Lord Lloyd
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Nahatkami schrieb:Gut, jetzt kommen wir der Sache mal näher und es paßt ganz gut. Danke.
Ja, auch das paßt. Doch da muß ich gleich mal wieder fragen: wozu braucht es andere Götter bzw. Halbgötter?
Gott (? war er es denn?) erschafft ein Universum. Dieses regiert zunächst er selbst. Dann wird ihm langweilig (?) oder er ist einsam (?) und erschafft Wesen. Vielleicht hat er mit den Engeln begonnen oder mit den Menschen. Wie auch immer. Er erschafft Welten, bevölkert diese und braucht dann Leute, die sozusagen dort Aufgaben übernehmen (damit seine Gesetzte eingehalten werden, damit dies jemand überwacht), damit Gott sich zurückziehen (?) kann oder anderweitig weiter erschaffen kann (?)? Oder ist er letztendlich einfach nur passiver Beobachter?
Es entstehen weitere Welten, erschaffen von Halbgöttern? Ist sowas möglich? Das Universum dehnt sich also weiter aus? Wird weiter, größer, voller? Oder spielt sich das alles nur auf anderen Ebenen ab? Oder auch?
Da kann Gott vielleicht nicht alles alleine tun...?
Doch was ist der Sinn hinter all dem? Wenn ich mir vorstelle, ich wäre Gott, warum würde ich das tun? Einerseits, weil es Spaß macht. Wenn ich an meine menschliche Phantasie denke, könnte ich unendliche Welten erschaffen und mich an ihnen erfreuen. Was vermag dann erst die göttliche Phantasie zu erschaffen? Gut, doch warum noch? Es muß doch einen Grund geben, warum Gott das alles tut.
Gut, ich verstehe, worauf Du hinaus möchtest. Ja, ich kann es auch nachvollziehen. Ich bin hier, um Erfahrungen zu sammeln, um etwas einmaliges, individuelles zu werden, doch auch, um perfekt zu werden. Oder nicht? Ich arbeite doch an mir, um mich zu perfektionieren (im Sinne von Selbstkontrolle, Umgang mit Macht und Leidenschaften usw.). Doch bin ich am Ende dann nicht auch einfach nur wieder perfekt? So wie alle anderen auch? Oder bin ich einfach nur perfekt mit einem Zusatz an individuellen Erfahrungen, was mich etwas anders perfekt macht als den Rest? (im Sinne von, wir alle sind perfekt, doch der eine ist ein perfekter Zahnarzt, der andere ein perfekter Tierarzt...)
das war eine Anspielung hierauf: "Diskutiere niemals mit einem Idioten, denn er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich mit Erfahrung."
Keine Angst, wie ein arrogantes Ar***lo** klingst Du nicht. Also halte "Deine Klappe" bitte nicht!!! Wäre schade.
Wie ein hochentwickelter Magier wirkt, kann ich nicht einschätzen. Und demzufolge auch nicht, ob Du einer bist oder nicht...Auf jeden Fall hast Du Dir Gedanken gemacht und scheinst für Dich eine Lösung (oder einen Weg oder einen Sinn) gefunden zu haben.
"Wie oben so unten".
Wenn ich meinen Körper als Beispiel des Mikrouniversums ansehe. Und oben ist gleich unten. Würde das nicht bedeuten, daß auch Gott einen Körper hat (= Makrouniversum?) und dieser Körper auch irgendwann einmal aufhören muß zu existieren bzw. wieder in seine Einzelelemte auseinanderfällt? Gottes Geist bzw. Seele würde bestehen bleiben, doch der Rest wird vergehen...
Und dann?
Müßte es dann nicht auch viele Universen geben und nicht nur eins?
Im Yoga geht man davon aus, das es einen Tag Gottes (Brahmans) gibt und eine Nacht. D.h. eine Zeitspanne von was-weiß-ich-wievielen Milliarden jahren besteht das Universum, dehnt sich aus, entwickelt sich usw. Das ist der Tag Brahmans. Doch dann kommt ein Zeitpunkt, wo alles wieder an Ort und Stelle ist, alles dort, wo es einst war und hingehört. D.h. jedes Teil hat seinen ursprünglichen Platz wieder gefunden. Das ist die Nacht. Und dann beginnt alles wieder von vorne.
Finde ich ziemlich ernüchternd, das ganze. Denn das bedeutet, all die Mühe, all die Erfahrungen führen uns an ein Ziel. Doch dann wird alles noch mal von vorne beginnen... Und wieder und wieder und wieder.
Keine Ahnung, ich habe mich mal gefragt, was schrecklicher ist: ewig sein zu müssen oder ewig nie mehr zu sein. Aber noch schlimmer wäre wohl dieser ewige Kreislauf des immer wieder neu erschaffen werdens. Aber naja, das mag nach einer Pause des langen Schlafes ja ganz anders aussehen - dann freut man sich vielleicht, all diesen "Sch..." noch mal durchmachen zu können. (dennoch hoffe ich, das eine andere Bedeutung hinter diesem sogenannten Tag und Nacht-Zyklus steckt.)
Wenn wir also Gott/das Universum im Kleinen sind - wo in und oder was in uns ist Gott? Die Seele? Der Geist? Die Liebe?
Viele Grüße,
Kami
Sinn des Lebens
Sich selbst erkennen. Wer bin ich? Wo will ich hin? Wo stehe ich? Sich erkennen und wissen, was einem gegeben wurde, um all das ausschöpfen zu können, was für sich selbst möglich ist. All das austesten, was einem als Ich eines Lebens, an Möglichkeiten offen steht. Um größer zu werden. Um zu wachsen, zu lernen, zu erfahren - alles, was möglich ist, alles, was erfasst werden kann.
Dann die Welt durchschauen. Die anderen durchschauen... Die Symbole und Illusionen des Lebens erkennen, sie begreifen, mit ihnen arbeiten. Aus der Selbsterkenntnis, wird die selbstverwirklichung. Wie passe ich in das System? Was kann ich tun, um mich selbst zu verwirklichen?
Oder ist der Sinn, das alles eins ist? Ist der Sinn, sich nicht abzugrenzen, sondern eins mit allem zu werden? Nicht alles sein, sondern mit allem gemeinsam sein. Oder ist es dasselbe? Die Grenzen auflösen, groß werden - im Nirvana verschmelzen? Ist es das? So groß wie das Universum werden? Einfach nur noch sein! Nichts weiter... Sich ausbreiten, die Ekstase des Seins auskosten und dann in sich selbst fallen... Den Kreis schließen... Plötzlich nichts mehr sein... Aus dem ALL(ES)SEIN wird NICHT(S)SEIN und alles beginnt von vorne. Ein neuer Kreis.
Vielleicht ist der Sinn des Lebens auch die Abgrenzung, nicht die Verschmelzung. Sich aus allem lösen... Über oder neben oder unter den Dingen stehend.. Als Einzelteil, abseits von allem um dort neue Welten zu erschaffen.
Doch evtl. ist der Sinn des Lebens auch, alle Zustände zu beherrschen. Allessein, Nichtssein, Abseitssein, erschaffen, zerstören, ich, du, Ewigkeit, Unendlichkeit, Nichts... Um als Weltenwanderer jede Form des Seins, an jeden beliebigen Ort des Seins annehmen zu können; völlig frei und unabhängig von Zeit und Gesetzen. Wie nennt man eine solche Daseinsform? Freiheit?..
Der Sinn des Lebens ist es, frei zu werden.
Nicht alles sein, nicht nichts sein,
sondern selbst entscheiden, was man sein möchte
oder eben nicht.
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Kann man Gottes Gesetze überwinden? Kann man Gott überwinden?
Die Frage nach dem Sinn hinter der ganzen Schöpfung hat mich auch ziemlich lange beschäftigt. Ich bin letztlich zu dem Schluss gekommen, das Gott erschaffen MUSS. Er ist die Ursachensphäre. Ohne die Schöpfung wäre Gott ein Sinnloses Wesen. Obwohl Wesen vielleicht nicht der richtige Ausdruck dafür ist. Vielleicht ist er auch nur eine Art Sphäriale Intelligenz, also eine Art Maschine, die ständig Wesen erschafft. Oder er ist tatsächlich ein Lebendes Wesen, ein Geistwesen, dessen Sinn darin besteht zu erschaffen. Alles in allem kann ich sagen, das es ja ziemlich Sinnlos wäre Gott zu sein und nichts anderes existiert.
Aber genau weis ich es leider nicht, ist noch zu hoch. Es ist ein Wissen das meines bei weitem übersteigt, ich verstehe es also auch nicht wirklich. Die Motive Gottes sind einfach zu kompliziert.
Ein vollkommener Mensch ist ein Gottgleiches Wesen. Eigentlich ist er sogar nichts anderes als Gott selbst.
Ja, auf den ersten Blick bist du auch wieder "nur" Perfekt. Wenn du allerdings mehr darüber nachdenkst wirst du erkennen, das wenn du als geborenes Vollkommenes Wesen einen anderen Charakter hättest als wenn du es dir erarbeitet hättest. Denk mal drüber nach.
Es ist Blödsinn, das alles wieder von vorne anfängt. Das hätte ja dann wohl kaum irgendeinen Sinn.
Es gibt genau 2 Universen und von diesen beiden Unendlich viele Kopien. Aber es gibt nunmal nur einen Gott und eine Handvoll Menschgötter. Hauptsächlich werden die Welten von Engeln, Dämonen und Elementargeistern kontrolliert. Gott erschafft und hält im gleichgewicht, aber vernichtet auch. Die Menschgötter helfen anderen zum Aufstieg, auch wenn man es nicht merkt.
Das Gewissen ist Gott im Menschen.
Den Sinn deines Lebens musst du schon selber finden, tut mir leid.
Können tust du alles, nur ob du es willst, ist die andere Seite.
Gruß Lord Lloyd