War nicht anders zu erwarten... wenn man bedenkt, aus welchen Umständen die Idee zur allgemeinen Impfpflicht geboren ist. Denn die Ankündigung zur Impfpflicht war vom damaligen Bundeskanzler schlicht ein Ablenkungsmanöver...
In Deutschland war das kein Ablenkungsmanöver. Die Diskussionen um Impfpflicht, bzw. Rufe danach, kamen kurz nach der Bundestagswahl auf -- kurz vorher haben es noch alle ausgeschlossen. Fairerweise muss man sagen, dass das etwa zum Höhepunkt der Delta-Welle war.
Warum ich aber dagegen bin:
1) Es geht nicht mehr um Delta sondern um Omikron
2) Trotz viel höherer Infektionszahlen sind die Krankenhaus-Einlieferungen zurück gegangen, v.a. Intensiv
3) Der Impfstoff wirkt nicht steril, verhindert keine Infektionen
4) Der Impfstoff scheint sowieso nicht übermäßig gut gegen Omikron zu wirken, der Unterschied scheint gering zu sein.
Und falls es um spätere und möglicherweise bedrohlichere Varianten gehen sollte bin ich der Ansicht:
1) Man kann keine Impfpflicht f. eine Variante beschließen die man nicht kennt
2) Man kann keine Impfpflicht f. eine Variante beschließen von der man nicht weiß ob sie überhaupt kommt
3) Man kann keine Impfpflicht beschließen, wenn man noch nicht mal weiß ob der aktuelle Impfstoff überhaupt wirkt
4) Man kann keine Impfpflicht beschließen für einen Impfstoff der noch nicht entwickelt und zugelassen ist
Generell denke ich, die Hürden für eine Impfpflicht sollten extrem hoch sein. Denn prinzipiell sollte schon jeder selbst entscheiden dürfen ob er sich irgendetwas spritzen lässt oder nicht.