Nithaiah
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Ich arbeite in einem Spital und der Platz auf der IPS war knapp, zumal man aus Sicherheitsgründen nicht bis an die Auslastungsgrenze geht. Es mussten vor allem andere Operationen, die auch wichtig sind, verschoben werden. Das hat bis heute Konsequenzen, die generell unterschätzt wurden. Es geht einfach nicht darum, dass wenn sich vor dem Spital keine Schlange bildet, das automatisch heisst, dass es noch genug freie Betten hat. Das ist zu kurzsichtig gedacht.
Es kann leider nicht jeder Arbeitslose auf der IPS arbeiten, weil das ein hochspezialisierter Job ist. Das Personal ist rarer, weil es die Arbeitsbedingungen so nicht mehr akzeptieren will - das übrigens zu recht. Wer gute Pflege will, die genügend Pflegende auf die aufreibenden Schichten bringt, wodurch Fehler minimiert, Wiedereintritte und burn outs verhindert werden, muss am 28.11. die Pflegeinitiative annehmen.
Schön, dass du das nochmal so differenziert schreibst, ich glaube, vielen ist das gar nicht bewusst (obschon mehrfach erwähnt), was sich im Hintergrund abspielt und dass etliche Operationen verschoben werden mussten. Dass das viel Leid für die Betroffenen verursacht und etwas das operiert werden soll, nicht besser wird, wenn man es weiter einfach vor sich hinschiebt.
Die Krankenhäuser sind nicht dann erst überlastet, wenn wie in Indien die Leute auf der Straße liegen mit einem Tropf, der im Baum hängt, oder, wie in China, die Erkrankten abgewiesen wurden und elendiglich in ihrem Auto krepieren mussten.