenke, dass ich bestimmt ein guter Pianist bin ...
Ich finde dein Beispiel nicht passend, oder zumindest für mich nicht nachvollziehbar.
Wenn jemand Pianist werden will, dann ist das eine Sache, die sich im Außen abspielt und in keinster Weise die Persönlichkeit beeinflusst. Bleibt es bei der Planung, dann kann man vielleicht von Disziplinlosigkeit, Phlegma etc. sprechen.
Einen spirituellen Lebensweg zu gehen und hier die Gedanken und Ideale in das eigene Leben zu integrieren, erfordert zum großen Teil Bewusstwerdung (auch der Ausgangssituation) und Veränderung der eigenen Persönlichkeit.
Wer das nicht schafft, ist nicht disziplinlos oder phlegmatisch, sondern trägt wahrscheinlich so viele alte Probleme/Sorgen/Verletzungen und vor allem (Lern-)Muster in sich, dass er einfach keinen wirklichen Zugang mehr zu sich findet.
Um sich zu verändern, muss man sich da abholen wo man steht und das was man da sieht (wenn man ehrlich mit sich selbst ist, was den Nährboden für Transformation ausmacht), auch genau so annehmen können. Das erfordert viel Kraft, Mut und Selbstkritik.
Gerade in Eso-Kreisen sind ja genau diese Menschen zu finden, die fast an ihrer Vergangenheit und den alten Mustern ersticken, und da komme ich dann wieder zu meinem ersten Beitrag: Die, die am meisten darüber reden wie alles zu sein hat, schaffen es selbst am wenigsten.
Lg., und einen schönen verschneiten Sonntag!
R.