fantastfisch
Aktives Mitglied
wie ich zuvor schon erwähnte: Es mag viele Homosexuelle geben, die sich nicht unbedingt outen wollen, nicht, weil sie Angst haben, sondern einfach weil sie es nicht wollen.
Genauso, wie ich denke, das eigentlich die wenigsen Homosexuellen unbedingt heiraten wollen - und ihnen es herzlich egal ist, ob sie nun heiraten dürfen oder nicht. GIbts unter Heterosexuellen genauso, also warum nicht auf der anderen Seite?
Meine Meinung dazu ist: Es wird alles wieder künstlich hochgetrieben und aufgebauscht. Hier gibt es keine wirkliche Gefahr mehr für Homosexuelle Menschen, hier wird es nicht per Gesetz verboten, und hier darf man auch keinen Homosexuellen öffentlich steinigen.
Das gibts leider in anderen Ländern, das Homosexuelle noch immer wirklich diskriminiert werden und ums Leben fürchten müssen. Da sollte man in erster Linie mal ansetzen, und dorthin gehen, und Toleranz fordern.
Wenn ich einen Menschen treffe und mit ihm ins Gespräch komme, dann frage ich ihn ganz bestimmt nicht gleich "bist du homosexuell" auch nicht "Bist du heterosexuell?" Genausowenig wie ich mich outen will "ich bin heterosexuell" und ich würde echt staunen, wenn einem homosexuellen das wirklich wichtig wäre, wenn er sich bei mir gleich als "homosexuell" outet.. Tut eigenltich im richtigen Leben so gut wie niemand. Warum auch? nein, da ist sicher nicht Angst im Spiel, sondern weil man einfach über andere Themen spricht, ausser man kommt mal, eben durch diese aktuelle politisch motivierte Toleranzfrage zu diesem Thema.
Genausowenig , wie sich ein Christ immer gleich outen will, das er halt Christ ist.. und das er jedem gleich seinen Glauben über Gott reindrücken muss.
Kurz und gut, das ist ein Teil meiner Meinung.
Und zum Thema Wurst sag ich noch, das die Wurst mir eigentlich Wurst ist, ich ihr trotzdem zum Sieg gratuliere, die Stimme toll ist und das Lied auch meinen Geschmack trifft, und das sage ich, ohne das ich auf das Aussehen oder die sex. Neigung der Wurst bezug nehme .. Hätte es mir nicht gefallen, würde ich dass so sagen.
Die Frage ist, warum jemand sich nicht outen will - meist wohl doch, weil er Nachteile befürchtet. Ich bin auch kein Fan von Outing, weil ich es ein Unding finde, dass ein Mensch sich wegen so einer Kleinigkeit erklären muss statt einfach seinen Kerl oder seine Dame vorstellen zu können und gut ist. Da gehe ich ganz konform mit dir - sowas ist total unwichtig.
Mit der Ehe für Homos sehe ich es so - klar will nicht jeder Homo heiraten, genau wie nicht jede Hete das möchte. Aber nur, weil es manche nicht wollen, ist der Umkehrschluß nicht, es allen vorzuenthalten. Oder? Denn welche Rechtfertigung gäbe es, einer Bevölkerungsgruppe alle Pflichten aufzubürden, aber einige Rechte vorzuenthalten?
Natürlich stimmt es, dass hier in unseren Landen die Verfolgung Homosexueller rechtlich nicht geduldet ist und es anderswo schlimmer läuft. Aber alleine die Aufregung der letzten Tage zeigt doch schon deutlich, was in den Köpfen vieler noch verhaftet ist - da wird jemandem sein Lebensrecht abgesprochen oder er wird sogar bedroht. Und dies ist kein Einzelfall, auch in Deutschland werden immer noch Gewalttaten verübt auf Homosexuelle. Und diese sind ebenso zu kritisieren wie Übergriffe aus rassistischen Motiven. Nur irgendwie spricht kaum jemand öffentlich darüber. Und nur, weil es in anderen Ländern noch ärger zugeht, muss man nicht die Augen verschließen. In anderen Teilen der Welt sterben Menschen an Hunger - ist es deswegen egal, wenn hier Kinder in die Suppenküche müssen, weil sie zu Hause nichts zu spachteln bekommen?
Ich sehe keinen Sinn darin, Homosexualität zu propagieren, in den Himmel zu heben, vorzuschreiben. Ich sehe Sinn darin, kein Aufhebens darum zu machen, es sein zu lassen, den Menschen nicht an 2% zu messen, die seine Sexualität ausmachen. Ich wünsche mir keinen Beifall, ich wünsche mir Normalität. Die entsteht aber nur, wenn niemand sich mehr versteckt oder verstecken muss. Und darin sehe ich Conchitas Anteil - nicht schwul sein ist seine Leistung, nicht ein paar aufgeklebte Haare. Sondern einfach der Mut, gegen alle Anfeindungen zu tun, was er will und ehrlich zu dem zu stehen, was er fühlt. Egal, ob es jemandem gefällt oder nicht.
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