Cannabis Konsum legalisieren ?

Langsam kommts mir vor, als würdest du hier Alkohol als die allerböseste gefährliche Droge schlechthin hinstellen wollen und Cannabis als supertoll.

Nein, Alkohol ist nicht megamäßig schlimm und gefährlich.
Nein, Cannabis ist nicht so mega ungefährlich und toll, wie immer alle tun.

Aber Alkohol ist auch nicht ungefährlich.
Und Cannabis ist auch nicht eine supergefährliche Todesdroge.


Das kotzt mich bei so Drogendiskussionen immer so an; egal, welche Seite (pro Legalisierung, contra Legalisierung), jeder vereinfacht die Dinge immer so in einem Schwarz-Weiß-Schema.


In Maßen ist so ziemlich nix gefährlich. Im Übermaß ist so ziemlich alles gefährlich. Natürlich ist das Maß davon bestimmt, was so genossen wird. Ohne Fallschirm aus dem Flugzeug springen ist selbst in geringen Dosen tödlich. Joggen kann man ziemlich viel, bevor es kritisch wird. Im Endeffekt macht aber immer die Dosis das Gift. Gilt auch für Alkohol oder Cannabis.
 
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Ein Alkoholiker trinkt nicht aus Genuss, er trinkt aus Zwang. Er macht das nicht aus Leidenschaft, weil trinken schöner ist als Mikado spielen, er trinkt, weil er MUSS. Wenn jemand 3x die Woche leidenschaftlich Tennis spielt und völlig darin aufgeht, aber nicht süchtig ist, wird er nicht zittrige Hände, Schweißausbrüche oder innerliche Unruhe erleben, wenn er mal nicht Tennis spielen kann. Jemand, der mit Inbrunst Bilder malt am Wochenende und völlig darin aufgeht, aber nicht süchtig ist, wird nicht heulend und krampfend im Bett liegen, wenn er mal Sonntagabend nicht malen kann. Was man gerne macht, macht man GERNE, nicht weil man es machen MUSS. Ein Süchtiger hat nicht die Wahl. Tarbagan mag traurig sein, wenn er mal zwei Wochen nicht trainieren kann. Er wird sich aber vor lauter Verzweiflung nicht das Gesicht blutig kratzen. Natürlich redet der Süchtige sich manches schön - aber er säuft, zieht, fixt oder sportelt nicht aus Freude, sondern weil er ohne einfach nicht kann.

Es ist völlig gleichgültig ob ich etwas als "Sucht" oder "Leidenschaft" bezeichne.
Sobald ich es übertreibe, egal was, wird es zum Problem.
Also ist das eigentliche Problem, die Übertreibung, seine Grenzen nicht kennen und nicht die Definition "Sucht" oder "Leidenschaft."

Wenn ihr mich jetzt weiter davon überzeugen wollt, dass ich das trennen MUSS, werdet ihr euch tatsächlich die Zähne ausbeissen. :D

Aber ich muss jetzt dann eh weg.
Gemütliche Runde mit paar netten Damen und der Gesellschaftsdroge Nr.1. ;)
Meinen "Süchten" frönen sozusagen.
Puh was bin ich froh, dass ich da kein Problem mit hab einfach dazu zu stehen.
Das ist ja schließlich auch nicht umsonst der erste Schritt bei den anonymen Alkoholikern. ;)

Schönen Abend euch allen! :umarmen:
 
Zur Sucht-Definition: Ich trinke, wenn es hoch kommt, einmal im Monat Alkohol. Bier mag ich gar nicht; wenn, dann meistens Wein und davon auch dann maximal zwei Glaeser. Bei sozialen Anlaessen bleibe ich meistens bei der Apfelschorle... aber eben ab und zu beteilige ich mich am Wein. Bin ich suechtig? Gehoere ich in eine Entziehungskur? Nachdem zu urteilen, wie einige hier "Sucht" definieren, ja. Die haben dann eine ziemlich seltsame Definition.

Nö, ich bin übrigens auch ein Apfelschorlenfan. Ich mag das Gefühl des Berauschtseins nicht, das stellt sich bei mir sehr früh ein, nämlich ab der empfohlenen Tageshöchstmenge für Alkohol für Frauen, meint ab mehr als einem Glas Rotwein, aber den mag mein Magen eh nicht gerne. Bei Männern sollen das max. zwei 0,3l Bier sein.

Ich trinke gerne mal ein Radler, da ist alkoholfreies Bier für mich völlig ok, da geht es mir um den herben Geschmack in der dann zuckerfreien Brause.

So 3-4 x im Jahr trinke ich einen über den Durst, meist sind das gesellschaftliche Anlässe wie z.B. ein Forenteffen oder Silvester. Und dafür brauche ich dann wirklich nicht viel. ^^

Entsprechend beginnt Sucht (bzw. kann beginnen) bei einem Mann bei täglichem (auch durchschnittlichen) Konsum von mehr als 2 x 0,3l Bier, da kann sich jeder selbst ausrechnen, wo er mit seinem Konsum liegt. Übrigens auch über den Tag verteilt, wer also seine große Weinschorle zu Mittag nimmt und dann zum Essen noch zwei Glas Wein und dann Abends mit Freunden sich noch zwei Bierchen genehmigt, liegt bereits weit drüber.

Die wenigsten Leute machen sich ihren Alkoholkonsum wohl bewusst und finden das ganz normal viel und oft Alkohol zu trinken. Anders kann ich mir die diagnostizierten und statistisch erfassten (müsste ich nachschauen wie viele, an die 1,6 oder 1,8 ?) Millionen Alkoholkranker alleine in Deutschland nicht erklären.

LG
Any
 
Langsam kommts mir vor, als würdest du hier Alkohol als die allerböseste gefährliche Droge schlechthin hinstellen wollen und Cannabis als supertoll.

Supertoll nicht, aber im Gegensatz zu Alkohol harmlos!
Und ja für mich ist Alkohol gleich Heroin.
Du kannst bei beidem an einer Überdosis sterben. ;)

Das kotzt mich bei so Drogendiskussionen immer so an; egal, welche Seite (pro Legalisierung, contra Legalisierung), jeder vereinfacht die Dinge immer so in einem Schwarz-Weiß-Schema.

Warum führst du solche Diskussionen dann? :D
 
sternja schrieb:
Also Alk auch weg.

Ich hab kein Problem damit, wenns keinen Alk gibt, ich trinke keinen.

Allerdings einfach nur hier rumzugiften, dass mit zweierlei Maß gemessen wird, ist nicht unbedingt zielführend. Wenn du was erreichen willst, sind Gesetzgeber, Wirtschaft und medizinische Forschung wohl eher die richtige Adresse.
 
In Maßen ist so ziemlich nix gefährlich. Im Übermaß ist so ziemlich alles gefährlich. Natürlich ist das Maß davon bestimmt, was so genossen wird. Ohne Fallschirm aus dem Flugzeug springen ist selbst in geringen Dosen tödlich. Joggen kann man ziemlich viel, bevor es kritisch wird. Im Endeffekt macht aber immer die Dosis das Gift. Gilt auch für Alkohol oder Cannabis.
Wieder einmal geh ich mit dir d'accord.

Einen Gedanken möchte ich noch ausführen: Es ist egal ob Alkohol oder Cannabis, es kommt auf den einzelnen Konsumenten drauf an, wie "gefährlich" eine Droge ist. Natürlich gibt es Drogen, die im Schnitt eine höhere Gefahr bergen als andere. Aber wo der eine auch beim gelegentlichen Konsum harter Drogen nie wirklich hängenbleibt, kann der andere schon mit "leichten" Drogen wie Cannabis sein Leben verhauen.
Deswegen macht es herzlich wenig Sinn, Diskussionen darüber zu führen, ob jetzt Alkohol oder Cannabis gefährlicher ist und was eher verboten gehört. Viel wichtiger wäre ein Bewusstsein beim Konsumenten zu schaffen.

sternja schrieb:
Es ist völlig gleichgültig ob ich etwas als "Sucht" oder "Leidenschaft" bezeichne.
Sobald ich es übertreibe, egal was, wird es zum Problem.
Also ist das eigentliche Problem, die Übertreibung, seine Grenzen nicht kennen und nicht die Definition "Sucht" oder "Leidenschaft."
Dazu müsstest du zuerst "übertreiben" definieren. Übertreiben ist für mich mit negativen Konsequenzen konnotiert, das heißt Sucht. Ich könnte also sagen: "es ist völlig gleichgültig, ob du es als 'Übertreiben' oder als 'Sucht' bezeichnest".

sternja schrieb:
Warum führst du solche Diskussionen dann?
Ich führe hier nicht als "pro" oder "contra" Kämpfer eine Legalisierungsdebatte, falls dir das nicht aufgefallen ist. Ich hab hier lediglich über Sucht geredet.

sternja schrieb:
Supertoll nicht, aber im Gegensatz zu Alkohol harmlos!
Und ja für mich ist Alkohol gleich Heroin.
Du kannst bei beidem an einer Überdosis sterben.
Das ist erstens einmal völliger Quatsch und zweitens extrem gefährlich.
Cannabis ist NICHT harmlos. Ein Freund von mir ist dank deinem "harmlosen" Cannabis gestorben. Mit solche Aussagen solltest du dich zurückhalten, du weißt offenbar nicht so recht wovon du sprichst. Abgesehen davon ist Walter recht schnell dabei, solche völlig naiven Lobhudeleien zu sperren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Supertoll nicht, aber im Gegensatz zu Alkohol harmlos!
Und ja für mich ist Alkohol gleich Heroin.
Du kannst bei beidem an einer Überdosis sterben. ;)

Ich finde auch recht aussagekräftig, wie schwer sich Menschen dann mit dem Entzug von der jeweiligen Droge tun...

Wie viele Alkoholiker schaffen es wirklich, von ihrer Droge wegzukommen? Oder Raucher? Ich vermute, der Entzug vom Kiff ist nicht so schwierig wie der vom Alk oder Nikotin.

LG
Any
 
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Anevay schrieb:
Ich vermute, der Entzug vom Kiff ist nicht so schwierig wie der vom Alk oder Nikotin.

Warum soll man sich dem Kiff entziehen, wenns eh so harmlos ist und (gemäß Wunsch) sowieso Gesellschaftsdroge und damit überall erhältlich ist? Und irgendwann merkt man dann vielleicht...... Hoppla, tut mir doch nicht so gut, da gibts Veränderungen im Wohlbefinden, und schweineteuer ist es auch.... und dann klappt's auf einmal nicht, das Entziehen? Sowas aber auch...
 
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