Lieber tyrael63,
...wonach ich fragte, waren reale erfahrungen:
hat es irgendwer von euch irgendwann einmal versucht/geschafft/ist daran gescheitert, bedingungslose liebe selbst zu leben oder zu erleben. und wie ist es euch dabei ergangen?
ist es erstrebenwert, sinnvoll, oder in dieser realität einfach nicht lebbar?
ja, ich erlebe das und lebe darinnen. versuchen kann man das aber nicht. versuche sind so wie testballons, da ist noch einer der testet und sich fein raushält.
ich habe es eher wie einen sprung in den abgrund erlebt, und siehe da, ich fliege... getragen von den winden des ewigen geistes, in den unendlichen räumen die die liebe erschafft.
es gibt nichts schöneres...
heute morgen sonnte ich mich und genoß den atem, den ewigen atem, wie er sich im körperlichen spiegelt...
mein geliebter ist immer um mich und in mir,
er streichelt mein haar, und erleuchtet meine augen,
ich kann mich in tiefen stürzen und er ist da,
ich lasse mich in höhen tragen und er ist da,
und wenn ich seiner vergessen sollte, ist er immer noch da und er-innert mich,
sollte ich die Augen von der Sonne seiner Gegenwart wenden,
zeigt er mir die Schatten, die dadurch entstehen,
küßt mir die augen des Herzens und wandelt meine seele in gold,
er fließt in meinen gliedern und strömt aus meinen worten,
er lenkt meine handlungen und überschüttet mich mit gefühlen,
läßt mich tauchen in sie und verwandelt sie,
er füllt mich mit Freude und meine Augen mit Tränen der Freude,
kein ding bleibt mir verborgen, wonach ich mich sehne,
sofort erbringt er mich kunde.
obwohl ich nur ein einfacher mensch bin,
hat er mich erwählt mir alles zu schenken,
einer demütigen Magd schenkt er die Krone der Königen,
einer sanften Seele die Stärke zu herrschen,
doch widersteht er der hochmütigen Seele,
dem Gerechten ist er stets gerecht,
dem ungerechten trotzdem noch wohlwollend,
so herrscht er im Verborgenen, und ist doch ständig da,
nur das Auge des friedvollen Herzens erblickt ihn
und badet in der Sonne seiner Gegenwart,
nur dem Ohr des Hörenden gibt er Weisung,
und nicht den Köpfenden der Wissenden.
Er schenkt mir dies Loblied,
denn alles ist in ihm und durch ihn,
vollkommen sagt er sollen wir sein,
und sein Sein ist Vollkommenheit dem Vollkommenen,
dem Unvollkommenen gibt er Nahrung im Raum,
und tränkt sie mit Zeit, bis sie satt sind und sterben,
dem Vollkommenen ist er Nahrung und Trank.
Er ist in mir und ich bin in ihm,
verloren und wiedergefunden,
aus der Tiefe der Tiefe hob er mich empor,
doch fließt er nicht nur in mir,
sondern in allem und jedem und durch alles,
in tiefem Geheimnis, in ewigem Schweigen,
wortlos und tonlos und in schwarzem Licht,
umarmt die Mutter sich selbst und gebiert sich die Liebe,
der ewige Vater, und zeugt den ewigen Sohn,
der alles in Allem ist und alles in allem erzeugt.