Bin geschockt...wie krank ist die Menschheit????

Liebe Felice
Dann lebst du noch in der Angst... denn auch Täter waren mal Opfer, und zwar bevor sie zum Täter wurden.
Sie waren auch mal kleine Babys, die anderen ausgeliefert waren.
Du denkst diesen Gedanken nie wirklich zu Ende und kommst dadurch noch nicht ins Mitgefühl, was ja auch ok ist.
Nur die Angst kann dir so auch niemand nehmen.
Alles Liebe, Sayalla
 
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Es gibt genügend Beispiele an Menschen, die als Kind Opfer waren - und sich als Erwachsene für ein Leben ohne eigene Täterschaft entschieden haben.
Erwachsene Menschen haben die Wahl, was sie tun. Und deswegen habe ich kein Mitleid mit erwachsenen Tätern - denn diese haben es sich ausgesucht, ihren inneren Impulsen nachzugeben statt sich Hilfe zu suchen.
 
Liebe Felice
Dann lebst du noch in der Angst... denn auch Täter waren mal Opfer, und zwar bevor sie zum Täter wurden.Sie waren auch mal kleine Babys, die anderen ausgeliefert waren.
Du denkst diesen Gedanken nie wirklich zu Ende und kommst dadurch noch nicht ins Mitgefühl, was ja auch ok ist.
Nur die Angst kann dir so auch niemand nehmen.
Alles Liebe, Sayalla



Siehst du, und genau diese Aussage ist für mich eine Ausrede....nur weil ich Opfer war, muss ich kein Täter werden......

Und auch ich war Opfer....aber habe noch nie wem böses angetan.....es liegt in unserer Verantwortung uns Hilfe zu holen, bevor wir Täter werden......

Selbst Opfer gewesen zu sein, ist keine Entschuldigung, selbst Täter zu werden....damit kann ich nichts anfangen....

Und ich lebe schon lang nicht mehr in Angst.....die hab ich schon lange verloren......


lg Felice
 
Es gibt genügend Beispiele an Menschen, die als Kind Opfer waren - und sich als Erwachsene für ein Leben ohne eigene Täterschaft entschieden haben.
Erwachsene Menschen haben die Wahl, was sie tun. Und deswegen habe ich kein Mitleid mit erwachsenen Tätern - denn diese haben es sich ausgesucht, ihren inneren Impulsen nachzugeben statt sich Hilfe zu suchen.


Gleicher Gedanke zur gleichen Zeit Ahorn.....:umarmen:
 
Hallo Felice :)

mir ist jetzt in mehreren deiner Beiträge aufgefallen, dass du dein eigenes Empfinden, deine Vorstellungen verallgemeinerst, obwohl du es doch teilweise gar nicht wissen kannst.

Das schlimmste Erlebnis für Menschen ist es, sein Kind zu verlieren......das weiss ich, auch wenn es mir nicht passiert ist.....

Das dachte ich auch mal. Ich verlor ein Kind, es starb mit knapp 9 Monaten und ich war fest überzeugt, mir könne nichts Schlimmeres, nichts Schmerzlicheres widerfahren. Das war ein Irrtum.

Wir können nie wissen, was für uns oder andere am schmerzlichsten ist. Wir können es nur vermuten und unsere Vermutungen müssen nicht zutreffen.

Gruß
Rita
 
Hallo Felice :)

mir ist jetzt in mehreren deiner Beiträge aufgefallen, dass du dein eigenes Empfinden, deine Vorstellungen verallgemeinerst, obwohl du es doch teilweise gar nicht wissen kannst.



Das dachte ich auch mal. Ich verlor ein Kind, es starb mit knapp 9 Monaten und ich war fest überzeugt, mir könne nichts Schlimmeres, nichts Schmerzlicheres widerfahren. Das war ein Irrtum.

Wir können nie wissen, was für uns oder andere am schmerzlichsten ist. Wir können es nur vermuten und unsere Vermutungen müssen nicht zutreffen.

Gruß
Rita


Ja, ist eine Vermutung von mir....weil ich Menschen kenne, die ihre Kinder verloren haben....und für mich selbst es das Schlimmste wäre....was mir aber nicht passiert.....davon bin ich überzeugt.

Und je älter das Kind ist, desto schlimmer ist es vielleicht.....auch eine Vermutung....

Darf ich dich fragen, was noch schlimmer war? Ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen.....kannst mir auch eine PN schreiben, wenn du es hier nicht öffentlich machen willst....

Mich würde es interessieren, weil ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen....


lg Felice
 
Liebe Tara,

trotzdem wirst Du zustimmen, wenn jemand sagt:

Für Eltern ist es normalerweise sehr schlimm, wenn sie eines ihrer Kinder verlieren!

Und dann geht es erstmal nicht ums Verzeihen für den Täter, sondern darum, traurig sein zu dürfen, evtl. auch wütend, je nachdem, wodurch das Kind ums Leben kam.
Da müssen betroffene Eltern zuerst zu sich selbst schauen, was ihnen gut tut und ihnen helfen kann. Und wenn es Wut auf den Täter ist, dann müssen sie wütend sein (dürfen!).
 
Ich muss nun auch Ahorn recht geben. Und Felice.

Auch Täter waren einmal Opfer. Das ist aber keine Ausrede.
Ein Mensch kann selbst entscheiden was er tut und was nicht.
Ich wurde vergewaltigt. Würde ich jetzt vergewaltigen würde ich sogar vor Gericht mildernde Umstände zugesprochen bekommen. Dennoch verspüre ich nicht den Wunsch anderen das anztun was ich erlitten habe, eben weil ich weiss wie schlimm das sein kann.

Mein Leben würde so einiges an Kriminalität "rechtfertigen" dennoch ist mir wohl bewusst, dass ich, und ich allein, in der Hand habe was ich tue und was nicht.

Und darüber hinaus muss ich sagen, dass ein Täter der sich von seiner Vergangenheit dazu treiben lässt, ein sehr schwacher Mensch ist.
Wenn du als Kind Opfer warst und als Erwachsener Täter wirst, zeigt das deutlich, wie sehr dich die Opferrolle getroffen hat, wie sehr du darunter leidest. Und damit gibst du deiner Vergangenheit und den damaligen Tätern die Macht über dich.
Das sage ich auch den Vergewaltigungsopfern die ich kenne.
Wenn du deswegen böses tust, gibst du deinem Peiniger noch mehr Macht über dich. Die Tat ist Jahre her - und so würde man zulassen dass dr Täter noch immer eine Rolle im Leben spielt. Ich war auch mit einer Frau zusammen die mit 12 vergewaltigt wurde und Männern gegenüber starke Gewaltfantasien entwickelt hatte. Nach einigen Gesprächen dieser Art, dass sie dem Täter dadurch noch immer Macht über sich, ihr Leben gibt, hatte sie sich gewandelt zu einem sehr friedlichen, liebevollen Menschen mit einer gesunden, liebevollen Sexualität.
 
Doch wie soll ein Mensch aus seinem Trauma herauskommen, wenn er privat niemanden zum drüber-Reden hat - und ihm hier (wo evtl. genau SEIN Thema Thema ist) gesagt wird, es ist besser, wenn er sich raushält. Genau solche Äusserungen schicken ihn doch zurück in die Hölle des Traumas.

Genau so ist es. Ich finde man sollte hier auch die Opfer zu Wort kommen lassen. Meine Wunde die ich habe werde ich nicht los, wenn ich nicht darüber reden kann. Und wenn ich nicht darüber reden kann kann es auch passieren das ich in einen meiner nächsten Leben als Mensch - Seele in der Klinik lande. Ist übrigens auch das verkehrte was ich mache, denn hier muss ja wohl auch die Seele geheilt werden. Die Medizin ist weit da wird ein haufen Geld reingesteckt, aber die Seele die uns 500 Leben lang begleitet wird vernachlässigt, dabei ist die Seele das wichtigste was wir haben und Leben für Leben mitschleppen.
Übrigens hier lesen bei den einen oder anderen die Seelen der verstorbenen Familienmitglieder mit und das ist keine Spinnerei.
 
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Liebe Tara,

trotzdem wirst Du zustimmen, wenn jemand sagt:

Für Eltern ist es normalerweise sehr schlimm, wenn sie eines ihrer Kinder verlieren!

Und dann geht es erstmal nicht ums Verzeihen für den Täter, sondern darum, traurig sein zu dürfen, evtl. auch wütend, je nachdem, wodurch das Kind ums Leben kam.
Da müssen betroffene Eltern zuerst zu sich selbst schauen, was ihnen gut tut und ihnen helfen kann. Und wenn es Wut auf den Täter ist, dann müssen sie wütend sein (dürfen!).

Hallo Ahorn.

Das sehe ich ganz genau so. Es ist wichtig, das man seine Gefühle nicht verdrängt. Sondern in Liebe annimmt und beobachtet. Sodass sie fließen können.

Viele Grüße

Jonas
 
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