Ich kann es dir kaum klarer erklären. Sorry, das liegt an mir.
Airtrapping bedeutet, dass nicht komplett abgeatmet wird. Das passiert, wenn sich das Verhältnis verschiebt. Die Aussage, die hier gefallen ist, man könne dann besser mit dem Unterbewusstsein kommunizieren, wenn man länger aus- als einatmet ist so nicht richtig. Dass man eh länger ausatmet habe ich klargestellt.
Dir fehlt der Mensch dazu? Das, was du auf der Grafik siehst kommt zwar (wahrscheinlich) aus irgendeinem Medizinbuch, exakt so sehen aber auch Messwerte aus (zumindest ein Teil), die kontinuierlich an Menschen aufgezeichnet werden können. Dir mag der Mensch dazu fehlen. Ohne Menschen ist das aber nicht möglich - also diese Messung.
Frag doch mal in dieRunde....Wasmachst du wenn du Schnupfen hast, wie ist deine Atmung?
was für eineAtmung hast du wenn du Angst hast..
Wie atmest du unter Schmerzen, Erregungszuständen.
Schnupfen ändert vor allem, wie wir einatmen - also über welchen Weg - nicht die grundsätzliche Physiologie. Ein Rippenbruch (oder mehrere) wird da interessanter, weil diese Menschen im Zuge der Schmerzvermeidung dazu tendieren tatsächlich flacher zu atmen, also kontrolliert eingreifen, statt das Atmen geschehen zu lassen. Die seufzen dann öfters, eben zum ausgleich, entwickeln dann aber auch gerne mal Lungenentzündungen.
Alarmbereitschaft durch Schmerz, Angst etc. ändert insgesamt den Atemumsatz - wieder nicht die Physiologie. Das ist aber ein komplexes Thema. Hormonausschüttung bewirkt dann eine Umverteilung der Durchblutung im Körper zu Gunsten der Skelettmuskulatur, die einen höheren Energiebedarf hat und daher mehr Sauerstoff benötigt. Damit die Muskeln arbeiten können wird unter "Verbrennung" von Sauerstoff ein Molekül erzeugt, dass dann schließlich die Muskeltätigkeit erhöht. Man spricht hier von Zellatmung.
Der reine Alarmzustand - auch ohne, dass dieser ausagiert würde erhöht also den Sauerstoffverbrauch im Körper, der durch die Atemtätigkeit bedient werden muss. Tiefere Atmung und höhere Frequenz.
Ja, man kann psychische Zustände über die Atmung beeinflussen, in einem gewissen Rahmen. Ab einem bestimmten Punkt geht das aber nicht mehr. Das ist dann aber akut und man muss das medikamentös durchbrechen. Bei kleinen Mädels, die auf einem Konzert plötzlich hyperventilieren reicht es ihnen eine Tüte vor Mund und Nase zu halten und sie unter Beobachtung dort reinatmen zu lassen, bis die sich beruhigen.
Das spielt aber für dich alles weniger eine Rolle. Sicher kannst du Menschen in einem gewissen Rahmen über die Atmung helfen. Die Aussage mit dem Verhältnis (was ja gar nicht deine Aussage gewesen ist) und der Blutzusammensetzung bleibt aber falsch, so wie sie da steht.