Bluttransfusionen

Sind Bluttransfusionen wichtig und retten Leben?

  • Ja!

    Stimmen: 48 81,4%
  • Nein!

    Stimmen: 11 18,6%

  • Umfrageteilnehmer
    59
  • Umfrage geschlossen .
liebe reinfriede,

uije....dir wollte ich keinen vorwurf machen, ich finde, dass du sachlich bleibst und kluge fragen stellst. mir fehlen die antworten! ich hab ja geschrieben, dass ich VERSTEHE, und du hast nur die info reingestellt. was mich nervt sind polemiken wie der hippokratische eid, die auch noch wider besseren wissens geschrieben werden. oder der hinweis, dass transfusionen nicht risikofrei sind - risikofreie behandlung gibt es nicht!!! wo sind übrigens die risken bei den plasmaexpandern?

@zauberin: ich glaub,die scheiterhaufen haben wir hinter uns - denk doch nur an die feinstaubbelastung ;-)

und was ich noch anbringen wollte: einen buchtipp. klaus dörner, das gesundheitsdilemma. nein, der schreibt nicht im ami-stil knackige angstmachersätze, da muss man schon nachdenken. auch darüber, was man vom gesundheitssystem will. er meint, ein gelingendes leben bedarf auch der last, schreibt gegen selbst-infantilisierung und selbst-viktimisierung.
 
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Mondkriegerin schrieb:
liebe reinfriede,

uije....dir wollte ich keinen vorwurf machen, ich finde, dass du sachlich bleibst und kluge fragen stellst. mir fehlen die antworten! ich hab ja geschrieben, dass ich VERSTEHE, und du hast nur die info reingestellt. .

Ist schon ok...bin im Moment nicht ganz auf dem Damm (Grippe) und leicht "angrührt" *lach*

Liebe Grüße
Reinfriede
 
Hallo,

Reinfriede schrieb:
Dr. Hamer ist definitiv KEIN Heilpraktiker - er ist es NIE GEWESEN!
Syscomed schrieb:
Dr. Hamer und Dr. Rath sind Mediziner und keine HP.
Dr. Hamer und Dr. Rath haben Medizin studiert und waren in der Schulmedizin tätig.
Die medizinischen Ansätze, die sie letztlich berühmt machen, sind wissenschaftlich nicht untermauert und beruhen zum Teil auf reinen Spekulationen, somit fallen sie in den Bereich der Alternativmedizin.
wikipedia schrieb:
Der Begriff Alternativmedizin umschreibt eine Vielzahl unterschiedlicher diagnostischer und therapeutischer Konzepte und Methoden, die den Anspruch erheben, eine Alternative zur wissenschaftlich orientierten Medizin zu bieten.(...) Aus Sicht der wissenschaftlich begründeten und speziell der evidenzbasierten Medizin steht der Nachweis der Wirksamkeit alternativer Heilmethoden aus bzw. wurde nur in Teilaspekten erreicht.
Ich habe diese beiden Begriffe synonym verwendet.

Künftig werde ich, euren Einwand berücksichtigend, unterscheiden in:
  • Alternativmediziner als einen Überbegriff für Praktizierende wissenschaftlich nicht begründeter heilkundlicher Lehren und
  • Heilpraktiker als Bezeichnung für Absolventen eines HP-Lehrganges. :)


.vloryahn.
 
Liebe Diskussionspartner,

es war eine spannende Debatte und ein sachlicher informativer Schlagabtausch, der nun in eine persönliche, manchmal auch verletzende Ebene abrutscht. Ich werde mich dem Stil nicht anpassen und ziehe mich aus dieser Diskussion zurück. Außerdem muss ich ab morgen wieder unterrichten.

Für mich ist klar, dass ich meinem Chirurgen bei einer Operation die Verwendung von Bluttransfusionen strickt untersagen würde und ich wünsche euch allen, dass ihr nie in die Situation kommt, eine Bluttransfusion zu benötigen.

Es ging mir auch nie darum, für meine Überzeugung (die nicht nur Lynne McTaggert geprägt hat) zu missionieren. Für mich ist aber (auch durch persönliche, leidvolle eigene Erfahrungen) klar, dass heute immer noch verabsäumt wird, den Patienten über die Risiken einer als Standard oder usus angesehenen Therapie richtig aufzuklären.

Da wir uns im Kreis drehen, wie auch Toffifee schon erwähnte und die Meinungen festgefahren sind, ist die weitere Debatte sinnlos.

Was ich mir wünschen würde:
Dass auch Moderatoren sich etwas deklarieren, zumindest damit man weiß woher er ist. (vloryahn)
Dass man nicht automatisch, wenn man schon in einem österreichischen Forum diskutiert, von deutschen rechtsgrundlagen ausgeht.

LG
Sysco
 
Mondkriegerin schrieb:
l oder der hinweis, dass transfusionen nicht risikofrei sind - risikofreie behandlung gibt es nicht!!! wo sind übrigens die risken bei den plasmaexpandern?

@Mondkriegerin

Was ist das für ein Argument: "risikofreie behandlung gibt es nicht!!" ? Dann wäre es vernünftiger gar nicht zum Arzt zu gehen. :D

Es geht doch darum, dass das Risiko so niedrig gehalten wird, wie es nur geht. Darum sollte man auf stark risikoreiche Behandlungen verzichten und sie schnell wie möglich durch weniger risikoreiche ersetzen.

Die Bluttransfusion wird sehr oft auch in Fällen ausgeführt, wo sie eigentlich gar nicht benötigt wird. Und das ist bei dem - mit ihr verbundenen - großen Risiko nicht sinnvoll.

Natürlich muss sich jeder selbst entscheiden, ob er den Ärzten blind vertraut oder ob er lieber mündig wird. ;)

Alles Gute :)
P.
 
die frage ist: wo ist das risiko bei den plasmaexpandern??? die beantwortet mir hier keiner!

es gibt keine behandlung ohne risiko, dabei bleib ich, alles andere ist naiv. nicht zum arzt gehen ist auch ein risiko. mit den informationen, die ich bis jetzt habe, kann ich keine sinnvolle abwägung vornehmen. im falle des falles geh ich davon aus, dass ich vom arzt diese informationen bekommen werde. ich bin durchaus fähig, zu fragen und zu hinterfragen. wie kommst du darauf, mir vorzuwerfen, ich sei kein mündiger patient? untermauere das mal.
 
Hallo Mondkriegerin!

Mondkriegerin schrieb:
die frage ist: wo ist das risiko bei den plasmaexpandern??? die beantwortet mir hier keiner!

es gibt keine behandlung ohne risiko, dabei bleib ich, alles andere ist naiv. nicht zum arzt gehen ist auch ein risiko. mit den informationen, die ich bis jetzt habe, kann ich keine sinnvolle abwägung vornehmen. im falle des falles geh ich davon aus, dass ich vom arzt diese informationen bekommen werde. ich bin durchaus fähig, zu fragen und zu hinterfragen. wie kommst du darauf, mir vorzuwerfen, ich sei kein mündiger patient? untermauere das mal.


*g* so viel Wut. :D ( Nebenbei: Ich habe das nicht Dir - niemandem persönlich -vorgeworfen.)

Du bekommst die richtigen Informationen von dem Arzt nicht, auch wenn er sie kennen würde und das tun nicht viele (lieber? ;) ). Er wird nicht seine Position als Arzt gefährden.

Ein Beispiel: Ein Arzt (den ich kenne) vertraute seiner Ehefrau, dass die
Impfungen gegen Grippe für alte Menschen sehr gefährlich sind, aber er
kann es ihnen nicht sagen, wenn sie zu ihm kommen und es von ihm -
wegen der Werbung - verlangen, weil er in großer Schwierigkeiten mit
der Ärzteschaft kommen würde.

Ja, für mich ist der Besuch bei den Ärzten sehr risikoreich - mache ich sehr,
sehr selten ( meistens wegen rezeptpflichtigen Arzneien, wenn der Heuschnupfen zu stark wird, weil ich die homöopatische Vorbeugung vernachlässigt habe) und passe dann seine Vorschläge an meiner Person an.
D.h. meistens nur die Hälfte der Menge von Tabletten und nur für die Hälfte
der Zeit. (Gilt natürlich nicht für Antibiotika, aber die habe ich schon seit
zwanzig Jahre nicht eingenommen.)

Seitdem ich mich "selbst behandle" bin ich ein gesunder Mensch. Als ich noch
den Ärzten ohne Vorbehalt vertraute, war es nicht so, obwohl ich viel jünger als jetzt war.

Es braucht schon Mut ( viel Angst zu überwinden), um sich von der Abhängigkeit von den "Göttern in Weiß" zu lösen. Aber es hat sich gelohnt - wenn ich meine Eltern und meinen um ein Jahr jüngeren Bruder sehe, die das nicht geschafft haben.

Alles Gute :)
P.
 
Hallo zusammen! :)

Zauberin schrieb:
Es geht doch darum, dass das Risiko so niedrig gehalten wird, wie es nur geht. Darum sollte man auf stark risikoreiche Behandlungen verzichten und sie schnell wie möglich durch weniger risikoreiche ersetzen.
Wie wäre es denn mit einem Selbstexperiment, liebe Zauberin? Lass dir mal 50% (ca. 2500ml) Blut (oder noch mehr) abzapfen und dieses Volumen nur durch Plasmaexpander ersetzen. Das ist nämlich die Therapie, die Deutschlands Heilpraktiker in solchen Fällen vorschlagen. ;)

Solltest du dich widererwarten in einem Tunnel aus Licht wiederfinden, deiner Ur-Oma begegnen oder Gottes Stimme vernehmen, dann weißt du, worin der Unterschied zwischen einem Erythrozytenkonzentrat und einem Plasmaexpander besteht. :ironie:

Nur auf diesen Punkt geht Syscomed nicht ein. -> Du kannst nicht unbegrenzt Plasmaexpander in den Menschen pumpen. Das ist doch logisch! Irgendwo gibt es eine Grenze. Wo diese Grenze liegt, entnehme man bitte den links und den Zitaten daraus, die ich in meinen letzten postings bemüht habe. :) Ärzte können EK´s schon bei einem Blutverlust von 30% einsetzen, wenn die weitergehende Therapie es erfordert und es medizinisch nicht anders zu verantworten ist. Auch um eine Schädigung des Gehirns und des Herzens vorzubeugen. (-> s.auch Myokard- Ischämie, zerebrale Ischämie)

Mondkriegerin schrieb:
die frage ist: wo ist das risiko bei den plasmaexpandern??? die beantwortet mir hier keiner!
Weil die Frage schon beantwortet wurde. :) Schau dir dazu meine postings (incl. links) der letzten Seiten an. Plasmaexpander füllen ein Volumen auf, aber sie können keine Erythrozyten ersetzen.

Wenn du auf die Nebenwirkungen anspielst, so können Plasmaexpander (-> Dextrane) anaphylaktische (allergische) Reaktionen auslösen. Wie hoch das Risiko hierbei ist, kann ich allerdings nicht sagen.

Liebe Grüße :angel2:
Toffifee
 
Hallo Toffifee!

Toffifee schrieb:
Hallo zusammen! :)

Wie wäre es denn mit einem Selbstexperiment, liebe Zauberin? Lass dir mal 50% (ca. 2500ml) Blut (oder noch mehr) abzapfen und dieses Volumen nur durch Plasmaexpander ersetzen. Das ist nämlich die Therapie, die Deutschlands Heilpraktiker in solchen Fällen vorschlagen. ;)
Hat das schon jemand ausprobiert und ist gestorben oder verbieten die Ärzte es zu testen?
Solltest du dich widererwarten in einem Tunnel aus Licht wiederfinden, deiner Ur-Oma begegnen oder Gottes Stimme vernehmen, dann weißt du, worin der Unterschied zwischen einem Erythrozytenkonzentrat und einem Plasmaexpander besteht. :ironie:
Aus der Sicht der Martina Weight ist kein Risiko dabei ;) - "der Tod sei SOOOO
wunderbar!" :D

Ich glaube nicht, dass man jemandem das Leben retten kann. Das ist nur
eine schöne Illusion. Man kann aber auf jeden Fall die Lebensqualität ver-
ändern, verbessern.
Da glaubt aber jeder was Anderes. *g*

Alles Gute :)
P.
 
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Hallo Zauberin! :)

Zauberin schrieb:
Hat das schon jemand ausprobiert und ist gestorben oder verbieten die Ärzte es zu testen?
Ich vermute mal, daß das ethisch nicht vertretbar wäre... ;) Aber falls du mal zum Blutspenden gehst, kannst du den Arzt/Schwester bitten dir die 5-fache Menge Blut abzunehmen. Mal sehen was er dazu sagen wird. :D

Aber bevor ich jetzt wieder falsch verstanden werde... Nochmal: Kritische Schwellenwerte sind stets patientenindividuell zu beurteilen.
http://www.meduni-graz.at/UBT/blut_bzw_blutkomponentenersatz1.htm
Im allgemeinen sind bei Hkt 24 % / Hb 8g /dl die Kompensationsmechanismen auch bei normalem O2- Verbrauch und unter sonst günstigen Umständen voll beansprucht.

Zauberin schrieb:
Aus der Sicht der Martina Weight ist kein Risiko dabei - "der Tod sei SOOOO wunderbar!"
Ja, gell? :D Ein einmaliges Erlebnis, einfach atemberaubend. :lachen:

https://www.esoterikforum.at/forum/showpost.php?p=527493&postcount=75
Der Weg zum Heilpraktiker schrieb:
Achtung:
Der Blutgerinnungshemmer Citrat, der in Blutkonserven eingesetzt wird, entzieht dem Blut Calcium und verhindert damit die Blutgerinnung. Wichtig bei schweren Blutungen oder inneren Blutungen!!

http://www.meduni-graz.at/UBT/blut_bzw_blutkomponentenersatz1.htm
6.1.1.3 Weitere Nebenwirkungen
leiten sich - u.a. - von der Zitratbelastung ab. Erschwert durch eine FFP- bzw. TK-Substitution flutet vermehrt Zitrat an (bis 30 mg/ml) und wird über die Leber zu Bicarbonat metabolisiert. Die Abnahme des ionisierten Ca++ wird normalerweise rasch über Skelett-Ca++-Vorräte ausgeglichen, dies ist jedoch bei Hypotension, Hypothermie und Leberschädigung nicht der Fall, woraus sich zunehmende myokardiale Irritabilität und eine Verminderung des Herzzeitvolumens ableiten können.

Kumulative Effekte durch Lagerungsschäden der zugeführten Blutkonserven führen u.a. zur Hyperkaliämie. Eine diesbezügliche Erschwernis erfolgt durch den Schockzustand, durch renale Dysfunktion, Gewebeischämie/Nekrose und im Zusammenwirken mit Ca++> und Hypothermie können kardiale Arrhythmie, Nierenversagen und Azidose resultieren.

Liebe Grüße :kiss4:
Toffifee
 
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