bedingungslose liebe

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Schneeglöckchen;2279406 schrieb:
wie definiert der Mensch dann die angesammelten Triebe also die Blockaden, die den Menschen darin hindern, bedingungslos sich selbst zu lieben und somit bedingungslos lieben zu können?
Das sind Ängste und die daraus resultierenden Wünsche.

Schneeglöckchen schrieb:
kommen die aus dem Herzen heraus ? oder aus dem Ego (dem Verstand, dem Geist) und was sammelt sich in der Seele an ? Welche Empfindungen, Emotionen und Gefühle entstammen der Seele ?
Beide - Ängste und Wünsche - wohnen im Herzen. Darum wird der Spruch "man sieht nur mit dem Herzen gut" oft völlig falsch verstanden. Man sieht nur dann mit dem Herzen gut, wenn es ein reines, von Wünschen und Ängsten entleertes Herz ist.

Empfindungen gehören zum Körper, Gedanken zum Geist, Emotionen und Gefühle zur Seele- alles drei gehört zum Ich, also zum Ego.
Ein Mensch, dessen Herz rein ist, der liebt sich selbst. Er geht Freund- oder Partnerschaft ein mit Menschen, deren Herz auch rein ist- in solche verliebt er sich. Aber nur in solche- das ist er sich wert.
Ein Mensch, dessen Herz nicht nur rein ist, sondern der auch noch seine Gedanken beherrscht, der also sich selbst als Schöpfer sieht, der ist allein. Er geht auch Freund- und Partnerschaft ein, aber er bezieht sich nicht mehr auf diese Menschen als Person und er verliebt sich nicht in sie.
Erst ein Mensch, der auch seine Gefühle beherrscht, liebt wirklich- und zwar alle Menschen gleichermaßen. Weil er Gott in ihnen sieht. Er liebt also nicht die Menschen an sich, sondern den Gott in ihnen.
 
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Ein Mensch, dessen Herz nicht nur rein ist, sondern der auch noch seine Gedanken beherrscht, der also sich selbst als Schöpfer sieht, der ist allein. Er geht auch Freund- und Partnerschaft ein, aber er bezieht sich nicht mehr auf diese Menschen als Person und er verliebt sich nicht in sie.
Erst ein Mensch, der auch seine Gefühle beherrscht, liebt wirklich- und zwar alle Menschen gleichermaßen. Weil er Gott in ihnen sieht. Er liebt also nicht die Menschen an sich, sondern den Gott in ihnen.

das würde aber bedeuten das ein sich in eine menschen verlieben und die menschen leiebn sich ausschließt sondern quasi 2 verschiedene möglichkeiten an zwei verschiedenen punkten der eigenen entwicklung sind.

oder anders gesagt, jesus hätte sich, ohne quasi "zurückzugehen" gar nicht in jemanden verlieben können, oder sehe ich das falsch?

liebe simi, so verstehe ich deine worte viel besser als vorher. danke!
 
Ruhe hier!! :) ;)

na, mal erhlich, hat schon jemanmand die Definition?

In sich selbst sterben, sein Ego absterben lassen, finde ich gut

OB wir das können, ist ne andere Sache.


lg Wally
 
das würde aber bedeuten das ein sich in eine menschen verlieben und die menschen leiebn sich ausschließt sondern quasi 2 verschiedene möglichkeiten an zwei verschiedenen punkten der eigenen entwicklung sind.

oder anders gesagt, jesus hätte sich, ohne quasi "zurückzugehen" gar nicht in jemanden verlieben können, oder sehe ich das falsch?
Ganz genau! Es sind unterschiedliche Entwicklungsstufen- Liebe ist es immer. Auch einer, dessen Herz voller Ängste ist, der klammert und begehrt, liebt- aber er hat auf diesem Niveau nur wenige Möglichkeiten, sie auszudrücken.

Jesus hätte in seiner Entwicklung zurückfallen müssen, um sich überhaupt verlieben zu können. Das hat er natürlich nicht getan, die Liebe zu Gott war ihm das Höchste. Naja, das Zweithöchste. Das Allerhöchste ist es, die Liebe selbst zu sein.

tyrael63 schrieb:
liebe simi, so verstehe ich deine worte viel besser als vorher. danke!
Ich geb' nicht so schnell auf, lach. :)
 
Ganz genau! Es sind unterschiedliche Entwicklungsstufen- Liebe ist es immer. Auch einer, dessen Herz voller Ängste ist, der klammert und begehrt, liebt- aber er hat auf diesem Niveau nur wenige Möglichkeiten, sie auszudrücken.

Jesus hätte in seiner Entwicklung zurückfallen müssen, um sich überhaupt verlieben zu können. Das hat er natürlich nicht getan, die Liebe zu Gott war ihm das Höchste. Naja, das Zweithöchste. Das Allerhöchste ist es, die Liebe selbst zu sein.

das wollte ich eigentlich herausfinden.

könnte man ja jetzt noch ewig weiterführen, aber da du ja schon in fahrt bist, kannst du uns unwissenden noch ganz einfach und schlicht die unterschiede und grunddilemmas bei der verwechslung von verliebtheit, liebe und sex ein wenig nahebringen? wird ja eigentlich alles unter dem deckmantel "liebe" zusammengewurstet, kein wunder, dass das zu problemen führt, wenn schon die definition ein "pallawatsch" (für unsere lieben deutschen user: heilloses durcheinander) ist.
 
Lieber Tyrael,
das würde aber bedeuten, wen ich lieben will, akzeptiere ich die menschliche version mit allen ihren stärken und schwächen,
ja.

wenn ich bedingungslos lieben will, geht das wirklich nur über die aufgabe des egos, das über sich selbst hinausgehen, wie du, liebes schneeglöckchen so treffend gesagt hast, über das "sich-selbst-sterben".
du kannst es nicht wollen. Das Wollen an sich ist schon eine Bedingung, so wie du ja auch völlig richtig schreibst:

wenn ich bedingungslos lieben will...
und wenn ich es nicht will, ist die bedingungslose liebe nicht mehr da?

sie ist fern jeder Bedingtheit oder eines eigenen "will",
so wenig wie du die Existenz der Sonne wegwollen oder herbeiwollen kannst,
du kannst allerdings wählen, ob du ihre Strahlen an dich heranläßt.

sie ist so natürlich wie der Atem.
sie ist so nah wie der Herzschlag.
sie ist nicht zu wollen,
man kann nur von ihr getragen, verzaubert, verwandelt und beflügelt werden.

wäre dann quasi ein vollkommen anderer weg, und somit wäre beides unvereinbar.
das erscheint dem unkundigen unvereinbar.
und doch... bei näherem Hinsehen erkennt man leicht, daß es vereint existiert, in diesem Moment...
in diesem Moment existiert Gott, die unwandelbare, unbedingte Liebe...
und gleichzeitig in diesem Moment existieren die vielen "gewollten" menschlichen Lieben...
ist es nicht gerade die Hochzeit der beiden, der Kuß von Zeit und Ewigkeit, die sich gleichsam umarmen?
und ist das Zeichen des Menschen nicht genau dies, daß sich im Menschen diese beiden "Welten" begegnen können?

hätte jesus einen einzelnen menschen mehr lieben können als alle anderen oder wäre er damit von seinem weg angekommen. oder anders gesagt, was wäre passiert wenn sich jesus unsterblich verliebt hätte? oder hätte ihm an dem punkt der erkenntnis, den er erlangt hatte, nicht (mehr) passieren können.

nur als hypothetisches beispiel.
du wirst es erfahren, mehr kann man dazu nicht sagen.
vorstellungen von jesus sind nicht Jesus...

:kuesse:
 
Zitat von tyrael63 Beitrag anzeigen
wenn ich bedingungslos lieben will, geht das wirklich nur über die aufgabe des egos, das über sich selbst hinausgehen, wie du, liebes schneeglöckchen so treffend gesagt hast, über das "sich-selbst-sterben".

schon klar dass man das nicht "wollen" kann. aber man kann eine etscheidung für sich selbst treffen, einen weg zu gehen, der dorthinführen könnte. oder "es" kann einem passieren. oder beides.

das erscheint dem unkundigen unvereinbar.
und doch... bei näherem Hinsehen erkennt man leicht, daß es vereint existiert, in diesem Moment...
in diesem Moment existiert Gott, die unwandelbare, unbedingte Liebe...
und gleichzeitig in diesem Moment existieren die vielen "gewollten" menschlichen Lieben...
ist es nicht gerade die Hochzeit der beiden, der Kuß von Zeit und Ewigkeit, die sich gleichsam umarmen?
und ist das Zeichen des Menschen nicht genau dies, daß sich im Menschen diese beiden "Welten" begegnen können?

jetzt einmal ganz abstrakt gefragt, und da man ja mit seiner weisheit, egal in welchem bereich fast immer irgendwann auf "paradoxien" stößt, könnte es möglich sein, dass diese nicht, wie wir allgemein annehmen, die ausnahme von der regel sind, sodnern ganz einfach ein tor zur wahrheit dahinter, oder besser gesagt zur nächsten ebene "darüber"?

falls du darüber bescheid weißt....
 
Lieber Tyrael63,
jetzt einmal ganz abstrakt gefragt, und da man ja mit seiner weisheit, egal in welchem bereich fast immer irgendwann auf "paradoxien" stößt, könnte es möglich sein, dass diese nicht, wie wir allgemein annehmen, die ausnahme von der regel sind, sodnern ganz einfach ein tor zur wahrheit dahinter, oder besser gesagt zur nächsten ebene "darüber"?

falls du darüber bescheid weißt....
die Natur des Paradoxons an sich also ergründend?

Das schönste Paradoxon ist da in meinen Augen immer noch dieses Kapitel 71 aus dem Dao De Jing:

Dao De Jing Kapitel 71 schrieb:
Die Nichtwissenheit wissen
ist das Höchste.
Nicht wissen, was Wissen ist,
ist ein Leiden.
Nur wenn man unter diesem Leiden leidet,
wird man frei von Leiden.
Daß der Berufene nicht leidet,
kommt daher, daß er an diesem Leiden leidet;
darum leidet er nicht.

In diesem Text gehe ich viel tiefer als ein einfaches Paradoxon,
es ist ein komplexes Paradoxon, das in sich allerdings wieder Doxon ist.
Denn neben den "Ebenen darüber" gibt es eine Grundlage,
die eine Ebene "darüberrunternebenmittendrin", die alle Ebenen begründet,
und ihre Zahl ist sieben.

Schau, da wird es so konkret,
was ein jeder doch versteht.
das darüber jedoch nicht,
auch nicht wovon Sieben spricht.

Kennen kann sie nur die Acht,
die aus Haß die Liebe macht,
doch die Neun die fehlt im Spiel,
weil die Neunzehn besser fiel.
 
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In diesem Text gehe ich viel tiefer als ein einfaches Paradoxon,
es ist ein komplexes Paradoxon, das in sich allerdings wieder Doxon ist.
Denn neben den "Ebenen darüber" gibt es eine Grundlage,
die eine Ebene "darüberrunternebenmittendrin", die alle Ebenen begründet,
und ihre Zahl ist sieben.

Schau, da wird es so konkret,
was ein jeder doch versteht.
das darüber jedoch nicht,
auch nicht wovon Sieben spricht.

Kennen kann sie nur die Acht,
die aus Haß die Liebe macht,
doch die Neun die fehlt im Spiel,
weil die Neunzehn besser fiel.

Könnte ich Deiner Worte Schönheit beschreiben
und all Deine Grazie mit neuen Worten benennen,
möchte die Nachwelt meinen:
"dieser Poet lügt; so viel himmlischer Hauch hat niemals die Erde berührt".

ein wenig frei nach William Shakespeare

ich bin verwirrt. also bleibt mir nichts als zu staunen.
 
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