Cannabis Konsum legalisieren ?

Hmm also ich denk damit sind wir durch.
Ob du deine Suchten oder Leidenschaften nun "Sucht" oder "Leidenschaft" nennst, is mir eigentlich Knödel. Nix für ungut. :)
Solange du nicht verstehst, dass es einen Unterschied gibt zwischen "ich mache etwas sehr gern" und "ich muss etwas krankhaft machen" ist das ganze recht sinnlos.

Warum ist dann Alkohol legal und Cannabis illegal?
Den Grund dafür wüsst ich gerne.
Einen vernünftigen, nachvollziehbaren Grund.
Wie gesagt, das hat wiederum nix mit Sucht zu tun.

Ja die Gesellschafts-Droge. Ich weiß.
Hat aber auch schon viele Beziehungen zerstört. ;)
Und Menschenleben gekostet.
Oben hast du gesagt, der Unterschied zwischen Leidenschaft und Sucht ist dir egal. Gerade hier zeigt sich aber wieder, wie wichtig der Unterschied sein kann.
 
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Greenorange schrieb:
26. Juni 2007:

8 Kinder pro Tag in Alkokoma:

http://www.krone.at/Oesterreich/Taeg...ne-Story-72020

Sollen wirs als Erfolg verbuchen? 7 Jahre später nur 7 ( EIN GANZES WENIGER) Kinder landen mit gleichem Problem im Krankenhaus.

19.März 2014

http://www.oe24.at/oesterreich/polit...ital/136495211

Laut einer WHO-Studie sind österreichische Jugendliche, was Alkohol- und Nikotinkonsum betrifft, im Spitzenfeld.

http://www.mona-net.at/zine/article/1015

Es ist erschreckend, und ich denke, da wäre nicht nur die Politik, sondern auch die Wirtschaft sowie die Gesellschaft ansich gefordert.

Aber diese Tatsachen als "Totschlagargument" zu benützen, um Cannabis-Freigabe zu proklamieren, halte ich für nicht richtig.
 
Solange du nicht verstehst, dass es einen Unterschied gibt zwischen "ich mache etwas sehr gern" und "ich muss etwas krankhaft machen" ist das ganze recht sinnlos.

Das hatten wir doch schon: Auch ein Alkoholiker trinkt sehr gern.
Er macht das mit Inbrunst und Leidenschaft. ;)

Wie gesagt, das hat wiederum nix mit Sucht zu tun.

Was ist dann der Grund?

Oben hast du gesagt, der Unterschied zwischen Leidenschaft und Sucht ist dir egal. Gerade hier zeigt sich aber wieder, wie wichtig der Unterschied sein kann.

Es ist ein Unterschied, ob eine Droge Menschenleben und Beziehungen zerstört oder nicht. Und da gibt es Unterschiede in den verschiedenen Drogen und im Umgang damit, ja.
In den Naturvölkern werden (natürliche) Drogen nur zu zeremoniellen Zwecken verwendet. Und das hat seine Gründe.
Bei uns ist eine der schlimmsten Drogen die Gesellschaftsdroge schlechthin.
Und Cannabis verboten.

Zwischen Leidenschaft und Sucht sehe ich aber nunmal keinen Unterschied.
Wenn du diesen aber brauchst um damit irgendetwas zu legitimieren, bitteschön. Werd ich dir nicht nehmen. ;)
 
Schon mal wer von funktionierenden Alkoholikern gehört?

Die gängigen "Argumente" von angehenden Alkoholikern in der Frühphase sind:

- ich trinke doch nicht täglich (hier wird bereits verdrängt, dass das eine oder andere Glas Wein zum Essen nicht normal, sondern Alkoholgenuss ist)

- das Feiern mit den Kumpels tut mir und anderen Menschen gut.

- es ist sozial und normal sich zu betrinken/Alkohol zu trinken.

- ich will meine Leidenschaft leben und das mit Genuß. (es wird bereits hier ignoriert nicht aufhören zu können, alleine der Gedanke an Verzicht lässt bereits mulmig werden)

- soo viel trinke ich doch nicht. (Verharmlosung der tatsächlichen Mengen)

- solange ich arbeiten gehe (rsp. meine Wohnung usw.), kann ich kein Alkoholiker sein.

- solange die negativen Folgen die positiven Folgen nicht überwiegen, kann ich kein Alkoholiker sein.

- Leute, die mich darauf hinweisen, dass ich zu oft und zu viel trinke, haben keine Ahnung, gönnen mir das nicht usw.

Aye, ich habe genug Leute miterlebt, auch langfristig, die viele Jahre glaubten, ihr Alkoholkonsum wäre richtig und normal und die dann eines Tages in einem Alptraum aufwachten. Wenn die Beziehung in die Brüche ging, der Job weg war, die gesundheitlichen Probleme begannen. Und das kann Jahrzehnte dauern.

Nun, genug Menschen können meist nicht langfristig denken, das gilt insbesondere für den Konsum von sog. Genussmitteln. Und solange es einzelne Leute gibt, die damit alt und grau werden, kann es ja nicht so schlimm sein.

Das Wort Alkohol kann hier auch durch Cannabis oder Zigaretten ( und ich meine auch Dinge wie Zucker) ersetzt werden und alle Dinge, die dauerhaft und übertrieben betrieben gesundheitliche Schäden provozieren.

Und genau deshalb finde ich es richtig, dass Cannabis nicht legisiert wird. Und leider würden es den Millionen suchtkranken Menschen nicht helfen, wenn man auch Zigaretten und Alkohol verbieten würde. Die Geschädigten werden in Kauf genommen.

LG
Any
 
Laut einer WHO-Studie sind österreichische Jugendliche, was Alkohol- und Nikotinkonsum betrifft, im Spitzenfeld.

http://www.mona-net.at/zine/article/1015

Es ist erschreckend, und ich denke, da wäre nicht nur die Politik, sondern auch die Wirtschaft sowie die Gesellschaft ansich gefordert.

Aber diese Tatsachen als "Totschlagargument" zu benützen, um Cannabis-Freigabe zu proklamieren, halte ich für nicht richtig.

Mich bringen diese Tatsachen immer wieder zu fehlender Geborgenheit, Liebe und Zärtlichkeit in der frühesten Kindheit. Es geht mir nicht um Lizitation, welcher Genussmittel/welche Droge harmloser ist, sondern um den gemeinsamen Nenner für Zustandekommen der Sucht.
 
Aber diese Tatsachen als "Totschlagargument" zu benützen, um Cannabis-Freigabe zu proklamieren, halte ich für nicht richtig.

Wie rum du es gerne haben willst, is mir gleich. ;)
Ich hab auch kein Problem damit wenns anders rum läuft.
Also Alk auch weg.
Aber das wird vermutlich verdammt schwierig.
Und was das dann erst für einen Schwarzmarkt gibt. :D

Ich hab aber ein Problem damit, dass es so läuft wie es läuft.
Das ist mit zweierlei Maß messen und zwar mit 2 verdammt verschiedenen Maßstäben.
Aber das ist ja bei uns gang und gäbe.
 
Ueber Cannabis und dessen legalisierung will ich mal einen weiteren Punkt in die Runde werfen: Es ist (auch) medizinisch brauchbar (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Arzneimittel). Aber ich kenne einige Menschen mit Epillepsie oder chronishcen Schmerzen, denen Aerzte unter der Hand Cannabis empfohlen haben, aber die gesetzgebung erlaubt das nicht und die Kassen zahlen es nicht. Zumindest hier sollte meiner Ansicht nach die Gesetzeslage gelockert werden.

Zur Sucht-Definition: Ich trinke, wenn es hoch kommt, einmal im Monat Alkohol. Bier mag ich gar nicht; wenn, dann meistens Wein und davon auch dann maximal zwei Glaeser. Bei sozialen Anlaessen bleibe ich meistens bei der Apfelschorle... aber eben ab und zu beteilige ich mich am Wein. Bin ich suechtig? Gehoere ich in eine Entziehungskur? Nachdem zu urteilen, wie einige hier "Sucht" definieren, ja. Die haben dann eine ziemlich seltsame Definition.
 
Das hatten wir doch schon: Auch ein Alkoholiker trinkt sehr gern.
Er macht das mit Inbrunst und Leidenschaft. ;)



Was ist dann der Grund?



Es ist ein Unterschied, ob eine Droge Menschenleben und Beziehungen zerstört oder nicht. Und da gibt es Unterschiede in den verschiedenen Drogen und im Umgang damit, ja.
In den Naturvölkern werden (natürliche) Drogen nur zu zeremoniellen Zwecken verwendet. Und das hat seine Gründe.
Bei uns ist eine der schlimmsten Drogen die Gesellschaftsdroge schlechthin.
Und Cannabis verboten.

Zwischen Leidenschaft und Sucht sehe ich aber nunmal keinen Unterschied.
Wenn du diesen aber brauchst um damit irgendetwas zu legitimieren, bitteschön. Werd ich dir nicht nehmen. ;)

Ein Alkoholiker trinkt nicht aus Genuss, er trinkt aus Zwang. Er macht das nicht aus Leidenschaft, weil trinken schöner ist als Mikado spielen, er trinkt, weil er MUSS. Wenn jemand 3x die Woche leidenschaftlich Tennis spielt und völlig darin aufgeht, aber nicht süchtig ist, wird er nicht zittrige Hände, Schweißausbrüche oder innerliche Unruhe erleben, wenn er mal nicht Tennis spielen kann. Jemand, der mit Inbrunst Bilder malt am Wochenende und völlig darin aufgeht, aber nicht süchtig ist, wird nicht heulend und krampfend im Bett liegen, wenn er mal Sonntagabend nicht malen kann. Was man gerne macht, macht man GERNE, nicht weil man es machen MUSS. Ein Süchtiger hat nicht die Wahl. Tarbagan mag traurig sein, wenn er mal zwei Wochen nicht trainieren kann. Er wird sich aber vor lauter Verzweiflung nicht das Gesicht blutig kratzen. Natürlich redet der Süchtige sich manches schön - aber er säuft, zieht, fixt oder sportelt nicht aus Freude, sondern weil er ohne einfach nicht kann.
 
Das hatten wir doch schon: Auch ein Alkoholiker trinkt sehr gern.
Er macht das mit Inbrunst und Leidenschaft. ;)
Du verstehst halt den Unterschied nicht. Nach deiner Definition gibt es nur Sucht auf der Welt, und jeder Mensch, dem irgendwas Spaß macht, ist süchtig. Das ist eine extrem negative Weltsicht.
Was ist dann der Grund?
Politik.
Es ist ein Unterschied, ob eine Droge Menschenleben und Beziehungen zerstört oder nicht. Und da gibt es Unterschiede in den verschiedenen Drogen und im Umgang damit, ja.
In den Naturvölkern werden (natürliche) Drogen nur zu zeremoniellen Zwecken verwendet. Und das hat seine Gründe.
Bei uns ist eine der schlimmsten Drogen die Gesellschaftsdroge schlechthin.
Und Cannabis verboten.
Langsam kommts mir vor, als würdest du hier Alkohol als die allerböseste gefährliche Droge schlechthin hinstellen wollen und Cannabis als supertoll.

Nein, Alkohol ist nicht megamäßig schlimm und gefährlich.
Nein, Cannabis ist nicht so mega ungefährlich und toll, wie immer alle tun.

Aber Alkohol ist auch nicht ungefährlich.
Und Cannabis ist auch nicht eine supergefährliche Todesdroge.


Das kotzt mich bei so Drogendiskussionen immer so an; egal, welche Seite (pro Legalisierung, contra Legalisierung), jeder vereinfacht die Dinge immer so in einem Schwarz-Weiß-Schema.
 
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Greenorange schrieb:
Mich bringen diese Tatsachen immer wieder zu fehlender Geborgenheit, Liebe und Zärtlichkeit in der frühesten Kindheit. Es geht mir nicht um Lizitation, welcher Genussmittel/welche Droge harmloser ist, sondern um den gemeinsamen Nenner für Zustandekommen der Sucht.

Ich weiss nicht, ob wirklich immer in der frühesten Kindheit der Auslöser für Sucht zu suchen ist, ich glaube nicht. Vielmehr habe ich den Verdacht, dass der Leistungsdruck in der Gesellschaft, Schule, Studium, Arbeitsplatz eine grosse Komponente darstellt. Suchtmittel als Stressabbauhilfe - ob nun Zigarette, Alkohol oder Cannabis. Das wäre die eine Seite. Die andere Seite ist für mich die, dass viele Jugendliche keine oder zu wenig Perspektiven haben, nicht wissen, wie sie (salopp ausgedrückt) ihre Zeit totschlagen sollen. Und überhaupt ist es ja oberkuhhhl, zu rauchen, zu trinken, zu kiffen. Da kann man sich doch glatt schon erwachsen fühlen.

Verd. schwieriges Thema, bei dem eigentlich alle gefordert sind, denke ich.

Joey schrieb:
Ueber Cannabis und dessen legalisierung will ich mal einen weiteren Punkt in die Runde werfen: Es ist (auch) medizinisch brauchbar (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Arzneimittel). Aber ich kenne einige Menschen mit Epillepsie oder chronishcen Schmerzen, denen Aerzte unter der Hand Cannabis empfohlen haben, aber die gesetzgebung erlaubt das nicht und die Kassen zahlen es nicht. Zumindest hier sollte meiner Ansicht nach die Gesetzeslage gelockert werden.

Das sehe ich genauso. Menschen, denen Cannabis medizinisch helfen kann, sollen es bekommen dürfen. Ich bin durchaus dafür, für Betroffene entsprechende Möglichkeiten zu schaffen. Aber nicht, weil ein paar Leute glauben, "Cannabis ist viel sanfter als Alkohol, also nur her damit" (salopp ausgedrückt).
 
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