Conchita Wurst - eine Kunstfigur die für Toleranz eintritt

  • Ersteller Ersteller SPIRIT1964
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so könnte der Stimmzettel zur Volksbefragung "Soll die Homoehe gesetzlich verankert werden?" aussehen

1. ich bin dafür
2. ich bin nicht dagegen
3. keine Meinung, aber warum nicht?
4. sollen sie doch dürfen


zutreffendes bitte Ankreuzen....
 
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p.s. es fällt mir jedoch noch auf, dass das "Meinungsschild" dann gerne dafür benutzt wird, nicht beurteilt zu werden, sich vor einer Beurteilung zu schützen. So nach dem Motto: "Was willst Du denn? Ich darf sagen was ich will, ich bin dadurch unangreifbar, weil es meine Meinung ist und wir hier Meinungsfreiheit haben."
Ja, das stößt mir auch gelegentlich auf, aber für die Freiheit die eigene Meinung vertreten zu dürfen ist das ein geringer Preis.

Dass die "dummen&faulen" genau so zur Wahl gehen dürfen wie diejenigen die sich informiert haben und aktiv an der Demokratie teilnehmen, halte ich für das größere Übel. :p

aber ich unterscheide für mich halt, denn ein "Ich kann mir Homosexualität für mich nicht vorstellen" (Meinung) von "Homosexualität ist krank." (Propaganda).

Das letzte ist genau so eine Meinung.
Eine Meinung die zwar keiner Überprüfung standhält, also falsch ist, dennoch ist es eine Meinung.
 
so könnte der Stimmzettel zur Volksbefragung "Soll die Homoehe gesetzlich verankert werden?" aussehen

1. ich bin dafür
2. ich bin nicht dagegen
3. keine Meinung, aber warum nicht?
4. sollen sie doch dürfen


zutreffendes bitte Ankreuzen....

Wozu die Volksbefragung?
Zwie Menschen, die sich lieben...Mann und Frau...heiraten...soll da auch volksabestimmt werden?
Zwei Männer lieben sich und heiraten...oder eben zwei Frauen lieben sich und heiraten einander...wo ist jetzt das Problem für Dich?


Sage
 
Was macht also die eine Meinung vertretbar und die andere verurteilungswürdig?

Ethik.
Ein Bsp.: ich habe vor nicht all zu langer Zeit über Homosexualität in der Familie debattieren sollen. Leider gab es die Sichtweise, Schwule seien alle krank und gehören in Behandlung.
Ich fragte bloß, was er mit denen zu tun gedenkt, die stattdessen lieber Bürgermeister von Berlin werden.
Antwort: "ehm, ....ja... nichts."
Ich sagte: "dann darfst du das auch weiter denken," weil es eben nicht darum geht, ob ich diese Ansicht verurteile oder nicht.
 
Da gehe ich vollkommen konform mit, eine Demokratie hat unterschiedliche Meinungen zu verkraften. Das ist für mich auch kein Problem.

Jemanden aber zu bedrohen, ihm das Lebensrecht absprechen zu wollen oder ihm Rechte vorenthalten zu wollen geht über Meinung hinaus. Jeder hat das Recht, etwas gut zu finden oder nicht.

Ich stelle mir nur die Frage (und auch den Vertretern hier), ob das dann auch WIRKLICH für alle gilt - zum Beispiel auch für Menschen mit xenophober Einstellung oder ablehnender Haltung Frauen oder Ausländern gegenüber. Da zeigt die Realität nämlich ein anderes Gesicht - würde sich jemand gegen die Ehe von Schwarzen aussprechen oder für die gottgewollte Unterstellung der Frau gegenüber dem Manne....ich will mir das Geschrei nicht mal ausmalen. Was macht also die eine Meinung vertretbar und die andere verurteilungswürdig?

im Prinzip überall das selbe Schema und die selbe, vorschnelle Verallgemeinerung und Verurteilung.
Die gerade in Foren wie hier sehr schnell deutlich wird.

Und nebenbei ist es gar nicht so leicht, die richtigen Worte zu finden, damit jeder auch versteht und nicht falsch versteht, und man nicht für etwas angegriffen wird, was man anders meint..
 
Das letzte ist genau so eine Meinung.
Eine Meinung die zwar keiner Überprüfung standhält, also falsch ist, dennoch ist es eine Meinung.

Das war auch keine Meinung, sondern meine Sichtweise, wie ich da differenzieren würde.

LG
Any
 
Ethik.
Ein Bsp.: ich habe vor nicht all zu langer Zeit über Homosexualität in der Familie debattieren sollen. Leider gab es die Sichtweise, Schwule seien alle krank und gehören in Behandlung.
Ich fragte bloß, was er mit denen zu tun gedenkt, die stattdessen lieber Bürgermeister von Berlin werden.
Antwort: "ehm, ....ja... nichts."
Ich sagte: "dann darfst du das auch weiter denken," weil es eben nicht darum geht, ob ich diese Ansicht verurteile oder nicht.

Denk mal weiter...der, der diese Ansicht vertritt, ist Vorgesetzter in einem Unternehmen...unter den Bewerbern für einen Arbeitsplatz in dieser Firma ist ein Schwuler...oder auch ne Lesbe...diese, in den Augen ds Vorgesetzten, "kranke" Person, ist die bestqualifizierte für diese Tätigkeit...nehmen wir weiter an....daß auch die anderen, die bei der Entscheidung über die Einstellung eines Bewerbers, die gleiche Meinung vertreten...schwul=krank...dann wird der Posten mit jemandem besetzt, der weitaus weniger qualifiziert ist...oder...falls die sexuelle Neigung nicht bekannt ist und während der Probezeit "rauskommt" kann derjenige ohne Angabe von Gründen rausgeschmissen werden...
Was...wenn solche "Denke Junge bekommt"....wie lange dauert´s dann, bis Schwule nicht mehr an Unis dürfen...oder beim einkaufen hinten stehen müssen...bis der letzte "anständige" Bürger eingekauft hat...



Sage
 
ich dachte, das hätte ich schon?


Es ging um die Zeit(en) aus dem Link, die von Sage als Argument für Frauenkleider hergenommen wurden. Und in dieser Zeit war das von mir erwähnte eben Fakt, sprich - die Zeit war eben anders als heute, sowohl von der Kleidung her, als eben auch von der Toleranz und Aktzeptanz.

Dies war deine Aussage.


Vielleicht wolltest du ausdrücken, dass Toleranz fließend sein kann und eben dem Zeitgeist oder kulturellen Kontexten entspricht. Gebe ich dir Recht.

Allerdings vermittelt dein Posting mit dem Wortlaut

ok, wenn du unbedingt mit dieser Zeit kommen musst, dann kann man auch wieder anfangen, über Kinderehe zu sprechen, den die war damals auch völlig normal, genauso wie Inzucht, vor allem in den noblen majestetischen Kreisen.

dass, wenn Sage sich auf die damalige Normalität der Männerkleidung bezieht, auch ethisch bedenkliche Dinge mit einzubeziehen seien. Und da frage ich dich - nur weil damals Männer in Kleidern "normal" waren, ebenso wie Kinderehe oder Inzucht, sind sie deshalb nach heutigen Gesichtspunkten deswegen zu verurteilen?
 
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