Das Herz und die Seele Indiens

Ich möchte mich hier einmal (öffentlich) bei einem Freund bedanken, den ich am Dienstag sterben fühlte.
Ich danke Dir, das ich Dich kennenlernen durfte.
Ich wünschte, Dein Tod wäre ein leichterer gewesen, aber es gab (in diesem Punkt) nichts, was ich für Dich hätte tun können und was (menschliche) Gesetze mir gestattet hätten.

Dies ist eine Welt ohne Gott
und sie lebt
in Unkenntnis über das,
was das Göttliche ist.

Ich vermag das nicht zu ändern
nur die Welt selbst
vermag
dies zu ändern
oder eben nicht.

Aber durch das, was sie entscheidet,
wird sie verändert werden,
für immer.

Und Ihr, die Tiere, seid die Ersten,
die das wissen.
Den wer könnte Mutter oder Vater näher sein
als Ihr, Ihre jüngsten Kinder,
die Ihr in solcher Vielfalt ihre Schöpfung belebt.

Es ist gut zu wissen, das Dein Kampf geendet hat, mein Freund,
dort in den Armen Deiner großen Mutter, hier der Erde
und Deines ewigen Vaters, des alles verbindenden Bewußtseins der Schöpfung.

Ich konnte das Ende Deines Kampfes fühlen und es tut gut, das zu wissen.
Das er enden kann.

Diese Gesetze werden unverändert erhalten
für alles was existiert und sich erfährt,
für immer.
Nie hat sie etwas verändert,
nie wird sie etwas verändern.
Nichts hat sie verwirrt
seit dem Anbeginn der Zeit.
 
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denken aufhören
fühlen
die Stille der Nacht,
die Geräusche, den Regen -
klingt es wie ein Hufschlag?
(nein! schon wieder ein Gedanke)
aufhörn
AUFHÖRN
AUFHÖRN!!!

ich will den Regen hörn,
will die Weltenseele spürn -
dann werde ich auch den Hufschlag hörn.
 
Dies ist eine Welt ohne Gott


...sagst du...

Regina. Es gibt die Welt nicht ohne Gott und Gott nicht ohne die Welt und die Welt nicht ohne Gott und Gott nicht ohne die Welt UND DIE WELT NICHT OHNE GOTT AUCH WENN SIE DAS EVENTUELL NICHT WEISS

(glaubs mir)
 
Es gibt die Welt nicht ohne Gott
Das weiß ich doch ..Du siehst, ich muss es Dir gar nicht glauben...;-)!Ich weiß, dass Gott auch in dieser Erscheinungsform IST, weil sie sonst nicht existent sein könnte (in dieser Welt)
Trotzdem drücke ich es hier so aus: es eine Welt ohne Gott, weil sie finster ist
ohne Wissen, bestimmt von Angst und Glauben anstatt Liebe und Wissen
Aber da das Opfer (die Erscheinungsform) in sich begrenzt ist, ist MIT diesem Opfer auch die Grenze der Erscheinung definiert.

Das ist ein Trost für jene die die Finsternis als Finsternis sehen
Und ein Schmerz für jene, die nichts sehen, außer die Erscheinungsform selbst

Ah ja und Guten Morgen!

@rocket soft

das erinnert mich an eine Gedicht das ich einmal las
es war ein Gedicht über den Tod und endete mit der Zeile

"Wo die Legion der Freiheit mich mit flatternden Mähnen erwartet"

hab es leider nicht mehr wieder gefunden..

wenn Pferde selbst hinübergehen dürfen, gallopieren sie manchmal in den Tod
man beobachter sie dabei und kann nicht mehr traurig sein...

doch nur den wenigsten wird so ein Tod zum Schicksal
die meisten sterben unter dem Einfluss von Gift
anstatt mit diesem Gefühl der Freiheit sterben sie mit der Angst des Ertrinkens
des hinabgezogen werdens in eine Dimension die Ihnen fremd/unbekannt ist

eine unnütze Qual, die nicht erkannt wird, weil sie im Außen nicht in Erscheinung tritt

LG
 
Regina.Svoboda schrieb:
Aber da das Opfer (die Erscheinungsform) in sich begrenzt ist, ist MIT diesem Opfer auch die Grenze der Erscheinung definiert.

Ah ja und Guten Morgen!

Haltaus. Das versteh ich nicht. Ich mein, den ganzen Satz. Meinst du damit, daß allein die Tatsache, daß etwas erscheint, ein Opfer ist? Oder sonst was... du weißt, mit meinem Erdfraubaumwurzeldenken mußt du altes Entisch verwenden (auch wenn das seeeehhhr viiieeel Zeeeiiit braucht)
 
Meinst du damit, daß allein die Tatsache, daß etwas erscheint, ein Opfer ist?

Die ERSCHEINUNGSFORM I S T das Opfer!
Jede Abtrennung ist ein Opfer, daher ist die Schöpfung ein Opfer und der Ursprung der Schöpfung ein Schmerz

ABER würde das ERKANNT werden (in der Zeit, SOFORT) würde es SOFORT beendet werden

also was gilt es hier zu tun?
das NICHT WISSEN dem Wissen entgegenzusetzen
so das das Nicht wissen in seiner ERSCHEINUNGSFORM erneut zum Wissen ZURÜCKkehren kann und nicht SOFORT wieder in es eintritt

und was gilt es ZUVOR zu tun?
etwas IN ERSCHEINUNG treten zu lassen, worauf das NICHT WISSEN aufbauen kann (hier die weibliche Form, die Erde, die Natur, der Körper, der SPIEGEL)
aus NICHTS kann nichts entstehen
somit gibt es ETWAS das in Erscheinung tritt oder nicht in Erscheinung tritt, aber es gibt nie nichts (nicht sein) nur die Erscheinungsform vom "nicht sein"
das Nichts oder nicht sein
ist somit das Depandant von dem
was war, bevor es wurde

in den Upanishaden findest Du das so

"Diese Welt ist ein Opferfeuer Gautama. Sein Brennholz (der ORT des Feuers hier) ist die Erde, der Wind (die Bewegung der Erde) sein Rauch (erhält Ihre Erscheinungsform oder den Zyklus), die Nacht seine Flamme (der duch die Bewegung erschaffenen Gegensatz). Die Himmelsausrichtung seine Kohle (erhält diesen Gegensatz aufrecht), das was dazwischen existent ist, seine Funken.
In diesem Opfer(feuer) opfern die Götter.

Der Regen (der Zyklus/die zyklische Zeit HIER ) ist die Spende(das Opfer) aus Ihm entsteht die Speise (das was aufgenommen werden kann/ was die ERFAHRUNG ermöglicht.

Der Mann (das Männliche) ist ein Opferfeuer (denn das was das Männliche ist VERZEHRT sich /wandelt sich in dem was das Weibliche ist(begrenzt statt unbegrenzt/endlich statt unendlich, illusionär, statt wirklich, Erscheinungsform statt Wahrheit, getrennt statt EINS). Sein Brennholz ist der geöffnete Mund (das er trennt, was ist, durch das was er ist und so erschafft oder auch zerstört) der Hauch (der Atem oder Zyklus) sein Rauch (hält diese Erscheinungsform aufrecht) das Auge seine Kohle..indem er das, was er erschafft, in sich aufnimmt, hält er das Feuer in Gang(!)), das Ohr sein Funke (und das was er nicht aufnimmt und nicht schafft /nicht an SEINEM Zyklus beteiltig ist, doch auch hören kann/ein Bestandteil seiner Erfahrung ist)

Die Frau (das was das Weibliche ist), ist ein Opferfeuer, Gautama. Sein Brennholz ist Ihr Schoß. (Der ZYKLUS dessen was das Weibliche ist. In diesem ZYKLUS wandelt sich das EINE zum VIELEN, das Ungeteilte, das ohne Sehnsucht ist zur EMOTION und das VERLANGEN, nach dem EINEN, dem UNgeteilten, wird so zur Sehnsucht dessen was das Weibliche ist, der Sehnsucht auch zu HEILEN, wieder (selbst)GANZ zu werden, ist Ihre Ausdrucksform zu vereinen, Ihre Sehnsucht/Ihr Verlangen)
Die Haare sein Rauch (die ERSCHEINUNG der Vielfalt, hält die Erscheinungsform der Geburt aufrecht), Ihre Scham seine Flamme (die MÖGLICHKEIT durch das was das Weibliche ist (in Ihr mit Ihr und Durch Ihr) diese (ursprüngliche Einheit wieder zu fühlen und so, das was das Männliche in der Erscheinungsform ist, SIE SELBST ANZIEHT, aber auch anziehend WIRKT auf das, was das Männliche ist, so IN SICH hineinzieht(!)), die Zeugung (als Resultat diese Vereinigung, und so den Zyklus im Gang hält) seine Kohle,
die Lust Ihr Funke. (das was NICHT Teil IHRES Zyklus ist, doch auch TEIL Ihrer Erfahrung wird, von Ihr wahrgenommen werden kann, als Teil des Geschehens)

In diesem Feuer (der Vereinigung von dem was das Weibliche ist und das was das Männliche ist), opfern die Götter den Samen
(gibt das Ungeteilte seine Ungeteiltheit auf und wird TEIL der Erfahrungswelt)
Aus dieser Spende entsteht der Mensch (in der Erschinungsform von der Geburt/dem LEBEN)

Er (es tritt in Erscheinung) wird geboren, lebt solange er lebt und wenn er stirbt, trägt man Ihm zu Feuer.
Dieses Feuer (Alterung und Tod) ist ein Opferfeuer (das zurückgibt dem Ungeteilten was gegeben wurde).
Das Brennholz SEIN Brennholz
Der Rauch SEIN Rauch
Die Flamme SEINE Flamme
Die Kohle SEINE KOHLE
Die Funken SEINE Funken
In diesem Feuer opfern die Götter den Menschen (und das Leben das Leben)
(in diesem Feuer wird geheilt, was getrennt wurde, erneut ewig, was sterblich war) aus dieser Spende entsteht das lichtfarbige Purusha (das alles verbindende Bewußtsein der Schöpfung).

Hier ist (wenn man es erkennen kann) auch auf den UNTERSCHIED der Opfer ART (von dem was die Erde ist und dem was der Mensch ist) sichtbar
Auzug Brihad-Aranyaka-Upanishad

LG
 
habe ich literarisch auch einmal so ausgedrückt

Ein Feuer ist die Welt

Ein Feuer ist die Welt
Und die, die Ihr verfallen
Sind Brennholz wie die Sonne
Sie fanden an Ihr gefallen
(Oder die Welt an Ihnen?)

Feuer ist die Sehnsucht
Es brennt, wer Sie erfährt
Verflüssigt ist die Form
Und flüchtig wird, was schwer
(Verbrennt der Geist die Form?)

Sahst Du es, als der Himmel brannte?
Was nennst Du Gewitter, ist es Wohlbekanntes?
Hast Du sein Geheimnis gesehen?
Feuer und Wind, Wasser und Eis werden zugleich genannt.
(Was ist es, was sich dort wandelt, erneut von der Erde gebannt?)

Wahrlich, ein Feuer ist die Erde
Ihr Brennholz ist die Ewigkeit
Im Funkeln Ihrer Nächte
Erliegt Sie selbst der Zeit

Aus Feuer ist, was Sie gebährt
Ein Feuer ist, was sich verzehrt
Ein Leben ist, was Ihr verfällt
Ein Streben ist’s, was Sie erwählt.

Wahrlich, ein Feuer ist der Mann
Und was er spricht, verzehrt Ihn
Und was er schweigt, vermehrt Ihn
Und was er ficht, das hemmt Ihn
Und was er lässt, das hebt Ihn

Ein Feuer ist der Same
Sein Brennholz ist, wer Ihn begehrt
Und dort wo neues Leben
Entsteht, es sich verzehrt

Wahrlich, ein Feuer ist die Frau
Ihr Brennholz ist Ihr Schoß
Was Sie spricht, es verzehrt Ihn
Was Sie schweigt, es vermehrt Ihn
Was Sie ficht, das hemmt Ihn
Was Sie lässt, das hebt Ihn

(Regina Svoboda 19.02.05 Gedicht nach dem mystischen Text der Upanischaden ChU5.4.1.-5.9.2)
 
Wir müssen jetzt wohl beide damit leben, daß du davon überzeugt bist, die Schöpfung hat ihren Ursprung im Schmerz und ich davon überzeugt bin, die Schöpfung (wenn ich es denn so nenne) IST Freude, sonst wäre sie nicht.

Und daß du davon überzeugt bist, daß irgendeine Art von Trennung stattfindet, und ich davon überzeugt bin, daß es keine Trennung gibt, weil es sonst NICHTS gäbe.

Seufz. Irgendwann werden wir voreinander stehen und erfahren haben, ob und was nun ist oder auch nicht. Und dann werden wir ziemlich viel lachen, glaub ich. :kiss3:
 
Ich muss nicht damit leben und ich muss nicht damit sterben. Ich lebe und sterbe im Wissen um die Wahrnehmung aufgrund einer eingenommenen Perspektive. Diese habe ich gewählt und sie bestimmt MIT wer oder was ich bin
das schrieb ich auch
und das dies ALLES am Ende einer Perspektive oder Wahrnehung entspringt, die zu einem Geschehen eingenommen wird
somit ist beides gültig, und beides erfahrbar

Freude könnte nicht definiert werden ohne den Gegensatz
und umgekehrt

LG
 
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mit der Aussicht wieder auf den 17 Gesang zurück zu kehren

Die Betrachtung des OPFERS hat hier Ihren Ausgang genommen durch das ABBILD der Opferung im BILD der Religion

11
Ein Opfer, das der VORSCHRIFT nach(!)
der Fromme darbringt nur aus PFLICHT(!)
UND ohne Rücksicht auf den Lohn,
der Wesenhaftigkeit entspricht.
12
Ein Opfer, das FÜR HIMMELSLOHN!!!!!!!!!!!!!!!!!
man darbringt und aus Prahlerei
das hat nur eingeschränkten Wert
WEIL ES VON LEIDENSCHAFT NICHT FREI.
13
Ein Opfer WO DER GLAUBE FEHLT(!)
GESETZWIDRIG(!) das Feuer flammt
das ohne Spende, Speise, Spruch,
der finsteren Dunkelheit (dem Nichtwissen) entstammt.

im Ausgangspunkt hier

es wirft auch die Frage auf: wozu dient das BILD
ich sagte bereits es dient dazu einen IMPULS zu setzen, zu erinnern, wie auch ein Bild (zB aus einem Urlaub) ERINNERT

und wozu dient nun der GLAUBE im Abbild der Religionen?
wenn er RICHTIG verstanden wird, bedeutet GLAUBE VERTRAUEN
Vertrauen nicht in das was von AUSSEN kommt, sondern das was VON INNEN kommt, als ANTWORT auf dieses Bild

der Zweifler sieht auf das Bild und zweifelt, weil er es als etwas sieht das von AUSSEN kommt
und der, der den undienlichen GLAUBEN praktiziert GLAUBT etwas WEIL es von AUSSEN kommt

beides ist nicht das, was im "Glauben" dienen kann

Glaube im Abbild bedeutet eigentlich
VERTRAUEN in seine EIGENE Empfindung OBWOHL es von außen noch nicht wahrgenommen werden kann und von außen angestoßen wird
Glaube bedeutet auch Vertrauen in seine EIGENE Wahrnehmung OBWOHL etwas SO im Aussen (noch) nicht wahrgenommen werden kann, aber im Inneren als Anstoss empfunden wird

die Buddhisten sagen: ich nehme ZUFLUCHT
es bedeutet nicht ich GLAUBE, sondern eigentlich: ab nun VERTRAUE ich dem, was innen ist und lasse mich von dem was in mir ist ANLEITEN
und wenn der Lehrer richtig verstanden wird, dann wird er als ANFÄNGLICHE HILFE verstanden diese VERBINDUNG in das was IN EINEM SELBST IST wahrzunehmen
wenn der Lehrer nicht richtig verstanden wird, dann wird er als ERSATZ für etwas gesehe werden, was nur in Inneren gefunden werden kann


ohne diese Bereitschaft der HINGABE an das was nicht greif oder sichtbar ist, ohne dieses Opfer, das so im Vijana Bhairava bennnt wird

(149.) Das wahre Feueropfer besteht darin mit dem Opferlöffel des Bewußtseins die Elemente, die Sinne und die Sinnesgegenstände in das Feuer des Altars der großen Leere darzubringen.

ist Kenntnisgewinn über die Quelle, das was HINTER der Erscheinungsform steht nicht möglich

ich erlaubte mir einen Ausflug in die Zukunft der Wissenschaft, die eine verbindende Wissenschaft sein könnte, in dem sie BEIDES wahrnimmt/anerkennt und die VERBINDUNG zwischen Außen und Innen so in ein Bezugsystem setzen kann

Es endete mit dem Hinweis das JEDE Erscheinungsform ein OPFER darstellt obgleich die OPFERART definiert ob man von weiblicher oder männlicher Erscheinungsform spricht

Im Bild würde das in etwas so sich darstellen

Jemand ist IMMER auf einer wunderbaren Insel mit allem was er braucht und ist und immer sein wird
nichts fehlt in alle dem
dieser Harmonie

doch eines Tages wird er neugierig und fragt sich:
Was ist außerhalb von dem, was ich kenne?

Und so begibt er sich auf das Meer hinaus und erreicht ein GANZ ANDERES LAND
dort ist NICHTS in Harmonie, wenn auch manchmal ETWAS davon durchschimmert

und als unser Besucher erschöpft und verwirrt wieder auf seiner Insel ankommt, sieht er sie plötzlich in einem ganz anderen Licht
zuvor war all das was ist, völlig ohne Bedeutung, weil es IMMER war und IMMER ist, und nun, durch die ERFAHRUNG des Gegensatzes hat sich alles verändert.
Die FREUDE über diesen Zustand wird nun GLEICHERMASSEN ein Bestandteil seiner Erfahrung wie das Leid, durch die Erfahrung des Gegesatzes.
Wie FREUT man sich nun über etwas, das zuvor GAR NICHT WAHRGENOMMEN WERDEN KONNTE, weil es keinen Gegesatz (auch nicht in der Vorstellung) darüber gab!
Aber dieses RESULTAT macht NEUGIERIG
Und so begibt sich unser Freund ERNEUT von der Insel weg und dringt TIEFER in dieses unbekannte Land vor
und ist erneut überglücklich zurückzukehren und die INTENSITÄT der Empfindung hat ZUGENOMMEN!!

Das Verlassen der Insel ist das OPFER
die FREUDE über das was Gott (die Insel) ist, das RESULTAT

Dies ist die Beschreibung des weiblichen Weges

Wird das was die Erfahrung des Verlassens der Insel (das OPFER) zu groß werden, würde unser Freund unter Tränen zurückehren und sagen:
was auch immer geschieht
mit jeden Mal bin ich tiefer in die Illusion eingetaucht, nun ist genug, ich möchte die Insel nicht mehr verlassen, denn ich habe die Insel vergessen und als ich das tat, nahm der Schmerz und die Angst in mir überhand (die Wandlung von Freude zu Schmerz definiert den Umkehrpunkt in der Erfahrung)


In der Beschreibung des männlichen Weges würde es so aussehen
Unser Freund lebt in der hektischen Stadt. Er hat IMMER dort gelebt, etwas anderes kennt er nicht. Nur manchmal suchen Ihn seltsame Träume auf, von Harmonie und Glück. Solche Empfindungen sind hier nur von kurzer Dauer und so lachen seine Freunde und sagen: Du träumst. DAS HIER ist alles was es gibt, immer gegeben hat und je geben wird, gib Dich damit zufrieden


Aber diese INNERE Empfindung läßt unseren Freund nicht los und so wird er bald zum Aussenseiter den er sucht etwas IN SICH das es hier nicht gibt.
Doch er beginnt VERTRAUEN zu entwickeln in diese INNERE Empfindung, die Ihn immer stärker wie eine konkrete ERINNERUNG heimsucht
Und je intesiver er sich nach innen begibt um so klarer erkennt er AUCH IM AUSSEN die Hinweise darauf, das diese Insel existent war/ist.

Er erkennt nun das er ALS MENSCH diese Insel nicht mehr betreten kann (im Mythos die Verteibung aus dem Paradies)

(86): Jesus sagte: "Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel haben ihr Nest. Der Sohn des Menschen aber hat keinen Ort, seinen Kopf niederzulegen und sich auszuruhen."

dass das, was IHN ausmacht, das LEBEN und die ERFAHRUNG in dem ist, was hier (im Bild) die Stadt ist
Aber das will er so nicht mehr!
er will zurück zu dem URSPRUNG aus dem er einst gekommen ist und den er nun IN SICH wieder gefunden hat!

für seine Freunde ist er zum Narren geworden, weil diese sich nicht an Ihren Ursprung erinnern/ (noch nicht) erinnern. Aber für IHN hat sich nun alles gewandelt, den er SIEHT nun den GEGENSATZ zwischen der Insel und der Stadt, die den anderen noch verborgen ist

So bleibt seine Sehsucht unverstanden und auch seine WANDLUNG, sein ABWENDEN von dem, was die MENSCHLICHE Erfahrung ist und definiert.


Das verlassen der Insel war auch SEIN OPFER, doch es war Ihm nicht bewußt gewesen!
Als es Ihm BEWUSST geworden ist, war der Umkehrpunkt für Ihn erreicht.
(Die WAHRNEHMUNG!!! des SCHMERZES definiert den UMKEHRPUNKT in der Erfahrung des männlichen Weges)

Die (weibliche) Schöpferkraft(Materie, Natur/Tier) tritt BEWUSST aus dieser Einheit in die Vielfalt..sie BLEIBT mit Mutter/Vater VERBUNDEN, wie das Kind im Bauch der Mutter über die Nabelschnur mit der Quelle verbunden ist

Die männliche Schöpferkraft wird sich der Einheit (ihrem Ursprung) IM WEG bewußt und kehrt DURCH DESEN PROZESS zurück aus der Vielfalt in die Einheit

Das eine offenbart das HERAUSTRETEN
das andere das ZURÜCKKEHREN in das was die Quelle ist

Wenn zB der Mensch GEBOREN wird, ist das OPFER zunächst auf der Seite der Seele, die sich hingibt und sich selbst BEWUSST bleibt
WEIL es eine ANSTRENGENDE Erfahrung ist, braucht sie Liebe Fürsorge und Schutz als ERSATZ für das, was zurückelassen und vergessen wird

Wenn der Mesch ältert ist, ist das OPFER auf der Seite des individualisierten Bewußtseins, das sich mit sich selbst indentifiziert.
Doch wenn der Mensch sich hingibt (losläßt) wird der Tod zur befreienden Erfahrung, weil er zurück kehrt in das, was er vergessen hat

Je mehr er vergessen hat um so schwieriger fällt das Loslassen
Je mehr er erinnert wurde, um so leichter geschieht es

Je mehr die Seele als Seele bewußt war, um so schwieriger das geboren werden, das OPFER auf der geistigen Seite (und je größer der potenzielle Gewinn auf der anderen Seite)

Was also als OPFER empfunden wird und DAS ES ALS OPFER empfunden wird
SETZT VORAUS, das zu dem Geschehen eine Perspektive eingenommen wird

so sagten die einen:
was für ein Mensch, dieser Gautama. er hat Weib, und Hof und Reichtum zurückgelassen, er erscheint mir ein Narr, er flüchtet vor dem LEBEN

und die anderen:
was für ein Mensch, dieser Gautama, er konnte Weib und Hof und Reichtum hinter sich lassen, kein Meer kann jemals wieder sein Haus fortspühlen, kein Feuer seine Ernte vernichten, er hat das LEBEN gefunden


LG
 
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