Das hat bei jedem Arzt, der "Alternativen" anbietet wohl unterschiedliche und individuelle Gründe bzw. Kombinationen davon.
Ich gehe auch davon aus, dass den meisten Ärzten - auch den meisten dieser Ärzte - das Wohlergehen ihrer Patienten wichtig ist. Warum sie nun "Alternativen" anbieten, könnte mehrere Gründe haben.
- Sie werden von Patienten gebeten
- Sie wollen für die "harmlosen" Erkrankungen, wenn sie eine medizinische Behandlung für unnötig haben, den patienten trotzdem etwas geben, falls diese es wünschen (Patienten können manchmal ziemlich unzufrieden sein, wenn sie nur Diagnose bekommen sowie die Ansage: "Legen sie sich einfach hin... das wird schon.").
- Sie glauben wirklich dran und ignorieren geringe wissenschaftliche Beleglage bis hin zur Unhaltbarkeit.
- ...
(Das sind Gründe, die meine Phantasie da so ausspuckt - die Liste hat weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch, dass alle Gründe wirklich bei einem Arzt real mal vorkommen)
Das können auch nach wie vor hervorragende Ärzte sein.
Als ich vor ein paar jahren mal zu einem neuen Arzt ging - ich war frisch umgezogen - fragte der mich, ob ich an Homöopathie glaube. Ich antwortete: "Nein, ich bin Physiker.", wir lachten beide miteinander, und danach verstanden wir uns weiter gut, und ich fühlte mich von ihm gut - wissenschafts- und evidenz-medizinisch basiert - behandelt.