Cannabis Konsum legalisieren ?

Ich finde auch recht aussagekräftig, wie schwer sich Menschen dann mit dem Entzug von der jeweiligen Droge tun...

Wie viele Alkoholiker schaffen es wirklich, von ihrer Droge wegzukommen? Oder Raucher? Ich vermute, der Entzug vom Kiff ist nicht so schwierig wie der vom Alk oder Nikotin.

LG
Any
Du vermutest falsch.

Ich hab inzwischen nur noch wenig Kontakte zu den Leuten, aber ich kenn unzählige Leute, die viel zum Thema Sucht erzählen könnten. Einige wenige haben es geschafft, "völlig clean" zu werden - die trinken nichtmal noch Alkohol. Kiffen tun sie aber trotzdem, weil das einfach "normal" für sie ist, zum Leben dazugehört. Die körperlichen Abhängigkeitserscheinungen von Cannabis mögen nicht gleich so eindrucksvoll sein wie die von Heroin, aber psychische Abhängigkeit ist nicht quantifizierbar.
 
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Warum soll man sich dem Kiff entziehen, wenns eh so harmlos ist und (gemäß Wunsch) sowieso Gesellschaftsdroge und damit überall erhältlich ist? Und irgendwann merkt man dann vielleicht...... Hoppla, tut mir doch nicht so gut, da gibts Veränderungen im Wohlbefinden, und schweineteuer ist es auch.... und dann klappt's auf einmal nicht, das Entziehen? Sowas aber auch...

Ich kenne aus meiner Heavy-Metal-Zeit so einige Leute, die damals gekifft hatten. Die, die viel gesoffen hatten, haben zum Großteil heute Alkoholprobleme und ich auch u.a. deshalb keinen Kontakt mehr zu denen. Die Persönlichkeit der Leute verändert sich, wie ich finde, sehr negativ über die Jahre.

Die Ex-Kiffer haben es allesamt geschafft sich in ihr Leben einzufinden.

Das ist statistisch natürlich nicht auswertbar. Müsste man recherchieren. :D

Jedenfalls möchte ich damit aussagen, dass ich die legalen Drogen für gefährlicher halte als Kiff, das verboten ist. Und das Alk und Nikotin demnach eigentlich verboten werden müssten.

LG
Any
 
Ich finde auch recht aussagekräftig, wie schwer sich Menschen dann mit dem Entzug von der jeweiligen Droge tun...

Wie viele Alkoholiker schaffen es wirklich, von ihrer Droge wegzukommen? Oder Raucher? Ich vermute, der Entzug vom Kiff ist nicht so schwierig wie der vom Alk oder Nikotin.

LG
Any

Ich vermute hingegen, bei einer richtigen Sucht ist es generell schwer, vom Suchtmittel bzw. seiner Wirkung, wegzukommen. So auch bei Cannabis. Wir hatten auf der Schule einen jungen Mann, der schwer abhängig war und so ca. alle 2 Stunden sein Köpfchen oder seine Tüte brauchte. Selbst nachts hat er mindestens einmal konsumiert, weil er aufwachte. Er ging dann in eine Suchtklinik und es war ein harter Kampf, den er noch ein weiteres Mal wiederholen musste.

Tarbagan merkte es schon an - das Suchtpotential ist individuell, ebenso auch die Frustrationstoleranz bei Entzug oder das Durchhaltevermögen danach. Bei Alkohol und Zigaretten wird der ehemals Süchtige auch immer wieder mit der Verführung konfrontiert - Cannabis z.B. steht selten im Restaurant auf der Speisekarte.
 
Ich hab kein Problem damit, wenns keinen Alk gibt, ich trinke keinen.

Allerdings einfach nur hier rumzugiften, dass mit zweierlei Maß gemessen wird, ist nicht unbedingt zielführend. Wenn du was erreichen willst, sind Gesetzgeber, Wirtschaft und medizinische Forschung wohl eher die richtige Adresse.

Achso seine Meinung kundtun ist hier rumgiften. :D
Na na, man sollte nicht immer von sich auf andere schließen. ;)
 
Ich kenne aus meiner Heavy-Metal-Zeit so einige Leute, die damals gekifft hatten. Die, die viel gesoffen hatten, haben zum Großteil heute Alkoholprobleme und ich auch u.a. deshalb keinen Kontakt mehr zu denen. Die Persönlichkeit der Leute verändert sich, wie ich finde, sehr negativ über die Jahre.

Die Ex-Kiffer haben es allesamt geschafft sich in ihr Leben einzufinden.

Das ist statistisch natürlich nicht auswertbar. Müsste man recherchieren. :D

Jedenfalls möchte ich damit aussagen, dass ich die legalen Drogen für gefährlicher halte als Kiff, das verboten ist. Und das Alk und Nikotin demnach eigentlich verboten werden müssten.

LG
Any

Natürlich sind sie "gefährlicher", weil sie halt leichter zugänglich sind. Demnach ist alleine rein statistisch das Risiko einer Abhängigkeit größer - alleine an der Masse gemessen. Differenziert betrachtet sieht es allerdings wieder anders aus. Zum Beispiel hat Heroin ein deutlich höheres Suchtpotential als Alkohol. Von den Konsumenten, die Heroin ab und an konsumieren, werden vermutlich prozentual mehr abhängig als die hin-und-wieder Alkoholkonsumenten.

Persönlichkeitsveränderung konnte ich sowohl bei Alkis wie bei süchtigen Kiffern und auch bei Konsumenten von Synthetik beobachten. Die Alkis waren unrund und krawallig, die Kiffer stumpf und weinerlich, die Pillenfresser sowieso einfach nur noch fertig. Bei allem, was ins System eingreift, kanns zu Veränderungen kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Beispiel hat Heroin ein deutlich höheres Suchtpotential als Alkohol.

Schon klar und Nikotin reicht teilweise vom Suchtpotential an Heroin ran.

Nur warum bringst Du nun Heroin als sog. "harte" Droge mit in die Diskussion ein, wo es um Cannabis, einer sog. "weichen" Droge wie auch Alkohol und Nikotin geht?

LG
Any
 
Ich führe hier nicht als "pro" oder "contra" Kämpfer eine Legalisierungsdebatte, falls dir das nicht aufgefallen ist. Ich hab hier lediglich über Sucht geredet.

Das ist erstens einmal völliger Quatsch und zweitens extrem gefährlich.
Cannabis ist NICHT harmlos. Ein Freund von mir ist dank deinem "harmlosen" Cannabis gestorben. Mit solche Aussagen solltest du dich zurückhalten, du weißt offenbar nicht so recht wovon du sprichst. Abgesehen davon ist Walter recht schnell dabei, solche völlig naiven Lobhudeleien zu sperren.

Alkohol als harmlos hinstellen und das verteidigen ist also legal und Cannabis als harmlos hinstellen und das verteidigen ist illegal und könnte bestraft werden.
Soso, so weit simma also schon. Schön. Sehr schön.

Und das mit deinem Freund wenn du magst, müsstest du näher ausführen sonst glaub ich dir das nicht.
 
Ich finde auch recht aussagekräftig, wie schwer sich Menschen dann mit dem Entzug von der jeweiligen Droge tun...

Wie viele Alkoholiker schaffen es wirklich, von ihrer Droge wegzukommen? Oder Raucher? Ich vermute, der Entzug vom Kiff ist nicht so schwierig wie der vom Alk oder Nikotin.

LG
Any

Gibt doch bestimmt im Netz Infos dazu.
Wieviele Alkoholiker und wie viele Kiffer in Entzugs-Stationen untergebracht sind. ;)
Such ich aber nicht, weil ich mirs denken kann.

LG
 
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Solche Vergleiche sind nur bedingt aussagekräftig. Die Faktoren zur Abhängigkeit können ja unterschiedlich gewichtet werden.
http://upload.wikimedia.org/wikiped..._(mean_physical_harm_and_mean_dependence).svg

Die größte Frage dabei ist: Was wäre, wenn auch Alkohol und Tabak verboten wären? Wie stark wäre ihr "Abhängigkeitsfaktor" dann? Wahrscheinlich massiv reduziert. Gerade in Legalisierungsdiskussionen sollte man das im Hinterkopf behalten.

Unabhängig davon glaube ich, dass Nikotinabhängigkeit eine der hinterhältigsten ist. Das ist ihrem pharmakologischem Profil geschuldet, welches ziemlich krass von fast allen anderen Drogen abweicht.

sternja schrieb:
Alkohol als harmlos hinstellen und das verteidigen ist also legal und Cannabis als harmlos hinstellen und das verteidigen ist illegal und könnte bestraft werden.
Soso, so weit simma also schon. Schön. Sehr schön.
Alkohol ist nunmal in der BRD erlaubt und Cannabis verboten. Unabhängig davon, was du davon hältst, musst du das akzeptieren, das ist nunmal nix wo man sagen kann "finde ich nicht", wie das hier so oft geschieht. Und Walter hat ein gutes Recht, Lobhudelei zu illegalen Drogen hier sofort den Garaus zu machen. Aus rechtlicher Sicht hat er dazu auch guten Grund. Und Alkohol als harmlos hinzustellen ist mit Sicherheit auch nicht gern gesehen hier.

sternja schrieb:
Und das mit deinem Freund wenn du magst, müsstest du näher ausführen sonst glaub ich dir das nicht.
Hat Gras geraucht, ist ins Auto gestiegen, losgefahren, ist gestorben.
 
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