C
Condemn
Guest
Rational betrachtet sterben die Brexit Befürworter einfach früher aus. Ein gangbares Risiko, wenn man die Alternativen bedenkt. Dazu kommt das viele der Befürworter im hohen Alter gerade feststellen das sie bewusst belogen worden sind in einem der Kernpunkte und viele der Protestwähler haben es sich halt auch anders vorgestellt. Ich denke der Widerstand bei einem Verbleib ist da aber wesentlich geringer als erwartet.
Der Widerstand ist für beide Ergebnisse extrem hoch. Und der Widerstand gegen die EU wird ja nicht geringer werden. Die Altersfrage ist da m.A.n. nicht so besonders entscheidend. Denn auch wenn die jüngere Generation mehrheitlich gegen einen Brexit ist und gegenwärtige Brexit-Befürworter eher sterben, werden die Jungen auch älter, Träume zerplatzen und einige naive Annahmen bleiben auf der Strecke. Die Situation in der EU wird gleichzeitig kaum besser werden, sondern mit Sicherheit eher im Gegenteil, sie wird schlechter. Damit nimmt die Unzufriedenheit eher zu- als ab und damit wird der Widerstand gegen die EU ebenfalls nicht abnehmen.
Ich bin der Ansicht dass das Ergebnis gar nicht so entscheidend ist. Das was es zeigt ist viel bedeutender: Eine zerfallende Gesellschaft und zunehmender Druck. Das trifft nicht nur auf GB zu und die EU als Gesamtgebilde hat so große Risse, dass es im Grunde egal ist welche Karte zuerst aus dem Kartenhaus gezogen wird. Falls es nicht GB sein wird wird es möglicherweise Frankreich nach der nächsten Wahl sein. Oder die Niederlande. Oder irgendeine große Bank geht pleite und dann geht der Rettungswahnsinn wieder los, weil sonst auch gleich noch Staaten mit pleite gehen - die eh pleite gehen etc.
Da gibts kein richtig mehr. Und total verrückt ist ein Brexit ja nun auch nicht. Auf Zeit gesehen könnte es schon eher gut für GB sein.