Bluttransfusionen

Sind Bluttransfusionen wichtig und retten Leben?

  • Ja!

    Stimmen: 48 81,4%
  • Nein!

    Stimmen: 11 18,6%

  • Umfrageteilnehmer
    59
  • Umfrage geschlossen .
Elisabetha schrieb:
Also das mit der Gefahrenzulage bekommt bei uns kein Arzt! Woher hast du diese Info?

Bei uns bekommen die Chemopatienten, die einen grenzwertigen Hb haben eh Erypo, Aranesp oder ähnliches, aber eben nur wenn es sich noch ausgeht. Wenn jemand mit einem Hb von 7, 6 oder darunter kommt, dann gehen unsere Ärzte kein Risiko mehr ein, weil diese Patienten allgemein keinen stabilen Gesundheitszustand haben.

Der in der Medizin willkürlich festgelegte Grenzwert für Hb liegt bei Zehn. Wie aus einem früheren Statement von mit ersichtlich, gelingt es der Ärzteschaft auch, Menschen erfolgreicht zu behandeln, deren Hb bei 1,8 1,8 g/Deziliter abgesunken ist.

Die Gefahrenzulage können Ärzte geltend machen, wenn sie Blut verabreichen, weil damit ein höheres Risiko (Infektionsrisiko) verbunden ist. Wird Erythropoetin verabreicht, das Nierenhormon, welches die Bildung von Erythrozyten anregt, kann keine Zulage verrechnet werden.

LG
Syscomed
 
Werbung:
Syscomed schrieb:
Der in der Medizin willkürlich festgelegte Grenzwert für Hb liegt bei Zehn. Wie aus einem früheren Statement von mit ersichtlich, gelingt es der Ärzteschaft auch, Menschen erfolgreicht zu behandeln, deren Hb bei 1,8 1,8 g/Deziliter abgesunken ist.

Die Gefahrenzulage können Ärzte geltend machen, wenn sie Blut verabreichen, weil damit ein höheres Risiko (Infektionsrisiko) verbunden ist. Wird Erythropoetin verabreicht, das Nierenhormon, welches die Bildung von Erythrozyten anregt, kann keine Zulage verrechnet werden.

LG
Syscomed

Ja, ich weis das, ich bin im Gesundheitswesen tätig, aber meinst du wirklich, das ein Arzt, der einen Patienten hat mit einem Hb von 6, es dem Menschen schon dem entsprechend schlecht geht, das dieser Arzt dann im Ernst noch ganz cool abwartet? Weil er es eh später auch noch in den Griff kriegt??? Ich denke das die Werte von Hb 1,8 aus der Notfallmedizin stammen und sicherlich kein Arzt seinen Patienten einem Risiko aussetzen will und gemütlich zu wartet, denn dann erhöht sich das Risiko, das wirklich was gröberes passiert! Sorry, aber Theorie aus Studien und Praxis decken sich nur in den Grenzgebieten...

Ich habe übrigens nachgefragt wegen der Zulage. In meinem Krankenhaus gibt es sie NICHT! Ich habe sogar in der Verwaltung angerufen und ich wurde gefragt wo ich das denn her hätte.... Es stimmt, das es eine Infektionszulage gibt, aber wenn eine Blutkonserve verabreicht wird, dann gibts die nicht. Was ich weis bekommen zb Chirurgen eine Zulage weil sie sich ja durch ein kleines Schnitterl wärend der Op infizieren könnten. Woher hast du also diese Info?

Erypo ist eine gute Sache, aber wenn es dem Patienten schon wirklich mies geht, dann wählen wohl die meisten Ärzte die schnellere Variante einer BK. Ausserdem gehört hier auch mal klar gesagt, das eine Packung Erypo im Verhältniss zu einer Blutkonserve täurer ist. Viele Ärzte bekommen Druck von der Verwaltung das sie sparen sollen... tja...

Liebe Grüsse
 
Elisabetha schrieb:
Ja, ich weis das, ich bin im Gesundheitswesen tätig, aber meinst du wirklich, das ein Arzt, der einen Patienten hat mit einem Hb von 6, es dem Menschen schon dem entsprechend schlecht geht, das dieser Arzt dann im Ernst noch ganz cool abwartet? Weil er es eh später auch noch in den Griff kriegt??? Ich denke das die Werte von Hb 1,8 aus der Notfallmedizin stammen und sicherlich kein Arzt seinen Patienten einem Risiko aussetzen will und gemütlich zu wartet, denn dann erhöht sich das Risiko, das wirklich was gröberes passiert! Sorry, aber Theorie aus Studien und Praxis decken sich nur in den Grenzgebieten.... Erypo ist eine gute Sache, aber wenn es dem Patienten schon wirklich mies geht, dann wählen wohl die meisten Ärzte die schnellere Variante einer BK. Ausserdem gehört hier auch mal klar gesagt, das eine Packung Erypo im Verhältniss zu einer Blutkonserve täurer ist. Viele Ärzte bekommen Druck von der Verwaltung das sie sparen sollen... tja...

Der Hb Wert fällt ja nicht plötzlich in den Keller, wie bei einer starken Blutung. Warum wartet der Arzt so lange, bis der Hb auf 6 ist? Warum wird nicht schon viel früher EPO verabreicht z.B schon vor oder während der Chemotherapie? Warum verwendet man, nachdem man offensichtlich zu lange gewartet hat, dann zwei Konserven, die immer ein wesentlich höheres Risiko in sich tragen als EPO?

Wäre es nicht sinnvoller, Präventivmaßnahmen zu ergreifen anstatt auf dem Rücken der Patienten und zu Lasten deren Gesundheit zu sparen? Bei den Kosten einer Konserve kann ich mir schwer vorstellen, dass EPO teurer ist.

Ich habe übrigens nachgefragt wegen der Zulage. In meinem Krankenhaus gibt es sie NICHT! Ich habe sogar in der Verwaltung angerufen und ich wurde gefragt wo ich das denn her hätte.... Es stimmt, das es eine Infektionszulage gibt, aber wenn eine Blutkonserve verabreicht wird, dann gibts die nicht. Was ich weis bekommen zb Chirurgen eine Zulage weil sie sich ja durch ein kleines Schnitterl wärend der Op infizieren könnten. Woher hast du also diese Info?

Freut mich, wenn es bei euch nicht gemacht wird! Dann seid ihr eine Ausnahme. Im übrigen werden Hepatitis B und C, die durch Blut übertragen werden, als Berufsrisiko im Gesundheitswesen eingestuft.

LG
Sysco

Liebe Grüsse[/QUOTE]
 
hi sysco,

bevor ich ewig suche: wo finde ich regelungen bezüglich gefahrenzulagen und berufsrisiko bei ärzten?

lg
MK
 
Syscomed schrieb:
Der Hb Wert fällt ja nicht plötzlich in den Keller, wie bei einer starken Blutung. Warum wartet der Arzt so lange, bis der Hb auf 6 ist? Warum wird nicht schon viel früher EPO verabreicht z.B schon vor oder während der Chemotherapie? Warum verwendet man, nachdem man offensichtlich zu lange gewartet hat, dann zwei Konserven, die immer ein wesentlich höheres Risiko in sich tragen als EPO?

Wäre es nicht sinnvoller, Präventivmaßnahmen zu ergreifen anstatt auf dem Rücken der Patienten und zu Lasten deren Gesundheit zu sparen? Bei den Kosten einer Konserve kann ich mir schwer vorstellen, dass EPO teurer ist.

Freut mich, wenn es bei euch nicht gemacht wird! Dann seid ihr eine Ausnahme. Im übrigen werden Hepatitis B und C, die durch Blut übertragen werden, als Berufsrisiko im Gesundheitswesen eingestuft.

LG
Sysco
Liebe Grüsse
[/QUOTE]

Diese Patienten bekommen ihre Chemo und gehen dann für eine Woche nach Hause. Es wird dann eine Woche nach Chemo ein Blutbild gemacht und manchmal ist es dann, das der Hb so schlecht ist. Es kommt vor, aber es ist nicht immer so und unsere Ärzte wollen eben nicht präventiv Erypo geben, weil es eben meistens nicht notwendig ist und sehr teuer. Glaub mir, bei Chemopatienten wird eh nicht gespart.... Vor einer Chemo Erypo zu geben wäre totaler Nonsens, weil die Chemo ja die Wirkung sofort wieder aufheben würde. Das wäre als würde ich Antibiotika nehmen, weil es ja sein könnte das ich eine Entzündung bekomme.... ;)

Präventivmaßnahmen die unsere Patienten eh machen, sind eher im Ernährungsbereich nach der Chemo...

Ich weis, das es Zulagen für manche Risiken im Gesundheitsbereich gibt. Das ist aber sehr relativ zu sehn, denn viele werden nicht ausbezahlt. Ich arbeite auf einer Lungenabteilung und habe öfters mit TBC Patienten zu tun - habe daher ein erhöhtes Infektionsrisiko - bekomme die Zulage aber nicht. Das mit den Zulagen hört sich in der Theorie meistens sehr schön an, aber in der Praxis wird gespart wos nur geht. Ich hab auch mit Hepatitispatienten zu tun.. und bringt mir nichts!

Ich habe mal unter unseren Ärtzen rum gefragt welche Zulagen sie bekommen und ob sie wissen was ihnen so zusteht. Die meisten WISSEN ES NICHT und BEKOMMEN auch NICHTS. Also die Theorie, das Ärzte nur Behandlungen machen, die ihnen Zulagen bringen hinkt gewaltig!!!
 
Ich habe auch mit JA gestimmt.
Vor 9 Jahren war ich in dieser Situation,das ich Fremdblut benötigte.
Da kann ich nur sagen Danke an den Spender,denn ich ich wüßte nicht,ob ich heute da sitzen würde.

liebe grüße von Daphne
 
Blutdepot

§ 8f. (1) Jede nach Art und Leistungsangebot in Betracht kommende
bettenführende Krankenanstalt hat über ein Blutdepot zu verfügen.
Dieses dient der Lagerung und Verteilung von Blut und
Blutbestandteilen sowie der Durchführung der Kompatibilitätstests
für krankenhausinterne Zwecke. Es ist von einem fachlich geeigneten
Facharzt zu leiten und mit dem zur Erfüllung der Aufgaben
erforderlichen und fachlich qualifizierten Personal auszustatten.
Der Leiter und das Personal müssen durch entsprechende
Fortbildungsmaßnahmen rechtzeitig und regelmäßig auf den neuesten
Stand der Wissenschaften gebracht werden.
(2) Für die Lagerung und Verteilung von Blut und Blutbestandteilen
ist ein auf den Grundsätzen der guten Herstellungspraxis basierendes
Qualitätssicherungssystem einzuführen und zu betreiben. Die
Bestandteile des Qualitätssicherungssystems, wie
Qualitätssicherungshandbuch, Standardarbeitsanweisungen (Standard
Operating Procedures-SOPs) und Ausbildungshandbücher sind mindestens
einmal jährlich oder bei Bedarf auf den neuesten Stand der
Wissenschaften zu bringen.
(3) Der Träger der Krankenanstalt hat sicherzustellen, dass jeder
Eingang und jede Abgabe bzw. Anwendung von Blut oder
Blutbestandteilen im Rahmen des Blutdepots dokumentiert wird. Die
Dokumentation hat eine nach dem Stand der Wissenschaft lückenlose
Nachvollziehbarkeit der Transfusionskette, soweit dies in den
Aufgabenbereich des Blutdepots fällt, sicherzustellen. Die
Dokumentation ist durch mindestens dreißig Jahre aufzubewahren.
(4) Die Landesgesetzgebung hat sicherzustellen, dass Lagerung und
Verteilung von Blut und Blutbestandteilen durch Blutdepots den
Anforderungen nach Artikel 29e der Richtlinie 2002/98/EG des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Jänner 2003, zur
Festlegung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards für die
Gewinnung, Testung, Verarbeitung, Lagerung und Verteilung von
menschlichem Blut und Blutbestandteilen entspricht.

nur zur info... auf die ausbildung von leuten, die mit blut umgehen, wird offensichtlich größter wert gelegt.
 
Hallo Elisabetha!

Elisabetha schrieb:
Diese Patienten bekommen ihre Chemo und gehen dann für eine Woche nach Hause. Es wird dann eine Woche nach Chemo ein Blutbild gemacht und manchmal ist es dann, das der Hb so schlecht ist. Es kommt vor, aber es ist nicht immer so und unsere Ärzte wollen eben nicht präventiv Erypo geben, weil es eben meistens nicht notwendig ist und sehr teuer. Glaub mir, bei Chemopatienten wird eh nicht gespart.... Vor einer Chemo Erypo zu geben wäre totaler Nonsens, weil die Chemo ja die Wirkung sofort wieder aufheben würde. Das wäre als würde ich Antibiotika nehmen, weil es ja sein könnte das ich eine Entzündung bekomme.... ;)
Möchtest Du damit sagen, dass es keine Möglichkeit gibt, das Blutbild der Chemopa-
tienten während der Chemo zu kontrollieren und bei Verschlechterung gleich verbessernde Massnahmen zu ergreifen? Erst nach der Chemo, wenn es dem Patienten schon ganz schlecht geht?
Präventivmaßnahmen die unsere Patienten eh machen, sind eher im Ernährungsbereich nach der Chemo...
Man "impft" also NACH der "Krankheit". ;) (präventiv = vorbeugend)

Alles Gute :)
P.
 
Syscomed schrieb:
Wäre es nicht sinnvoller, Präventivmaßnahmen zu ergreifen anstatt auf dem Rücken der Patienten und zu Lasten deren Gesundheit zu sparen? Bei den Kosten einer Konserve kann ich mir schwer vorstellen, dass EPO teurer ist.

Es ist teurer.


Freut mich, wenn es bei euch nicht gemacht wird! Dann seid ihr eine Ausnahme. Im übrigen werden Hepatitis B und C, die durch Blut übertragen werden, als Berufsrisiko im Gesundheitswesen eingestuft.

Ich habe in diversen Krankenhäusern gearbeitet, also in der Steiermark als auch in Salzburg und ich kann Elisabetha nur bestätigen, es gibt eine allgemeine Gefahrenzulage, weiß nicht woher Du das hast, daß Ärzte was bezahlt bekämen, wenn sie Blutkonserven anhängen?
Man bekommt die Gefahrenzulage sobald man mit infektiösen Material, was alles an Blut, Auschheidung usw. betrifft, in Kontakt treten kann. Das beinhaltet auch schon die "normale" Blutabnahme. Nur, by the way, von dieser Zulage wird man nicht reich.
 
Werbung:
Zurück
Oben