Joey
Sehr aktives Mitglied
1) Es geht nicht mehr um Delta sondern um Omikron
Omikron ist für ungeimpfte (und auch ungenesene) Menschen tatsächlich zwar weniger riskant als Delta, aber nicht so viel weniger. Tatsächlich schnappte ich in einem Podcast (nicht der von Drosten) auch mal auf, dass es immernoch heftiger ist als der Wildtyp vor zwei Jahren; eine ordentliche(re) Quelle dazu habe ich aber noch nicht gefunden.
2) Trotz viel höherer Infektionszahlen sind die Krankenhaus-Einlieferungen zurück gegangen, v.a. Intensiv
Das ist sehr erfreulich. Dazu muss man aber auch sagen, dass das wohl auch an der geimpften Mehrheit liegt.
3) Der Impfstoff wirkt nicht steril, verhindert keine Infektionen
Er reduziert diverse Wahrscheinlichkeiten günstig; zwar nicht stark, aber immerhin auf eine Weise, dass die Impfquote einen Einfluss hat.
An der Möglichkeit eines als Nasenspray zu verabreichenden Impfstoffes wird ja gearbeitet. Die damit verbundene Immunität wäre auch zumindest theoretisch steril.
4) Der Impfstoff scheint sowieso nicht übermäßig gut gegen Omikron zu wirken, der Unterschied scheint gering zu sein.
Das ist leider wahr.
Und falls es um spätere und möglicherweise bedrohlichere Varianten gehen sollte bin ich der Ansicht:
1) Man kann keine Impfpflicht f. eine Variante beschließen die man nicht kennt
2) Man kann keine Impfpflicht f. eine Variante beschließen von der man nicht weiß ob sie überhaupt kommt
3) Man kann keine Impfpflicht beschließen, wenn man noch nicht mal weiß ob der aktuelle Impfstoff überhaupt wirkt
4) Man kann keine Impfpflicht beschließen für einen Impfstoff der noch nicht entwickelt und zugelassen ist
Der Vorteil der mRNA-Technik ist es, dass auf neue Varianten angepasste Impfstoffe sehr schnell entwickelt werden können. So gibt es auch schon Prototypen für an Omikron angepasste Seren. Aber scheinbar wurde die Testprozedur nicht für dieses Szenario angepasst/beschleunigt. Es hieß zwar mal, dass darüber diskutiert wird, wie man die Testphase für solche Impfstoffe verkürzen kann... weiteres darüber habe ich aber noch nicht gehört. D.h. die Testphase wird dann der Flaschenhals sein, an dem dann auch auf kommende Varianten angepasste Impfstoffe aufgehalten werden.
Generell denke ich, die Hürden für eine Impfpflicht sollten extrem hoch sein. Denn prinzipiell sollte schon jeder selbst entscheiden dürfen ob er sich irgendetwas spritzen lässt oder nicht.
Wie hoch sollten sie denn Deiner Meinung nach sein? Was wären für Dich brauchbare Kriterien?

